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Ballistischer Fingerabdruck


mühleberg
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Habe etwas interessantes im www.dwj.de gefunden.

12.04.2005

Ballistischer Fingerabdruck angeblich Flop

Vor einigen Jahren war der ballistische Fingerabdruck in aller Munde. DieUS-Bundesstaaten Maryland und New York wollten allen anderen den Weg weisen und begannen, eine Datenbank einzurichten, in der die Daten der Spuren, die Waffen auf Geschossen hinterlassen von allen Herstellern gespeichert werden sollten. Die Tage, an denen Verbrecher noch unentdeckt Schußwaffen benutzen können, schienen gezählt.

Kürzlich verdeutlichte wieder einmal ein Bericht der kriminaltechnischen Forschungsabteilung der Polizei Marylands, daß beide Systeme teure Fehlschläge sind. New York gibt dafür 4 Mio. Dollar jährlich aus, Maryland hat insgesamt in den vergangenen Jahren 2,6 Mio Dollar in das System investiert. Aber in den mehr als vier Jahren seit der Einführung der beiden Systeme hat noch keines zur Aufklärung auch nur eines einzigen Verbrechens beigetragen. Um es ganz offen zu sagen, die Programme können der Polizei bei ihrem Einsatzauftrag rein gar nicht helfen.

Mittlerweile hat die Entwicklung der Systeme schon so viel Arbeitskraft aus anderen Bereichen der Polizei verschlungen, dass zu befürchten ist, dass es schlussendlich sogar die Kriminalität steigen ließ. Bei der Aufklärung wie vieler Verbrechen könnten nicht alleine schon 50 Polizeibeamte in New York helfen?

Das Unvermögen des Programms, zur Reduzierung der Kriminalität beizutragen, erklärt die Polizei einfach damit, dass Verbrecher eben nicht die Waffen benutzt hätten, die bereits in der Datenbank gespeichert sind. Und manchmal wird sogar behauptet, daß die Computer mit den falschen Daten gefüttert worden seien.

Das System, das hinter dem ballistischen Fingerabdruck steckt, ist eigentlich ziemlich einfach. Auf seinem Weg durch den Lauf hinterläßt die Reibung an jedem Geschoß Spuren. Bei neuen Waffen können beispielsweise kleine Mängel oder Fehlstellen im Lauf schon zu abweichenden Abdruckspuren führen, und solche Fehlstellen sind besonders bei preisgünstigen Waffen häufig anzutreffen. Bei älteren Waffen führt schon alleine die Reibung des Geschosses im Lauf dazu, daß abgenutzte Stellen entstehen, an denen man die Waffe von anderen unterscheiden kann. Viele weitere Faktoren beeinflussen die Spuren, die Waffen auf Geschossen hinterlassen - beispielsweise auch, wie oft die Waffe gereinigt wurde und welche Munitionsmarke verwendet worden ist.

Genauer gesagt, weil die Reibung den Lauf abnutzt, ändert sich der ballistische Fingerabdruck einer Waffe über die Jahre und ist von daher nicht mit dem gerichtlich anerkannten Beweis des menschlichen Fingerabdrucks oder der DNA-Spur zu vergleichen. Wird der Fingerabdruck oder die DNA eines Kindes eines Kindes gespeichert, so lässt sich der Mensch daran auch Jahre später wiedererkennen - nicht so der ballistische Fingerabdruck. Er läßt sich also eher mit dem Abruck oder den Spuren eines Autoreifens vergleichen, als mit dem menschlichen Fingerabdruck.

Nagelneue Reifen sind vollkommen gleich, so dass ihr Spuren den Ermittlern am Tatort nicht wirklich viel verraten können. Wenn der Reifen keinen auch noch so kleinen Fertigungsfehler aufweist, können nur Marke und Modell identifiziert werden. Spuren auf Geschossen sind ähnlich. Wird die Munition aus einer neuen Waffe abgefeuert, können die Ermittler nur Typ und Hersteller von Waffe und Munition herausfinden. Mit der Zeit verbraucht sich auch das Reifenprofil durch Abnutzung. Es wäre einfach, die am Tatort aufgenommenen Reifenspuren mit denen des Autos eines Verdächtigen zu vergleichen; aber je mehr das Auto nach der Tat benutzt wird, desto schwieriger wird es, die Spuren mit den Reifen zu vergleichen, wenn sie irgendwann einmal gefunden werden. Vergleichbar mit Autoreifen findet auch bei Waffen die stärkste Abnutzung statt, wenn die ersten Schüsse aus einer neuen Waffe abgegeben werden - und diese Tatsache verringert den Nutzen des ballistischen Fingerabdrucks drastisch, wenn er beim Kauf einer Waffe registriert wird.

