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  1. Waschbär, schwimmend

    Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat gestern und heute über die Klage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der Landesjagdverbände Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegen den Planfeststellungbeschluss zur Elbvertiefung verhandelt. Dabei haben die Beteiligten eine Einigung erzielt, mit der die vorgesehenen Regelungen der Jagd in zwei Gebieten an der Elbe präzisiert werden. Durch ergänzende Vereinbarungen soll dort insbesondere die Bejagung von invasiven Arten und anderen Raubsäugern, die Brut- und Rastvögel in dem Gebiet gefährden, sichergestellt werden.


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  2. Der Spiegel schrieb gestern:

    Rund drei Millionen US-Bürger tragen laut einer neuen Studie täglich eine geladene Schusswaffe bei sich. Neun Millionen US-Bürger gehen mindestens einmal im Monat bewaffnet aus dem Haus, wie sich aus einer Studie des „American Journal of Public Health“ ergibt.

    Wenn die Strafverfolgungsbehörden in den einzelnen Bundesstaaten die Möglichkeit hätten, fragwürdigen Antragstellern die Erlaubnis zum Waffentragen zu verwehren, sinke auch die Mordrate, schreibt der „Standard“. Die Raten fallen demnach je nach Gesetzeslage um 6,5 beziehungsweise 8,6 Prozent niedriger aus.

    Spiegel vom 20.10.2017

    Woher „Standard“ und Spiegel jetzt ihre Weisheit herhaben, erschließt sich in dem Artikel nicht. Es werden einfach zwei Grafiken mit Todesfällen und der legale Besitz von Schusswaffen gezeigt. Das war’s!

    Lizenz zum Waffentragen

    Keine Beachtung wird der Tatsache geschenkt, dass US-Bürger mit einer Lizenz zum Waffentragen (Waffenschein) rechtstreuer sind als Polizisten und auch als der Bevölkerungsdurchschnitt.

    Auch werden Schusswaffen von Leuten mit Waffenschein fast nie missbraucht und es kam auch kein Lizenzinhaber wegen Mord/Totschlag mit der Waffe bisher ins Gefängnis. Auch in den USA werden Tragelizenzen widerrufen, wenn sich jemand gewalttätig verhält. Die Angst, die hier vom Spiegel geschürt wurde, ist somit unbegründet.

    Es kommt in den USA jedoch laufend zu „Papercrime“, wenn Menschen mit Tragelizenz zufällig die Staatsgrenze passieren und dann „illegal“ ihre Waffe dort führen. Solch Grenzüberschreitungen kommen häufig vor, da etliche Straßen einfach zwischen zwei Staaten hin- und herpendeln.  Aus diesem Grund möchte die NRA, dass Tragelizenzen – analog zum Führerschein – in allen Staaten anerkannt werden sollen.

    Verhältnis Waffenbesitz zu Gewaltdelikten

    Dr. Christian Westphal hatte die Daten aus den USA auf Landkreisebene untersucht. Dabei konnte er keinen Zusammenhang zwischen „Waffenbesitz pro Kopf“ und „Gewaltdelikte pro Kopf“ finden.  Damit war die – von Medien und Waffenkontrollaktivisten oft zitierte – Studie „The social costs of gun ownership“ von Philip Cook (Duke University) und Jens Ludwig (University of Chicago) widerlegt. Die Autoren – wie auch die meisten Journalisten – sind in die Falle der „Scheinkorrelation“ getappt. Im Interview mit dem DJV erklärte Westphal dieses Phänomen:

    Ein prominentes Beispiel hierfür ist „Störche bringen Babys“: Es lässt sich tatsächlich eine deutliche positive Korrelation zwischen „Störche je Einwohner“ und „Babys je Einwohner“ finden. Störche und Babys haben natürlich nichts miteinander zu tun; der Zusammenhang wird lediglich und rein technisch durch den „je Einwohner“-Teil in der Variablen erzeugt.

    Sie können so auch Weihnachtsbäume pro Einwohner und Feldhasen pro Einwohner korrelieren. Dann ist es – überspitzt ausgedrückt – für einige nur noch ein kleiner Schritt zu behaupten, dass Feldhasen Weihnachtsbäume schmücken.

    Meine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Schusswaffen und Gewaltkriminalität in den USA zeigt, dass sich nicht mal dort, bei wesentlich mehr Waffenbesitzern und mehr Gewaltkriminalität, ein auf Landkreisebene messbarer Zusammenhang zwischen beidem finden lässt.

