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Michael Moore - Anti-Gun oder nicht?


clifford
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http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,222953,00.html

SPIEGEL ONLINE: Mr. Moore, der Titel Ihres Films bezieht sich auf das Schulmassaker von Columbine. Wenige Wochen vor der Präsentation von "Bowling For Columbine" in Cannes gab es auch in Deutschland ein Massaker an einer Schule. Was haben Sie gedacht, als Sie davon hörten?

Michael Moore: Ich dachte: Okay, einmal alle 50 Jahre rastet auch in Deutschland jemand aus. Das war alles. Machen Sie die Sache nicht größer, als sie ist. Ich hoffe dass die deutschen Medien nicht das machen, was die US-Medien tun würden, nämlich die Tragödie aufblasen zu etwas, das mehr sagt, als gesagt werden sollte.

SPIEGEL ONLINE: Wie viel sollte denn gesagt werden?

Moore: Das ein junger Mann durchgedreht ist und legale Waffen in die Finger bekam.

SPIEGEL ONLINE: In Deutschland wurde am selben Tag das Waffenrecht verschärft. Halten Sie das für sinnvoll?

Moore: Schärfere Waffengesetze werden die Durchgedrehten nicht davon abhalten durchzudrehen. Sie werden immer einen Weg finden, ihre Wut in die Tat umzusetzen. Es geht nicht um die Waffen. Es geht um private, ganz persönliche und sehr vereinzelte psychische Probleme,.....

okay, ich hab den film "bowling for columbine" noch nicht gesehen. aber schon nach dem bericht in der ard hab ich mich sehr gewundert, dass in den waffenforen so über den mann hergezogen wird. (ausser bei den amerika-fans - aber da wundert mich ja nix mehr :wink: )

in diesem spiegel (!) interview wird nochmals deutlich, dass michael moore nicht unser feind ist. im gegenteil. wegen seiner kritischen haltung werden wohl viele unserer gegner in diesen film gehen oder ihm zuhören, nur um dort zu erfahren, dass es eben nicht an den waffen liegt, wenn ein mensch beschliesst zum mörder zu werden.

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noch ne schöne passage:

SPIEGEL ONLINE: Die Nachrichten werden in Europa längst ähnlich reißerisch wie in den USA erzählt.

Moore: Der Grund dafür liegt auf der Hand. Die Konservativen und die Rechten sind dabei, die Menschen in Angst versetzen. Denn es gibt keine bessere Methode, die rechte Agenda interessant zu machen, als eine Atmosphäre der Angst zu kreieren. Faschismus blühte stets auf der Grundlage von Angst - die Angst vor dem Fremden, vor dem Anderen, dem Angriff von Innen. Wenn die Politiker und die Wirtschaftsbosse solche Gefühle manipulieren können, und zwar bis zu dem Punkt, an dem die Menschen wirklich um ihre persönliche Sicherheit fürchten, dann werden die Menschen der Regierung ihre Freiheitsrechte umso bereitwilliger abtreten und zulassen, dass alle möglichen Gesetze verabschiedet werden, die individuelle Freiheiten aushöhlen.

...ob der spiegel-online-redakteur da ins grübeln kam? vielleicht sollten das seine kollegen von der tv-abteilung mal lesen.... :roll:

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noch ne schöne passage:

...ob der spiegel-online-redakteur da ins grübeln kam? vielleicht sollten das seine kollegen von der tv-abteilung mal lesen.... :roll:

Haha... :lol: Da standen aber noch mehr coole Sachen im SPIEGEL... :D

Dieser Moore ist abgefahren gut... Ein Tritt in den Hintern waffenbesitzender Spießer obendrein...

DEN Film muss ich mir ansehen!!

ciao

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Ja was sag ich denn die ganze Zeit..?? Der Film ist eine super Satire mit viel wahrem Kern, sehr effektvoll und unterhaltsam gemacht. Ich kann nicht sehen, weshalb es ein Antiwaffenfilm sein soll - etwa weil gezeigt wird, dass Waffen gefährlich sind und ein verantwortungsvoller Umgang notwendig ist..?

Moore bringt z.B. Kanadas Schützen als "gutes Beispiel", da die Leute dort friedlich ihrem Hobby nachgehen und es nie so viele Tote gibt, die durch Waffen sterben.

Er möchte mit seinem Film aufrütteln und die Amerikaner auf das seiner Ansicht nach bestehende "Angstproblem" aufmerksam machen. - Genau die Angst übrigens, die viele Schützen auch vor ihm haben... Die Leute scheinen geradzu auf ihre Angst zu pochen ("der ist ja sowieso bloss gegen Waffen und will sie mir verbieten und wegnehmen", etc. etc.). Da wird es in der Tat schwierig, seine These überhaupt zu bezweifeln!

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