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Katja Triebel

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Katja Triebel last won the day on November 17 2016

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About Katja Triebel

  • Rank
    Bannerkunde
  • Birthday 10/11/1964

Website

  • Website URL
    http://www.triebel.de

Persönliche Angaben

  • Geschlecht
    Frau
  • Biografie
    Kann man in meinem Blog lesen: https://katjatriebel.com/about/
  • Wohnort
    D-13585 Berlin
  • Beruf
    Waffenhändlerin
  • Interessen
    Waffenlobby
  • Favorite gun
    PC-Tastatur
  • WSK-Inhaber
    Nein
  • WBK- Inhaber
    Nein
  • Jägerprüfung
    Ja
  • Erlaubnis nach § 7 oder 27 SprengG?
    Nein

Verbandsmitgliedschaften

  • Meine Verbandsmitgliedschaften
    GRA
  1. Caro (24) aus Berlin geht nur mit Pistole vor die Tür

    Sie macht eine Ausbildung in Güstrow beim BDS. Und im Februar fährt SID-Sicherheit nach Berlin, um ihr weitere Tricks zur Gewaltprävention beizubringen. Habe die beiden miteinander vernetzt. BTW: Ich habe Caro vor zwei Jahren auf Youtube "entdeckt", sie vernetzt und sie hat einen echt tollen Blog https://www.carolinmatthie.de/blog Ich weiß, Ihr mögt FB nicht, aber das Interview mit der WELT geht da viral echt ab: 160.000 Aufrufe: +++ Viraler geht's kaum +++ Über 160.000 Aufrufe, über 1500 Markierungen (10% sind wütend), über 1000 Kommentare - und natürlich neben Lob auch viel Kritik, auch aus unseren Reihen. Kommentar aus der Waffenlobby-Gruppe: >>So geht Lobbyarbeit für unsere Sache! Von 100 Betrachtern und Zuhörern wird einer mit dem Denken anfangen. Die Frau schafft etwas, wozu die ach so gestandenen Macker mit ihrem Gebashe hier in der Waffenlobby über angeblich sinnlose Gasknarren nicht in der Lage sind.<< Katjas Antwort: Oliver und ich sind ja als Interviewpartner nicht mehr gefragt (zu alt, zu kenntnisreich). Verlangt wurden im letzten Jahr immer nur junge Leute. Ich habe mehrfach Aufrufe erstellt, leider haben die wenigsten jungen Leute Zeit und Lust auf Interviews wie sie Carolin Matthie fast am laufenden Band abliefert. Von daher geben wir dann doch die meisten Anfragen, die uns nicht wollen, an Caro weiter. Aber genau ab Weitergabe ist dann auch Schluss mit Beeinflussung. Caro liest viel (auch die GRA News und Reports), bildet sich aber ihre eigene Meinung. Von daher ist sie Waffenrechts-Aktivistin und kein bezahltes Postergirl der "Waffenlobby". Und mittlerweile "vermarktet" sie sich komplett selber, da die Anfragen zum Interview im letzten Vierteljahr nicht mehr über uns kamen, sondern direkt an Caro gingen. Aufruf an junge Unterstützer: Wer Interesse an Interviews hat und uns zeigen kann, dass er/sie sich bereits intensiv mit dem Thema Waffenrecht/Selbstschutz öffentlich auseinandergesetzt hat, der möge sich bei uns melden (mit Links zu den eigenen Ansichten). Für die Kritiker und Interessierte an Selbstschutz: Empfehlenswert ist Caros Video zur "Gewaltprävention!"// Das rät die Berliner Polizei! https://www.carolinmatthie.de/single-post/2017/10/26/Video-Gewaltprävention-Das-rät-die-Berliner-Polizei
  2. Ende des Mittelstands

    Der STERN titelt: Vermögensschock: Die Deutschen sind die armen Würstchen der EU Der Welt-Reichtums-Report zeigt, wie arm die meisten Deutschen wirklich sind. Von den Ländern der alten EU liegt nur Portugal hinter Deutschland. In den meisten Ländern besitzen die Bürger mehr als doppelt so viel Vermögen wie hierzulande. Erstaunlich allerdings, dass Franzosen (120.000) und Italiener (125.000) mehr als doppelt so reich wie die Deutschen sind. Lichtenstein (168.000) und Schweiz (229.000) bilden erwartungsgemäß die Spitze. In den alten Ländern der EU liegt nur Portugal (38.000) hinter Deutschland (47.000 Dollar). Stern vom 9. Dezember 2017 Diesmal hat der Stern statt sich auf die Kernaussagen des Global Wealth Report des Credit Suisse Research Institute’s zu verlassen, die Daten angeschaut und zwischen Durchschnittswert und Median unterschieden. Danach ist das Vermögen in der Schweiz und sogar im armen Portugal wesentlich gerechter verteilt als in den USA oder bei uns. Hier die Zahlen aus Tabelle 6.1: Durchschnitt, Median und Anteil des Medians am Durchschnittswert, sortiert nach Median. Schweiz: 537,599 – 229,059 -> 42% Belgien: 278,139 – 161,589 -> 58% Italien: 223,572 – 124,636 -> 55% Frankreich: 263,399 – 119,720 -> 45% Niederlande: 204,045 – 94,373 -> 46% Dänemark: 281,542 – 87,231 -> 30% Österreich: 221,456 – 57,534 -> 26% USA: 388,585 – 55,876 -> 14% Deutschland: 203,946 – 47,091 -> 23% Schweden: 260,667 – 45,235 -> 17% Portugal: 89,437 – 38,242 -> 42% Tschechische Republik: 51,472 – 23,083 -> 45% Der Stern liefert auch die Begründung: viele Mieter und immer geringere Renten machen die Deutschen arm. Mieter Der Hauptunterschied im Vermögensaufbau ist das geringe Immobilienvermögen der Privathaushalte. In Deutschland gehören die Immobilien meist den Reichen beziehungsweise ihren Firmen, die normale Bevölkerung wohnt zur Miete. Leider verfügen die Deutschen auch nicht über entsprechend höheres Geldvermögen um die geringen Immobilienwerte ausgleichen zu können. Renten Ernüchternd wirkt der Blick nach Österreich. Auch in der Alpenrepublik ist das Medianvermögen 11.000 Dollar höher als in Deutschland. Das Rentensystem wird dort ebenfalls mit einer Generationen-Umlage finanziert, die zu erwartenden Rentenleistungen sind in Österreich allerdings deutlich höher als in Deutschland. Der Autor Gernot Kramper verweist auf seinen Artikel, der genau vor einem Jahr erschienen ist: Ende des Mittelstands – den Jungen geht es schlechter als ihren Eltern Der Zuwachs des Realwachstums kommt in den letzten Jahren im Wesentlichen einer kleinen Elite zu gute. Und nicht zuletzt belastet die zunehmende Verschuldung junger Leute durch die enormen Studienkosten ihre Lebensaussichten. Der klassische Aufstiegsmotor „Studium“ hat damit an Kraft verloren. Er verweist auf die McKinsey-Studie, die die Haushaltseinkommen in 25 Industriestaaten untersucht hatte. Das Ergebnis ist schockierend: Zwei Drittel müssen mit einem realen Nullwachstum oder einem schrumpfenden Budget zurechtkommen. Der länderübergreifende Megatrend heißt Verarmung. Für die normale Bevölkerung geht es bergab. Nur die Eliten können ihre Position halten beziehungsweise sogar verbessern. Verschärfungen im Arbeitsmarkt In den meisten Ländern hat es hier Entwicklungen gegeben, die die Einkommen der Arbeitnehmer belasten. In Deutschland wären etwa die Zunahme von Zeitarbeit und befristeten Vertragsverhältnissen zu nennen. Namentlich in der Studie wurde eine deutsche Besonderheit aufgeführt: Teilzeitkräfte, die auf Abruf arbeiten müssen. Das sieht so aus: Die Betroffenen müssen wegen drohender Hartz-IV-Sanktionen eine meist schlecht bezahlte Teilzeitstelle annehmen. Für den 15-Stunden-Job müssen sie sich aber täglich auf Abruf für die gesamte Ladenöffnungszeit bereithalten. Sie haben also keine Chance, mit weiteren Tätigkeiten das Einkommen aufzubessern. Nullzinsen Auf diese wichtige Steuerungspolitik der EU wird leider nicht verwiesen. Wer seine Alterssicherung ausschließlich oder zusätzlich durch Lebensversicherungen und ähnlichem aufgebaut hat, verliert durch die Nullzinspolitik der EZB täglich Geld, auch steigen die Immobilienpreise. ZEIT berichtete im Mai 2017: Nullzinspolitik kostet deutsche Sparer 436 Milliarden Euro Laut den Berechnungen entgingen den Deutschen in den Jahren 2010 bis 2016 Zinseinnahmen in Höhe von 344 Milliarden Euro, schreibt die FAS. In diesem Jahr würden nach Schätzungen der DZ Bank noch einmal 92 Milliarden Euro hinzukommen. Die insgesamt 436 Milliarden Euro umgelegt auf die Deutschen machen im Durchschnitt 5.317 Euro je Bundesbürger. Die WI-WO berichtete im März 2016: Zudem treiben die niedrigen Zinsen die Anleger in immer risikoreichere und spekulativere Vermögensklassen. In Deutschland verzeichnen die Immobilienpreise bereits mehrjährige Höchststände, dasselbe gilt für Betriebsvermögen, Anleihekurse und Sammlergegenstände wie Gemälde und Oldtimer. Platzen diese Blasen, droht die Wirtschaft in die nächste Krise zu stürzen. Das IW Köln untersuchte die Nullzinspolitik 2015: Es zeigt sich, dass weniger die boomenden Aktienkurse und Immobilienpreise, sondern die niedrigen Zinsen auf Spareinlagen und Krediten eine umverteilende Wirkung hatten. So zeigt sich bei jungen Haushalten, die eine Immobilie über eine Hypothek finanzieren und die über wenige Spareinlagen verfügen, dass die Schuldendiensterleichterung den Verlust an Zinserträgen überkompensiert. Bei den älteren Haushalten überwiegt jedoch der Verlust an Zinserträgen, da diese demografische Gruppe tendenziell über einen hohen Anteil an Spareinlagen und nur geringe Schulden verfügt. Auch wenn sich keine Zunahme an Ungleichheit zeigt, so hat ein länger anhaltendes Niedrigzinsumfeld negative Auswirkungen für die Altersvorsorge. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Haushalte hohe Anteile an verzinslichen Spareinlagen halten und nur einen geringen Aktienanteil aufweisen. Wie arm sind die Deutschen? Ein Vergleich der Einkommen kann jedoch nicht für Armut herangezogen werden. Man kann im Verhältnis zu einem anderen Land viel verdienen und ist dennoch arm. Als depriviert (arm) gilt, wer sich aus finanziellen Gründen mindestens vier von neun Grundbedürfnissen nicht erfüllen kann: die Miete zahlen, die Wohnung heizen, unerwartete Ausgaben finanzieren, jeden zweiten Tag Fleisch, Fisch oder eine gleichwertige Mahlzeit essen, eine Woche Urlaub pro Jahr machen sowie ein Auto, einen Farbfernseher, eine Waschmaschine und ein Telefon besitzen. Nach dieser Definition liegt Deutschland knapp über dem EU-Mittelwert: Quelle: IWD: Armut in EuropaDas IWD berichtet weiter: Der Wohlstand in den 28 EU-Mitgliedsstaaten unterscheidet sich erheblich: So ist die Armutsgefährdung in Bulgarien und Rumänien doppelt so hoch wie in Deutschland (Grafik). Obwohl Tschechien nicht zu den reichen EU-Ländern zählt, ist dort die Gefahr, in Armut leben zu müssen, am niedrigsten. Das liegt vor allem daran, dass es relativ wenige Menschen mit – nach Landesmaßstab – sehr niedrigen Einkommen gibt. Quelle: IWD – Armutsgefährdung 2017Armut innerhalb Deutschlands Der Spiegel berichtete im Sommer 2017: Armutsquoten nach Migrationshintergrund Die sozialen Unterschiede zwischen Menschen mit und Menschen ohne Migrationshintergrund haben 2016 zugenommen. Unter Einheimischen sank die Armut laut den jüngsten Daten aus dem Mikrozensus von 12,5 Prozent im Jahr 2015 auf 12,1 Prozent. Unter Menschen mit Migrationshintergrund wuchs sie um 0,4 Prozentpunkte und liegt nun bei 28,1 Prozent. Eine Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass dieser Unterschied vor allem auf die Zuwanderung von Flüchtlingen in den letzten Jahren zurückzuführen sei. Die jüngst Zugewanderten leben demnach mehrheitlich unter der Armutsgrenze. Die Altersarmut nimmt zu – in allen Gruppen Laut der Auswertung des WSI setzte sich im vergangenen Jahr ein weiterer langjähriger Trend fort: Immer mehr ältere Menschen leben in Armut: 14,8 Prozent aller Menschen im Alter von 65 Jahren und mehr lebten 2016 unter der Armutsgrenze. Spitzensteuersatz für Normalverdiener Wie der Stern richtig interpretierte, haben die Deutschen trotz geringem Wohneigentum keine finanziellen Reserven. Das liegt u.a. daran, dass die Steuerspirale seit Merkel ständig steigt: Facharbeiter werden heute besteuert wie früher Topmanager: Bereits ab einem Einkommen von 53.666 Euro greift in Deutschland derzeit der Spitzensteuersatz von 42 Prozent. 1960 lag der Spitzensteuersatz zwar bei 53 Prozent, aber dieser griff auch nur bei Leuten, die das 18-Fache verdient hatten. Heute reicht schon das 1,5-Fache. Quelle: INSM Fakten zur Einkommenssteuer 2017 2010 brachten Lohnsteuer und veranlagte Einkommensteuer, die etwa von Selbstständigen gezahlt wird, noch 159 Milliarden Euro ein. 2016 waren es bereits 239 Milliarden Euro. Das starke Wachstum der Staatseinnahmen liegt unter anderem an einer höheren Erwerbstätigenzahl. Aber auch die durchschnittliche Steuerlast stieg an – stärker als die Lohnzuwächse. Grund hierfür ist das progressive Steuersystem, in dem die Steuern stärker als der Lohn steigen. Quelle: INSM Fakten zur Einkommenssteuer 2017Mein Fazit: Gut gemeint – aber schlecht gemacht Der Staat glaubt, dass er die Armut nur durch Migration lösen könne, weil unsere Gesellschaft immer älter wird und uns die Arbeitskräfte aufgrund der wenigen Geburten ausgehen. Deswegen wurde die Zuwanderung so gepriesen. Nur hat unsere Politik die Zuwanderung falsch umgesetzt. Es kommen nicht diejenigen, die den Arbeitsmarkt stützen – wie in Kanada und Australien-, sondern diejenigen, die die Sozialsysteme belasten. Die, die jetzt neu dazu gekommen sind, lassen sich nur schwer in den Arbeitsmarkt integrieren. Sie vergrößern die Armut statt sie zu verringern. Jetzt wird gegengesteuert mit Unsummen an Bildungsmaßnahmen (Deutschkurse, Praktika, Ausbildungsverträgen), die aber häufig abgebrochen werden. Gleichzeitig wurden die Steuern, erhöht, die Renten gedrückt, die Ausgaben für Bildung heruntergefahren, die Ansprüche für höher Gebildete (Zulassung zum Hochschulstudium) gesenkt (beides schlecht für den Arbeitsmarkt), die Zinsen auf fast Null gesenkt (gut für die Staatsverschuldung, schlecht für die Alterssicherung), die Anschaffung von Wohneigentum verschlechtert (Wegfall Förderung, erhöhte Bauauflagen), die Strompreise erhöht und generell die Wirtschaft mit immer neuen EU-Auflagen behindert, die bei Nichtbeachtung zu Abmahnungen oder heftigen Bußgelder führen, wenn nicht gar zur Betriebsschließung. Und die Armut wird weiter wachsen…. Die jungen Leute, die es schaffen, verlassen Deutschland in Richtung Schweiz, USA, Kanada,Neuseeland und Australien. Und die, die bleiben, verarmen mittels Umverteilung immer mehr. Die Eliten werden nach Panama und Paradies andere Schlupflöcher finden oder ebenfalls das Land verlassen. Im Jahr 2016 verließen 4000 Millionäre Deutschland, im Vorjahr waren es 1000, in den vorherigen Jahren lag die Zahl im dreistelligen Bereich. Gesamten Artikel anzeigen
  3. Glyphosat: Follow the money