Außerdem kann der ballistische Fingerabdruck durch einen anderen Lauf problemlos geändert werden - wie beim Reifenwechsel. Spuren an Geschossen können sogar noch einfacher verändert oder manipuliert werden als Reifenspuren. Damit verschlingt der ballistische Fingerabdruck derzeit nur Geld und Ressourcen, ohne eine wirkliche Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen zu sein.

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Ich weiss nicht wo Du Deine Informationen her hast, aber in NY und MD wird die HUELSE eingeschickt, nicht das Geschoss!

Das das Ganze schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, ist die Tatsache das man alle Teile die die Huelse irgendwie praegen mit einfachen Hausmiteln veraendert werden koennen, bzw. sogar frei gekauft und somit ersetzt werden koennen.

Das Ganze ist ein Schuss in den Offen und macht nur einige Tagtraeumer gluecklich.

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hebt das mal gut auf, falls wieder einer von dieser rot/grünen Sockenpartei einen gleichartigen Schwachsinnsvorschlag anlässlich des Jahrestages von Erfurt vortragen wird. Denn das kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.

Keine Bange, das geht nicht verloren. Es sei denn, jemand löst die FWR-Homepage auf.

http://www.fwr.de/waffrint_05-03-25_ballisticfingerprinting.html

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  • 2 years later...

Ohne Worte... Teils sinnfreie Äußerungen der Damen, teils talentfreie Handlungen aller....

Bei uns bei der NVA war tagelanger Gruppen und Einzeldrill angesagt, bevor wir mit Platzmuni randurften.

Und bei dem gezeigten Anschlag laut DV hat sich beim BGS dann einer mit der MP5 den halben Zeigefinger abgeschossen... Nein, kein "Frischer". Einer, der es hätte besser wissen müssen. Ein Vorschriftenerfüller mit 25 DJ NVA, dann 5 DJ BGS. :eusa_wall:

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@357mag

hatte ich schon mal gepostet das Video PDT_Armataz_01_20

Denke das die Jungs nicht länger als 3 Wochen dabei sind und auch nicht öfters als 1 X das Gewehr in der hand hatten. PDT_Armataz_01_18

Welche Jungs? PDT_Armataz_01_20

Ohne Worte... Teils sinnfreie Äußerungen der Damen, teils talentfreie Handlungen aller....

Was genau der Leistung einer 18-19 jährigen entspricht die mit Waffen, Millitär und Vorgesetzten noch nie was zu tun hatte.

Bei uns bei der NVA war tagelanger Gruppen und Einzeldrill angesagt, bevor wir mit Platzmuni randurften.

Bei uns, bei der BW, war Wochenlanger Gruppen und Einzeldrill angesagt, bevor wir mit Platzmuni randurften.

Swordsman, die Zeiten haben sich geändert. Sehr schnell und massiv.

Ich kann dir versichern, dass das, was die Generation meines Vater´s und was auch ich noch erleben durfte, sich bis auf die ´Staaten spezifische Behandlung des einzelnen Wehrpflichtigen´, vom inhaltlich Aufbau der Ausbildung nicht sooo groß von der NVA unterschieden haben dürfte.

Wenn ich an meine Grundausbildung und die Jahre danach zurück denke, bin ich mir sicher bzw. weiß es, dass jeder Wehrbeauftragte heute mit hoch rotem Kopf Sturm laufen würde.

Vieles hat sich verändert, einiges zum Guten, vieles zum schlechten. Die NVA existiert nicht mehr, genauso wenig wie die BW, die es vor einigen Jahren noch gab.

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