    Statistik mit Stolpersteinen – Westphal im Inverview mit dem DJV

    Wer das nicht glauben will, der möge sich diese Grafik mal anschauen, die in den USA Waffenbesitz und Mordrate vergleicht:

    us_rate2-1024x574

    Verhältnis Mordrate zu restriktiven Waffengesetzen

    Die Brady Kampagne listet seit Jahren die verschiedenen US-Staaten in Bezug auf ihr Waffenrecht. Der sogenannte „Brady Score“ ist umso höher, je restriktiver ein US-Staat sein Gesetz verfasst hat.

    Hätten Spiegel, Standard & Co. mit ihrer Annahme Recht, dann gäbe es in US-Staaten mit hohem Brady Score (rechts) die wenigsten Schusswaffentoten und in US-Staaten mit niedrigem Brady Score (links) die meisten.

    scatterplot1-1

    Wie man sieht, gibt es keine Korrelation. Die Seite zeigt auch noch die Verhältnisse für Selbstmorde und Massenschießereien auf.

    firearms-related-violencePriorities for Research to Reduce the Threat of Firearm-Related Violence. Washington, DC: The National Academies Press

    Wer es noch amtlicher haben möchte, der möge sich den Meta-Studienbericht von 2013 durchlesen, den Obama nach Sandy Hook in Auftrag gab.

    Eine Zusammenfassung davon gibt es hier: Obama Study Concluded Firearms Used for Self-Defense ‘Important Crime Deterrent’.

    Ganz kurz ist es wie folgt zusammengefasst:

    • Der Einsatz von Schusswaffen ist die sicherste unter den untersuchten „Selbstschutzstrategien“
    • Die meisten Todesfälle mit Schusswaffen sind Selbstmorde
    • Verbrecher besitzen selten gestohlene (vormals legale) Schusswaffen.
    • Es gibt keinen Beweis dafür, dass Waffenbeschränkungen Waffengewalt reduzieren.

    Fazit

    Leider ist es so, dass einfache „Lösungen“ verlangt werden, die wenig Widerstand erwarten. Dabei ist es völlig egal, ob diese „Lösungen“ den gewünschten Effekt bringen oder nicht. Hauptsache, es lässt sich gut verkaufen.

    Waffenverbote sind relativ einfach umsetzbar und betreffen nicht die Mehrheit der Bürger. Selbst in den USA besitzen „nur“ 30% der Haushalte Waffen. In Europa sind es sicherlich nur 5 bis 10%.

    Die Menge der Artikel in den Medien, die eine Scheinkorrelation zwischen Waffenbesitz und Gewalt suggerieren, läßt mich ahnen, wie die Politik die EU-Waffenrichtlinie demnächst umsetzen will: äußerst restriktiv.


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  3. Heute erhielten wir aus dem Bundesministerium des Innern eine Mail, in der vor der Verwendung einer bestimmten Munition gewarnt wird. 
    Am Ende des Artikel finden Sie einen Link, über den sie eine PDF abrufen können, in der die Verpackung der betroffenen Munition und der Los-Nummer abgebildet ist.  

    Im folgenden das vollständige Zitat der Mail:
     
    Sehr geehrte Damen und Herren,

     

    im Rahmen der Marktbeobachtung und eines anschließenden Ringversuchs der Beschussämter wurde auf dem Markt Federal-Munition mit dem Prüfzeichen des Beschussamtes Lüttich festgestellt, deren  Gasdruck im Mittel erheblich höher als der höchstzulässigen Gasdruck von Pmax = 4050 bar war. Es handelt sich um Munition ca. 30-06 Spring, Federal, 180grs Trophy Copper mit der Losnummer U34J590. Der von den Beschussämtern im Mittel gemessene Gasdruck lag bei 4470 bar und damit 10 % über dem zulässigen Höchstdruck.

    Das Beschussamt Lüttich wurde um Überprüfung gebeten. Die dem Beschussamt Mellrichstadt bekannten Importeure wurden informiert und werden die Munition vom Markt nehmen.

     

    Das Bundesministerium des Innern wäre Ihnen dankbar, wenn Sie Ihre Mitglieder über den vorstehenden Sachverhalt informieren würden.

     

    Mit freundlichen Grüßen

    Im Auftrag

    Andreas König

    Zitat Ende: 

    Wenn Sie Munition aus dem angesprochenen Los besitzen, so möchten wir Sie bitten von einer weiteren Verwendung abzusehen und sich mit dem Händler in Verbindung zu setzen, über den sie diese Munition bezogen haben. 

    Mit Grüßen 

    Nico Catalano
    stellv, Vorsitzender

    PDF Federal Premium 30-06 Springfield 180gr Trophy

     


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