    Jeder wünscht sich gesunde, bezahlbare Lebensmittel und möchte gleichzeitig die Artenvielfalt stärken und die Natur schützen. Doch wo Lebensmittel angebaut werden, gibt es keine Artenvielfalt, da Unkräuter den Ertrag schmälern; wo Lebensmittel produziert werden, greift der Mensch massiv in die Natur ein und bestimmt, was dort wachsen darf; wo preiswerte Herbizide verboten werden, müssen teure andere Herbizide oder teure menschliche Arbeit oder Roboter eingesetzt werden. Die Debatte um Glyphosat stellt beim Bürger eine generelle Kritik an der konventionelle Landwirtschaft dar (mehr Artenvielfalt) und fordert eigentlich ein Verbot sämtlicher Chemie in der Natur und Nahrungsmittelproduktion (weniger Pestizide). Schaut man sich aber die derzeitigen Alternativen von Glyphosat an (Pflügen oder andere Herbizide), so kann man erkennen, dass ein Verbot weder zu mehr Artenreichtum führen wird, noch dazu, dass weniger schädliche Gifte in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Es geht einzig und allein darum, künftig teure EU-Herbizide abzusetzen, die solange unverkäuflich sind, solange es Glyphosat gibt, dessen Patent schon abgelaufen ist. Ein Aktivist des PAN Italia (Pesticide Action Networks) kritisiert auf Twitter, dass dieses Verbot eben nicht zu einem Verbot von Pestiziden führt, sondern nur, um die „Bio-Herbizide“ von Novamont (IT), Jade (FR) und Belchim (BE) zu promoten. Warum haben #italia u #France #StopGlifosato #StopGlyphosate gestimmt? Um #Gesundheit @IARCWHO zu schützen? oder um @Novamont #Jade #Belchim Crop Protection @BelchimUK zu helfen und ihr #Beloukha #Herbizid Produkt zu promoten und um #glyphosate #Roundup #Monsanto zu ersetzen? RT — Koen Hertoge (@KoenHer) November 29, 2017 Ich beschäftige mich jetzt sein über zwei Jahren mit Glyphosat, insbesondere in der letzten Woche und habe mal viel Wissenswertes aus Verbrauchersicht zusammen gestellt. Achtung der Artikel ist sehr lang, daher vorab die Zwischenüberschriften: Herbizidfreie Landwirtschaft Artienvielfalt Alternative: Pflügen Alternative: andere Herbizide Follow the money: Belouhka (FR/IT/BE) statt Roundup (US/DE) Pelargonsäure Glyphosat Ist Glyphosat krebserregend? Nein! Vergleich Glyphosat mit Pelargonsäure Die Dosis macht das Gift (nicht die Herkunft) Warum der Kreuzzug gegen Glyphosat? Zwei-Klassen-Chemie Weitere Infos Mein Fazit Herbizidfreie Landwirtschaft Daher ist das einzig Gute an der Debatte um Glyphosat, dass tatsächlich an einer herbizidfreien Landwirtschaft geforscht wird. Diese ist laut Experten realisierbar, aber auch kostenintensiver bei der Herstellung von Lebens- und Futtermittel. Um Unkräuter zu unterdrücken, forscht man an vielgliedrigen Fruchtfolgen, an der Untersaat von Bodendeckern wie Klee und Gras bei Mais und Getreide und auch an intelligenten Geräten oder gar selbständig durchs Feld fahrenden Agrarrobotern, die Unkräuter erkennen und nur diese gezielt entfernen. Zur Zeit gibt es jedoch noch keine massentaugliche Methode, die funktioniert oder bezahlbar wäre. Die Mehrheit der Konsumenten ist (noch) nicht bereit, deutlich mehr für Nahrung zu zahlen. Artenvielfalt Jede Form von Landwirtschaft ist schlecht für die Artenvielfalt – ob der Acker nun mit Glyphosat und damit bodenschonend behandelt oder mit dem Pflug umgebrochen wurde: Das, was vorher dort wuchs, lebt danach nicht mehr. Das verschafft dem Saatgut, das danach ausgebracht wird, einen Zeitvorteil. Ludger Wess „Natürlich reduziert Glyphosat den Pflanzenaufwuchs auf einer Fläche– das macht die mechanische Bodenbearbeitung mit dem Pflug aber auch.“ UBA-Chefin Maria Krautzberger: „Denn Glyphosat und andere Breitbandherbizide tragen nachweislich zum Verlust der Artenvielfalt in Ackerlandschaften bei. Sie beseitigen auf Äckern jeglichen Wildpflanzenwuchs, so dass Insekten und Feldvögeln wie Lerche und Rebhuhn die Nahrungsgrundlage fehlt.“ Der Bericht empfiehlt deshalb der Europäischen Kommission, die Genehmigung für Glyphosat mit der Maßgabe zu verbinden, dass die Mitgliedstaaten Maßnahmen ergreifen, um solche Effekte und nachteilige Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu reduzieren.“ „Hier steht schwarz auf weiß, dass die vermuteten Effekte nicht typisch für die Substanz Glyphosat sind, sondern für den Gebrauch von Herbiziden per se.“ „Wenn nicht Glyphosat, dann würde ein anderes Herbizid eingesetzt werden oder es würde mehr gepflügt werden.“ Barbara Hendricks kommentierte die Entscheidung in ihrem Online-Tagebuch 2: „Die ECHA hat aber auch klargemacht: Für unsere Umwelt ist Glyphosat äußerst gefährlich. Glyphosat stellt eine erhebliche Gefahr für die Artenvielfalt auf Feldern und Äckern dar. Was lange Zeit von der Pflanzenschutzmittelindustrie als Lappalie abgetan wurde, ist nun von der zuständigen EU-Behörde als erhebliche Umweltgefährdung eingestuft worden.“ Diese Einschätzung verwundert vor dem Hintergrund, dass die ECHA die Einstufung „Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung“ lediglich bestätigt hat. Die Behörde hat keinerlei neue Einstufung vorgenommen. Alle Zulassungen für glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel sehen entsprechende Anwendungsauflagen wie Mindestabstände zu Gewässern vor, so dass Schäden in der Umwelt vermieden werden. „Im Hinblick auf die Alternativen, die ökonomisch, aber häufig auch ökologisch und gesundheitlich problematischer sind, sollte die Genehmigung verlängert werden. Gleichzeitig sollten jedoch die Einsatzgebiete drastisch eingeschränkt werden (keine Sikkation, Unterstützung von pflugloser Direkteinsaat nur auf erosionsgefährdeten Feldstücken), um die flächige Belastung und die potenzielle Belastung von Erntegut zu reduzieren.“ Novo-Argumente Alternative: Pflügen Mehr Kosten (500 Millionen Euro), mehr CO²-Ausstoß (500.000 Tonnen), mehr Bodenerosion, weniger Regenwürmer, weniger Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens, weniger Artenvielfalt. Die einzig akzeptable und zugleich sofort praktizierbare Alternative zu Glyphosat ist die mechanische Unkrautbekämpfung durch Bodenbearbeitung, zum Beispiel durch Umpflügen oder das maschinelle Ausreissen der Unkräuter. Doch das bedeutet für sehr viele Flächen mehr Arbeitsstunden und mehr Traktorfahrten. Eine Grobkalkulation habe ergeben, dass in Deutschland für eine mechanische Unkrautvernichtung in der Landwirtschaft pro Jahr 180 000 Tonnen mehr Diesel und 18 Millionen mehr Arbeitsstunden nötig wären, rechnet Gehring vor. Das wären 500 Millionen Euro zusätzliche Kosten jährlich – und 500 000 Tonnen mehr Kohlendioxid-Äquivalente. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich durch mehr Bodenbearbeitungen die Bodenqualität verschlechtern kann, vor allem wenn mehrfach mit schwerem Gerät über den Acker gefahren werden muss. In Hanglagen oder bei spezieller Bodenbeschaffenheit erhöht Pflügen zudem die Gefahr von Bodenerosion. Ohne Glyphosat müssten laut Experten auch pfluglose Anbaumethoden für Mais, Zuckerrüben oder Weizen wie Mulchsaat oder Direktsaat deutlich verändert werden. Denn dabei dient Glyphosat als Pflugersatz. Der Vorteil dieser nicht nur in der Schweiz und in Deutschland etablierten Anbaumethoden ist, dass sie den Boden schonen. NZZ – Alternativen sind dünn gesät In der ökologischen Landwirtschaft reguliert man den Beikrautdruck mechanisch. Vor der Aussaat wird gepflügt. Eine pfluglose Bewirtschaftung mittels Direktsaatverfahren wäre weitaus bodenschonender, die funktioniert aber im Moment eben nur mit entsprechenden Herbizidanwendungen praktikabel. Mimikama Bei diesen Ackerbausystemen wird auf den Pflug verzichtet, was enorme Vorteile für Bodenleben und -struktur mit sich bringt: u.a. mehr Regenwürmer, mehr Humus im Boden, mehr Biodiversität, bessere Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens, weniger Erosion, weniger Treibstoffverbrauch und geringerer CO2-Ausstoß. Es erscheint mir sinnvoll, bei der Diskussion um Herbizide und insbesondere um Glyphosat die Biodiversitätswirkung des gesamten Ackerbausystems zu betrachten und nicht nur die Wirkungen einzelner Maßnahmen. Bei einem direkten Vergleich schneiden Mulch- und Direktsaatsysteme sehr gut ab: Regenwürmer, Laufkäfer und Spinnen profitieren davon, dass Erntereste und anderes organisches Material an der Bodenoberfläche bleiben. Novo-Argumente Alternative: andere Herbizide Andere Herbizide sind häufig deutlich schädlicher und weniger effizient. Sollte Glyphosat nämlich nicht mehr verfügbar sein, so werden Landwirte voraussichtlich zur Bekämpfung von Unkräutern auf andere zugelassene Herbizide umsteigen. Doch diese seien für die Umwelt häufig deutlich schädlicher, betonen sowohl Christoph Schäfers, Ökotoxikologe am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie in Schmallenberg, wie auch Klaus Gehring von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Diese Chemikalien seien nämlich toxischer für die Fauna. Zudem müsse man mehr davon einsetzen, weil sie weniger effizient seien als Glyphosat. In diversen Forschungseinrichtungen werden daher neue, «harmlosere» Mittel erprobt. Aussichtsreichste Kandidaten sind derzeit organische Säuren wie Pelargonsäure oder Essigsäure, sogenannte Bioherbizide. Sie müssen aber wesentlich häufiger eingesetzt werden, da sie im Gegensatz zu Glyphosat nur die Blätter verbrennen, nicht aber die Wurzel absterben lassen. Ihr Einsatz ist damit um ein Vielfaches teurer. Ausserdem fehlen derzeit Systeme für die grossflächige Anwendung und vielerorts auch die Zulassung. NZZ – Alternativen sind dünn gesät Follow the money: Belouhka (FR/IT/BE) statt Roundup (US/DE) Auch wenn Glyphosat von der EU noch weitere Jahre zugelassen wird, erlaubt das EU-Recht jedem Land, den Einsatz glyphosathaltiger Unkrautgifte auf dem eigenen Gebiet schlicht zu verbieten. Italien, Frankreich, Luxemburg und Belgien haben genau dies jetzt vor. Franzosen und Italiener spüren eine goldene Chance im Glyphosat-Verbot Ein Verbot würde heimischen Champions eine gute Gelegenheit geben, ihre Alternativen zu vermarkten. Frankreich und Italien haben einen Plan B: ein natürlicheres Produkt, das Monsantos allgegenwärtiges auf Glyphosat basierendes Herbizid Roundup aus seiner beherrschenden Stellung in der europäischen Landwirtschaft zu verdrängen droht. Politico.eu Die folgenden Informationen stammen aus dem Artikel von Politico: Europas Alternative zu Glyphosat basiert auf Pelargonsäure Seit 2015 gibt es eine belgisch-französisch-italienische Zusammenarbeit in den chemischen Werken, die an einem Verbot von Glyphosat arbeiten, um die eigenen chemischen Unkrautvernichtungsmittel zu promoten, die bis zu 70% auf Pelargonsäure basieren. Diese Chemieunternehmen feuerten auch die langwierige Debatte hinter den Kulissen an, ob Glyphosat für Mensch und Umwelt schädlich sei. Zustimmung der Agrarlobby Bevor Frankreich und Italien national Glyphosat verbieten konnten, benötigten sie die Zustimmung der landwirtschaftlichen Organisationen. Die große französische Bauerngewerkschaft hat vor kurzem mit 40 anderen landwirtschaftlichen Organisationen ein Abkommen unterzeichnet, um die Verwendung von Glyphosat zu reduzieren und „Alternativen zum Schutz der Kulturpflanzen und zur Reaktion auf die Erwartungen der Gesellschaft“ anzunehmen. In Italien hatte 2015 die international agierende Biochemiefirma Novamont mit der Dachorganisation für Bauerngenossenschaften, eine Vereinbarung getroffen, das Bio-Herbizid „Beloukha“ im ganzen Land zu verkaufen. Novamont, das Pelargonsäure produziert, hat eine exklusive Vertriebsvereinbarung für das Bio-Herbizid. Italiens führende Bauerngewerkschaft Coldiretti war einer der führenden Gegner von Glyphosat. Pelargonsäure Pelargonsäure ist eine natürlich vorkommenden Chemikalie, die in einer Vielzahl von Pflanzen vorkommt, insbesondere Disteln. Der Haupthersteller ist ein Unternehmen namens Jade mit Sitz in den Außenbezirken von Bordeaux, das eine exklusive Vertriebsvereinbarung mit Novamont (siehe vorherigen Absatz), einem italienischen Chemieunternehmen, abgeschlossen hat. Pelargonsäure wird seit Jahren in Unkrautvernichtungsmittel verwendet, jedoch in sehr niedrigen Prozentsätzen. Monsantos Roundup besteht aus 2 Prozent der Substanz. Die neue Generation von Bio-Herbiziden in Italien und Frankreich enthält rund 70 Prozent. Eine Handvoll anderer europäischer Unternehmen produziert ebenfalls ähnliche Herbizide unter Verwendung von Pelargonsäure, jedoch mit geringeren Mengen. Das italienischen Landwirtschaftsministerium für Pflanzenschutz sieht in Perlagonsäure ein wirksames Herbizid und Alternative zu Glyphosat. Es räumt zwar höhere Produktkosten als für Glyphosat ein, betont jedoch, dass die Einführung des Produkts im Einklang mit Italiens Versuch sein würde, „auf eine nachhaltige Landwirtschaft mit einem völlig anderen Ansatz hinzuarbeiten“. (Wieso anderer Ansatz? Herbizid bleibt Herbizid) Europas Lebensmittel- und Chemikalienbehörden haben Pelargonsäure für den kommerziellen Gebrauch in der EU zugelassen, aber sie sollten mit einer Warnung versehen werden, dass sie ernsthafte Augenreizungen verursachen, das Leben im Wasser schädigen und Hautbeschwerden hervorrufen kann. (Ähnliche Gefährdungen wie bei Glyphosat) Pestizid-Experten erkennen an, dass zwar Unkrautvernichter auf der Basis von Pelargonsäure nicht so wirksam wie Glyphosat sind – sie zerstören nicht die Wurzeln – die Herbizide jedoch als „natürliche“ Alternative angesehen werden. Ein Lobbyist, der an Chemikalien arbeitet, sagte, das Risiko bestehe darin, dass Unkräuter im Folgejahr nach der Behandlung zurückkehren würden, und witzelte, dass es nur für „Hobbygärtner“ geeignet sei. Glyphosat Der Wirkmechanismus von Glyphosat ist bekannt: Es blockiert ein bestimmtes Enzym, das die Pflanzen zum Überleben brauchen. Wir Menschen haben dieses Enzym aber gar nicht – daher bringt Glyphosat das Unkraut um, lässt uns aber weitgehend in Ruhe. Glyphosat ist ein Totalherbizid, es wird von Landwirten vor der Aussaat auf das Feld ausgebracht, um Unkraut zu vernichten, dass sonst die Qualität von Weizen, Gerste oder anderen angebauten Getreide- oder Gemüsesorten beeinträchtigen würde. Dass Glyphosat auf schon bestellte Felder gespritzt wird (im Fachjargon „Sikkation“ genannt), ist in Deutschland seit 2014 nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Ebenso ist genmanipuliertes Saatgut, das immun gegen den Wirkstoff Glyphosat ist, in Deutschland verboten. Die größte Diskussion beim Thema Glyphosat dreht sich um die Frage, ob das Herbizid krebserregend und somit gefährlich für den Menschen ist, oder nicht. Nicht nur Glyphosat, auch Sonnenstrahlen, rotes Fleisch und der Beruf des Friseurs stuft das Institut als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. BfR und EFSA fragen: Wie groß ist das tatsächliche Risiko, dass jemand durch Glyphosat Krebs bekommt? Hier kommt es natürlich darauf an, welchen Mengen Menschen tatsächlich ausgesetzt sind. Beide kommen zu dem Ergebnis, dass die Mengen, um die es wirklich geht, keine realistische Gefahr darstellen. Handelsblatt: „Auf Kosten der Sorge von Menschen Stimmung betreiben“ Ist Glyphosat krebserregend? Nein! Der Unkrautvernichter Glyphopsat ist nicht krebserregend, sagt Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) Die Wissenschaft sei sich da einig. Aber bestimmten politische Kreisen passe das nicht. Alle Zulassungsbehörden der Welt kommen zum selben Schluss wie wir, dass nämlich Glyphosat nicht krebserregend ist. Auch die zuständige Behörde der WHO – das JMPR –, die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA und die europäische Chemiekalienagentur ECHA sehen das so. Glyphosat ist seit 40 Jahren auf dem Markt. Es ist eine der am besten untersuchten Substanzen der Welt, es ist das wichtigste Pflanzenschutzmittel. Und erst kürzlich ist eine neue Studie aus den USA mit zehntausenden Probanden aus der Landwirtschaft erschienen, die zum selben Ergebnis kommt. Die Bio-Landwirtschaft kommt ja auch nicht ohne chemische Spritzmittel aus, allerdings sagt sie, dass das nur Stoffe sind, die auch in der Natur vorkommen. Wir Wissenschaftler können mit einer solchen Unterscheidung der Chemie aber nicht viel anfangen. Wirkung ist Wirkung und Substanz ist Substanz. Wir machen im Jahr rund 3000 Risikobewertungen und nur bei zweien gibt es Ärger: bei Glyphosat und der Gentechnik. Die Leute haben Angst vor der Chemie in der Nahrung, aber tatsächlich krank werden sie von Bakterien, Pilzen oder Viren im Essen. Tagesspiegel Interview mit dem Präsidenten des BfR Ungeklärte Gesundheits-Risiken sollten durch die Einstufung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA inzwischen ausgeräumt sein. Im März meldete die Einrichtung, dass Glyphosat weder als krebserregend noch als reproduktionstoxisch einzustufen sei. Novo-Argumente Vergleich Glyphosat mit Pelargonsäure Will man Glyhphosat mit Pelargonsäure oder „Roundup“ mit dem italienisch-französischem „Beloukha“ vergleichen, so lohnt ein Blick in die Datensicherheitsblätter: Datensicherheitsblatt für Roundup® REKORD von Monsanto Datensicherheitsblatt für Roundup® PowerFlex von Monsanto