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Kolumne Number One "Fahrenheit 9/11"


Klaus12
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so ..., und nachdem ich mir den Film beim Bundespresseamt reingezogen habe hier meine rein persönliche Meinung dazu :

Der Film beginnt mit der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000,in der Florida sich " erdreistete, ohne jeglichen Grund ??? Tausenden von wahlbeteiligten Bürgern ihre Bürgerrechte abzuerkennen - selbstverständlich waren dies Menschen mit schwarzer Hautfarbe" ??? Darauf folgt ein Abfolge von merkwürdige Sitzungen im Abgeordnetenhaus, im dem es keinem der schwarzen (warum eigentlich nur schwarze ) Vertretern gelingt, die Unterschrift eines Senators zu bekommen, um diese Wahl für ungültig zu erklären.

Danach zeigt Michael Moore Schritt für Schritt die gesamte Laufbahn des Präsis der USA; Georges W. Bush sowie dessen äußerst ominöse/geschäftliche/persönliche Verbindungen zu den einflussreichsten Kreisen Saudi-Arabiens in den USA, (u.a. auch zu der Familie des Bin Laden), denen nach Moore´s Meinung 6 % wertmässig der USA gehören sollen und dessen Konten nach dem Anschlag nicht eingefroren wurden.

Diese sollten nun nach MM`s Meinung in Sippenhaft genommen werden ,

statt dessen dürfen sie mit "allerhöchster Erlaubnis" ausreisen.

Ein Schelm , der Böses dabei denkt.

Die unterschiedlichen Standpunkte von Moore zeigen erneut, dass der Künstler und die kommerziellen Verwerter des Materials oftmals differierende Interessen haben werden, logischerweise natürlich.

Alles in allem frage ich mich, wofür MM für diese Dokumentation die Goldene Palme von Cannes bekommen hat.

Ausserdem wurde er mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet . (???)

Und noch was:

Der Distributor rebelliert, Moore hat damit "kein Problem"

Der neue Film von Bush-Kritiker Michael Moore, "Fahrenheit 9/11", ist bereits in verschiedenen Tauschbörsen verfügbar. Doch während Distributor "Lions Gate" diesen Sachverhalt erwartungsgemäß scharf kritisiert, hat Filmemacher Michael Moore offensichtlich nichts dagegen.

Die Moore-kritische Website "Moorewatch.com" hatte den Film in der Tauschbörse Bittorrent verlinkt. "Moore hat bei vielen Gelegenheiten erwähnt, dass es ihm egal ist, wenn Leute seine Filme downloaden oder seine Bücher stehlen", rechtfertigt Betreiber Jim Kenefick diesen Schritt.

Nachzulesen sind die Äußerungen Moores in einem Interview: "Ich stimme mit den Copyrightgesetzen nicht überein, ich habe kein Problem damit, wenn die Leute den Film downloaden und ihn tauschen, solange sie damit keinen Profit machen."

ob sich das lohnt muss jeder selbst entscheiden - :mrgreen:

hier stehen übrigends die Erfolgsmeldungen des MM (eigene Site):

http://www.zmag.de/artikel.php?id=1164

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Wenn man die Jury eines Filmfestivals richtig besetzt (in diesem Fall u. a. strammer Altkommunist) kann man die endlichen Preisträger schon fast im Voraus bestimmen. Betrachte ich bei der Berichterstattung im TV über diese Anlässe das Publikum, muss ich mich meistens zusammmenreissen, damit ich nicht auf die Glotze schiesse.

Mitr

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Es ist schon verwunderlich, wie die Wahrheit von Leuten wie MM verdreht wird.

Zum Beispiel mit dem farbigen Waehlern in FL: Gerade in DE wuerden auch Waehler abgewiesen, wenn diese 20 Minuten mach der Schliessung des Wahllokals auftachen wuerden.

Daraus natuerlich eine Geschichte zu stricken, dass Leute nicht zu Ihrem Wahlrecht gekommen seinen, ist kurz gesagt gelogen.

Ueberhaupt bin ich ueberzeugt, dass MM es foellig egal ist wer in der Regierung ist, es geht Ihm einzig ums Geld.

Waere es Gore, haette MM sich darueber lustig machen wie Gore weinend, histerisch und ziellos im Weissen Haus umherlaufen waere und er waere ein Muster Republican!

Mit dem Download des Films hat er sich allerdings ein Eigentor geschossen, denn waehrend MM gross erzaehlt, dass es Ihm egal ist, verklagt die Firma die die Vertriebsrechte hat, Jeden den Sie sich greifen koennen.

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Wenn man die Jury eines Filmfestivals richtig besetzt (in diesem Fall u. a. strammer Altkommunist) kann man die endlichen Preisträger schon fast im Voraus bestimmen.

Naja, bevor hier die kommunistischen Verschwörungen heraufbeschworen werden, kann man einfach mal einen Blick auf den Präsidenten der Jury werfen - Quentin "Ich bin mir selbst genug" Tarantino ist das beste Pferd im Stalle von Miramax, dem Produzenten und jetzigen Verleiher des Films.

