Katja Triebel

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About Katja Triebel

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  • Birthday 10/11/1964

Website

  • Website URL
    http://www.triebel.de

Persönliche Angaben

  • Geschlecht
    Frau
  • Wohnort
    D-13585 Berlin
  • Interessen
    Waffenlobby
  • Jägerprüfung
    Ja
  1. Und dann kommen alle möglichen Leute und verstehen nicht, um was es geht .... Schaut euch nur mal die Kommentare auf der GRA Seite an.... wogegen bei Facebook nur das Gerücht zur Schrankregistrierung kommentiert wird.... Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr .... https://german-rifle-association.de/newsletter-waffengesetz-petition-terrorgefahr-fuer-waffenbesitzer/#comments
  2. Was passiert genau nach der abschließenden Behandlung: wird Petition zugelassen oder gleich im BT darüber geredet?
  3. Parallele 2009 zu 2017: Kurz vor der Sommerpause und Bundestagswahl peitscht die GroKo aus CDU und SPD verfassungswidrige Gesetze durch – sowohl formal als auch inhaltlich. Dirk Müller (Mister Dax) bringt es mal wieder auf den Punkt, was die Medien nicht schaffen. (Ich halte ihn nicht für einen Verschwörungsfan) 2009: Die Änderung des Waffenrechts wird einfach an das laufende Verfahren zum Sprengstoffgesetz „angehängt“. Es entfielen dadurch die erste und zweite Lesung. 2017: Ein laufendes Gesetzgebungsverfahren, in dem es um mehrere andere Themen, etwa den Führerschein-Entzug bei Nicht-Verkehrsstraftaten, geht, wurde vor einigen Wochen unauffällig um den Punkt der Überwachung/Staatstrojaner ergänzt. Im „Kampf gegen Gewalt/Terrorismus“ wird hier ein Bürgerrecht nach dem nächsten geopfert. Von der Bundes-Datenschützerin – wie immer im Gegensatz zu ihrem Vorgänger – kein Wort. Die Verteidiger dieses Gesetzes sagen, dass ja ohne richterlichen Beschluss nichts möglich wäre. Doch schauen wir uns mal unsere Richter im Land an! Da werden Hausdurchsuchungen wegen Bagatellen erwirkt, da wird „Gefahr im Verzug“ proklamiert, weil jemand eine Jagdwaffe zum Freund transportiert. Da wird Amoklauf vermutet, weil jemand seinen Nachbarn anschwärzt, der nicht mal eine SSW besitzt. Da gewinnen Behörden in erster und zweiter Instanz Prozesse, die in dritter Instanz als verfassungswidrig bescheinigt werden. Da wird ein Rentner nicht wegen Notwehr freigesprochen, obwohl sogar der Staatsanwalt für Freispruch plädiert. Da werden Gewalttäter auf Bewährung freigelassen, die Kinder und Frauen missbrauchten. Wer bitte vertraut denn heutzutage noch einem Richter/einer Richterin beim Amtsgericht? Denjenigen, die die Genehmigungen für den Staatstrojaner erteilen? Der Bundestag hat gerade ein Gesetz verabschiedet, das unser aller Freiheit entscheidend einschränkt. Es regelt die Online-Durchsuchung durch Staatstrojaner, ist aber bereits in seiner Entstehung verfassungswidrig. WELT: Wie viel Überwachung braucht der Rechtsstaat? „Praktisch ohne öffentliche Debatte wird versucht, mit Rechtsgrundlagen für Online-Durchsuchung und Quellen-TKÜ schwerste Grundrechtseingriffe in die Strafprozessordnung einzuführen“, sagte Ulrich Schellenberg, der Präsident des Deutschen Anwaltvereins, dieser Zeitung. FAZ: Durch die Hintertür zur Online-Überwachung Gefahr für die innere Sicherheit: Mit der Geheimhaltung von Sicherheitslücken, die zum Anbringen von Schadsoftware benötigt werden, geht eine Gefahr für die innere Sicherheit einher. Unverhältnismäßiger Grundrechtseingriff bei niedriger rechtlicher Schwelle: Die rechtlichen Grenzen der sogenannten Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) lassen sich technisch kaum umsetzen, wodurch de facto eine Online-Durchsuchung geschaffen wird. Fehlender Beleg der Notwendigkeit: Strafverfolgungsbehörden haben dank der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche bereits heute Zugriff auf eine nie dagewesene Fülle an Daten. Fehlende technische Überprüfbarkeit und Nachvollziehbarkeit: Die technischen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Schadsoftware sind nicht ausreichend spezifziert, um Rechtssicherheit oder adäquate Kontrolle sicherzustellen. Chaos Computer Club: Stellungnahme zum Staatstrojaner Rechtsstaat bedeutet, dass man diese Fragen erst geklärt hat, bevor irgendwas in einem Bundestag durchgepeitscht wird, und dass man auch die Zuständigen und die mit Wissen einbezieht, und das vermisse ich hier. Das war jetzt eigentlich ein eigener Trojaner, wie das Gesetz funktioniert hat, denn wer hätte das beim Lesen der Tagesordnung dort erwartet. DW: Datenschutzbeauftrage: Ein Gesetz, eingebracht wie ein Trojaner Diese „Politik“ der staatlichen Überwachung und die Umgehung der öffentlichen Debatte, das Nichteinholen von Expertenwissen bzw. dessen Nichtbeachtung hat System. Auch beim „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ wurde so verfahren: Nicht einmal mehr die Simulation von Partizipation Ein Gesetz für neue Regeln gegen Hetze im Netz ist geplant. Die Gesellschaft für Informatik wurde um Expertise gebeten. Sie lieferte fristgerecht, doch da gab es schon eine neue Fassung. FAZ vom 15. Mai 2017 Bereits 2009 agierte die GroKo so: Heute kungelt der Bundestag verfassungswidrig Laut Tagesordnung debattiert der Bundestag heute bis tief in die Nacht. Tatsächlich machen viele Abgeordnete früher Feierabend und lassen ihre Reden nur abheften. So wird auch bei einem sehr umstrittenen Gesetzesprojekt verfahren. Experten bezweifeln, dass ein Beschluss dazu verfassungsgemäß wäre. WELT vom 18. Juni 2009 Damals wurde neben dem Waffenrecht auch das „Gesetz zur Stärkung der Informationstechnik des Bundes“ durchgepeitscht. „Missbrauch der Protokollabsprache“ Ein solches Gesetz, „dass den höchstrichterlich geschützten Kernbereich der privaten Lebensführung berührt, darf nicht heimlich durch das Parlament gehievt werden“, sagt Leutheusser-Schnarrenberger. Die ehemalige Justizministerin beklagt, dass die Mehrheit von Union und SPD eine „ordentliche parlamentarische Beratung des Gesetzes komplett verweigert“. Aus der arbeitsökonomisch gedachten Protokollabsprache werde so ein „Ausdruck von machtverhohlener Arroganz“ der großen Koalition. Obwohl verfassungsrechtliche Bedenken geäußert wurden, ist jedoch nichts passiert. Die Gesetze wurden wirksam. Die Überwachung wird seit Jahren ausgeweitet. Wer im September CDU oder SPD wählt, ist selber Schuld! Gesamten Artikel anzeigen
  4. Wer sich wundert, warum unsere Produkte jetzt so merkwürdig im Online-Shop aussehen, der darf die EU dafür verantwortlich machen. Eingeführt wurde die Verordnung zunächst nur für Biozidprodukte (Gefahrenklasse 2 bis 5) um Endverbraucher über Gefahren zu informieren. Doch mittlerweile fällt auch die Gefahrenklasse 1 darunter, wozu Munition, Zündhütchen und Pulver gehören, dazu. Gleiches gilt für Farben, Lacken, Klebstoffen, Reinigungsmitteln und Sprays, die gefährliche Stoffe oder Gemische beinhalten, d.h. auch jedes Aerosol-Spray. Und daher sehen unsere Artikel jetzt so aus: Die Kennzeichnung bei Inverkehrbringen gemäß der CLP-Verordnung ist seit dem 1. Juni 2015 sowohl für gefährliche Stoffe als auch für gefährliche Gemische verbindlich. Gemäß Artikel 48 Abs. 1 CLP-Verordnung hat jegliche Werbung für einen als gefährlich eingestuften Stoff unter Angabe der betreffenden Gefahrenklassen oder Gefahrenkategorien (zum Beispiel akute orale Toxizität, Kategorie 3) zu erfolgen. Daher dürfen wir Munition nur noch verkaufen, wenn auf diese Gefahren auf der Verpackung und auch in der Online-Werbung hingewiesen wird. Ihr habt euch sicherlich schon über die „Leporellos“ gewundert, die auf alten Munitionsverpackungen geklebt sind, wo der Gefahrenhinweis noch fehlte. Und damit es uns nicht so ergeht, wie Anbietern von Feuerzeugen, die abgemahnt wurden, weil die Kennzeichnung im Online-Shop fehlt, haben wir sofort reagiert, auch wenn jeder Käufer weiß, dass Munition explosiv ist und Aerosol-Sprays explodieren können und man Chemikalien nicht in der Toilette entsorgt. Fazit: Wir werden mit Gefahrgutsymbolen im Web so erschlagen werden, dass wir sie gar nicht mehr beachten werden (wie auch die Schockbilder auf den Tabakprodukten). Und natürlich ist das Gesetz bestens geeignet, die Abmahner zu bereichern. Gesamten Artikel anzeigen