Datensicherheitsblatt für Beloukha von Novamento/Jade/Belchim GHS052. MÖGLICHE GEFAHREN Während die beiden Roundups nicht als gefährlich eingestuft werden, muss das Beloukha mit dem Gefahrsymbol GHS05 gekennzeichnet werden und den Gefahrhinweisen nach CLP: H315 – Verursacht Hautreizungen H318 – Verursacht schwere Augenschäden 11. ANGABEN ZUR TOXIKOLOGIE Um auszudrücken, wie giftig eine Substanz ist, gibt man oft die letale Dosis LD50 an. Das ist jene Menge der Substanz, die man Tieren oder Menschen pro Kilogramm ihres Körpergewichts zuführen muss, sodass die Hälfte von ihnen stirbt. In Versuchen mit Ratten braucht man dafür ca 5 Gramm Glyphosat pro Kilogramm Rattengewicht – das ist ziemlich viel. Glyphosat ist also nicht besonders giftig, die akute Toxizität von Kochsalz ist höher als die von Glyphosat. Die Werte für „LD50 oral-Ratte“ laut Datensicherheitsblätter: Beloukha > 2000 mg/kg Pelargonsäure > 5000 mg/kg Roundup® PowerFlex > 2000 mg/kg Roundup® REKORD > 5000 mg/kg Für jedes Pflanzenschutzmittel muss man bewerten, wie es sich auf andere Organismen auswirkt, die nicht Ziel der Maßnahme sind, ob es für diese womöglich auch toxisch ist, ob es Nebeneffekte gibt. Ebenfalls versucht man verschiedene andere Aspekte zu berücksichtigen, um sich ein Bild davon machen zu können, wie sich der Stoff in der Umwelt verhält. Ist er biologisch abbaubar und wie schnell oder ist er eher langlebig? Ist er wasserlöslich? Ist er sehr mobil oder verbleibt er im Wesentlichen am Ort der Ausbringung? Glyphosat macht sich da überwiegend gut. Es ist relativ gut biologisch abbaubar, hat eine geringe Mobilität, ist gut wasserlöslich und weist eine geringe Toxizität gegenüber Tieren auf. Pestizide allgemein gibt es auch im Bioanbau. Durch Einhaltung bestimmter Fruchtfolgen oder durch Einsatz mechanischer Fallen oder von Nützlingen ist der Schädlingsdruck allgemein niedriger. Als Ultima Ratio kommen jedoch auch hier Pestizide zum Einsatz, nur eben „natürliche“, wie etwa Kupfersulfat, bestimmte Pflanzengifte oder Mineralöle (vgl. Anhang 2 der Durchführungsbestimmung (EG) Nr. 889/2008 zur EG-Öko-Verrordnung, S. 123 ff.). „Natürlich“ heißt hier aber nicht, dass sie nicht weniger problematisch für die Umwelt oder den Mensch sind, im Gegenteil, viele der dort zulässigen Pestizide sind weit langlebiger, schlecht bis kaum wasserlöslich und wirken weitaus unspezifischer (d. h. erfassen also weit mehr Lebewesen als nur die beabsichtigten Zielorganismen). Mimikama Die Dosis macht das Gift (nicht die Herkunft) Egal ob natürlichen Ursprungs (Kochsalz, Alkohol, Chrysathemen und Disteln) oder aus dem Chemie-Labor: auch wenn Bio drauf steht, können Organismen am Einsatz sterben. Daher ist es so wichtig, das ungefährlichste Mittel zu wählen – egal, wo es herstammt – und den Einsatz auf das Notwendigste zu reduzieren. Vor künstlich hergestellten Substanzen haben viele Leute Angst – manchmal durchaus zu Recht. Stoffen, die aus der Natur kommen, wird mehr Vertrauen entgegengebracht. Das mag einleuchtend klingen, ist aber ein Fehlschluss. Viele der giftigsten Substanzen, die wir heute kennen, stammen aus der Natur. Vieles, was unsere Chemiefabriken in Kanistern mit kompliziert klingender Aufschrift verlässt, ist hingegen völlig harmlos. Künstliches als gefährlich und Natürliches als gesund zu betrachten ist wissenschaftlich unhaltbar – so einfach ist es nicht. Auch Pflanzenschutzmittel, die als natürlich angepriesen werden, bringen Ratten im Tierversuch bereits in geringeren Mengen um als Glyphosat: Die letale Dosis von Kupfersulphat, das in der Bio-Landwirtschaft verwendet werden darf, ist deutlich geringer als die des gefürchteten Unkrautvernichtungsmittels von Monsanto. Dasselbe gilt für die völlig natürlichen Pyrethrine, die man aus der Chrysantheme gewinnt: Die Ratten werden mit einem reinen Naturprodukt gefüttert, mit Bio-Gütesiegel – aber das nützt ihnen wenig, am Ende sind sie trotzdem tot. Wer also ein Glyphosat-Verbot verlangt, der muss auch ganz klar sagen, was er stattdessen verwenden möchte. Aus Angst vor Glyphosat auf andere, schädlichere Substanzen umzusteigen, nur weil man auf sie ein Bio-Etikett kleben kann, ist Unfug. Umweltschutz heißt, die umweltfreundlichsten Substanzen zu verwenden, und gefährliche Stoffe zu vermeiden. Ob diese Stoffe künstlich hergestellt oder natürlich erzeugt wurden, sollte keine Rolle spielen. Wenn man irgendeine schädliche Chemikalie in der Muttermilch, im Frischgemüse oder in meinem Daumennagel findet, dann ist das zunächst kein Grund zur Beunruhigung, sondern möglicherweise bloß ein Beweis für die bewundernswerte Messgenauigkeit der analytischen Chemie. Die Dosis macht das Gift. Die böse Chemie Das natürliche THC, der psychoaktive Wirkstoff von Cannabis, für dessen Entkriminalisierung die Grünen kämpfen, ist. 80 mal schädlicher als Glyphosat. Auch das chemisch hergestellte Kupfersulfat, für dessen Zulassung die Grünen ebenfalls kämpfen, ist 90 mal toxischer als Glyphosat. Gleiches gilt für das chemisch hergestellte Kaliumphosponat, für das die Grünen eine Zulassung als Fungizid im Ökolandbau fordern. Angaben zur Toxikologie aus den Datensicherheitsblättern Pyrethrine (Bio aus Chrysathemen): 570 – 1500 mg/kg Kupfersulfat (Bio-Chemie): 960 mg/kg Kaliumphosphonat (Chemie): 5000 mg/kg Warum der Kreuzzug gegen Glyphosat? Glyphosat wurde ausgewählt, weil es aus zwei Gründen verhasst ist und zur Polarisierung taugt. Erstens wird es von Monsanto hergestellt, einem amerikanischen (!) Unternehmen, das viele als das personifizierte Böse ansehen, und zweitens wird es in vielen Ländern in Kombination mit Gentechnik angewandt. Gentechnisch gezüchtete Soja oder Baumwolle enthalten daher immer Spuren von Glyphosat (die Analytik kann inzwischen ein Roggenkorn in einem 40.000 km langen Güterzug mit Weizen finden). Würde Glyphosat in der EU verboten, dürfte auch keine Gentechnik-Baumwolle und kein Viehfutter aus Gentechnik-Sojabohnen mehr importiert werden. https://www.salonkolumnisten.com/glyphoshima/ Der Hass auf Gentechnik und Monsanto führt dazu, dass die Gegner völlig übertreiben. Das Handelsblatt hat sich das Anti-Glyphosat-Video der Grünen genauer angeschaut, das zu 100% mit Fake-News arbeitet: Die Grünen kämpfen schon seit Jahren für ein Verbot des Unkrautkillers Glyphosat. Jetzt gehen sie in einem Video auf ihrer Facebook-Seite wohl einen Schritt zu weit. Falsche Bilder sorgen für Aufruhr im Netz. Wer das Video der Grünen zum Thema Glyphosat sieht, muss meinen, auf deutschen Äckern wird mit für Mensch, Tier und Umwelt hochgiftigen Mitteln gearbeitet. Dabei scheint die Ökopartei es diesmal mit den Fakten nicht ganz so genau zu nehmen. Das erste Bild zeigt einen Mann im Schutzanzug, der ein Pflanzenschutzmittel auf Weinreben spritzt. Enthielte die Substanz in dem Behälter tatsächlich Glyphosat, würde der Wein allerdings sofort absterben. Dass Glyphosat auf schon bestellte Felder gespritzt wird (im Fachjargon „Sikkation“ genannt), ist in Deutschland seit 2014 nicht mehr erlaubt (Anm. nur mit Sondergenehmigung und Kontrolle erlaubt). Ebenso ist genmanipuliertes Saatgut, das immun gegen den Wirkstoff Glyphosat ist, in Deutschland verboten. Auf dem zweiten Bild im Video ist ein toter Frosch zu sehen. Immer wieder gerät der Unkrautvernichter in den Verruf, für das Insektensterben verantwortlich zu sein. Für Tiere ist er allerdings nicht tödlich. Richtig ist: Glyphosat vernichtet auch Kräuter und Pflanzen, von denen sich Insekten ernähren könnten. Trotzdem kann man schlecht Glyphosat die Schuld am Insektensterben geben, denn Landwirte würden Unkraut sonst eben auf andere Art entfernen. Zum Beispiel durch pflügen oder grubbern. Entscheidend ist eher, dass Insekten insgesamt zu wenig Nahrung in der Landschaft finden – immer weniger Grün, immer weniger Ackerrandstreifen und immer weniger wilde Blüten oder Flächenversiegelung sind Gründe. Das dritte und letzte Bild zeigt ein bestelltes Feld und ein Warnschild mit einem Totenkopf. Dazu heißt es in dem Video: „Dann gelangt es (Glyphosat, Anm. d. Red.) in unsere Gewässer und belastet unser Essen.“ Die größte Diskussion beim Thema Glyphosat dreht sich um die Frage, ob das Herbizid krebserregend und somit gefährlich für den Menschen ist, oder nicht. Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC – eine Unterbehörde der Weltgesundheitsorganisation WHO – stuft Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ebenso wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kommen zum Ergebnis, dass von Glyphosat keine Krebsgefahr ausgeht. Handelsblatt: „Auf Kosten der Sorge von Menschen Stimmung betreiben“ Zwei-Klassen-Chemie Umweltschützer, Biobauern und Grüne engagieren sich derzeit sehr stark in Sachen Pflanzenschutz. Während sie gegen Glyphosat auf die Straße gehen und die EU-Kommission für ihre Entscheidung, die Zulassung von Glyphosat zu verlängern, heftig kritisieren, fordern sie von derselben Kommission die Zulassung von Kaliumphosphonat als Mittel gegen Pilzerkrankungen im Ökolandbau. Grüne Ministerinnen genehmigten in diesem Sommer sogar Großversuche mit diesem Fungizid. Hintergrund dieser Aktion ist die Entscheidung der EU, das Kaliumphosphonat im Rahmen der EU-Ökoverordnung von der Liste der zugelassenen Pflanzenschutzmittel zu entfernen. Seit 2013 ist der Einsatz des Mittels Biobauern in allen EU-Mitgliedsstaaten verboten. So kam es in diesem Jahr im Biolandbau zu extremen Ernteausfällen bei Gurken, Wein, Kartoffeln und anderen Pflanzen. Bemerkenswert an der Debatte ist: Beide Substanzen gehören zu den Phosphonaten; beide kommen in der Natur nicht vor, und beide stammen aus den Syntheselabors der Chemieindustrie. Jetzt sind erhebliche Anstrengungen nötig, um das Kaliumphosphonat von einem anderen synthetischen Phosphonat abzugrenzen: dem Glyphosat, dem Molekül gewordenen Symbol für alles, was Ökoanhängern verdammenswert erscheint. Glyphosat, Fosetyl-Al und Kaliumphosphonat greifen tief in den Stoffwechseln von Pflanzen ein und werden von den Pflanzen nicht abgebaut, so dass Rückstände in die Umwelt und in die Nahrung geraten können. Für die genannten Phosphonate gilt allerdings auch, dass ihre Giftigkeit für Mensch und Tier sehr gering ist. Was nicht für alle gilt: die Sympathie von Umweltschützern. Beim wesentlich besser untersuchten Glyphosat (oder sollte man sagen „Glycinphosphonat“?) wurde 2015 unter dubiosen Umständen der Verdacht geäußert, es könne bei Menschen, die beruflichen Umgang mit Glyphosat haben, ein leicht erhöhtes Risiko für gewisse Formen von Blutkrebs geben. Inzwischen sind renommierte Institutionen wie die WHO/FAO und die US-Umweltbehörde EPA auf breiterer Informationsbasis zu anderen Auffassungen gekommen. Dennoch werden Aktivisten nicht müde, nach dem Totalverbot von Glyphosat zu rufen („Krebs!!“, „Vorsorgeprinzip!“, „Lebensgefahr!“). Der grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner verstieg sich gar zu der Bezeichnung „Merkelgift“. Beim wesentlich schlechter untersuchten „Kalphosat“ hingegen betrieben die grünen Umwelt- und Agraministerinnen Priska Hinz und Ulrike Höfken in Brüssel Lobbyarbeit für das Chemieprodukt und ermutigten Ökobauern in Hessen und Rheinland-Pfalz 2016 sogar zur Nutzung des Fungizids zur Rettung ihrer Ernte. Sie richteten dazu „Großversuche“ mit Ausnahmegenehmigungen ein (wobei allerdings nicht klar ist, ob die EU diese nachträglich genehmigt). Auch andere grüne Politiker, Umweltschützer und Ökolandbauverbände fordern die Wiederzulassung des „Hinz“- bzw. „Höfken“-Gifts – schließlich soll der Ökolandbau sein einzig wirksames systemisch wirkendes Pestizid nicht verlieren. Die Forderung „solange nicht zweifelsfrei erwiesen ist, dass Glyphosat gesundheitlich unbedenklich ist, muss das Vorsorgeprinzip greifen“ und Glyphosat verboten werden, wird für Kaliumphosphonat offenbar nicht erhoben. Zwei-Klassen-Chemie Weitere Infos: Tagesschau-Kommentar: Deutsches Ja zu GlyphosatÜberraschend, vernünftig, überfällig Spiegel: Was spricht für Glyphosat, was dagegen? Reuters: Merkel – Union wird in EU für weitere Glyphosat-Nutzung kämpfen Welt: GLYPHOSAT-STREIT: Auch Barbara Hendricks griff in die Trickkiste Agrar-Heute: Glyphosat im Getreide: Das sind die Regeln Mein Fazit Auch ich wünsche mir eine pestizidfreie, artenvielfalt-fördernde Landwirtschaft. Ich habe selber einen Garten und wir (mein Ehemann und ich) benutzen kein Roundup und auch sehr selten Fungizide. Doch wir leben nicht vom Ertrag des Gartens – der ist reines Hobby. Bei uns verschwinden einfach die Pflanzen, die viele Schädlinge anlocken. Bei uns sprießt auch das Unkraut in den Fugen der Terrasse und des Gehwegs. Wir können sehr gut mit einem Verbot von Glyphosat für Privatanwender leben, weil wir eh seit über 10 Jahren Unkraut jäten statt es chemisch zu bekämpfen. Aber wir sind „Hobby-Gärtner“, keine Landwirte. Ein Landwirt hingegen muss von seiner Ernte leben. Vor 100 Jahren mussten die Bauernkinder (und andere) Frondienste auf den Feldern leisten: Unkraut jäten, Kartoffelkäfer entfernen etc. Vor 100 Jahren galt Deutschland noch als Agrarstaat. In der Landwirtschaft arbeiteten rund 38 Prozent aller Erwerbstätigen und erwirtschafteten so einen Anteil von knapp 30 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung des Staates. Ein Landwirt erzeugte um 1900 mit seiner Arbeit aber nur Nahrungsmittel für etwa vier Menschen. 1950 konnte ein Bauer bereits zehn und nur weitere zehn Jahre später bereits 17 Menschen mit seiner Arbeit „satt machen“. In den darauffolgenden Jahren nahm die Produktivität in der Landwirtschaft immer weiter zu. 1980 konnte ein Landwirt bereits so viele Nahrungsmittel produzieren, dass er 47 Personen ernähren konnte. Bis zum Jahr 2000 stieg diese Zahl auf 127. Heute kann ein Landwirt rein rechnerisch sogar 155 Personen ernähren. Wenn ich bezahlbare Lebensmittel wünsche und dagegen bin, dass Hartz-IV Bezieher und andere Menschen, die Transfergelder beziehen, aus Feldern wie Sklaven Unkraut jäten oder Schädlinge einsammeln müssen, dann kann ich nicht gegen den Einsatz aller Pestizide, zu denen Herbizide wie Glyphosat, aber auch Fungizide wie Kupfersulfat zählen, sein. Dann kann ich höchstens verlangen, dass nach anderen Methoden geforscht wird und die Einsätze auf das aktuell Mindest-Notwendige beschränkt werden. Erfreulicherweise werden beide Forderungen umgesetzt. Es passiert sowohl viel in der Forschung als auch in der Kontrolle beim Pestizid-Einsatz in Deutschland (und hoffentlich auch in der EU, wenn auch weniger bei Importen). Sehr interessant finde ich persönlich auch die Aquaponik, von der mir mein Sohn berichtet hat. Aber solche Projekte funktionieren nur lokal per „Try&Error“, nicht mit Zentralplänen der EU, weil diese bewunderungswürdigenen Start-Up Unternehmen im Gegensatz zu Monsanto, Jade, Novamento und Belchim keine Wirtschaftslobby in nationalen Parlamenten oder Brüssel haben: Aquaponik, das ist die Kombination von Aquakultur und Hydroponik, der Pflanzenzucht im Wasser. Konkret kann das so aussehen wie bei der Berliner Firma Efficient City Farming, kurz ECF: unten ein Überseecontainer, in dem die Fische in Wassertanks schwimmen, darauf ein Gewächshaus, in dem das Gemüse in Hydrokultur gedeiht. Durch einen fast geschlossenen Wasserkreislauf sind beide Teile miteinander verbunden. Was die Fische ausscheiden, gelangt als Dünger zu den Tomaten im Stockwerk darüber. Die Pflanzen reinigen das Abwasser aus der Fischzucht, indem sie den Dünger aufnehmen, und so ist der Kreislauf hergestellt. NTV: Frischfisch vom Dach: Aquaponik macht die Stadt zur Farm Ich bin seit einigen Jahren mit diversen Bauern auf Facebook verknüpft, von Bauer Willi über Katrin Seeger, von Markus Höltkötter bis Brigitta Blume. Viele von ihnen sind aktiv bei „Wir machen uns satt“ und auch bei „Initiative Tierwohl“. Auch wenn – wie immer – einige manche Aktivitäten der anderen kritisieren, merke ich beim Thema Glyphosat eine ziemlich einstimmige Übereinstimmung: es ist einfach in der Anwendung, preiswert bei der Ausbringung und effektiv. Auch erlauben die Agrar-Subventionen der EU wenig Spielraum, was Artenvielfalt fördern würde oder veränderte Fruchtfolgen. Wenn wir einen Buhmann suchen wollen, ist das definitiv nicht der von Agrar-Bestimmungen abhängige Landwirt oder deren Verbände (wobei ich Argwohn habe, ob die französischen und italienischen Verbandsvorstände aktuell nicht doch „erkauft“ wurden). Wie immer finde ich anhand der Intrigen von Jade/Novamento/Belchim das alte Sprichwort „Follow the money“. Auch wenn aktuell des öfteren die NGOs (Avaaz, Campact, Greenpeace & Co) das Sagen haben, sind doch häufig über verschlungen Kreise die internationalen Machtspieler am Drücker. Die „Guten“ merken es nur nicht, dass sie missbraucht werden. Von daher bin ich dieses Mal mit dem PAN Aktivisten auf einer Linie: das Glyphosat-Verbot ist kein Verbot von Pestziden, sondern nur ein Verbot von Pestiziden, die aus US/DE-Herstellung (-Besitz) stammen, sofern der Deal zwischen Bayer und Monsanto Realität wird. Gesamten Artikel anzeigen
  4. Bombendrohung auf Weihnachtsmarkt