Die tricksten wo sie nur können (gibt's auch in angenehmer Buchform: "Down and Dirty Pictures - Miramax, Sundance and the Rise of the independent film")

Gruß T.

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Gestern wurde der Film in den ZDF Nachrichten schlecht bewertet. Zu recht wie ich meine. Manche stellen waren üble Propaganda auf unterstem Niveau. Obwohl mir Bush als Privatperson nicht besonders sympathisch ist (als Präsident schon eher - obwohl auch er schwere Fehler gemacht hat (was allerdings jeder Präsident macht)) war es extrem unseriös ihn als Vollidioten darzustellen. Aber ich sehe mir den Film einmal ganz an und werde das dann kommentieren.

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und warum sind die zuspät gekommen???

Keine Ahnung, aber es gab keinerlei Strassensperren oder andere Dinge die diesen Leuten von irgendwelchen Regierungsstellen in den Weg gestellt worden ist.

Das Polizisten Farbige aus den Wahllokalen gepruegelt haben ist einfach ein Stapel BS.

Wenn das so gewesen waere, dann waere jede Farbigenorginasation auf die Barikaden gegangen die es in den USA gibt.

Komischerweise hat auch nur Herr Moore solche Unregelmaessigkeiten dokumentiert :puke: !

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Ganz interessanter Kommentar in der Sächsischen Zeitung:

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=643428

Das dicke Gegengewicht

Bush blöd und böse - ach was? Mit "Fahrenheit 9/11" setzt Michael Moore neue Propaganda-Maßstäbe im "Dokumentar"-Film

Von Oliver Reinhard

Auch Dokumentarfilme sind nicht die Realität. Der Regisseur muss Bilder auswählen und selektieren und nimmt schon dadurch eine Wertung vor. Dennoch gehört es zu den bizarrsten Geschichten aus der Filmwelt, dass ihr berühmtester Dokumentarist es mit Wahr- und Wirklichkeit alles andere als genau nimmt. Warum auch? Michael Moores Filme sind Politik, sind Meinungsmache in Gewand und Stil dokumentarischer Aufklärung. Da sind ganze Wahrheiten nur hinderlich; vielmehr geht es um ihre sortierten und auf These gebürsteten Bruchstückchen. Diese Puzzlearbeit gelingt Moore & Co. überaus unterhaltsam und erfolgreich: Seit der Dokfilm sich immer längere Abwege vom Pfad der Wirklichkeit gönnt: von "Columbine" bis "Super Size Me", ist er besser im Geschäft denn je. Nur darf man ihn noch weniger denn je mit der Wahrheit in engeren Zusammenhang bringen. (...)

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.... die Wahl als ungültig zu erklären....

Und diese Klagen sind schon im Vorverfahren vom Richter rausgeschmissen worden.

Man bedenke dabei; besteht auch nur entfernt die Moeglichkeit das an einer Klage etwas dran ist, dann bleibt die Klage drinnen!

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Gestern wurde der Film in den ZDF Nachrichten schlecht bewertet. Zu recht wie ich meine. Manche stellen waren üble Propaganda auf unterstem Niveau.

Die Wahrheit hat noch niemanden interessert, damit macht man kein Geld. Der Film ist eine grobe Ladung Schmutz gegen Präsident Bush und der kommerzielle Erfolg des Filmes beweist, dass viele Amerikaner genau das sehen wollen.

Bela

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Der Film ist eine grobe Ladung Schmutz gegen Präsident Bush und der kommerzielle Erfolg des Filmes beweist, dass viele Amerikaner genau das sehen wollen.

Sehr schön zusammengefasst. MM ist übrigens selbst von der Kategorie "Dokumentarfilm" nicht angetan. In einem Interview sagte er, dass er "seine Meinung kundtut und diese mit entsprechendem Material unterstützt".

Ein Problem damit haben nur die Menschen, die Polemik nicht erkennen und als Tatsache wahrnehmen, sobald diese irgendwo über ein Medium verbreitet wird. Das ist aber im Prinzip nichts anderes, als das, was die deutschen Massenpublikationen schon seit Jahren machen (und die britischen mit noch mehr "Erfolg").

Gruß T.

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Ein Problem damit haben nur die Menschen, die Polemik nicht erkennen und als Tatsache wahrnehmen, sobald diese irgendwo über ein Medium verbreitet wird.

Da stimme ich dir voll zu! Zum Beispeil "X-Faktor" mit Jonathan Frakes - hier wird als "wahr" verkauft, was irgendwann mal in irgendeinem Provinzblatt gestanden hat, ohne zu überprüfen, ob das nicht eine ente war (und daß das alles Enten waren, da bin ich mir als relativ rational denkender Mensch ziemlich sicher). "Es muß doch stimmen, was in der Zeitung steht" :aua: Und das geht anscheinend vielen Leuten so.

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