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57-Jähriger im Streit erschossen


Ausbilder Schmidt
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Obwohl das Individuum nicht vorhersehbar ist, ist die Gesellschaft als Ganzes vorhersehbar – und zwar vorhersehbarer als die Effekte der Teilchenphysik (die gänzlich emotionslos vonstatten geht) und das seit über 400 Jahren.

Thomas Peterson beschreibt dies und führt dazu an:

Bereits im Jahr 1662 beschrieb der englische Kaufmann John Graunt in einer Schrift mit dem Titel „Observation on the Bills of Mortality“die auffällige Regelmäßigkeit der Jahr für Jahr gleich bleibenden Zahl von Todesfällen

Übersetzt: ich weiss nicht, ob mein Nachbar ein Mord begeht, aber statistisch werden jedes Jahr xxx vollendete Morde verübt mit (zum Glück in Europa ) absteigender Tendenz seit Jahrzehnten.

Kein einziges Gesetz ändert die Tendenz der Statistik. Es gibt selten ein signifikantes Ruckeln und Rücken, wenn ein Gesetz verschärft oder liberalisiert wird. Über einen größeren Zeitraum fällt die Kurve stetig im gleichen Maße.

Selbst die Massenmorde von Amokläufern und Extremisten fallen nicht ins Gewicht, da sie im Zusammenhang gesehen Einzelfälle sind, die sich trotz aller Härte für die Betroffenen nicht siginifikant für die Gesellschaft auswirken.

Kriminalitätsfurcht vs Realität | Katja Triebel

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DAS stimmt. Es stellt sich nur die Frage, wer das tödliche Opfer ist: der Kriminelle oder der Verteidiger.

Ich bin fest der Meinung, dass - auch wenn sich die Opferrate insgesamt nicht ändert - bei einer Liberalisierung weniger Verteidiger sterben würden, da wir ja Notwehr sehr strikt auslegen und es daher auch wenige Notwehr-Exesse geben würde.

So gab es z.B. in der Schweiz innerhalb von 20 Jahren lediglich 7 tote Kriminelle bei Notwehr mit Schusswaffen.

Es wäre mal interessant zu erfahren, wie viele "heiße" Einbrüche (sowie zusätzlich solche mit Folterung der Wohnungsinhaber) es in den waffenstarken Schweizer Kantonen gibt im Verhältnis zu Deutschland. Zürich und die französischen Kantone interessieren mich da nicht. Die sind ähnlich drauf wie wir...

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Man kann da nicht einfach ausklammern. zunächst müsste man die tatsächlichen zahlen auch in Zürich etc. in Erfahrung bringen. Dann kann man valide vergleichen oder Ausnahmen feststellen und diese gesondert bewerten.

Was auf der einen Seite die Verteidigung (möglicherweise) erleichtert, eskaliert auf der Gegenseite auch die Angriffsmöglichkeit. Es kommt daher zu keinem positiven Effekt.

Ich persönlich erwarte keinen positiven Effekt. Die Tatzahlen werden gleich bleiben, bei wahrscheinlich schwerwiegenderer Folge bzw. höherer Opferzahl je Einzeltat.

Dies entspräche jedenfalls den Untersuchungen.

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Dabei wird geflissentlich ausgeblendet die Verhinderung von Straftaten mittels einfachem Drohen mit/Vorzeigen der Schusswaffe. Da liegt die Dunkelziffer wohl um einen eklatant hohen Wert über der tatsächlich ausgewiesenen Fallzahl.

Denn der Straftäter wird kaum den (Legal)Waffenbesitzer anzeigen, weil der ihm mit seiner Waffe von einer illegalen Aktivität abgehalten hat. In die Statistik gelangen nur Fälle, die strafrechtlich relevant sind, wie z.B. durch illegales Führen und dann Bedrohung.

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Sobald jemand Zahlen zu dieser Vermutung vorlegt, lässt sich das auch auswerten.