    Am frühen Freitagnachmittag war in einer Apotheke in der Innenstadt von Potsdam ein verdächtiges Paket abgegeben worden. Die Polizei löste daraufhin Bombenalarm aus und sperrte Teile der Innenstadt, darunter auch einen großen Bereich des Weihnachtsmarktes. Die Deutsche Welle berichtete Obiges mit dieser Schlagzeile: Potsdamer Weihnachtsmarkt: Alles nur ein schlechter Scherz? Die Polizei in Potsdam hat Entwarnung gegeben. Das Paket, das einen Bombenalarm ausgelöst hatte, war offenbar weniger gefährlich als befürchtet. Es befanden sich sich diverse Gegenstände darin – aber kein Zünder. Diese Nachricht verbreitete sich weltweit sehr schnell, weil das Triggerwort „Weihnachtsmarkt“ Leser anzieht wie vor viele Jahren das Wort „Schule“ nach dem Amoklauf in Winnenden. Weltweite Verbreitung dieses Fake-Bombenalarms CNN, Wallstreet Journal, Washington Post, BBC, Pakistan Today, Indian Express, Politico, EU-Observer, Daily Mail und viele andere Medien greifen den Alarm auf. Screenshot – Google News Suche „Potsdam bomb“Amok-Drohungen Die anderen Drohungen, die in den letzten zwei Wochen in Deutschland erfolgten, wurden nicht weltweit verbreitet 22.11.17 – Falscher Amok-Alarm in Duisburg Ein Großaufgebot der Polizei hat wegen eines Amok-Alarms eine Schule in Duisburg geräumt und nach einem mit Pistolen bewaffneten Mann gesucht. Nach gut dreieinhalb Stunden konnte die Polizei Entwarnung geben. Eine Schülerin hatte den Großeinsatz am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg ausgelöst, weil sie einen Mann mit Pistolen auf dem Schulgelände gesehen haben wollte. 24.11.2017 – Amok-Alarm an der Universität Trier! Donnerstagabend um 22.19 Uhr versendete ein Unbekannter über das Portal „Jodel“ eine Drohung: Er wolle Freitag eine Vorlesung stürmen und töten. Der Tatverdächtige sei am Morgen von Spezialeinsatzkräften in seiner Wohnung in Trier gestellt worden. Bei der Wohnungsdurchsuchung stellten Spezialeinsatzkräfte zwar umfangreiches Beweismaterial sicher, eine Waffe fanden sie jedoch nicht. Um jedes Restrisiko auszuschließen, sperrte die Polizei das Audimax-Gebäude und die Mensa vorsorglich. Am Nachmittag dann konnten die Ermittler Entwarnung geben. 28.11.17 – Amok-Warnungen in Baden-Württemberg Zwei Mails lösen am Dienstag ziemlich zeitgleich gegen 8 Uhr in Offenburg (Ortenaukreis) und Schramberg (Kreis Rottweil) einen Amokalarm an Schulen aus. Eine weitere Droh-Mail ist gegen 7.30 Uhr an der Nachtpforte des Zentrums für Psychiatrie in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) eingegangen. Eine vierte Droh-Mail geht am Morgen zudem an einer Schule im hessischen Bad Neuheim ein und löst ebenfalls einen Polizeieinsatz aus. Auch dort gibt es keine ernsthafte Bedrohung. Unterschiedliche Reaktionen der Polizei und Schulen Offenburg: Mit »einigen Streifenkräften mit entsprechender Ausrüstung« sei die Schule durchsucht worden. Bereits um 10.44 Uhr gibt die Polizei nach einer Überprüfung des Mail-Inhalts und Ermittlungen der Kriminalpolizei wieder Entwarnung. Schramberg: Dort stehen gegen 8.30 Uhr knapp 30 ausgerüstete Beamte bereit, um die Schule nach einem möglichen Täter oder abgelegten Gegenständen durchsuchen zu können. Die Einsatzführung im Präsidium Tuttlingen entscheidet sich indes dafür, ein Sondereinsatzkommando (SEK) einfliegen zu lassen. Für die eingeschlossenen Schüler zehrt die Wartezeit auf das SEK (Anm. zwei Stunden) an den Nerven. Gerüchte machen sich breit, es könnte eine Bombe geben. Die Kinder werden gegen 12:00 mit Bussen evakuiert und können erst gegen 13:00 (nach fast fünf Stunden) von den besorgten Eltern in Empfang genommen werden. Allein in Schramberg waren mehr als 100 Polizisten, darunter viele mit schwerer Ausrüstung, im Einsatz. Winnenden: Mehrere Streifenwagen rückten gegen 7.30 Uhr zu dem psychiatrischen Krankenhaus aus und suchten die Gebäude nach verdächtigen Gegenständen ab. Gegen 11.30 Uhr hat die Polizei ihre Durchsuchung abgeschlossen. „Es wurde kein verdächtiger Gegenstand gefunden“, so ein Sprecher. (Anm. anscheinend ohne Evakuierung) Bad Nauheim: An der Schule (Anm. Offenbach) konnte der Unterricht aber ebenso stattfinden wie im hessischen Bad Nauheim. In beiden Städten überwachten aber zivile und uniformierte Polizisten bis zum späten Vormittag vor Ort die Lage. Schramberg: Kritik an Evakuierung Zu Recht wird das Vorgehen in Schramberg kritisiert: Kritik jedoch übt (Schulleiter) Dennig an der anschließend abgelaufenen Evakuierung der Schule. Diese war seiner Ansicht nach völlig unnötig. Zwei IT-Experten der Polizei hätten nach einer Überprüfung Entwarnung gegeben und „keine akute Gefahrenlage“ mehr erkannt. Und auch das Spezialeinsatzkommando sei nach einer Durchsuchung der Schule, bei der nichts gefunden wurde, wieder abgezogen. Wieso dann irgendjemand die Räumung der Schule angeordnet habe, ist für Dennig völlig unverständlich. „Die Evakuierung war in keiner Weise gerechtfertigt“, sagt er. Aber, so bedauert der Dennig, „viel von dem, was passiert ist, ist mit der Schulleitung nicht abgesprochen worden – „und wir wurden auch nicht informiert“. Nicht umsonst hatte sich so auch bei der Evakuierung einer der Einsatzkräfte darüber aufgeregt, „dass acht verschiedene Befehle“ gegeben würden und man „nicht mehr weiß, was zu tun ist“. Schwarzwälder Bote: Nach Amok-Alarm: Kritik an Evakuierung Merkwürdige Begründung Das Vorgehen in Scharmberg, das für Eltern und Schüler traumatisch war, wurde vom Polizeipräsidenten Gerhard Regele wie folgt begründet: Hätte es eine echte Amoklage gegeben, dann wären die 30 Beamten vor Ort sofort in die Schule gegangen. Weil aber in der Schule alles ruhig war und es keinen erkennbaren Täter in der Schule gab, habe der Polizeiführer entschieden, das Spezialeinsatzkommando (SEK) zu holen. „Für die Sicherheit der Kinder und Lehrer nahmen wir die Verzögerung in Kauf.“ Südkurier: Amok-Einsatz läuft nicht nach Schema F Verstehe ich das richtig? Weil keine ernst zu nehmende Gefahr bestand, wurden 100 statt 30 Beamte eingesetzt, gab es eine Nachrichtensperre und eine Evakuierung? Reaktion der Polizei führt zu „Fake-News“ Wie die Reaktion der Polizei die Medien beeinflusst, sieht man an dieser Meldung. In Schramberg war die Lage am dramatischsten In Schramberg scheint die Lage am dramatischsten gewesen zu sein. Dort waren laut einem Polizeisprecher mehr als hundert Beamte im Einsatz, darunter Spezialeinsatzkräfte und ein Hubschrauber. Stuttgarter Nachrichten Obwohl der Polizeidirektor betonte, dass es keine echte Amoklage gab, führt der Einsatz von SEK und Hubschrauber und die Evakuierung der Schüler dazu, dass die Medien davon ausgehen, dass diese Bedrohung die dramatischste war. Gut gemeint – aber schlecht gemacht! Ich gehe davon aus, dass es in den nächsten vier Wochen zu weiteren Bedrohungslagen auf Weihnachtsmärkten kommen wird – und die meisten, wenn nicht gar alle, davon sich als „Fake“ erweisen. Ich gehe auch davon aus, dass seltener Evakuierungen angeordnet werden und die Nachrichten kein Welt-Nachricht-Niveau erreichen werden. Es ist richtig, dass in Potsdam das Paket von Spezialkräften entschärft wurde. Die darauf folgende stundenlange Sperrung für Anwohner und Markstandsbetreiber sollte jedoch noch einmal überprüft werden. Anhand von Offenburg:Schramberg sieht man sehr gut, wie die Reaktion der Polizei zur Entwarnung oder zum Angstmachen beiträgt. Auch in Potsdam wurde Angst verbreitet. 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  5. Unstatistik: Volk von Zahlenblinden