  5. Der Verfassungsschutz Österreichs hat die Waffenhändler vor möglichen Angriffen durch Terroristen warnt. Obwohl der ORF über die europaweite Gefahr schreibt, ist bisher nichts in den deutschen Nachrichten aufgetaucht. Auch wurden wir Waffenhändler in Deutschland bisher nicht informiert. Vielleicht „würde diese Meldung die Bevölkerung und die Mitarbeiter in Waffengeschäften zu stark verunsichern„? Die gestiegene Terrorgefahr in Europa führt auch hierzulande zu immer mehr Vorsichtsmaßnahmen. Jetzt wurden die Waffengeschäfte gewarnt – Terroristen könnten sie zum Ziel machen, so Fritz Grundnig vom Landespolizeikommando Steiermark: „Wichtig ist einmal, dass man die betreffenden Waffenhändler in Europa, in unserem Fall in der Steiermark informiert und sensibilisiert. “ Bei den Waffenhändlern ist die Warnung angekommen, doch für sie stellt sich nun die Frage, wie sie damit umgehen, sagt Robert Siegert, Sprecher der Waffenhändler in der Wirtschaftskammer: „Das Problem ist, dass wir einerseits wirklich nur eine Information bekommen haben und keine Hilfestellung zusätzlich damit verknüpft war, wo man sagt, lieber Händler, du bist bedroht, bitte mach das, das, das – das hat ja leider so nicht stattgefunden, sondern es ist eher die Information, es sieht so aus, und jetzt bitte verhalte dich dementsprechend. “ ORF Steiermark – vom 3. Juli 2017 Der Kurier zeigt eine Möglichkeit auf, wie man dieser Gefahr begegnen könnte: Waffenscheine für Waffenhändler Genannt wird die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), die ihren Anhängern Angriffe auf Waffengeschäfte zur Beschaffung von Kampfmaterial „näher gebracht“ haben soll, „um in weiterer Folge Anschläge bzw. Geiselnahmen durchführen zu können“, wie es in dem Papier heißt. Ein Waffen-Großhändler aus dem Flachgau ist am Jahresanfang mit seinem Antrag auf einen Waffenpass gescheitert, weil er keine konkrete Gefährdung nachweisen konnte. Anwalt Raoul Wagner vertrat den Mann. Er erwartet durch das Schreiben der Verfassungsschützer eine Wende bei der Vergabe von Waffenpässen, da die Gefährdung nun offenkundig sei. „Es ist allerhöchste Zeit. In St. Pölten haben es Dschihadisten bereits versucht“, meint Wagner. Kurier-AT vom 1. Juli 2017 Mir wurden einige Schreiben der österreichischen Landespolizeidirektionen zugeleitet, aus denen ich wörtlich zitiere: Wir möchten Sie darüber informieren, dass in einem Onlinepropagandamagazin einer Terrororganisation eine Anleitung zur illegalen bzw. gewaltsamen Beschaffung von Waffen in Europa veröffentlicht wurde. Darin werden folgende Vorgangsweisen empfohlen: Ankauf von Feuerwaffen auf dem Schwarzmarkt Einbrüche in bereits geschlossene Waffengeschäfte Direkte Angriffe auf Besitzer von Waffengeschäften Die Angriffe sollen vorzugsweise erfolgen, sobald der Besitzer sein Geschäft geschlossen hat, doch sind auch andere Tages- oder Nachtzeiten möglich. Das Zielobjekt sollte im Vorhinein observiert weren, um die Gewohnheiten kennenzulernen. Mit starker Gegenwehr muss, so das Onlinemagazin, gerechnet werden. Starke Gegenwehr? Wir mussten in der Vergangenheit erleben, dass die Behörden immer seltener Waffenscheine für Waffenhändler verlängert haben und immer häufiger Anträge ablehnten. Bisher waren wir selber zwar noch nicht betroffen, aber die neue Regelung, dass Berliner Polizisten nicht mehr in der Freizeit ihre Waffen führen dürfen, lässt mich das Schlimmste befürchten. Während wir tagsüber im Geschäft Waffen führen dürfen (befriedeter Raum) und nachts unsere Geschäfte mit Alarmanlagen und direkter Verbindung zur nächsten Polizeiwache geschützt sind, ist nun der öffentliche Raum (auf dem Weg vom oder zum Auto/Schießstand) und das Zuhause bedroht für alle, die einen Schlüssel zum Geschäft haben. Entweder reagieren die österreichischen Behörden verspätet oder es gibt neue Instruktionen. Bereits im Mai erschien das oben zitierte Onlinemagazin und wurde – zumindest in den USA – in den Nachrichten erwähnt. Damals gab es die Empfehlung, Waffenhändler in den USA zu überfallen; in Europa jedoch sollten die Rekruten den Schwarzmarkt zu nutzen. Überfall auf Waffengeschäfte Die Methode eines Überfalls, um an Waffen heranzukommen, ist nichts Neues. Auch der rechtsextreme NSU hatte solches eingeplant. Auf deren sogenannten „10.000er Liste“ standen auch etliche Waffengeschäfte. Laut Beate Zschäpe sollen die beiden Männer jedoch gesagt haben, es sei „einfacher, einen ahnungslosen Polizisten zu überfallen als ein Waffengeschäft.“ Linksextreme Terroristen waren da nicht so zimperlich und hatten sich u.a Waffen auf diese Art besorgt – 1974 bei uns. Ihr Plan ging jedoch nicht auf. Statt mit einem gefälschten Durchsuchungsbefehl Kurzwaffen zu erbeuten, wurden sie gestört und konnten nur lange Jagdgewehre entwenden: darunter ein Krieghoff-Drilling. Nur die abgesägten Schrotflinten tauchten später im Zusammenhang mit Terrorismus wieder auf. Der Originaltext Berliner Morgenpost – 11. September 1974 In Verbindung mit Radikalen-Prozeß? Gangster rauben in Spandau Jagdgewehre Bei einem bewaffneten Raubüberfal erbeuteten gestern früh vier Täter in einem Waffengeschäft an der Schönwalder Straße mehrere Jagdgewehre. Verschiedene Umstände lassen darauf schließen, dass dieser Überfall von „Profis“ sorgfältig vorbereitet wurde. Ob die Tat in irgendeinem Zusammenhang mit dem Prozeß gegen Horst Mahler und Ulrike Meinhof steht, wird noch geprüft. Die Aufklärung des Verbrechens übernahm das Raubdezernat. Die Politische Polizei hat sich in die Ermittlungen eingeschaltet. Gestern kurz nach Ladenöffentung betrat ein junges Paar das Geschäft und ließ sich Lodenkleidung vorlegen. Wenig später interessierten sich zwei weitere Männer angeblich für Oberhemden Plötzlich zog einer von ihnen einen blauen Lichtbildausweis hervor und meinte: Wegen Verdachtes des illegalen Waffenhandels müssen wir das Geschäft durchsuchen.“ Der andere legte einen echt scheinenden Durchsuchungsbefehl vor. Nur zögernd führte die 34jährige Geschäftsinhaberin Ute Triebel die „Beamten“ in die unteren Verkaufsräume. Dort wurde sie plötzlich von beiden mit Pistolen bedroht: „Das ist ein Überfall“, hieß es. Die Frau des Paares setzte hinzu: „Das ist eine Demonstration!“ Ute Triebel und die 39jährige Verkäuferin Ingrid K. wurden mit Handschellen gefesselt. Zur gleichen Zeit schlugen die beiden anderen Täter in den Verkaufsräumen die Scheibe einer verschlossenen Vitrine ein und entwendeten die Waffen. Nach zwei Jahren stellte sich heraus, dass der Überfall auf das Konto der „Bewegung 2. Juni“ ging, die Bombenattentaten, Banküberfällen und Entführungen von Funktionsträgern des Staates und aus der Wirtschaft beging. Diese terroristische Vereinigung erschoss 1974 den Kammergerichtspräsidenten Günter von Drenkmann und erpresste mit der Entführung von Peter Lorenz die Freilassung mehrerer Gesinnungsgenossen. Nach ihrer Auflösung schlossen sich einige Aktivisten der Rote Armee Fraktion (RAF) an. Auch der „Spaßrevoluzzer“ Fritz Teufel gehörte zur „Bewegung 2. Juni“. Er wurde für den Überfall angeklagt und in Haft genommen und verfasste im Juli 1978 eine Ballade. Die Ballade heißt: Zum Waffengeschäft Triebel: Wenn ihr mich fragt ob ich mich äußern will zum Überfall aufs Waffengeschäft Triebel dann sag ich mal: Auf jeden Fall die Sache war nicht iebel. Einem Waffengeschäft in dieser Stadt kann gar nichts besseres passieren als dass Revolutionäre mit kühner Tat die Waffen für sich kassieren. Das Volk macht mit Waffen keine Geschäfte es befreit damit seine lebendigen Kräfte! von den kapitalistischen Steinzeitaffen, die es ausbeuten und niederhalten mit Waffen Ein Geldinstitut in diesem Land kann gar nicht besser funktionieren, dass es regelmäßig überfallen wird, um die Abschaffung des Geldes zu subventionieren. Das Kapital macht das Geld von Millionen zu Klopapier — durch Inflationen! Das Kapital macht Kasse mit dem Schweiß der Arbeiterklasse! Ein Politücker in diesem Süstem der kann den Leuten nur nützen wenn sie ihn am Schlaffittchen neh’m um Freiheit und Leben zu schützen. Während die politisch motivierten Terroristen in der Vergangenheit Wirtschaftsbosse, Staatsbedienstete und Politiker attackierten, sind neuerdings alle „Ungläubige“ zum Ziel geworden. Während die Linksextremen zwar an unsere Waffen wollten, war das Leben der Überfallenen – darunter meine Mutter – nicht in höchster Gefahr. Dies hat sich geändert. Ich bezweifel aber, dass Behörden und Politiker das ähnlich sehen. Gesamten Artikel anzeigen
  6. Carry Now ist "unser Baby". Das Video haben wir - von Firearms United - schon vor einigen Monaten gedreht (und klar - das gefällt auch nicht jedem). In FB und Twitter geht es rund. Z.B. hier: https://milo.yiannopoulos.net/2017/06/britain-gun-rights-terror/ Die Debatte ist eröffnet: UK: http://www.vocativ.com/435513/after-london-attack-british-gun-activists-call-for-right-to-bear-arms/ David von Firearms-UK ist mein Freund (sogar schon persönlich getroffen) und Firearms-UK ist partner von FU. Und sogar in Frankreich wird über Selbstverteidigung im seriösen Le Echo debattiert: https://www.lesechos.fr/idees-debats/editos-analyses/030368883287-faire-face-a-luberisation-du-terrorisme-2092344.php
