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    … gibt es nicht. Gäbe es eine, dann würden fast alle diese auch umsetzen. Aber es gibt viele kleine Lösungen. Manche davon kann nur der Staat umsetzen (internationale Zusammenarbeit der Geheimdienste, Überwachung, Sicherungsverwahrung), andere hingegen könnten wir Bürger tun. Seit 2013 propagieren wir, dass man Gewalt verhindern kann, wenn rechtstreue Menschen Waffen besitzen und tragen dürfen. Bevor es wieder zu einem Aufschrei kommt, eine Erklärung vorab. Der Staat muss signifikante Risiken zwecks Zuverlässigkeitsprüfung verhindern. Deswegen sollen Gewalttäter, Unmündige und Drogenabhängige, die nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind, vom legalen Zugriff auf Waffen ausgeschlossen werden. Und der Schwarzmarkt muss strafverfolgt werden, um den illegalen Zugang zu beschränken. Der Staat darf jedoch nicht insignifikante Risiken, die z.B. durch Waffenbesitz entstehen, verhindern. Erst recht nicht, wenn durch dieses Risiko andere Risiken (Terror, Gewalt) verringert werden können. Wir behaupten nicht, dass London Bridge durch bewaffnete Bürger hätte verhindert werden können. Dafür war die Fahrt in die Menschenmenge hinein viel zu schnell erfolgt – im Gegensatz zu Nizza und der von einem Zivilisten gestoppten LKW Attacke auf israelische Rekruten. Anders sieht es jedoch bei den Londoner Opfern in den Bars und Restaurants aus, die durch die Messerattacken verletzt und getötet wurden. Hier hätte in manchen Fällen schon das Ziehen und Drohen mit einer legalen Schusswaffe ausgereicht, um die Attentäter an ihrer Tat zu hindern. Acht Minuten für die Polizei sind zwar gut, aber eben nicht ausreichend genug. Wir glauben auch nicht, dass bei einer Terrorattacke die Menschen, die direkt angegriffen werden, immer die Zeit und Vernunft aufbringen können, sich mit Schusswaffen zu wehren (Notwehr). Aber dies trifft auf die „Zuschauer“ zu, die sich auf Distanz befinden und so Nothilfe leisten können. Wir erinnern hier nur an den Vorfall in der Shopping Mall in Oregon 2012, wo allein das Drohen ohne Schussabgabe den Amokläufer zur Aufgabe zwang, und die anderen zwölf Vorfälle, die das FBI aufgelistet hatte. (siehe Tabelle am Ende dieses Link). Polizisten, Experten und Politikern für bewaffnetes Volk Ronald Noble, damaliger Generalsekretär der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation “INTERPOL”, nahm im Oktober 2012 zum Terrorangriff in Nairobi wie folgt Stellung (Firearms United berichtete 2013): Ist eine bewaffnete Bürgerschaft jetzt, in Zeiten erhöhter terroristischer Bedrohung, wichtiger als früher? Das muss diskutiert werden. Für mich ist das eine tiefschürfende Frage. Leute sagen schnell einmal ‘Waffenkontrolle, Privatleute sollten keine Waffen besitzen dürfen’, etc. Ich glaube vielmehr diese Leute sollten sich fragen: ‘Wo hätte ich lieber sein wollen? In einer Stadt wo Waffenbesitz restriktiv gehandhabt wird, wo es keine bewaffneten Bürger gibt, wenn es zu einem Anschlag wie im Westgate-Einkaufszentrum kommt – oder an einem Ort wie Denver oder Texas?’ Ähnlich äußerte sich 2014 der Polizeichef von Detroit – einer Stadt mit einer außergewöhnlich hohen Mordrate, bevor er dort seinen Dienst antrat. ( Wir berichteten 2014): Wenn mehr Bürger bewaffnet wären, würden sich Kriminelle zweimal überlegen, bevor sie einen Angriff wagen, sagte Detroits Polizeichef James Craig Auch das FBI kam zu dem Schluss, dass die Bürger selber sich im Vorfeld schon überlegen sollten, wie sie auf Angriffe reagieren könnten. Ich berichtete 2014, dass bei über der Hälfte der FBI-Fälle (90 von 160) die Schießerei beendet war, bevor die Polizei eintraf. Bei 44 Fällen dauerte diese nur 5 Minuten, bei 23 Fällen sogar weniger als drei Minuten. Die FBI-Studie kommt zu dem Schluss, dass die Schnelligkeit dieser Vorfälle es bedingen, dass nicht nur Polizei, sondern auch die Bürger besser ausgebildet und trainiert werden müssen. Als Reaktion auf die Terrorangriffe von Nizza und Berlin will der tschechische Innenminister Milan Chovanec das Recht auf Schusswaffenbesitz in der Verfassung verankern. (Wir berichteten 2017) In einer Vorlage heißt es, “aktive und rasche Verteidigung” könne die Chancen von Angreifern verringern. Die EU-Kommission finanzierte eine € 600.000- teure Studie die über 12 Monate lief und zu folgenden Ergebnissen kam (Ich berichtete 2016): Interpersonelle Verbrechen mit Feuerwaffen sind in den EU Staaten eher seltene Vorkommnisse, wobei der größte Anteil auf Raub und nicht auf zwischenmenschliche Gewaltdelikte entfällt. Es gibt viele Hinweise darauf, dass