Die Gegenseite könnte dann genauso mutmaßend mit höherem Aggressionspotenzial seitens des Angreifers philosophieren.

Es bringt nichts, immer nur genehme Teile herauszupicken (gilt für alle Seiten). Das bringt nichts in der Gesamtschau.

Anderer Ansatz: Im öffentlichen Raum hat das staatliche Gewaltmonopol für Sicherheit zu sorgen. Das ist der Deal. Das muss man einfordern.

Daheim geht das nicht, daher hat man sich dort selbst schützen zu können.

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Das höhere Agressionspotential ist in diesem Fall sachlich falsch. Weil durch die Drohung die Tat ja verhindert wird. Wenn der Angreifer aggressiver auftreten würde, würde er in der Opferstatistik auftauchen. Tut er aber in der Regel nicht, weil der Straftäter auf wehrlose Opfer hofft mangels ausreichend groß dimensionierten Fortpflanzungsorganen.

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Das höhere Agressionspotential ist in diesem Fall sachlich falsch. Weil durch die Drohung die Tat ja verhindert wird. Wenn der Angreifer aggressiver auftreten würde, würde er in der Opferstatistik auftauchen. Tut er aber in der Regel nicht, weil der Straftäter auf wehrlose Opfer hofft mangels ausreichend groß dimensionierten Fortpflanzungsorganen.

Betrachte es mal andersherum. Dein Opfer könnte bewaffnet sein. Also muss der Angriff so hinterhältig und zielführend (ev. tödlich) sein, dass weder Drohung noch Verteidigung mittels Schusswaffe möglich ist. So ist das höhere Aggressionspotenzial gemeint. Nicht als Reaktion, sondern als Aktion.

Militärisch übrigens Standard. Überlegenheit herstellen und siegen. Einfaches Konzept.

Menschen passen sich immer an.

P.S.: man kennt dieses Spielchen unter dem begriff "Wettrüsten"

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Bei rückläufigen Gewaltzahlen erscheint mir Dein Argument nicht stichhaltig.

Warum nicht?

Man muss alle relevanten Faktoren berücksichtigen, um zu einem korrekten Ergebnis zu gelangen.

Parameter vs. Kausalität vs. Korrelation

Ich behaupte ja auch nicht, dass die sinkenden Gewaltzahlen in Deutschland von verschärften Waffengesetzen seit 1972 und weniger Waffen herrühren. ;)

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Diese hochakademische Diskussion unter der Käseglocke wissenschaftlicher Parameter

ändert leider gar nichts daran, daß ein besoffener und dann durchgeknallter Spinner

wieder mal uns allen den Bärendienst Nummer Eins geleistet hat:

Sportschütze

Großkaliberwaffe

Zuhause zusammen mit Munition aufbewahrt

Tod eines Menschen durch diese Konstellation.

DAS sind die Fakten, die unseren Gegnern genügen um an unserem Hobby in seiner jetzigen Form zu sägen !

GP

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Diese hochakademische Diskussion unter der Käseglocke wissenschaftlicher Parameter

ändert leider gar nichts daran, daß ein besoffener und dann durchgeknallter Spinner

wieder mal uns allen den Bärendienst Nummer Eins geleistet hat:

Sportschütze

Großkaliberwaffe

Zuhause zusammen mit Munition aufbewahrt

Tod eines Menschen durch diese Konstellation.

DAS sind die Fakten, die unseren Gegnern genügen um an unserem Hobby in seiner jetzigen Form zu sägen !

GP

Tja, da bleibt leider nichts, als rumzujammern.

Denn da Du Dich gegen die bewaffnete Selbstverteidigung stellst, hast Du auch kein Argument für Waffenbesitz.

Denn Du weißt ja, wenn nur ein Kind weniger...

Da kannst Du mit Deinem Hobby nicht dagegenhalten.

Dann doch lieber das Hobby aufgeben, die Waffen abgeben und zum wehrlosen Opfer werden.

lg Rüdiger:-)

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