    Ich bin ein Fan von der „Unstatistik des Monats“ und hinterfrage bei jeder statistischen Zahl die Grundmenge. Sehr oft werden Zahlen und Wahrscheinlichkeiten falsch interpretiert, um Ängste zu verbreiten – weil sich Angst als Nachricht gut verkaufen lässt bei uns in Deutschland. So könnten viele nicht zwischen absolutem und relativem Risiko unterscheiden. Als eine Behörde der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor zwei Jahren verbreitet hatte, dass das Darmkrebs-Risiko je 50 Gramm verzehrtem, verarbeitetem Fleisch am Tag um 18 Prozent steige, sei die Sorge groß gewesen. Absolut sei die Gefahr einer Krebserkrankung aber nur von fünf auf 5,9 Prozent gestiegen, verdeutlicht Gigerenzer. „Das ist ein Machtinstrument: Man erregt Ängste und Aufmerksamkeit. NTV – Volk von Zahlenblinden vom 27.11.2017 Auch sollte man bei Umfragen nicht nur auf das Ergebnis, sondern auf die Fragestellung achten! Ein schönes Beispiel ist hierfür die WWF Umfrage zum Klimaschutz: Dieses Mal liegt der Missstand nicht in der Interpretation, sondern in der Art der Fragestellung. Die Antworten waren in die Fragen quasi eingebaut..In der Umfrageforschung unterscheidet man zwischen ergebnisorientierter und erkenntnisorientierter Demoskopie. Die YouGov–Umfrage (vom WWF) steht für ersteres. http://www.rwi-essen.de/unstatistik/59/ Der WWF fragte: „Die Stromproduktion aus Kohle allein ist die größte Einzelquelle für die deutschen Treibhausgasemissionen. Was sollte Ihrer Meinung nach mit den Kohlekraftwerken passieren?“ Ich hätte wie folgt gefragt: „Über 330.000 Haushalten wurde 2016 der Strom gesperrt, weil sie die Rechnungen nicht zahlen konnten. Mehr als 6,2 Millionen mal wurden Stromsperrungen angedroht. Um ein Blackout zu verhindern, wurde 2015 1 Milliarde Euro ausgegeben – das Dreifache vom Vorjahr. Sind Sie für einen schnellen Ausstieg aus der Kohlekraft – auch wenn die Stromkosten dadurch noch stärker steigen als bisher?“ Hätte ebenfalls 67% der Bürger dem Ausstieg bei meiner Einleitung zugestimmt? Ich bezweifle das stark. Auf Professor Gigerenzer, dem Leiter des Berliner Harding Zentrums für Risikokompetenz, war ich bereits 2011 aufmerksam geworden. Er wurde 2010 wie folgt zitiert: „Jeder Tote ist ein Toter zu viel – dieses Argument fruchtet nur bei Menschen, die keine Risikokompetenz haben“, sagt Gigerenzer, der auch Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung ist. In der Stärkung dieser individuellen „Risikomündigkeit“ sieht er die Lösung für das gesellschaftliche Problem: „Schon in der ersten Schulklasse sollte man Kindern auf spielerische Weise ein Gefühl für Wahrscheinlichkeiten und Risiken vermitteln.“ Bild der Wissenschaft 11/2010, Seite 98 Ähnlich sieht es auch Reiner Wittkowski, Vizepräsident des Bundesinstituts für Risikobewertung: Daher sollte es auch zulässig sein, die Zahlen von möglichen Toten, Verletzten oder Kranken mit dem finanziellen Aufwand in Beziehung zu setzen, mit dem sie verhindert werden können. „Das kann sich allerdings in der Risikokommunikation und der politischen Umsetzung verheerend auswirken“, weiß Reiner Wittkowski, Vizepräsident des Bundesinstituts für Risikobewertung. „Solche Überlegungen werden meist als zynisch empfunden, weil jeder meint, er habe einen vollumfänglichen Risikoschutz.“ Trotzdem hält Wittkowski es angesichts begrenzter Finanzmittel für vernünftig, zu fragen, ob der Aufwand einer Vorsorgemaßnahme im angemessenen Verhältnis zu ihrem Nutzen steht. Bild der Wissenschaft 11/2010, Seite 98 Mein allererster Blogartikel (2012) behandelt die Risikokompetenz: „Erfolge“ der Hysterie: Tod, Verschwendung und Entzug von Bürgerrechten Oder was haben BSE, SARS, EHEC, Waldsterben, Atomkraft, Amokläufe und Terrorismus gemein? Meine Erlebnisse in Brüssel und Berlin in Bezug auf die EU Feuerwaffenrichtlinie und das deutsche Waffengesetz haben gezeigt, dass Politiker entweder nicht in der Lage sind, Risiken kompetent zu bewerten oder einfach kein Interesse daran haben, weil eine vernünftige Vorsorge als zynisch empfunden wird. Sie fürchten den Aufschrei der Medien mehr als leere Staatskassen und Neuverschuldungen. Auch geben sie die Rechte von Minderheiten schnell auf, wenn diese Einschränkung bei den Medien als Problemlösung positiv beurteilt wird. Zu diesen Minderheiten, deren Rechte nicht mehr geschützt und verteidigt werden, zählen mittlerweile immer mehr Bürger und Bürgerinnen: Jäger, Sportschützen, Landwirte, Selbstständige, Waldbesitzer, Imker, Zirkusse, Angler u.a.. Das ist aber kein Wunder, da immer weniger Politiker zu diesen Minderheiten gehören und mit Avaaz, Campact & Co. immer häufiger die Rechte dieser Minderheiten als schädlich für die Gemeinschaft bewertet werden. Gesamten Artikel anzeigen
  6. Der Spiegel schrieb gestern: Rund drei Millionen US-Bürger tragen laut einer neuen Studie täglich eine geladene Schusswaffe bei sich. Neun Millionen US-Bürger gehen mindestens einmal im Monat bewaffnet aus dem Haus, wie sich aus einer Studie des „American Journal of Public Health“ ergibt. Wenn die Strafverfolgungsbehörden in den einzelnen Bundesstaaten die Möglichkeit hätten, fragwürdigen Antragstellern die Erlaubnis zum Waffentragen zu verwehren, sinke auch die Mordrate, schreibt der „Standard“. Die Raten fallen demnach je nach Gesetzeslage um 6,5 beziehungsweise 8,6 Prozent niedriger aus. Spiegel vom 20.10.2017 Woher „Standard“ und Spiegel jetzt ihre Weisheit herhaben, erschließt sich in dem Artikel nicht. Es werden einfach zwei Grafiken mit Todesfällen und der legale Besitz von Schusswaffen gezeigt. Das war’s! Lizenz zum Waffentragen Keine Beachtung wird der Tatsache geschenkt, dass US-Bürger mit einer Lizenz zum Waffentragen (Waffenschein) rechtstreuer sind als Polizisten und auch als der Bevölkerungsdurchschnitt. Auch werden Schusswaffen von Leuten mit Waffenschein fast nie missbraucht und es kam auch kein Lizenzinhaber wegen Mord/Totschlag mit der Waffe bisher ins Gefängnis. Auch in den USA werden Tragelizenzen widerrufen, wenn sich jemand gewalttätig verhält. Die Angst, die hier vom Spiegel geschürt wurde, ist somit unbegründet. Es kommt in den USA jedoch laufend zu „Papercrime“, wenn Menschen mit Tragelizenz zufällig die Staatsgrenze passieren und dann „illegal“ ihre Waffe dort führen. Solch Grenzüberschreitungen kommen häufig vor, da etliche Straßen einfach zwischen zwei Staaten hin- und herpendeln. Aus diesem Grund möchte die NRA, dass Tragelizenzen – analog zum Führerschein – in allen Staaten anerkannt werden sollen. Verhältnis Waffenbesitz zu Gewaltdelikten Dr. Christian Westphal hatte die Daten aus den USA auf Landkreisebene untersucht. Dabei konnte er keinen Zusammenhang zwischen „Waffenbesitz pro Kopf“ und „Gewaltdelikte pro Kopf“ finden. Damit war die – von Medien und Waffenkontrollaktivisten oft zitierte – Studie „The social costs of gun ownership“ von Philip Cook (Duke University) und Jens Ludwig (University of Chicago) widerlegt. Die Autoren – wie auch die meisten Journalisten – sind in die Falle der „Scheinkorrelation“ getappt. Im Interview mit dem DJV erklärte Westphal dieses Phänomen: Ein prominentes Beispiel hierfür ist „Störche bringen Babys“: Es lässt sich tatsächlich eine deutliche positive Korrelation zwischen „Störche je Einwohner“ und „Babys je Einwohner“ finden. Störche und Babys haben natürlich nichts miteinander zu tun; der Zusammenhang wird lediglich und rein technisch durch den „je Einwohner“-Teil in der Variablen erzeugt. Sie können so auch Weihnachtsbäume pro Einwohner und Feldhasen pro Einwohner korrelieren. Dann ist es – überspitzt ausgedrückt – für einige nur noch ein kleiner Schritt zu behaupten, dass Feldhasen Weihnachtsbäume schmücken. Meine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Schusswaffen und Gewaltkriminalität in den USA zeigt, dass sich nicht mal dort, bei wesentlich mehr Waffenbesitzern und mehr Gewaltkriminalität, ein auf Landkreisebene messbarer Zusammenhang zwischen beidem finden lässt. Statistik mit Stolpersteinen – Westphal im Inverview mit dem DJV Wer das nicht glauben will, der möge sich diese Grafik mal anschauen, die in den USA Waffenbesitz und Mordrate vergleicht: Verhältnis Mordrate zu restriktiven Waffengesetzen Die Brady Kampagne listet seit Jahren die verschiedenen US-Staaten in Bezug auf ihr Waffenrecht. Der sogenannte „Brady Score“ ist umso höher, je restriktiver ein US-Staat sein Gesetz verfasst hat. Hätten Spiegel, Standard & Co. mit ihrer Annahme Recht, dann gäbe es in US-Staaten mit hohem Brady Score (rechts) die wenigsten Schusswaffentoten und in US-Staaten mit niedrigem Brady Score (links) die meisten. Wie man sieht, gibt es keine Korrelation. Die Seite zeigt auch noch die Verhältnisse für Selbstmorde und Massenschießereien auf. Priorities for Research to Reduce the Threat of Firearm-Related Violence. Washington, DC: The National Academies PressWer es noch amtlicher haben möchte, der möge sich den Meta-Studienbericht von 2013 durchlesen, den Obama nach Sandy Hook in Auftrag gab. Eine Zusammenfassung davon gibt es hier: Obama Study Concluded Firearms Used for Self-Defense ‘Important Crime Deterrent’. Ganz kurz ist es wie folgt zusammengefasst: Der Einsatz von Schusswaffen ist die sicherste unter den untersuchten „Selbstschutzstrategien“ Die meisten Todesfälle mit Schusswaffen sind Selbstmorde Verbrecher besitzen selten gestohlene (vormals legale) Schusswaffen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass Waffenbeschränkungen Waffengewalt reduzieren. Fazit Leider ist es so, dass einfache „Lösungen“ verlangt werden, die wenig Widerstand erwarten. Dabei ist es völlig egal, ob diese „Lösungen“ den gewünschten Effekt bringen oder nicht. Hauptsache, es lässt sich gut verkaufen. Waffenverbote sind relativ einfach umsetzbar und betreffen nicht die Mehrheit der Bürger. Selbst in den USA besitzen „nur“ 30% der Haushalte Waffen. In Europa sind es sicherlich nur 5 bis 10%. Die Menge der Artikel in den Medien, die eine Scheinkorrelation zwischen Waffenbesitz und Gewalt suggerieren, läßt mich ahnen, wie die Politik die EU-Waffenrichtlinie demnächst umsetzen will: äußerst restriktiv. Gesamten Artikel anzeigen
  7. Waffen - Waffenbesitzer - Waffenrecht 2 Stunden, die sich lohnen Ursprünglichen Post anzeigen Gesamten Artikel anzeigen
  8. GRA: 50% Rabatt im Shop