  7. Der Spiegel schrieb heute: Messerattacke auf dem Oktoberfest: Millionärsfreundin scheitert mit Revision Weil ein Wiesn-Gast sie rassistisch beleidigte, stach Melanie Meier mit einem Messer auf ihn ein. Ein Gericht verhängte für die Tat viereinhalb Jahre Haft. Nun hat der BGH das Urteil bestätigt. Warum werden Frauen, die im Affekt handeln – hier womöglich sogar unter Alkohol – immer wieder härter bestraft als Männer? Mordversuch hatte die Staatsanwaltschaft gefordert, was Heimtücke und einen Plan voraussetzt. Wie man an den nächsten Fällen sehen kann, kommen Männer, die im Streit Kollegen, Ex-Vorgesetzte, Ex-Verlobte, Konzertbesucher oder gar nur beim Nachbarschaftsstreit andere Menschen lebensgefährlich verletzten, mit Bewährungsstrafen wegen fahrlässiger Körperverletzung davon. Mir ist dieser Unterschied schon 2011 bei Lörrach und Plochingen aufgefallen: Bestimmt das Geschlecht, die Tatwaffe und das Bundesland die Schlagzeilen? Zum Vorfall auf dem Oktoberfest noch einige Details: Die Tat geschah 2015 im Käfer-Zelt auf der Wiesn. Meiers Lebensgefährte, der reiche Hamburger Immobilienkaufmann Detlef Fischer, hatte eingeladen. Unter den Gästen war auch der frühere Fußballprofi Patrick Owomoyela. Als dieser von zwei Männern rassistisch beleidigt wurde, kam es zu einem unübersichtlichen Gedränge. In der aufgeladenen Atmosphäre stach Meier einem der Pöbler mit einem Klappmesser in die Seite. … Die Staatsanwaltschaft hatte ihr zunächst versuchten Mord vorgeworfen, das aber in ihrem Plädoyer abgeschwächt und fünf Jahre Haft gefordert. Der SPIEGEL Meine Google Suche nach „Messer, lebensgefährlich, Bewährung“ hat folgendes ergeben: Bewährungsstrafe für angeklagten Lkw-Fahrer, der einen Kollegen auf dem Rasthof „Zweidorfer Holz Nord“ mit einem Küchenmesser lebensgefährlich verletzt hatte. Bewährung für Messerattacke auf Vorgesetzten. Im Oktober 2016 hatte der Angeklagte seinem ehemaligen Vorgesetzten ein Messer in den Rücken gerammt und ihn lebensgefährlich verletzt. Bewährungsstrafe für Messer-Attacke nach Konzert. Mann sticht Provokateur beim Stimmen-Konzert auf dem Marktplatz nieder. Viel Alkohol im Spiel. Streit unter mehreren Männern. Eineinhalb Jahre auf Bewährung für lebensgefährlichen Messerstich.“Ich hatte keinen Bock auf Stress, aber dann ist es einfach passiert, ich habe zugestochen, leider“, sagte der Angeklagte. Nach Messerattacke: Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Der 27-jährige Nordafrikaner hatte bei einem Streit in einer Freudenberger Asylunterkunft einen 22-jährigen Mitbewohner mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Bewährungsstrafe für Messerattacke auf Verlobte. Der Verkäufer hatte im Mai dieses Jahres im Raum Pfaffenhofen seine Verlobte im Streit mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt – vor den Augen der dreijährigen, gemeinsamen Tochter. Bestimmt Geschlecht, Tatwaffe und Bundesland die Schlagzeilen? Mir ist dieser Unterschied schon 2011 bei Lörrach und Plochingen aufgefallen und hatte dazu einen Artikel geschrieben, der damals bei prolegal veröffentlicht wurde: Bestimmt das Geschlecht, die Tatwaffe und das Bundesland die Schlagzeilen? Damals wurde mir von einigen Verbänden vorgeworfen, dass der Artikel negativ für Waffenbesitzer wäre, da ich es mir erlaubt hatte, über Missbrauch zu schreiben. Ihr könnt hier selber lesen, ob der Vorwurf zutrifft: Bestimmt das Geschlecht, die Tatwaffe und das Bundesland die Schlagzeilen? Lörrach und Plochingen sind nicht die ersten Fälle seit Winnenden, bei denen Menschen durch Schusswaffen den Tod gefunden haben. Aber in beiden Fällen waren die „schwachen“ Frauen die Ausführenden. In beiden Fällen begann das Geschrei nach neuen Waffenverboten. Somit stellt sich die Frage nach dem Warum? Weil die anderen Schusswaffentäter Männer waren? Weil die anderen Schusswaffen illegal waren? Weil bei Schusswaffenmorden in Baden-Württemberg sofort Herr Schober vom Aktionsbündnis Winnenden seine „Hilfe“ anbietet? Kein Medium kam am ersten Tag auf den Gedanken, dass es vielleicht einen Streit gegeben haben könnte, die Frau vielleicht ihre Kinder vor dem Vater hat schützen wollen. Es gab nicht den leisesten Zweifel: Die Frau war Täter, der Mann war Opfer, das Tatmittel eine Waffe. Ich hatte jedoch am 23. Januar Zweifel. Als Mutter kann ich mir nicht vorstellen, vor den Augen meiner Kinder irgendjemanden Gewalt an zu tun. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, meine Jungen – wie eine Tigerin – gegen jeden und auch mit allen Mitteln zu schützen. Eine Schusswaffe besitzt ein außerordentliches Drohpotential. Jeder vernünftige Mensch hört mit seinem Tun auf, wenn eine Schusswaffe auf ihn gerichtet ist, insbesondere wenn sie geladen ist. Sicherlich auch der gewalttätige Ehemann. Das waren meine Gedanken, als ich die Nachricht las. Warum glaubte der Vater, dass die Frau ihre Drohung der Schussabgabe nicht wahr machen würde? Weil sich die Kinder im Raum befanden? Weil sich die Frau noch nie gewehrt hatte? Diese Zweifel waren berechtigt. Die Pressemitteilung der Polizei Esslingen vom 24.01.11 hatte eine ganz andere Schlagzeile als Focus und Bild: Streit zwischen Vater und Söhnen ging Familiendrama in Plochingen voraus Ein Streit zwischen dem Vater und den Söhnen ging dem Familiendrama am Sonntagvormittag in einem Einfamilienhaus im Grieshaberweg in Plochingen voraus. Die 41-jährige Frau erschoss vermutlich aus Angst um ihre Kinder ihren 47-jährigen Ehemann. Quelle: org.polizei-bwl.de Naiv ging ich davon aus, dass diese Pressemitteilung in den nächsten Zeitungsmeldungen das Bild der Mutter anders darstellen würde. Doch wurde ich nur beim Stuttgart-Journal fündig: Aus Angst um die Kinder: Familiendrama von Plochingen: Vater bedrohte 2-jähriges Kind Familiendrama von Plochingen: Vater bedrohte 2-Jähriges – Ein Streit zwischen dem Vater und den Söhnen ging dem Familiendrama am Sonntagvormittag in einem Einfamilienhaus im Grieshaberweg in Plochingen voraus. Die 41-jährige Frau erschoss vermutlich aus Angst um ihre Kinder ihren 47-jährigen Ehemann. Quelle: Stuttgart-Journal.de Was zeigen uns die Schlagzeilen: Killer-Schützin, Todesschützin, Todesschüsse? Lörrach und Plochingen sind nicht die ersten Fälle seit Winnenden, bei denen Menschen durch Schusswaffen den Tod gefunden haben. Aber in beiden Fällen waren die „schwachen“ Frauen die Ausführenden. In beiden Fällen begann das Geschrei nach neuen Waffenverboten. Warum? Weil die anderen Schusswaffentäter Männer waren? Weil die anderen Schusswaffen illegal waren? Weil bei Schusswaffenmorde in Baden-Württemberg sofort Herr Schober vom Aktionsbündnis Winnenden seine „Hilfe“ anbietet? Wo ist der Zusammenhang zu Winnenden und Lörrach? In einigen baden-württembergischen Zeitungen wurde sofort ein Zusammenhang dieser Tat mit Lörrach und Winnenden dargestellt. Doch Lörrach war ein sogenannter „erweiterter Suizid“. Diese Bezeichnung benutzen die Medien, wenn ein Täter seine Familie und sich selbst auslöscht. Winnenden war ebenfalls ein „erweiterter Suizid“, der jedoch nicht Familienangehörige, sondern fremde Personen mit einschloss. Dies bezeichnen die Medien als „Amoklauf“. Obwohl per Definition ein Amoklauf eine ungeplante Berserkertat im Affekt ist, während Winnenden und Erfurt und auch die Morde in Finnland zum Teil bis zu sechs Jahren im Voraus geplant waren. Die Tat in Plochingen hat keinen Suizid der Frau ausgelöst. Sie hat ihre Kinder, direkt nach der Tat, in die beste denkbare Obhut gebracht, bevor sie sich der Polizei stellte: zu ihren Eltern. Was fällt uns auf? Die einzige Meldung, die es in allen drei Medien als Familientragödie „geschafft“ hat, ist die Meldung aus Sinnsheim. Alle Täter waren Männer. Z.T. wurden legale Schusswaffen benutzt, z.T. war die Herkunft zur Zeit der Meldung nicht bekannt. Keine der Meldungen wurden von Waffenverboten verfolgt, obwohl Sinnsheim in Baden-Württemberg liegt. Warum haben die anderen Todesschützen keine Waffenverbotsforderungen ausgelöst? Waffenverbote wurden nur nach Winnenden (Amoklauf in Baden-Württemberg), Lörrach („erweiterter Suizid“ mit Fremdverbrechen in Baden-Württemberg) und Plochingen („häusliche Gewalt“ in Baden-Württemberg) in den Medien eingefordert. Sinsheim erforderte drei Tote, somit zwei mehr als Plochingen oder einen weniger als Lörrach. Doch Sinsheim war ein Beziehungsdrama, kein Amoklauf und auch kein Mord. So beschreiben es die Medien. Doch was denke ich? In Sinsheim und in den anderen oben erwähnten Orten hat sich ein Mann angemaßt, über das Leben seiner Familie zu bestimmen. Wir – in Deutschland – regen uns über Ehrenmorde auf, doch tolerieren wir anscheinend dieselben, sofern ein Familienvater seine komplette Familie, manchmal nebst Schwägerin und Freundin, auslöscht. Natürlich hat diese Toleranz ein Ende, sofern eine Familienmutter die Auslöschung der Familie bestimmt (Lörrach) oder den Ehemann erschießt (Plochingen). Warum sind Tötungen von Männern Beziehungsdramen oder Familientragödien, während bei Tötungen von Frauenhand Killer- und Todesschützinnen am Werk waren? Die meisten Medien arbeiten mit Freelancern. D.h. die Journalisten sind nicht fest angestellt, sondern bekommen ihr Einkommen über gekaufte Artikel. „Sex sells“ und Mord verkauft sich ebenfalls gut. Schlagzeilen, die interessant sind, werden eher eingekauft als neutral wissenschaftliche Artikel. Frauen töten seltener als Männer. Daher lässt sich ein Artikel über eine Täterin immer besser verkaufen. Ohne wissenschaftlich an die Problematik heranzugehen, drängt sich der folgende Verdacht auf: Frauen morden seltener Mordende Frauen haben einen hohen medialen Wert Morde an Ehefrauen sind keine Schlagzeile wert Morde an Ehefrauen werden hinter den Wörtern Familientragödie und Familiendrama versteckt Beim Mord gibt es einen schuldigen Täter. Bei Dramen und Tragödien gibt es mehrere Akteure. Allein durch die Wortwahl werden Gewaltdelikte im „sozialen Nahbereich“ verharmlost. Diese Ansicht vertritt auch Regula Bähler, Rechtsanwältin in Zürich und Dozentin für Gerichts-berichterstattung am Medienausbildungszentrum MAZ Luzern, in ihrem am 27.01.11 erschienenen lesenswerten Artikel: «Beziehungsdramen» – ein Blick hinter die Schlagzeilen Seitdem ich 1992 von der Zeitschrift EMMA auf diese Diskrepanz in der Berichterstattung aufmerksam geworden bin, denke ich immer an Mord, wenn ich das Wort Familiendrama lese. Allein schon dieser – automatische – Gedanke lässt jeden Artikel in einem anderen Licht erscheinen. Dieser Artikel von mir wurde 2011 bei prolegal veröffentlicht Gesamten Artikel anzeigen