Besitzer von Feuerwaffen im Gegensatz zu den Tätern eher Opfer von Gewalt werden. Ebenso scheint es zu einem Abschreckungseffekt zu kommen, da es in den Staaten mit höherer Waffendichte zu einer geringeren Rate an interpersonellen Verbrechen kommt. In Israel sind „Überfahr-Terrorattacken“ seit Oktober 2015 immer wieder geschehen. Mehrfach fuhren extremistische Palästinenser mit ihren Autos in Gruppen von Soldaten oder Menschenansammlungen an Bus- oder Strassenbahnhaltestellen. In manchen Fällen stiegen sie aus, um die am Boden liegenden Verwundeten mit einem Messer oder mit einer Axt zu ermorden. Vor laufenden Sicherheitskameras wurden dann die Attentäter meist erschossen, von Sicherheitskräften oder bewaffneten Zivilisten. (Wir berichteten 2016) Und so warnen Armee, Polizei und Sicherheitsexperten immer wieder, es sei unmöglich, solche Angriffe gänzlich zu verhindern. Jeder Passant auf jedem Bürgersteig ist ein potenzielles Ziel, jeder mit Zugang zu einem Autoschlüssel – sei es das Auto eines Verwandten oder ein Traktor, der unbewacht auf einer Baustelle steht – ein potenzieller Täter. Stoppen kann man diese Attentate folglich nur auf zweierlei Weise: Am besten ist es, die Terroristen durch geheimdienstliche Informationen schon im Vorfeld zu identifizieren und dingfest zu machen. Misslingt dies, dann können auch die Attentäter in Israel nur – wie in Nizza – durch den Einsatz von Schusswaffen gestoppt werden. Sehr oft sind das aber nicht Polizisten im Dienst, sondern bewaffnete Zivilisten oder Soldaten auf Urlaub, die sich zufällig vor Ort befinden. Das ist der Grund, weshalb man in Israel viel leichter einen Waffenschein bekommt und man in den Straßen, Caféhäusern oder Kinos viel öfter bewaffnete Beamte oder Zivilisten sieht als in Europa. In Israel ist es heute sehr unwahrscheinlich, dass ein Terrorist mehr als zwei Kilometer in seinem Todesfahrzeug zurücklegen kann – ohne vorher von jemandem mit einer Schusswaffe gestoppt zu werden. Die Polizei kann nicht jedes weiches Ziel (uns) schützen Marie-Helen Maras, Professorin für Sicherheit am John Jay College of Criminal Justice, erklärte, wenn Polizei- oder Militärkräfte in oder in der Nähe jedes weichen Ziel postiert wären – darunter Cafés und Kinos – , würden die Menschen diese Ziele nicht mehr aufsuchen. Sie wären überzeugt, dass sie sich dort in größerer Gefahr aufgrund der Sicherheitskräfte befänden. Die Polizei müsse sicherstellen, dass sie nicht mehr Angst als nötig erzeugt. (Wir berichteten 2015) “Wir müssen die Tatsache akzeptieren, dass es so etwas wie eine absolute Sicherheit nicht gibt”, sagte Maras im Interview mit VICE News. “Wir Sicherheitskräfte haben die Wahl, wie viel unserer Ressourcen wir aufwenden wollen. Es gibt keinen Weg, jedes weiches Ziel zu schützen.” Laut dem Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft BDK bräuchten wir allein 4000 Polizisten für die gefährlichsten 180 Islamisten. Diese sind nicht verfügbar – und es kann noch weit mehr Gefährder geben.(Wir berichteten 2015) Es gebe keinen hundertprozentigen Schutz vor Anschlägen. Sicherheit könne staatlicherseits aber immer nur bis zu einem gewissen Grad garantiert werden.“ Der Sicherheitsexperte Scott Stewart sagte, dass die Strafverfolgungsbehörden bei der Verwendung ihrer Ressourcen Prioritäten setzen müssen. Der Staat kann nicht zulassen, dass so etwas wie ein Atomwaffenlager oder eine Chloranlage angegriffen wird. (Wir berichteten 2015) Polizei- und Sicherheitskräfte können nicht alles beschützen. Daher konzentrieren sie sich auf den Schutz von harten Zielen und VIPs. Fazit Weil es eben unmöglich ist, dass Staat und Polizei uns alle beschützen, ist es umso notwendiger, dass wir uns selber um unseren Schutz kümmern dürfen. Und hier ist eben ein Distanzwaffe die beste Lösung. Wer Angst davor hat, dass sich dann alle Bürger inkl. Hinz & Kunz bewaffnen würden, der möge ein Blick in die Schweiz, Österreich, Tschechien, Israel und sogar in die USA werfen. In diesen Ländern gibt es staatliche Berechtigungen, um Waffen auf der Straße tragen zu dürfen. Weder bekommt jeder Hinz & Kunz solche eine Berechtigung, noch will auch jeder Bürger dieses Recht nutzen, da es Pflichten mit sich bringt. Aus dem Grund nehmen sich z.B. in Tschechien nur 3,5% der Bevölkerung das Recht, Waffen zu tragen. Sogar in den USA sind es in den Staaten, die eine Berechtigung verlangen, meist nur 5 bis 10%. Und auch in den USA finden 99% der Gewaltdelikte in 5% der Straßen statt – dort, wo keine legalen Waffenbesitzer wohnen. Dieser Artikel erschien zuerst bei der German Rifle Association Gesamten Artikel anzeigen