    Hallo, sorry, dass ich mich so selten melde, aber Rainer H. leitet ja sicherlich alles Wichtige weiter. In eigener Sache (ich bin da jetzt doch Vereinsvorstand geworden): Offizielle Mitteilung und 50% Rabatt-Aktion https://german-rifle-association.de/schnaeppchenjaeger-50-rabatt-im-shop/ 1. Unser altes Logo ähnelt der seit 31.08.17 geschützten Trademark der NRA zu stark 2. Wir können noch für kurze Zeit die Bestände mit altem Logo verkaufen 3. Niemand verletzt Schutzrechte, der privat das alte Logo besitzt, trägt oder sich damit fotografieren lässt. 4. Das aktuelle Logo ist nur vorübergehend. Wer also noch Schnäppchen haben will (vielleicht bekommen die alten Logo sogar mal Sammlerwert), der sollte jetzt zuschlagen. Da sind auch echt nützliche Dinge dabei, wie Waffenöl, Unterlage und Flash Lights. Liebe Grüße Katja Triebel
  9. Silber Medaille und 2 x Weltmeister

    Bei der 18. Weltmeisterschaft IPSC World Shoot XVIII kam das Team „Revolver Overall Germany“ mit Sascha Back auf den zweiten Platz. Bei der Weltmeisterschaft PPC 1500 holte sich unsere Schießleistungsgruppe SLG T’n T Berlin gleich zwei Weltmeistertitel. Wir gratulieren unseren gesponserten Teams ganz herzlich zu den erstklassigen Erfolgen und bedanken uns bei Sascha und dem BDS für die Danksagung. BDS Präsident Friedrich Gepperth schrieb: Liebe Katja, im Namen des Bundes Deutscher Sportschützen 1975 e.V. bedanke ich mich ganz herzlich für das Teamsponsoring unserer Schützen in Revolver Overall bei der diesjährigen IPSC Weltmeisterschaft in Châteauroux, Frankreich! Ohne Eure freundliche Unterstützung wäre die Wettkampfteilnahme unserer Schützen nicht oder zumindest nicht in dem dagewesenen Umfang möglich gewesen. Daher ist es mir ein Anliegen, Dir als Anerkennung des BDS das anliegende Andenken zu übersenden und hoffe, Dir damit eine kleine Freude zu machen. Mit freundlichen Grüßen Friedrich Gepperth Präsident Der Brief und das Andenken haben mir tatsächlich sehr viel Freude gemacht und wir haben beides gleich im Laden aufgehängt. Hurra, wir sind zweimal Weltmeister! Wir gratulieren den Siegern und freuen uns so richtig doll, das unsere SLG so erfolgreich war. Beide Siege waren denkbar knapp, daher geht ein ganz besonderer Dank an Ralf, der zusammen mit Roman Hauber auch beide World Team Matches für Deutschland gewann und zweimal in der Einzelwertung auf dem ersten Platz landete. Ralf, du bist der BESTE – und hast ein tolles Team hier in Berlin. SLG T’n T Berlin 1 mit Andreas Geikowski und Ralf Vanicek ist Weltmeister im Team Revolver 1500 SLG T’n T Berlin 1 mit Frank Kemm und Ralf Vanicek ist Weltmeister im Team Pistole 1500 PPC 1500 World Championship 2017: Resultate findet man hier Für alle Unwissenden: T’n T bedeutet „Triebel ’n Tuning“ und wurde von Kristian Triebel in den 90er Jahren ins Leben gerufen. Eure Katja Triebel Gesamten Artikel anzeigen
  10. Wie bereits all4shooters hier berichtet hat, gibt es einen Sicherheitshinweis für das Präzisionsgewehr Precision Rifle II mit Schlossabdeckung in Aluminium. Die Generation I mit einer Schlossabdeckung aus Kunststoff ist nicht betroffen. Es handelt sich nicht um einen Rückruf. RUGER geht davon aus, dass dieser Effekt nur bei wenigen Waffen auftritt. Wenn Sie mit Ihrer Waffe bereits problemlos 100 Schuss gemacht haben, ist davon auszugehen, dass dieses Problem nicht vorhanden ist. RUGER bietet trotzdem an, kostenlos eine neue Schlossabdeckung nachzuliefern. Unsere Kunden sollten daher wie folgt verfahren: Bei der Schlossabdeckung aus Aluminium kann es in einzelnen, wenigen Fällen vorkommen, dass sich beim Betätigen des Abzuges kein Schuss auslöst. In diesen extrem seltenen Fällen blockieren sich das Spannstück am Verschluss und die hintere Schlossabdeckung. Dadurch erfolgt keine Schussabgabe. Bei diesen Versagern kann es dann auch passieren, dass sich beim Öffnen der Waffe die Verklemmung auflöst, der Schlagbolzen freigegeben und ein Schuss ausgelöst wird. Bitte rufen Sie den folgenden Link auf der RUGER Seite auf: www.ruger.com/dataProcess/rprSafety/ Hier müssen Sie zuerst Ihre Waffennummer eingeben. Das System überprüft, ob Ihre Waffe überhaupt von dem möglichen Problem betroffen ist. Wenn ja, werden Sie aufgefordert, Ihren Namen und Ihre Adresse einzugeben. Wir erhalten dann über unseren Importeur AKAH im Namen von RUGER kostenlos die neue Abdeckung. Es empfiehlt sich, uns per Email zu informieren, dass Sie auf die neue Abdeckung warten. Wir können im Augenblick noch nicht mit Sicherheit sagen, wann dies erfolgt. Vermutlich wird dies erst im Oktober oder November möglich sein. Gesamten Artikel anzeigen
  11. GunNews - Reichsbürger – ein aufgebauschtes Problem?