  8. … gibt es nicht. Gäbe es eine, dann würden fast alle diese auch umsetzen. Aber es gibt viele kleine Lösungen. Manche davon kann nur der Staat umsetzen (internationale Zusammenarbeit der Geheimdienste, Überwachung, Sicherungsverwahrung), andere hingegen könnten wir Bürger tun. Seit 2013 propagieren wir, dass man Gewalt verhindern kann, wenn rechtstreue Menschen Waffen besitzen und tragen dürfen. Bevor es wieder zu einem Aufschrei kommt, eine Erklärung vorab. Der Staat muss signifikante Risiken zwecks Zuverlässigkeitsprüfung verhindern. Deswegen sollen Gewalttäter, Unmündige und Drogenabhängige, die nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind, vom legalen Zugriff auf Waffen ausgeschlossen werden. Und der Schwarzmarkt muss strafverfolgt werden, um den illegalen Zugang zu beschränken. Der Staat darf jedoch nicht insignifikante Risiken, die z.B. durch Waffenbesitz entstehen, verhindern. Erst recht nicht, wenn durch dieses Risiko andere Risiken (Terror, Gewalt) verringert werden können. Wir behaupten nicht, dass London Bridge durch bewaffnete Bürger hätte verhindert werden können. Dafür war die Fahrt in die Menschenmenge hinein viel zu schnell erfolgt – im Gegensatz zu Nizza und der von einem Zivilisten gestoppten LKW Attacke auf israelische Rekruten. Anders sieht es jedoch bei den Londoner Opfern in den Bars und Restaurants aus, die durch die Messerattacken verletzt und getötet wurden. Hier hätte in manchen Fällen schon das Ziehen und Drohen mit einer legalen Schusswaffe ausgereicht, um die Attentäter an ihrer Tat zu hindern. Acht Minuten für die Polizei sind zwar gut, aber eben nicht ausreichend genug. Wir glauben auch nicht, dass bei einer Terrorattacke die Menschen, die direkt angegriffen werden, immer die Zeit und Vernunft aufbringen können, sich mit Schusswaffen zu wehren (Notwehr). Aber dies trifft auf die „Zuschauer“ zu, die sich auf Distanz befinden und so Nothilfe leisten können. Wir erinnern hier nur an den Vorfall in der Shopping Mall in Oregon 2012, wo allein das Drohen ohne Schussabgabe den Amokläufer zur Aufgabe zwang, und die anderen zwölf Vorfälle, die das FBI aufgelistet hatte. (siehe Tabelle am Ende dieses Link). Polizisten, Experten und Politikern für bewaffnetes Volk Ronald Noble, damaliger Generalsekretär der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation “INTERPOL”, nahm im Oktober 2012 zum Terrorangriff in Nairobi wie folgt Stellung (Firearms United berichtete 2013): Ist eine bewaffnete Bürgerschaft jetzt, in Zeiten erhöhter terroristischer Bedrohung, wichtiger als früher? Das muss diskutiert werden. Für mich ist das eine tiefschürfende Frage. Leute sagen schnell einmal ‘Waffenkontrolle, Privatleute sollten keine Waffen besitzen dürfen’, etc. Ich glaube vielmehr diese Leute sollten sich fragen: ‘Wo hätte ich lieber sein wollen? In einer Stadt wo Waffenbesitz restriktiv gehandhabt wird, wo es keine bewaffneten Bürger gibt, wenn es zu einem Anschlag wie im Westgate-Einkaufszentrum kommt – oder an einem Ort wie Denver oder Texas?’ Ähnlich äußerte sich 2014 der Polizeichef von Detroit – einer Stadt mit einer außergewöhnlich hohen Mordrate, bevor er dort seinen Dienst antrat. ( Wir berichteten 2014): Wenn mehr Bürger bewaffnet wären, würden sich Kriminelle zweimal überlegen, bevor sie einen Angriff wagen, sagte Detroits Polizeichef James Craig Auch das FBI kam zu dem Schluss, dass die Bürger selber sich im Vorfeld schon überlegen sollten, wie sie auf Angriffe reagieren könnten. Ich berichtete 2014, dass bei über der Hälfte der FBI-Fälle (90 von 160) die Schießerei beendet war, bevor die Polizei eintraf. Bei 44 Fällen dauerte diese nur 5 Minuten, bei 23 Fällen sogar weniger als drei Minuten. Die FBI-Studie kommt zu dem Schluss, dass die Schnelligkeit dieser Vorfälle es bedingen, dass nicht nur Polizei, sondern auch die Bürger besser ausgebildet und trainiert werden müssen. Als Reaktion auf die Terrorangriffe von Nizza und Berlin will der tschechische Innenminister Milan Chovanec das Recht auf Schusswaffenbesitz in der Verfassung verankern. (Wir berichteten 2017) In einer Vorlage heißt es, “aktive und rasche Verteidigung” könne die Chancen von Angreifern verringern. Die EU-Kommission finanzierte eine € 600.000- teure Studie die über 12 Monate lief und zu folgenden Ergebnissen kam (Ich berichtete 2016): Interpersonelle Verbrechen mit Feuerwaffen sind in den EU Staaten eher seltene Vorkommnisse, wobei der größte Anteil auf Raub und nicht auf zwischenmenschliche Gewaltdelikte entfällt. Es gibt viele Hinweise darauf, dass Besitzer von Feuerwaffen im Gegensatz zu den Tätern eher Opfer von Gewalt werden. Ebenso scheint es zu einem Abschreckungseffekt zu kommen, da es in den Staaten mit höherer Waffendichte zu einer geringeren Rate an interpersonellen Verbrechen kommt. In Israel sind „Überfahr-Terrorattacken“ seit Oktober 2015 immer wieder geschehen. Mehrfach fuhren extremistische Palästinenser mit ihren Autos in Gruppen von Soldaten oder Menschenansammlungen an Bus- oder Strassenbahnhaltestellen. In manchen Fällen stiegen sie aus, um die am Boden liegenden Verwundeten mit einem Messer oder mit einer Axt zu ermorden. Vor laufenden Sicherheitskameras wurden dann die Attentäter meist erschossen, von Sicherheitskräften oder bewaffneten Zivilisten. (Wir berichteten 2016) Und so warnen Armee, Polizei und Sicherheitsexperten immer wieder, es sei unmöglich, solche Angriffe gänzlich zu verhindern. Jeder Passant auf jedem Bürgersteig ist ein potenzielles Ziel, jeder mit Zugang zu einem Autoschlüssel – sei es das Auto eines Verwandten oder ein Traktor, der unbewacht auf einer Baustelle steht – ein potenzieller Täter. Stoppen kann man diese Attentate folglich nur auf zweierlei Weise: Am besten ist es, die Terroristen durch geheimdienstliche Informationen schon im Vorfeld zu identifizieren und dingfest zu machen. Misslingt dies, dann können auch die Attentäter in Israel nur – wie in Nizza – durch den Einsatz von Schusswaffen gestoppt werden. Sehr oft sind das aber nicht Polizisten im Dienst, sondern bewaffnete Zivilisten oder Soldaten auf Urlaub, die sich zufällig vor Ort befinden. Das ist der Grund, weshalb man in Israel viel leichter einen Waffenschein bekommt und man in den Straßen, Caféhäusern oder Kinos viel öfter bewaffnete Beamte oder Zivilisten sieht als in Europa. In Israel ist es heute sehr unwahrscheinlich, dass ein Terrorist mehr als zwei Kilometer in seinem Todesfahrzeug zurücklegen kann – ohne vorher von jemandem mit einer Schusswaffe gestoppt zu werden. Die Polizei kann nicht jedes weiches Ziel (uns) schützen Marie-Helen Maras, Professorin für Sicherheit am John Jay College of Criminal Justice, erklärte, wenn Polizei- oder Militärkräfte in oder in der Nähe jedes weichen Ziel postiert wären – darunter Cafés und Kinos – , würden die Menschen diese Ziele nicht mehr aufsuchen. Sie wären überzeugt, dass sie sich dort in größerer Gefahr aufgrund der Sicherheitskräfte befänden. Die Polizei müsse sicherstellen, dass sie nicht mehr Angst als nötig erzeugt. (Wir berichteten 2015) “Wir müssen die Tatsache akzeptieren, dass es so etwas wie eine absolute Sicherheit nicht gibt”, sagte Maras im Interview mit VICE News. “Wir Sicherheitskräfte haben die Wahl, wie viel unserer Ressourcen wir aufwenden wollen. Es gibt keinen Weg, jedes weiches Ziel zu schützen.” Laut dem Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft BDK bräuchten wir allein 4000 Polizisten für die gefährlichsten 180 Islamisten. Diese sind nicht verfügbar – und es kann noch weit mehr Gefährder geben.(Wir berichteten 2015) Es gebe keinen hundertprozentigen Schutz vor Anschlägen. Sicherheit könne staatlicherseits aber immer nur bis zu einem gewissen Grad garantiert werden.“ Der Sicherheitsexperte Scott Stewart sagte, dass die Strafverfolgungsbehörden bei der Verwendung ihrer Ressourcen Prioritäten setzen müssen. Der Staat kann nicht zulassen, dass so etwas wie ein Atomwaffenlager oder eine Chloranlage angegriffen wird. (Wir berichteten 2015) Polizei- und Sicherheitskräfte können nicht alles beschützen. Daher konzentrieren sie sich auf den Schutz von harten Zielen und VIPs. Fazit Weil es eben unmöglich ist, dass Staat und Polizei uns alle beschützen, ist es umso notwendiger, dass wir uns selber um unseren Schutz kümmern dürfen. Und hier ist eben ein Distanzwaffe die beste Lösung. Wer Angst davor hat, dass sich dann alle Bürger inkl. Hinz & Kunz bewaffnen würden, der möge ein Blick in die Schweiz, Österreich, Tschechien, Israel und sogar in die USA werfen. In diesen Ländern gibt es staatliche Berechtigungen, um Waffen auf der Straße tragen zu dürfen. Weder bekommt jeder Hinz & Kunz solche eine Berechtigung, noch will auch jeder Bürger dieses Recht nutzen, da es Pflichten mit sich bringt. Aus dem Grund nehmen sich z.B. in Tschechien nur 3,5% der Bevölkerung das Recht, Waffen zu tragen. Sogar in den USA sind es in den Staaten, die eine Berechtigung verlangen, meist nur 5 bis 10%. Und auch in den USA finden 99% der Gewaltdelikte in 5% der Straßen statt – dort, wo keine legalen Waffenbesitzer wohnen. Dieser Artikel erschien zuerst bei der German Rifle Association Gesamten Artikel anzeigen