    Jo, habe lange gezaudert, ob ich das Thema überhaupt anfasse.... Aber irgendwann reicht's...
  12. Europa hat ein Problem mit Feuerwaffen

    Nun klär mich mal bitte auf .... Die IWÖ ist seit 2013 offiziell Partner von Firearms United, hat aber so gut wie Null Input geleistet. Deswegen haben zwei aktive Österreicher Firearms United Österreich gegründet. Mit NFVÖ gibt es bisher noch keine Zusammenarbeit. Und natürlich gab es auch unter den Aktiven von FU Streit, nachdem der Kampf in Brüssel erstmal beendet war. Aber spalten lassen wir uns nicht.... Wir stehen alle hinter der CZ-Aktion und bewundern LEX, unseren Partner und die Tschechen an sich... Und diese unbedeutende FU hat während des Kampfes in Brüssel mehr Aufmerksamkeit in der Presse gefunden als FACE .... Wir sind unbedeutend, aber alle anderen sind total still.....
  13. IWÖ hat Zakrajsek ausgeschlossen

    Georg Zakrajsek war Gründungsmitglied und Generalsekretär der IWÖ (Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht in Österreich). Die IWÖ hat ihn jetzt wegen „wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens“ ausgeschlossen. Herr Zakrajsek war im Januar 2017 zu fünf Monaten Haft auf drei Jahre Bewährung wegen Verhetzung verurteilt worden. Das Urteil wurde jetzt durch die Ablehnung der Berufung rechtskräftig. Deswegen ist er jetzt ein Straftäter „im Namen der Republik“ und daher ist der Ausschluss aus der IWÖ richtig und auch verständlich aufgrund der Statuten. Die Ablehnung der Berufung kann man hier nachlesen: Link Was nicht verständlich ist, ist die Rechtssprechung Das Urteil ist ein Urteil gegen die freie Meinungsäußerung. Andreas Unterberger, ehemaliger Chefredakteur „Der Presse“ und der „Wiener Zeitung“ und Lehrbeauftragter an der Universität Wien, schrieb in seinem Blog: Die Justiz vernichtet die Meinungsfreiheit Da ist in der Wiener Strafjustiz die wohl bisher überhaupt ärgste Einschränkung der Meinungsfreiheit passiert, die es in diesem Land seit Generationen gegeben hat. Ein Wiener Notar ist zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt worden, weil er Dinge geschrieben hat wie: „Die Muslime haben uns allen den Krieg erklärt.“ Dieses Urteil ist – natürlich – auf Anzeige der Grünen erfolgt. Und eine Wiener Richterin hat sich dafür als gehorsames Instrument zur Verfügung gestellt. Als Instrument diente ihr der totalitäre Gummiparagraph „Verhetzung“, für den Minister Brandstetter die moralische Hauptverantwortung trägt. Die Richterin hat allen Ernstes wörtlich dekretiert, der Notar habe „unzulässige Worte“ verwendet. Sie hat deren Verwendung drakonisch bestraft. Wenn dieses Urteil in den Instanzen hält, dann ist es endgültig aus mit der Meinungsfreiheit in diesem Land. Ich habe mir das erste Urteil durchgelesen. Die Richterin interpretiert den „Kampf gegen die Pläne der EU“, die mit der Waffenrichtlinie die Bevölkerung entwaffnen will, als „Ausruf zur bewaffneten Gewalt gegen Moslems„. Und die Richterin in der zweiten Instanz sieht das genauso. Sodann fordere der Angeklagte den angesprochenen Leser auf, weil die Justiz und die Sicherheitsbehörden aufgrund Dummheit völlig untätig seien, den Kampf gegen den Islam, welcher sich bereits bewaffnet habe, als Abwehrkampf zu führen, wie er selbst. In beiden Texten forderte der Angeklagte auf, mit Waffen Gewalthandlungen an Muslimen zu setzen, wobei er gleichzeitig in einer für den angesprochenen Durchschnittsleser verständigen Weise die Muslime als Menschen zweiter Klasse herabstufte, diesen dadurch die Würde als Menschen absprach, indem er sie als minderwertige, wertlose, ja sogar gefährliche und deswegen auszumerzende Teile der Gesellschaft darstellte. Wer die Texte in Zakrajseks Blog neutral liest, kann da keinen Aufruf zu Gewalttaten entdecken, sondern zum „Kampf gegen die Institutionen/Veröffentlichte Meinung“. Jurist Zakrajsek begeht keine Gewalttaten, sein Abwehrkampf sind Gerichtsprozesse und freie Meinungsäußerung. Wenn er zum „Kampf“ aufruft und sich als Beispiel präsentiert, dann will er nicht, dass seine Leser mit Schusswaffen durch die Gegend rumlaufen und Andersgläubige bedrohen. Stattdessen will er Unterstützung für die IWÖ einfordern und kritisiert zu milde Urteile der Justiz. Mag. Alfred Ellinger hat zu dem Urteil einen Kommentar in der Zeitschrift „Die Kriminalisten“ geschrieben. Ellinger war Vizepräsident des Landesgerichts Eisenstadt, außerdem langjähriger Vizepräsident der IWÖ: Der 77-jährige ist zweifellos ein umtriebiger und unbequemer Zeitgenosse. Aber braucht unsere Gesellschaft nicht solche Mitbürger? Im Dezember 2015 stellte er einen Beitrag online in dem es unter anderem unter Bezug auf den islamischen Bombenterror in Europa hieß: „Die Muslime haben uns den Krieg erklärt und sie führen ihn bereits. Unsere verräterischen Politiker stehen entschlossen auf deren Seite. Sie fördern und erleichtern den Terror. Aber wir werden den Kampf führen… Ich will diese Zauselbärte, diese Schlafanzüge und Müllsäcke hier nicht sehen. Und ich will nicht, dass sie meine Mitbürger umbringen und dies ungestraft tun dürfen, weil unsere Justiz und unsere Sicherheitsbehörden inzwischen völlig verblödet sind. Und die Täter mit verständnisvoller Idiotie behandeln, statt sie wirksam zu bestrafen. Es ist der Islam, Herrschaften. Und es gibt keinen Dialog mit diesem Islam. Mit einem Bewaffneten diskutiert man nicht. Man kann sich ergeben oder man kann sich wehren. Tertium non datur“ (etwas Drittes gibt es nicht). Warum kriminalisieren? Man mag die hier zitierten Meinungen und Aussagen die zu strafrechtlichen Reaktionen geführt haben nicht teilen, man mag sie für überzogen und unkorrekt, man mag sie für geschmacklos und nicht verbreitenswert halten, man mag sie verabscheuen, aber muss man sie kriminalisieren? Oder sollte man nicht einem Voltaire in den Mund gelegtes Zitat aus der von Evelyn Beatrice Hall verfassten Biographie über Voltaire folgen: „Ich lehne ab, was sie sagen, aber ich werde bis auf den Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen“. Wäre dies nicht einem so elementaren Recht wie dem der Meinungsfreiheit angemessener? Die Richterinnen ziehen u.a. für die „Verhetzung“ die Religion heran. Während man ungestraft „alle Soldaten/Jäger/Angler sind Mörder“ sagen darf, ist eine Aussage, die pauschal eine Religion als Terroristen diskriminiert, eine Verhetzung. Dies ist in Österreich und Deutschland Gesetz. In beiden Ländern bezieht sich die Hetze auf nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppen. In Österreich kommt noch Hautfarbe, Staatsangehörigkeit, Geschlecht, Alter, Behinderung und sexuelle Ausrichtung hinzu. Und in beiden Ländern sind es Gummiparagraphen, mit denen man fast jeden verurteilen kann, der sich über eine der oben genannten Gruppen mockiert: Volksverhetzung in Deutschland § 130 Absatz 2 des StGB: ) Wer eine Schrift verbreitet oder der Öffentlichkeit zugänglich macht …, die die Menschenwürde von in Buchstabe a genannten Personen oder Personenmehrheiten dadurch angreift, dass diese beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden, Verhetzung in Österreich § 283 StGB: Wer öffentlich auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird, …in der Absicht, die Menschenwürde anderer zu verletzen, eine der in Z 1 bezeichneten Gruppen in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, diese Gruppe in der öffentlichen Meinung verächtlich zu machen oder herabzusetzen. Interessanter Weise wurde in beiden Ländern die Gesetzestexte 2015 und 2016 erweitert. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass das Strafgesetzbuch am Ende des 19. Jahrhundert das Beste war, das jemals geschrieben wurde. Seitdem wurde es nur noch verschlimmverbessert. Der ursprüngliche Text von 1871 lautete „Anreizung zum Klassenkampf“: „Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten gegen einander öffentlich anreizt, wird mit Geldstrafe bis zu zweihundert Thalern oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft.“ Der Text wurde wegen antisemitischer Hetze, die bis 1960 – falls sie keinen Gewaltaufruf beinhalteten – nicht strafbar war, in Deutschland geändert. Die Zeit schrieb 1959: Nach Artikel 5 des Grundgesetzes hat jeder das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten. Auch die Gegner unserer Demokratie haben dieses Recht, sogar die Antisemiten. Ja, dieses Grundrecht existiert nicht mehr und es wird seit Jahrzehnten mehr und mehr ausgedünnt. Die gute Absicht (Antisemitismus bekämpfen) hat sich zu Rede- und Denkverboten entwickelt. Mit diesem Gesetz ist bereits jeder in den sozialen Medien veröffentlichte Witz über Ostfriesen eine Verhetzung, in Österreich sogar Witze über Blondinen, Rentner und Homosexuelle. Zakrajsek und die IWÖ Also ich – als Deutsche – habe mich schon längere Zeit gefragt, warum Herr Zakrajsek nicht schon früher seinen Generalsekretärsposten verloren hat. In seinem Blog „Querschüsse“ schreibt er sehr polemisch, satirisch und benutzt Worte und Phrasen, die hier in Deutschland schon lange nicht mehr benutzt werde dürfen. Und ja, er macht dort Personengruppen verächtlich. Auch schreibt er schon lange nicht mehr nur Artikel zum Waffenrecht, sondern zu vielen Themen (vom Klimawandel, über Flüchtlinge zu Grünen und Vegetarieren). Und er bezieht eindeutig eine rechtspopulistische Grundhaltung (FPÖ vs. Grüne), die konträr ist zur politisch neutralen Haltung der meisten Vereinssatzungen. Für einen deutschen waffenrechtlichen Verband ist ja schon mein Blog kaum erträglich. Zakrajseks Blog wäre hier eine Zumutung. Zakrajsek polarisiert. Es gibt viele IWÖ-Mitglieder, die nur wegen ihm in die IWÖ eingetreten sind. Und es gibt auch viele, die wegen ihm wieder ausgetreten sind. Sein Rauswurf wird eine neue Mitgliederbewegung bewirken. Ich persönlich mag die Artikel von Zakrajsek seit einigen Jahren nicht mehr gerne lesen, da mir deren Inhalt und Wortwahl meist nicht gefällt. Aber ich verteidige die freie Meinungsäußerung und finde, er solle so schreiben dürfen, wie er es tut. Gesamten Artikel anzeigen
  14. Im November 2016 ging die Landesregierung noch von 200 bis 300 Personen in NRW aus. Medienberichten zufolge liegt die Zahl heute bei 2000 Personen in NRW. Die Grünen haben beim Landtag NRW nachgefragt und Antwort erhalten: Drucksache 17/259 Der Landtag stimmt zu, dass es 2000 Reichsbürger und Selbstverwalter in NRW und 12.600 bundesweit gäbe und listet die aktiven Gruppen in NRW auf. Die ersten beiden scheinen sich nur gegründet zu haben, um als Betrüger Geld zu machen. Zwei weitere Gruppen versuchen die Verwaltung mit Anträgen lahm zu legen. Eine Mini-Gruppe vertreibt aus wirtschaftlichen Gründen „Reichsbürgerdokumente“. Und zwei überregionale Gruppen veranstalten Stammtische und Publikationen. Eine davon (Freistaat Preußen) versuchte, eine bewaffnete Bürgerwehr aufzustellen. Allen Gruppen in NRW gemein sind sehr niedrige Mitgliedszahlen, eine hohe Fluktuation und keine Verbindung zu Rechtsextremisten. Im ersten Halbjahr 2017 konnte die Polizei 20 Fälle der PMK (Politisch Motivierte Kriminalität) ausmachen, bei denen der Verdacht besteht, „den sogenannten „Reichsbürgern“ anzugehören oder zumindest die dort verbreitete Ideologie zu vertreten.