  9. Heute haben die Nachbarländer Katars die Beziehungen gekappt. Grund: Katar fördere Terroristen. Grenzen werden geschlossen, Flüge gestrichen, Diplomaten abberufen, alle Bürger sollen innerhalb von 14 Tagen Katar verlassen. Das Emirat Katar ist von seinen Nachbarstaaten isoliert worden. In einer offenbar gemeinsam geplanten Aktion brachen Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch Ägypten alle diplomatischen Beziehungen zu Katar ab. Wie der Sender Al-Arabiya berichtete, erklärten die unmittelbaren Nachbarn des Emirats zudem alle Grenzen für geschlossen und forderten im Ausland lebende Bürger Katars auf, ihre Länder in spätestens 14 Tagen zu verlassen. Grund für diese Maßnahme sei die „anhaltende Unterstützung des Terrorismus im Jemen und in Syrien“ durch den Golfstaat. Die ZEIT – 5. Juni 2017 Auf BBC gibt es noch viel mehr Informationen über den Bruch und auch über die wirtschaftlichen Folgen für Katar – und auch für uns (Lebensmittel, Flüge, Fußball, Firmen, Menschen). Das Emirat ist auch Großaktionär bei deutschen Konzernen. Es hält maßgebliche Anteile von Volkswagen und Deutscher Bank. Sechs Länder haben ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. [..] Später verlautete auch von der international anerkannten Regierung im Jemen, dass sie ihre Verbindungen zu Katar gekappt habe. Auch die asiatischen Malediven und das nordafrikanische Libyen schlossen sich an. Saudi-Arabien teilte auch mit, dass katarische Soldaten aus dem laufenden Krieg im Jemen abgezogen würden, wo die Saudi-Araber eine Koalition gegen schiitische Huthi-Rebellen anführen. Die WELT – 5. Juni 2017 Ist Katars Terrorismusförderung der wirkliche Grund? Letzten Monat erschien ein großer Artikel im Tagesspiegel, warum Deutschland sich von Katar distanzieren sollte: Katar gilt als Land, das den islamistischen Terrorismus finanziert. Nicht nur Hamas und die Taliban sind Nutznießer der Unterstützung Katars. Auch der IS darf sich offensichtlich der zuverlässigen Hilfeleistung Katars sicher sein. Man könnte jedoch einen fast identischen Artikel über andere Staaten schreiben – auch über die USA und EU. Diese fördern ebenfalls Terrorismus, indem sie entweder Staaten mit Waffenlieferungen unterstützen, von denen sie nicht wissen, wo sie letztendlich landen – oder sogar direkt Rebellen (z.T. mittels ihrer Geheimdienste auf inoffiziellem Weg) ausgebildet und mit Waffen beliefert haben. Ich habe darüber auf Englisch im Oktober2016 geschrieben: UN’s Hypocrisy on Arms und dabei u.a. auf den Artikel der International Business Times verlinkt: In einem von Wikileaks veröffentlichten Telegramm des US State Departments im Dezember 2009 klagte Hillary Clinton über „eine fortwährende Herausforderung, saudische Beamte zu überzeugen, terroristische Finanzierungen aus Saudi-Arabien als strategische Priorität zu behandeln.“ Sie erklärte, dass „Katars Niveau der Counter-Terrorism-Zusammenarbeit mit den USA als die schlimmsten in der Region angesehen werde.“ Sie schrieb, die kuwaitische Regierung sei“ weniger geneigt, gegen die Kuwait-basierten Finanziers und Vermittler vorzugehen, die Angriffe planen.“ Sie stellte fest, dass „Spender in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Vielzahl von terroristischen Gruppen finanziell unterstützt haben.“ Alle diese Länder spendeten der Clinton-Stiftung und erhielten erhöhte Waffenexport-Genehmigungen von dem US State Department zu den Zeiten, da Hillary Clinton dieses leitete. (Katar hatte einen Anstieg von 1400%) Die USA verkauft weiterhin Streubomben nach Saudi-Arabien, obwohl diese Bomben weltweit geächtet sind. Im August 2016 kündigte das US-Außenministerium dem Kongress an, dass es einen Vertrag in der Höhe von 1,15 Milliarden Dollar für 153 Panzern, Hunderten von Maschinengewehren und mehr mit Saudi Arabien genehmigt habe – zusätzlich zu den 110 Milliarden Dollar an Waffen, die die Obama-Regierung zuvor schon unterzeichnet hatte. 2016 wurde die britische Regierung angeklagt, weil sie Waffen nach Saudi-Arabien lieferte und fälschlicher Weise mehrfach behauptet hatte, dass Saudi Arabien die Menschenrechte nicht verletzen würde. Diese Behauptung musste die britische Regierung zurücknehmen. UK lieferte sogar verbotenen Streubomben, die dann über Jemen abgeworfen wurden. Es deutet vieles daraufhin, dass die Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und Katar letztendlich im Jemen landen. Auch ist bekannt, dass der Iran massenhaft Waffen in das Land schmuggelt. Möglicher Grund: Sündenbock, Ablenkung und Jemen? Vor zwei Wochen hatte US-Präsident Donald Trump Saudi-Arabien besucht und zu einem stärkeren Kampf gegen Terrorismus und Extremismus aufgerufen. Auch Theresa May hatte gestern erklärt, den extremistischen Islam zu bekämpfen. Nun wird ein Sündenbock für den extremistischen Islam gebraucht – auch um von den Waffenlieferungen nach Saudi Arabien & Friends abzulenken. Die diplomatischen Beziehungen zum Iran waren bereits 2016 abgebrochen worden (erst Saudi-Arabien, dann folgten Bahrain, Sudan, VAE und Kuweit). Wir blicken alle nicht richtig durch, was in Nordafrika, im Mittleren Osten und sogar hier in Europa abläuft. Aber viele glauben, dass Saudi Arabien und die Türkei mit ihren Auslegungen des Islam und Finanzierungen der Moscheen hier im Westen zur Radikalisierung beitragen. Dann wären doch die Saudis der wichtigste Gegner beim Kampf gegen Extremismus. Gleichzeitig gehören Saudi Arabien & Friends aber zu den wichtigsten Handelspartner des Westens, insbesondere auch bei Rüstungsimporte. (Die Rolle der Türkei lasse ich hier einmal außer Acht). Aber auch mit Iran und Katar macht der Westen gute Geschäfte. Das Auswärtige Amt schrieb 2016: Saudi-Arabien ist nach den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Deutschlands zweitwichtigster arabischer Handelspartner, Deutschland seinerseits Saudi-Arabiens drittgrößter Lieferant. Die deutschen Ausfuhren in die VAE beliefen sich 2015 auf rund 14,6 Mrd. Euro. Damit waren die VAE neben Saudi-Arabien der wichtigste deutsche Absatzmarkt in der gesamten MENA-Region (MENA: Mittlerer Osten und Nordafrika). Im Mai 2017 hat der Botschafter der Vereinigten Emirate (VAE) vor radikalen Predigern gewarnt und den Iran als Sündenbock dargestellt: Die USA haben sich aus Sicht der VAE unter Präsident Barack Obama schrittweise aus der arabischen Welt zurückgezogen. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump „sehen wir eine andere Art von Führungsstil“, sagte Al-Ahmed. Das unter Obama vereinbarte Atomabkommen mit dem Iran habe einen Mangel: „Man hat damals nur auf die Nuklearfrage geschaut und dabei völlig vernachlässigt, was der Iran im Irak, in Syrien, in Bahrain, im Libanon und im Jemen tut.“ Er warf der schiitischen Führung in Teheran vor, so zu tun, als seien schiitische Muslime in anderen Staaten „seine Staatsbürger“. NTV vom 1. Mai 2017 Dazu passt auch das Verbot des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera in Saudi-Arabien, den Vereinigten Emiraten und Ägypten Ende Mai. Al Jazeera war dabei immer wieder in den Fokus geraten, weil es von Katar finanziert wird. Die arabischen Staaten sind der Meinung, dass das Emirat die Muslimbrüder und andere Islamisten fördert. Die Sperrung der Seiten kommt zwei Tage nach angeblich kritischen Äußerungen des Emirs von Katar, Tamim bin Hamad al-Thani, über Ägypten und andere arabische Staaten. In dem Bericht von Katars staatlicher Nachrichtenagentur QNA soll er außerdem positiv über den Iran gesprochen haben – ein Land, mit dem die meisten anderen Golfstaaten verfeindet sind. Das Außenministerium von Katar ließ mitteilen, dass es sich bei der Agenturnachricht um eine Fälschung gehandelt habe, die von Hackern veröffentlicht worden sei. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben die Nachrichtenseite von Al Jazeera und andere katarische Internetauftritte aber inzwischen auch gesperrt. Die ZEIT – vom 25. Mai 2017 Jemen – Stellvertreterkrieg von Saudi-Arabien und Iran Im Jemen ging es zunächst nach dem arabischen Frühling in Richtung Demokratie. Obwohl man dem Jemen nachsagt, es hätte nach der USA die meisten Privatwaffen, war die Revolution zur Absetzung des Präsidenten Saleh fast gewaltlos. Aber dann setzten die Kriegswaffenlieferungen ein: vom Iran für die schiitische Seite und von Saudi Arabien für die sunnitische Seite. Katar habe hierbei den Iran vermittlungs-technisch unterstützt. Vor dem Arabischen Frühling im Jahr 2011 dominierte Saudi-Arabien mehrere Jahrzehnte im Jemen durch die finanzielle Unterstützung eines Netzwerks von Stämmen, politischen Parteien und Führern. Der saudi-arabische Einfluss ging zurück, als Katar und Iran ihre eigenen Netzwerke installieren konnten. Während Katar seinen Einfluss mehr für Vermittlungsbemühungen einsetzte, unterstützte der Iran die Huthi-Rebellen mit der Ausbildung und finanziellen und politischen Unterstützung durch seinen regionalen Verbündeten, die Hisbollah. Einige Analytiker gehen so weit, den Konflikt im Jemen als Stellverteter-Krieg zwischen Iran und Saudi-Arabien zu charakterisieren. Sana’a Center for Strategic Studies Seit 2015 gibt es die von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz (Saudi-led coalition) im Jemen, der neben Saudi-Arabien Ägypten, Bahrain, Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien, Marokko, Sudan und seit Mai 2015 Senegal angehören und die von den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und Großbritannien logistisch unterstützt wird. Saudi-Arabien hat bereits Katar aus dem Bündnis ausgeschlossen. Die „Saudi-led coalition“ greift in innerjemenitische Kämpfe auf der Seite des Ex-Präsidenten Hadi (2012-2015) ein, der von einigen Teilen der jemenitischen Armee sowie von sunnitischen Stammesmilizen unterstützt wird, gegen schiitische Huthi-Rebellen, die ihrerseits von Stammesmilizen unterstützt werden sowie von Teilen der jemenitischen Armee, die loyal zum Ex-Präsidenten Saleh (1978 bis 2011) stehen. Die Kämpfe gehen mit Luftangriffen und einer Seeblockade einher. Die „Saudi-led coalition“ wurde angeklagt, zivile und nicht-militärische Ziele im Jemen für mehr als ein Jahr ununterbrochen bombardiert zu haben. Der ehemaligie Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon sagte Reportern, dass er mit dem Verlust der Finanzierung für humanitäre Operationen in den palästinensischen Gebieten, Südsudan und Syrien bedroht worden sei, wenn er die „Saudi-led coalition“ nicht vorübergehend aus der schwarzen Liste entferne, auf der Armeen und Rebellen stehen, die die Menschenrechte im Krieg verletzen. New York Times – 9. Juni 2016 Mehr zu dem Konflikt in Jemen in meinem Artikel oder auf Wikipedia. Deutsche Rüstungsexporte Die „Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung“ (GKKE) hat in Kooperation mit dem BICC – Bonn International Center for Conversion u.a. folgendes am Rüstungsexportbericht kritisiert: Zu den wichtigsten Empfängerländern gehörten Katar, das Vereinigte Königreich und Südkorea. Insbesondere die Genehmigungen von Rüstungsexporten im Wert von über 1,6 Milliarden Euro an Katar, unter anderem für die Ausfuhr von Kampfpanzern und Panzerhaubitzen, bewertet die GKKE als höchst problematisch. Im Jahr 2015 und im ersten Halbjahr 2016 genehmigte die Bundesregierung insgesamt Rüstungsexporte im Gesamtumfang von über 750 Millionen Euro an Saudi-Arabien. … Der Krieg im Jemen, und insbesondere die Art der saudischen Intervention durch massive Luftschläge, hat die Kritik an Rüstungslieferungen an das Regime in Riad auch in anderen Staaten, so etwa in Großbritannien und den USA, verstärkt und das EU-Parlament zur Forderung eines Waffenembargos gegen Saudi-Arabien veranlasst. Angesichts der Berichte über die saudische Kriegsführung im Jemen kommt die GKKE zu dem Schluss, dass die Bundesregierung keine weiteren Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien mehr genehmigen darf, egal ob sie auf direktem oder indirektem Weg dorthin gelangen. Andernfalls sieht die GKKE darin einen klaren Verstoß gegen die EU-Kriterien. Rüstungsexportbericht 2016 der GKKE Das Auswärtige Amt schrieb im Februar 2017 über Katar: Die Krise von 2014 mit den Nachbarländern Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate (VAE) und Bahrain konnte vor Übernahme des katarischen GCC-Vorsitzes 2015 beendet werden. Da hat sich das Auswärtige Amt wohl getäuscht. Die Krise ist nicht nur wieder da, sondern hat einen Höhepunkt mit geschlossenen Grenzen erreicht. USA, Russland und Türkei versuchen gerade die Wogen zu glätten, Iran beschuldigt die USA, die Krise überhaupt erst ausgelöst zu haben. Ich persönlich bin ja gespannt, ob der Kampf zur „Beseitigung des extremistischen Islam“ ab jetzt nur noch gegen Iran und Katar geführt wird – oder ob auch gegen Saudi-Arabien & Friends vorgegangen wird. Auch wird es von Interesse sein, in welche Länder künftig Rüstungsexporte erlaubt werden. Und natürlich bin ich auch gespannt, was Deutschland mit Katar und Iran macht, wenn die wirtschaftlichen Verflechtungen so groß geworden sind, insbesondere bei Volkswagen und Deutscher Bank mit Katar. Gesamten Artikel anzeigen
  10. Drucken - Falten - Postkarte versenden ... oder mailen/faxen Eine Gemeinschaftsaktion von Oberland Arms, prolegal, Visier, Michael Thoma und der GRA. Wie ja gestern schon gepostet wurde, gibt es am 17.5. eine geheime Innenaussschusssitzung zur Verschärfung des Waffengesetzes, ergo Aufbewahrungsvorschriften. Gleich am Tag danach, am 18.5., wird das Ganze dann in zweiter und dritter Lesung im Bundestag behandelt. Das heißt, dass dies nun binnen der nächsten Tage durchgeprügelt wird. Obwohl es im Februar noch hieß, das käme erst nach der Sommerpause zur Verabschiedung. Wir müssen also nochmal einen Endspurt veranstalten. Adressliste des Innenausschusses ist ganz unten am Ende des Beitrags. Es ist ja bekannt, dass die von uns geforderte Norm EN14450 mit den Sicherheitsstufen S1/S2 massiv ignoriert wird…und zwar schon nicht mehr fahrlässig…sondern mutwillig. Ich arbeite ungern mit Gerüchten, aber ich habe ebendieses nun aus drei verschiedenen Quellen gehört. Ein bekannter deutscher Tresorhersteller soll im Innenministerium eine Vorführung zur Tresoren abgehalten haben und dort die angebliche Unsicherheit der S1/S2 demonstriert haben. Zuerst ist dies in Waffen-Online aufgetaucht, März diesen Jahres: +++ZITAT1+++ [Firmenname]? Waren das nicht die, die unbedingt verpflichtend höhere Aufbewahrungsvorschriften haben wollten? +++ZITAT2+++ Man munkelt die Änderung der Aufbewahrungsvorschrift wäre der erfolgreichen Lobbyarbeit eines gewissen Tresorherstellers geschuldet. Der Schuss kann ziemlich nach hinten losgehen. Andere Hersteller bauen ebenfalls zertifizierte Stahlkästen für weniger Geld. +++ZITATE Ende+++ Auf Forenposts alleine gebe ich wenig, aber inzwischen sind ähnliche Vermutungen auch zwischen den Zeilen bei Visier geäußert worden, was sogar prolegal kürzlich wieder aufgegriffen hat (Link unten). Auch auf der IWA 2017 hat mir eine anonym bleibende Person eben diese Vermutung positiv bestätigt. Ich würde gerne mehr recherchieren, kann aber aus Zeitgründen jetzt nicht mehr bieten. Deshalb die Frage: HAT WER INFORMATIONEN (offiziell oder inoffiziell) DAZU? Gerne auch per PN oder anonym auf legalwaffenbesitzer(at)gmail(dot)com Wir müssen den Innenausschuss in einer zweiten Welle (nachdem die erste Welle sogar von der Grünenpolitikerin Mihalic erwähnt wurde) mit den Vorwürfen konfrontieren und fordern: 1) Hereinnahme der Norm EN14550 mit den Sicherheitsstufen S1/S2 als Ersatz für die ausgelaufene VDMA-Norm 24992 mit den Sicherheitsstufen A und B. 2) Deutliche Aussage an den Innenausschuss, dass unsere Wahlentscheidung ganz klar von Entscheidungen beim Waffenrecht abhängt Ich bitte euch deshalb nochmals, wendet euch an den Innenausschuss und bringt unsere Forderungen klar zum Ausdruck. Wer mag, kann bzgl. der oben genannten Gerüchte kritisch nachfragen…ich kann leider aktuell keine feste Quelle liefern. Leider ist nun die Zeit zu knapp, um dies umfassend zu recherchieren. Deshalb auf eigenes Ermessen. Michael Thoma Originalbeitrag auf FB: https://www.facebook.com/groups/waffenlobby/permalink/1377443685634547/ Prolegal-Zitat zum Visierbeitrag: http://prolegal.de/2017/05/13/alles-auf-die-null/ Informationen zur Sitzung des Innenausschusses: http://www.bundestag.de/blob/506338/9019324c9d6addda0f7a12ecb0ff8595/117-to-sitzung-data.pdf Sitzung im Bundestag 18.05.2017 um 21:00 Uhr! http://www.bundestag.de/tagesordnung Oberland Arms GELBER FLYER als Pdf: oa_postkartenaktion_innenausschuss_deutscher_bundestag_fax_post.pdf Infos der GRA: https://german-rifle-association.de/HxPm3 Adressliste Innenausschuss: ansgar.heveling@bundestag.de guenter.baumann@bundestag.de clemens.binninger@bundestag.de wolfgang.bosbach@bundestag.de michael.frieser@bundestag.de joerg.hellmuth@bundestag.de thorsten.hoffmann@bundestag.de andrea.lindholz@bundestag.de stephan.mayer@bundestag.de tim.ostermann@bundestag.de anita.schaefer@bundestag.de armin.schuster@bundestag.de erika.steinbach@bundestag.de oswin.veith@bundestag.de nina.warken@bundestag.de marian.wendt@bundestag.de barbara.woltmann@bundestag.de heinrich.zertik@bundestag.de lars.castellucci@bundestag.de gabriele.Fograscher@bundestag.de uli.groetsch.wk@bundestag.de wolfgang.gunkel@bundestag.de sebastian.hartmann@bundestag.de burkhard.lischka@bundestag.de mahmut.oezdemir@bundestag.de susanne.mittag@bundestag.de gerold.reichenbach@bundestag.de matthias.schmidt@bundestag.de ruediger.veit@wk.bundestag.de frank.tempel@bundestag.de ulla.jelpke@bundestag.de jan.korte@bundestag.de martina.renner@bundestag.de Weitere Mailadressen: https://german-rifle-association.de/NoraI
  11. Der Spiegel schreibt: Das Verteidigungsministerium hat die Ausgabe eines Bundeswehr-Liederbuches gestoppt. Besonders in der Kritik stehen in dem Liederbuch „Kameraden singt!“ Stücke wie „Schwarzbraun ist die Haselnuss“, das „Panzerlied“ oder „Das Westerwaldlied“. Sie wurden dem Ministerium zufolge in der NS-Zeit und während des Zweiten Weltkriegs als Ausdruck nationalsozialistischer Überhöhung missbraucht. Zudem finden sich in dem Liederbuch Kompositionen und Texte von NS-Ideologen. SPIEGEL – 12. Mai 2017 Wenn wir alles, was nationalsozialistisch eine Überhöhung erfuhr oder von NS-Ideologen niedergeschrieben wurde, aus unserer Gesellschaft verbannen, was machen wir dann mit Muttertag, Windenergie, Klimaerwärmung und Natur- und Tierschutz? Muttertag Eine nationalsozialistischer Überhöhung erfuhr der Muttertag: Besonders kinderreiche Mütter wurden als Heldinnen des Volkes zelebriert, da sie den „arischen Nachwuchs“ fördern sollten. 1933 wurde der Muttertag zum öffentlichen Feiertag erklärt und erstmals am 3. Maisonntag 1934 als „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ mit der Einführung des Reichsmütterdienstes in der Reichsfrauenführung begangen. Wikipedia Naturschutz und Windenergie Eine nationalsozialistische Überhöhung erhielten Naturschutz und Windenergie. Das Naturschutz- und Tierschutzgesetz (und Jagdgesetz) wurde von NS-Ideologen geschrieben. Zur „Blut und Boden“-Ideologie gehörte gesunde Ernährung, die Idealisierung des bäuerlichen Lebens und deutsche Waldromantik. „Es geht gegenüber der deutschen Natur und Heimat“, schrieb Hans Schwenkel, Mitinitiator des Reichsnaturschutzgesetzes von 1935, „um Weltanschauung, um amerikanisch-jüdische oder um deutsche Lebensauffassung und Lebensgestaltung.“ Autarkie war eines der wichtigsten Ziele des Regimes, deshalb war auch das Interesse an nachwachsende Rohstoffen und alternativen Energien groß. Der „Völkische Beobachter“ schwärmte, die Windenergie würde „eine völlige Umwälzung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse herbeiführen“. „Reichskrafttürme“ hießen die Propelleranlagen damals. Das von den Nationalsozialisten geschaffene Naturschutzgesetz blieb ebenso wie das Tierschutzgesetz noch bis in die 70er-Jahre in Kraft. Nicht nur in juristischer Hinsicht gab es Kontinuität. Ex-Nazis waren in der Führungsspitze der großen Umweltverbände aktiv und gehörten zu den Gründervätern der Grünen. Michael Miersch (Archiv) / 09. April 2012 2002 hielt Jürgen Trittin, damaliger Bundesumweltminister zu diesem Thema eine Rede: Das Reichsnaturschutzgesetz war im Gegenteil schon qua Entstehung ein Gesetz der Nationalsozialisten, und das nicht nur, weil es auf der Grundlage des Ermächtigungsgesetzes handstreichartig verabschiedet wurde. Ohne das persönliche Eingreifen von Hermann Göring wäre das Gesetz kaum verabschiedet worden. Auch der Vorspruch zum Reichsnaturschutzgesetz zeigt in Sprache und Argumentation, das dieses ein Gesetz der Nationalsozialisten war. Und zumindest eine inhaltliche Regelung war eminent nationalsozialistisch, nämlich die Schaffung einer entschädigungslosen Enteignung nach dem NS-Grundsatz „Gemeinnutz vor Eigennutz“. Naturschutz und Nationalsozialismus, 4. Juli 2002 Von Menschen gemachte Klimaerwärmung Diese Gefahr wurde erstmals von einem NS-Ideologen beschworen. Die Gefahr einer durch Menschen verursachten Klimaerwärmung wurde 1959 in dem Roman „Der Tanz mit dem Teufel“ erstmals beschworen. Autor war der Österreicher Günther Schwab, der es als Nazi zum SA-Sturmführer gebracht hatte. Im späteren Leben galt er als grüner Visionär, bekam Orden und das „Ehrenzeichen in Gold des Naturschutzbunds Österreich“. Michael Miersch (Archiv) / 09. April 2012 „Bedenkliches“ Liedgut? Schwarzbraun ist die Haselnuss ist ein deutsches Volkslied aus dem 19. Jahrhundert. Der Text des Liedes erschien erstmals in Liederbüchern der Arbeiterjugend der 20er Jahre – lange vor 1933. Das Motiv des schwarzbraunen Mädchens kommt in vielen Volksliedern seit dem 16. Jahrhundert vor. Es beschreibt einen zupackenden, herzhaften Typus, der auch der körperlichen Liebe ganz und gar nicht abgeneigt ist. Das Gegenbild ist die spröde, blonde Frau, die meistens auch einen höheren sozialen Rang einnimmt. In seiner Autobiographie „Aus dem Volksleben“, die 1863 in Nürnberg erschien, erzählt Christoph Weiss von einem feuchtfröhlichen Abend aus seiner Handwerksburschenzeit in Berlin am 21. Oktober 1833: „Ich wurde so lustig, dass ich fast den halben Abend hoch vom Tische herunter Schnaderhüpferl sang und dazu jodelte, während sich die Andern um mich herumstellten und jubelnd in den Chor mit einstimmten. Wollten meine Landsleute [aus Oberfranken] mir vorwerfen, ich mache es zu toll, so wurden sie von den Andern überstimmt und ich sang weiter: […] Schwarzbraun sind d’Haselnüß Schwarzbraun bin ich, Schwarzbraun ist mein Schatzerla, G’rad so wie ich. Victor von Scheffel zitiert in seinem Roman „Ekkehard“ ebenfalls eine Strophe: Schwarzbraun sind die Haselnüss‘ Und schwarzbraun bin auch ich, Und wenn mich einer lieben will, So muß er sein wie ich. Scheffel schrieb den Roman 1855. Barbara Boock: „Schwarzbraun ist die Haselnuss, schwarzbraun bin auch ich“ – Nachforschungen zu einem umstrittenen Volkslied. 2001 Es gibt somit laut des Instituts für Musikalische Volkskunde der Universität zu Köln zwei Hinweise, dass der Text aus dem 19. Jahrhundert stammt und das Lied in den 20er Jahren von der Arbeiterjugend gesungen wurde. Ich persönlich habe das Lied durch das „Goldene Gate Quartett“ in den 70ern kennengelernt: https://youtu.be/L-NCtA9kBQY Der Liedtext: 1. Schwarzbraun ist die Haselnuss, schwarzbraun bin auch ich, ja ich, schwarzbraun muss mein Mädel sein – gerade so wie ich. 2. Schätzerl hat mir’n Busserl geb’n, hat mich schwer gekränkt, ja schwer gekränkt, hab’ ich ihr’s gleich wiedergegeb’n, ich nehm’ ja nichts geschenkt! 3. Schätzerl hat kein Heiratsgut, Schätzerl hat kein Geld, kein Geld, doch ich geb es nicht heraus, für alles in der Welt. 4. Schwarzbraun ist die Haselnuss, schwarzbraun bin auch ich, ja ich, wer mein Schätzerl werden will, der muss so sein wie ich. Das Westerwald-Lied Die Melodie geht auf alte Westerwälder Weisen aus dem 19. Jahrhundert zurück, während der Text des in vielen Ländern bekannten Marschliedes 1932 entstand. Entstanden ist das Lied in einem Lager des Freiwilligen Arbeitsdienstes (FAD, der im Hohen Westerwald Drainagearbeiten durchführte. Lagerleiter, Baumeister der Gemeinde Daaden (Landkreis Altenkirchen) und Sportlehrer sollen im November 1932 zusammengesessen und gemeinsam den Text verfasst haben. Dazu haben sie eine alte Westerwälder Melodie genommen, die gemäß dem Volksliedforscher Heinz Rölleke „im 19. Jahrhundert entstanden“ ist. Josef Neuhäuser komponierte 1935 den später weltbekannt gewordenen Westerwaldmarsch, in dem er im Trio (Mittelteil) die Melodie des im FAD entstandenen Westerwaldliedes verarbeitete. Verbreitet durch die Arbeitsmänner des FAD und des späteren Reichsarbeitdienstes (RAD) wurde das Westerwaldlied bald in allen Arbeitslagern in ganz Deutschland populär. Die Popularität des von Josef Neuhäuser komponierten Westerwaldmarsches stieg weiter an, nachdem der Marsch häufig vom Großdeutschen Rundfunk ausgestrahlt wurde und mehr als 20 Schellackplatten erschienen. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten Westerwaldlied und -marsch als belastet durch das NS-Regime. Doch die Erinnerung an das Lied ließ sich nicht verbieten. Es dauerte nur etwas mehr als ein Jahrzehnt, da griff die Bundeswehr nach ihrer Gründung 1955 das Westerwaldlied auf, als wenn das Lied nicht durch die deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg „verbrannt“ worden wäre, die mit dem Lied auf den Lippen im Mai 1940 überfallartig in Holland, Belgien und Luxemburg einmarschiert waren. Immerhin heißt es 1958 und auch noch in der zweiten Auflage von 1991 im Liederbuch der Bundeswehr Kameraden singt!: „Dieses Lied ist das wohl bekannteste Lied der ehemaligen deutschen Wehrmacht […] Es sollte daher immer besonders sorgsam abgewogen werden, ob und wo dieses Lied durch Angehörige der Bundeswehr gesungen wird“. Dagegen heißt es 1976 im Liederbuch der Bundeswehr Hell klingen unsere Lieder in abgemilderter Form: „Trotz seiner vorzüglichen Eignung für den Marschgesang der Truppe sollte es nur als wichtiges Lied in der Entwicklung des deutschen Soldatenlieds angesehen werden“. Bald kamen LPs und CDs auf den Markt. Zu den ersten LPs mit dem Westerwaldlied gehörten 1962 und 1964 die Aufnahmen des Heeresmusikkorps der Bundeswehr, 1965 die Stimmungslieder mit dem Gesang von Willy Millowitsch und 1968 Heino mit seiner ersten LP Heino (bis 1984 sechs weitere LPs und 1985 bis 2013 acht CDs mit dem Lied). Und natürlich kamen weitere Aufnahmen von Bundeswehr-Musikgruppen heraus, von den Musikkorps der jeweiligen Teilstreitkräfte und diversen Soldatenchören. Vom Norden (Marinechor Blaue Jungs 1979) bis zum Süden (Tölzer Knabenchor, 1979), vom berühmten Montanara Chor bis hin zu regionalen Chören wie den Westerwälder