“ Der Landtag fand in NRW „keine Hinweise auf strukturelle Verbindungen zwischen Reichsbürgergruppierungen und rechtsextremistischen Organisationen“. Aber bei 143 Besitzern von Waffenbesitzkarten (WBKs) fand man „Hinweise auf eine Nähe zur Reichsbürger- bzw. Selbstverwalterideologie„. Die 20 Fälle im ersten Halbjahr in NRW werden in der Anlage zur Drucksache aufgelistet: 6 Nötigungen 4 Beleidigungen 1 Vorsätzliche einfache Körperverletzung 1 Bedrohung 2 Urkundenfälschungen 2 Volksverhetzungen 1 Straftat gegen das Bundesdatenschutzgesetz 1 Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen 1 Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes 1 Versammlungsgesetz Vergleichen wir oben genannte Straftaten mit denen der Tierrechtler-Szene. Dort wird in Ställe eingebrochen, Ställe angezündet, Tierhaltern mit Mord gedroht, Tiere freigelassen, unangemeldete Demos vor Zirkussen, Ställen oder Zoos abgehalten, Tierhalter und deren Kinder bedroht, Gemeinschaftsjagden gestört, gegen Jäger, Fischer, Bauern gehetzt und Anzeigen gegen Tierhalter gestellt, die die Gerichte und Verwaltungen lähmen. Die organisierte Tierrechts-Szene weist eindeutig Überschneidungen mit organisierten Rechtsextremisten auf, wie ich bereits hier im Blog ausführte (Link). Es wäre daher mal an der Zeit, eine Kleine Anfrage in NRW zur Tierrechts-Szene zu stellen und dann beide Szenen zu vergleichen. In Niedersachsen hatte eine Kleine Anfrage ergeben, dass von 2009 bis 2015 militante Tierschützer vier Brandstiftungen mit 1 Mio. Gesamtschaden, sowie 668 Stalleinbrüche mit einer Schadenssumme von 1,3 Mio. begangen haben. Der große Unterschied zwischen beiden Szenen ist m.E. die „Political Correctness“ und der private Waffenbesitz. Political Correctness NABU und BUND, Staatsanwälte, Politiker und Journalisten unterstützen die Tierrechtler. Kein Mensch wirft ihnen Volksverhetzung vor, wenn diese Jäger und Fischer als Mörder titulieren. Staatsanwälte beschlagnahmen unberechtigt Tiere aufgrund von deren Anzeigen, aber kaum ein Tierhalter wehrt sich mit Strafanzeigen gegen diese vor Gericht. Seit 2013 fokussieren sich die Grünen, unterstützt von NABU, BUND, PETA u.v.a., auf die Jagd und Tierhaltung (Bauern, Exoten, Zirkus, Zoo). Seit 2014 hetzen die Medien gegen Bauern und Tierärzte – unterstützt von vielen NGOs wie animal health, BUND, virtuelles Wasser u.v.a.. Aktuell wird vom STERN gegen die Landwirtschaftsministerin NRW gehetzt mit Medienberichten, die illegale Stalleinbrüche zeigen. Der Vorwurf erschien in allen überregionalen Medien. Über die Entkräftung berichten nur BILD, die Fachpresse und die lokalen Medien. Während es „politisch korrekt“ ist, mit dubiosen Tierrechtlern wie z.B. PETA zu paktieren, ist die Nähe zur Reichsbürger-Szene ein No-Go. Dies musste die „esoterisch veranlagte“ Allgäuer Bürgermeisterin erfahren. Die 56-jährige Bürgermeisterin von Bolsterlang im Oberallgäu und mehrere Gemeinderäte stehen unter dem Verdacht, mit der „Reichsbürger“-Bewegung zu sympathisieren. Nach jüngsten Erkenntnissen hat Zeller aber nicht nur einen „Reichsbürger“-Referenten in den Gemeindesaal eingeladen, sondern auch an einem Kongress der verfassungsfeindlichen Bewegung teilgenommen. Bei der Landesanwaltschaft läuft ein Disziplinarverfahren gegen Monika Zeller. … Der Oberallgäuer CSU-Kreisvorsitzende und Bürgermeister von Altusried, Joachim Konrad, war schier „von den Socken“, als er von den Vorwürfen gegen seine Kreistagskollegin hörte. Sie habe nie eine Bemerkung gemacht, die „Reichsbürger“-Tendenzen hätten erkennen lassen. „Da war nix“, sagt Konrad, weshalb er nach wie vor „ein Gefühl der Ungläubigkeit“ verspüre. … Das Gerücht über drohende Enteignungen machte im gesamten Allgäu die Runde. Allein beim Landratsamt in Sonthofen und der kreisfreien Stadt Kempten beantragten im vergangenen Jahr 120 Bürger gelbe Scheine. SZ vom 17. April 2017: „Reichsbürger“-Verdacht Privater Waffenbesitz Da die Tierrechts-Szene sich zumeist aus dem linksradikalen Milleu bildet, ist es unwahrscheinlich, dass deren Akteure Waffenbesitzkarten besitzen, da sie bereits öfters mit Gewalttaten aufgefallen sind und meist den Staat ablehnen. Die Reichsbürger hingegen stammen meist aus dem eher konservativen Milleu und wurden (oft im zunehmenden Alter und wegen sozialer Abstufung zum Hartz-4-Empfänger) zum Staatskritiker/-verweigerer. Deren Waffenbesitz stammt meist aus ihrer aktiven Zeit als Berufstätige. Und natürlich gibt es noch viele andere anständige Bürger, die den kruden Thesen der Reichsbürger/Selbstverwalter auf den Leim gehen. Sonst gäbe es ja aktuell nicht solch einen Zulauf. Daraus aber eine drohende „Terrorgefahr“ zu machen, wie das BKA-Papier es verlauten lässt, ist m.E. ein aufgebauschtes Problem. Während es scheinbar keine Überschneidung zwischen der „Reichsbürgerbewegung“ und deren Gruppen mit Rechtsextremismus gibt, gibt es wohl Überschneidungen einiger Bürger. So sollen in Sachsen 10% der Reichsbürger auch Rechtsextremisten sein. Hier sollte die Polizei versuchen, ihren Verdacht zu erhärten. Aber doch nicht bei jedem Inhaber eines „Gelbe Scheins“. WBK-Entzug In allen Bundesländern werden nun die waffenrechtlichen Erlaubnisse überprüft und größtenteils entzogen, wie z.B. in Bayern. [D]as bayerische Innenministerium hatte am Montag aktuelle Zahlen zur Reichsbürgerszene vorgelegt. Demnach gehören in Bayern den „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ rund 3000 Menschen an; in 1900 weiteren Fällen wird dies noch überprüft. Auch in Bayern liegt ein Schwerpunkt der Beobachtung auf dem Waffenbesitz. 235 Waffenbesitzer wurden demnach bislang eindeutig der Reichsbürgerszene zugeordnet, in 138 Fällen wurden die Erlaubnisse bereits widerrufen. FAZ vom 01.08.2017: Mehr als 700 Reichsbürger in Sachsen Der Besitz oder Antrag auf einen „Gelben Schein“ ist keine Straftat und rechtfertigt daher auch nicht die Aktionen der bayrischen Polizei, WBK-Besitzer deswegen zu entwaffnen. Zu den o.g. eindeutig bestimmten Reichsbürgern gehören auch diese beide Landwirte, über die der Merkur berichtete, die lediglich so einen Schein haben. Mehrere Polizeifahrzeuge, schwer bewaffnete Beamte, viel Nachdruck. So rückt das Landratsamt zu Kontrollen bei Menschen an, die es für Reichsbürger hält. Das waren zum Beispiel die Landwirte Martin Beilhack und Regina Mayer. Beilhack spricht von Rufmord. Merkur vom 15.02.2017: Reichsbürger-Kontrollen: „Das ist doch Rufmord“ Die Landwirtin Mayer steht unter Reichsbürger-Verdacht, ihre WBK wurde widerrufen, sie wehrt sich dagegen mit einem Anwalt. „Dass es Reichsbürger gibt, weiß ich nur aus Zeitung und Fernsehen.“ Natürlich erkenne sie den Staat an, habe einen Personalausweis, zahle Strafzettel und Rundfunkgebühren. Weil „das ja nicht schaden kann“, hat Mayer auch einen Staatsangehörigkeitsausweis beantragt, den „Gelben Schein“. Der Landwirt Beilhack hat einen Hof in Warngau, war Gemeinderat, Kreisrat und ist Hauptmann der Waakirchner Gebirgsschützen. „Ich bin ein Patriot durch und durch“, erklärt er. „Aber mit Reichsbürgern habe ich nichts zu tun.“ Auch er hat einen Staatsangehörigkeitsausweis beantragt, nach der Urfassung von 1913. … Er durfte seine Waffen übrigens behalten. Nach dem Vorfall in Georgensgmünd, bei dem ein aktiver Reichsbürger sich gegen die Beschlagnahmung seiner Waffen mit Schusswaffengewalt wehrte und dabei einen Polizisten tötete, ist dieser Einzelfall jetzt zu einer generellen Feststellung geworden: „Alle Reichsbürger gelten als waffenrechtlich unzuverlässig“, entschied das VW Cottbus und das zuständige OVW Berlin-Brandenburg ließ keine Berufung zu. Auch wenn man sich im Nachhinein distanziert, wird beschlagnahmt – wie hier in Bayern – auch wenn man der Bewegung nur „im Geiste folgt“. „Die Indizien sprechen dafür, dass Sie ein Reichsbürger sind – zumindest im Geiste: Sie stellen Ihre Nationalität infrage, haben vom Gerichtsvollzieher einen Schadenersatz in Form von Feinunzen Gold verlangt und erkennen den Rundfunkvertrag nicht an“, sagte die Richterin. … Der Kläger, der sich erneut von der Reichsbürger-Szene distanzierte, sieht sich als Opfer. Er habe noch nie etwas Unrechtes getan, beteuerte er, während er mit den Tränen kämpfte. Das Gericht wies die Klagen ab. Waffen und Lizenz erhält er nicht zurück. AA vom 5.8.17: Mutmaßlicher Reichsbürger muss 35 Waffen abgeben Mein Fazit Die Reichsbürger-Szene hat wegen der „Lückenpresse“ und der gestreuten Gerüchte um Enteignung Zulauf – insbesondere auf dem Land. Würden sich die Systemmedien mit der Kritik der „kleinen Leute“ befassen, dann gäbe es weniger Leute, die diesen Themen auf dem Leim gingen. Das Problem ist daher hausgemacht und könnte mit Talk-Shows gelöst werden. Aber das ist ja gar nicht gewollt. Man benötigt ja „Sündenböcke“ zur Ablenkung der eigentlichen Terrorgefahr. NPD-Mitglieder, Rocker und Reichsbürger sind dazu bestens geeignet, insbesondere wenn sie privat Waffen besitzen. Ich dachte, wir sind gegen „Generalverdacht“! Wir beschuldigen ja auch nicht jeden hier eingebürgerten Moslem, ein Terrorist zu sein und wollen ihm deswegen die WBK abnehmen, weil er sich radikalisieren könnte. Doch die Gerichte sehen das anders, hier reicht ein Einzelfall in Georgensgmünd. Wenn zwei das Gleiche tun, ist es vor Gericht noch lange nicht das Gleiche! Gesamten Artikel anzeigen
  15. Das Team von VISIER hat die sechs Parteien befragt, die voraussichtlich im September 2017 die 5% Hürde schaffen und in den Bundestag einziehen. Die jeweiligen Antworten oder gar Wahlversprechen finden Sie nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge entsprechend der Parteinamen. Bundestagswahl 2017: Parteien beantworten Fragen zum Waffenrecht Generell kann man sagen, dass die AfD das Waffenrecht lockern will, dass die FDP die Regelungsdichte verringern will und beide sich ausdrücklich gegen weitere Verschärfungen stark machen. Auch deren MdEPs hatten gegen die EU-Waffenrichtlinie gestimmt, wie auch die MdEPs von LKR (Lucke-Partei). Die CDU/CSU stärkt uns offiziell den Rücken, stimmte aber mehrheitlich (nur Herr Ferber von der CSU war dagegen) für die EU-Waffenrichtlinie. Auch kam der Vorschlag für verpflichtende Verfassungsschutzabfragen von der CDU (Hessen). Die SPD sieht im privaten Waffenbesitz generell eine Gefahr. Die Grünen und Linken wollen mehr Auflagen und Verbote. Alle rot-grünen Parteien haben, insbesondere auch in Brüssel, für mehr Verschärfungen plädiert. Wir haben aktuell einen Bundestag, der mehrheitlich rot-grün ist, weil FDP und AfD 2013 die 5% Hürde mit jeweils 4,9% verfehlten. Alle Wahlprognosen gehen davon aus, dass 2017 alle kleinen Parteien in den Bundestag kommen. Zwischen 5 und 10% wird jeder Partei zugetraut. Falls die Grünen im September ohne FDP an die Regierung kommen, werden sie wieder versuchen, die Halbautomaten zu verbieten, die getrennte Lagerung von Munition und Waffen fordern, psychologische Gutachten für WBKs fordern und den Versandhandel erschweren. Wenn sie zusammen mit CDU und/oder SPD regieren, werden sie viele dieser Beschränkungen durchbekommen. Falls CDU/CSU, FDP und AfD viele Stimmen bekommen im September, sieht es besser für uns aus….. Falls CDU/CSU zusammen mit FDP und AfD auf mehr als 50% bekommen, werden die nicht zusammen regieren, weil die AfD ja nicht koalitionsfähig ist, so wie die Grünen und Linken vor 30 Jahren auch. Aber dann können sich CDU/CSU nicht mehr damit rausreden, dass es im Bundestag eine Mehrheit für Verschärfungen gäbe – wie es gerade der Fall war. Ich glaube nicht, dass es für Schwarz/Gelb reichen wird. Aber selbst bei Jamaika oder GroKo kann sich die CDU nicht mehr rausreden, wenn sie zusammen mit FDP und AfD über 50% hat. Und zur Zeit haben diese drei Parteien bei allen Umfragen 55%. Es geht dieses Jahr nicht mehr um die Frage, ob FDP oder AfD die 5% Hürde schaffen. Das schaffen beide. Es geht auch nicht unbedingt darum, wer mit wem koaliert. Merkel wird Kanzlerin bleiben, solange es keine Mehrheit für R2G gibt – und dies sieht sehr unwahrscheinlich aus. Es geht dieses Jahr darum, nicht die CDU zu wählen, sondern FDP oder AfD, die beide – dieses Jahr sogar offiziell im Wahlprogramm als Wahlbaustein für die „innere Sicherheit“ – Verschärfungen ablehnen und Erleichterungen einfordern. Wer behauptet, die FDP hätte Wahlversprechen gebrochen und der sei nicht zu trauen, der möge sich anschauen, was die CDU gemacht hat. Der möge sich anschauen, welche unsäglichen Gesetze in den letzten 8 Jahren verabschiedet wurden (oft gegen den Wirtschaftsrat der CDU). Von Umsatzsteuererhöhungen über Bargeldgrenzen, von Staatstrojanern über Hetzgesetze, vom Waffenrecht bis zur Maut. Und wer sagt, er könne die AfD nicht wählen, weil die zu rechts wäre, der möge deren Wahlprogramm mit dem der CDU vor 16 Jahren vergleichen. Da sind viele Punkte identisch. Da mit der AfD keiner koaliert, sondern diese in die Opposition geht, kann man sich sicher sein, dass deren ultrarechten Forderungen eh nicht umgesetzt werden. Zudem ist die Partei – wie damals die Grünen – im Streit mit sich selber. Die Gemäßigten gegen die Extremen. Bei den Grünen hießen die Realos und Fundis. Über kurz oder lang werden die Extremen bei der AfD genauso ausgetilgt wie die Fundis bei den Grünen. Und dann kommt die Zeit, wo sie koalitionstauglich in den Augen der anderen erscheinen wird oder die Gemäßigten zu einer anderen Partei wechseln und diese Partei wieder verschwindet, so wie alle ultrarechten Parteien in der Vergangenheit auch. Ich kenne einige Kämpfer für das Waffenrecht bei der FDP und AfD. Ich sehe bei der AfD Kleine Anfragen in den Landtagen, die ich von der FDP in der Vergangenheit vermisst hatte. Ich weiß nicht, welche der beiden das kleinere Übel ist. Auf jeden Fall ist deren Übel im Punkt Waffenrecht wesentlich kleiner als das von CDUSPDLINKEGRÜNE, und in vielen anderen freiheitlichen Rechten auch. P.S. Ich würde lieber fraktionslose Abgeordnete wählen, die sich für ihre Wähler und nicht für ihre Partei einsetzen. Aber davon gibt es zu wenige. Vielleicht ändert sich dies irgendwann, wenn wir Volksentscheide eingeführt haben, die von allen Parteien – außer der CDU – eingefordert werden. Gesamten Artikel anzeigen
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