Nachtigallen und sogar in Österreich (von den Kremser Buam) wurde der Westerwald besungen. Das Deutsche Musikarchiv weist in seinem Katalog insgesamt 75 Tonträger und 34 Notenausgaben aus. Und nachdem auch die westdeutschen Rundfunkanstalten ihren Teil dazu beigetragen hatten, das Lied wieder „salonfähig“ zu machen, nahmen wieder große Verlage es ebenfalls in ihre Liederbücher auf, so z. B. Heyne mit dem Taschenbuch Die schönsten deutschen Volkslieder (1977), der Weltbild Verlag mit Deutsche Heimatlieder (1985), Deutscher Liederschatz (Band 1, 1988) und Das Volksliederbuch (1995), Kiepenheuer & Witsch mit Das große Buch der Volkslieder (1993, das später von der Bertelsmann Buchgemeinschaft übernommen wurde) und Das Beste in Kooperation mit dem ADAC mit Die schönsten deutschen Volkslieder (2004), um nur die umsatzstärksten Liedersammlungen zu nennen. Hingegen wurde es in die vom CVJM (Christlicher Verein junger Menschen) herausgegebene Mundorgel (mit der höchsten deutschen Auflage für ein Textliederbuch von 10 Millionen, und 4 Millionen Notenausgabe) bewusst nicht aufgenommen. Georg Nagel Der Liedtext: 1. Heute wollen wir marschier’n – einen neuen Marsch probier’n In den schönen Westerwald, ja da pfeift der Wind so kalt. 2. Und die Gretel und der Hans – geh’n des Sonntags gern zum Tanz, weil das Tanzen Freude macht – und das Herz im Leibe lacht 3. Ist das Tanzen dann vorbei, gibt es meist Keilerei und dem Bursch‘, den das nicht freut, sagt man nach, der hat kein Schneid. Refrain: O du schöner Westerwald, über deine Höhen pfeift der Wind so kalt, jedoch der kleinste Sonnenschein dringt tief in’s Herz hinein. Panzerlied Mit diesem Lied kann ich mich persönlich überhaupt nicht anfreunden, aber ich sitze ja auch nicht in einem engen Panzer und fahre auf einen Feind zu und riskiere damit mein Leben. Grundsätzlich handelte es sich bei einem Panzerlied um ein Soldatenlied, dass das Kriegsgeschehen verherrlichen oder ertragbar für die Soldaten der Panzertruppe machen sollte. Das Panzerlied entstand am 25. Juni 1933 und wurde von dem Oberleutnant Kurt Wiehle während der Fahrt geschrieben. Kurt Wiehle übernahm dabei die Melodie von dem Lied ‚Wohl über den Klippen‘, einem Seemannslied aus dem 19. Jahrhundert. Das Panzerlied führte 2009 aufgrund von ‚kriegsverherrlichenden Zeilen‘ zum Einstampfen des Liederbuches „Lied.gut“ der Südwest-CDU. Das Panzerlied wurde international bekannt durch den Kriegsfilm „Die letze Schlacht“ (Originaltitel: Battle of the Bulge) von Ken Annakin aus 1965 mit Henry Fonda und Robert Shaw. Panzerschule Der Kritik des SPD-Landtagsabgeordnete Stephan Braun bezüglich „kriegsverherrlichenden Zeilen“ stimme ich nicht zu. Des Soldaten ureigene Aufgabe ist Krieg. Er soll im Krieg sein Land verteidigen. Soldatenlieder sind dafür da, dass in der Truppe Harmonie und Verteidigungswille gestärkt werden. Man kann dies aber nur tun, wenn man von seinem Tun und Handeln überzeugt ist. Wenn sämtliches Liedgut, dass den Krieg „verherrlicht“ oder den „Truppengeist“ stärkt, verboten ist, dann gibt es nichts, worauf sich die Soldaten im Ernstfall beziehen können. Ob dieses Lied dafür geeignet ist, maße ich mir nicht an, zu entscheiden. Meist ist es jedoch besser, statt zu streichen, den geschichtlichen Kontext und auch die Kontroverse zu verbreiten. Das Lied wird durch die Streichung auch nicht verschwinden, da der Filmausschnitt über 8 Millionen Besucher bei Youtube hat, auch wenn dort nur die erste Strophe dreimal wiederholt wird. Einen guten Beitrag habe ich beim aufgelösten Panzerbataillon 314 der Panzergrenadierbrigade 31 gefunden. Dort wird die bei der Bundeswehr verbotene Wehrmachts-Version mit der Version ab 1955 verglichen und folgendes bemerkt: Zu diesem Thema gibt es leider einige kontroverse Diskussionen, welche meiner Meinung nach aber recht überflüssig erscheinen, da die Aufnahme in das Liedgut der Bundeswehr im zeitlichen und politischen Geschehen der Nachkriegszeit begründet liegt. Wie so oft wird hier wieder einmal außer Acht gelassen, daß es den „kalten Krieg“ wirklich gab und der Text damals (1955) dahingehend abgewandelt und „geschichtlich“ entschärft wurde. Sicher ist, dass sich der damalige Zeitgeist deutlich auch in der Wortwahl der heutigen Fassung widerspiegelt. Dass diese Heute; über fünfzig Jahre nach der Wiederbewaffnung und der vollkommen geänderten Verteidigungslage nicht mehr adäquat erscheint, ist für mich selbstredend. Dennoch sei mir hier eine persönliche Anmerkung erlaubt: Gerade solch ein „durchweichtes“ Liedgut sollte als Diskussionsgrundlage herangezogen werden, um eine politisch bildende Auseinandersetzung innerhalb der Truppe zu fördern. Ein einfaches Wegstreichen nutzt hier aufgrund der leider vielfachen und vielfältigen politischen und geschichtlichen Defizite bei so manchen Soldaten und anscheinend auch bei einigen Politikern nur recht wenig! „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft!“ – Wilhelm von Humboldt 1767-1835 Panzerlied – PzBtl. 314 in Oldenburg 1961-1992 Der Liedtext ab 1955 1. Ob’s stürmt oder schneit, ob die Sonne uns lacht, der Tag glühend heiß oder eiskalt die Nacht, bestaubt sind die Gesichter, doch froh ist unser Sinn, es braust unser Panzer im Sturmwind dahin. 2. Mit donnerdem Motor, so schnell wie der Blitz. Dem Feinde entgegen, im Panzergeschütz. Voraus die Kameraden, im Kampfe steh’n wir allein, ja allein, so stoßen wir tief in die feindlichen Reih’n. 3. Mit Sperren und Tanks hält der Gegner uns auf, wir lachen darüber und fahren nicht drauf, und schüttelt er grimmig und wütend seine Hand, wir suchen uns Wege, die keiner sonst fand. 4. Und läßt uns im Stich einst das treulose Glück und kehren wir nicht in die Heimat zurück, trifft uns die Todeskugel, ruft uns das Schicksal ab, dann ist unser Panzer ein ehernes Grab. Mein Fazit: Aufklären statt Streichen Es ist im Liedbuch bestimmt genügend Platz, um die Historie und Kontroverse der Lieder darzustellen. Vielleicht kann man auch – wieder einmal – einige Zeilen dem heutigen Zeitgeist anpassen. Volkslieder haben sich auch früher immer wieder geändert. Gesamten Artikel anzeigen
  12. Viel zu viel Arbeit und Ärger.... und Organisieren und Arbeit....
  13. Stimmt - beim DSB gibt es nur "Sommerbiathlon" und "Target Sprint". Heiko, der selber das tolle Event Sommerbiathlon in Oldenburg macht, hat mich darauf hingewiesen.... aber da war der Flyer schon mehrfach verteilt gewesen.... Der Rest der Tabelle ist O-Ton des BMI (nicht von mir)
  14. Monitor berichtet über die neuen „Sicherheitsgesetze“ der Bundesregierung, die jetzt durchgebracht werden sollen. Diese wollen den Sicherheitsbehörden erlauben, weitreichend Daten über Bürger zu sammeln und zu verknüpfen. Ob das Terrorismus verhindern kann? Und zu welchem Preis? „Was ist eine kriminelle Scheinkarriere? Ganz einfach: Das was jedem völlig unbescholtenen Bürger drohen kann, wenn polizeilich gesammelte Daten sich plötzlich selbständig machen. Wenn Zufallskontakte der Polizei plötzlich verdächtig erscheinen oder man sich schlicht zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort befunden hat. Dann könnte aus jedem von uns ein Scheinkrimineller werden, und das könnte ziemlich unangenehme Folgen haben. Das Risiko, dass Ihnen das passieren könnte, ist seit heute jedenfalls deutlich größer geworden. Denn heute hat der Bundestag eine ganze Reihe von Sicherheitsgesetzen verabschiedet, die nicht nur für Datenschützer zum reinsten Alptraum werden könnten. Video und Transkript vom 27.04.2017 Screenshot: MONITOR vom 27.04.2017Die neuen Gesetze greifen noch tiefer in unser Leben ein als die bereits vom Bundesverfassungsgericht als verfassungsrechtlich bedenklich beurteilte Anti-Terror-Datei (ATD). Wir hatten schon im September 2016 über die beiden Extremisten-Dateien berichtet. Die Evaluation kam zum Fazit: Die verfassungsrechtlichen Bedenken sind immer noch nicht ausgeräumt, insbesondere wenn die Dateien für operative Zwecke missbraucht werden sollen. [Auch] muss an dieser Stelle die Frage gestellt werden, ob der für die bislang noch nicht erfolgte technische Umsetzung erforderliche Aufwand in Anbetracht des voraussichtlich nur geringen Nutzens dieses Instruments gerechtfertigt ist. Monitor schreibt: Und mit den technischen Möglichkeiten wächst auch die staatliche Sammelgier. Überall entstehen neue Datentöpfe. Am Bahnhof Südkreuz in Berlin etwa testet die Bundesregierung ab Herbst intelligente Videoüberwachung. Bewegungsprofile sollen angelegt, auch automatisierte Gesichtserkennung soll getestet werden. Die Bundesregierung will so Terror verhindern, wie mit so vielen Gesetzen, die allein in dieser Legislatur auf den Weg gebracht wurden: anlasslose Vorratsdatenspeicherung von Telefondaten Abhören weiter Teile des Internetverkehrs durch das BND-Gesetz automatisierte Kennzeichenerfassung an Grenzen erleichterte Videoüberwachung biometrische Passdaten für Polizei und Geheimdienste Auslesen von Handys von Flüchtlingen Einsatz von Staatstrojanern zum Ausspionieren von Rechnern, auch bei Alltagskriminalität Das Ausmaß der möglichen Überwachung und Verknüpfung haben auch namhafte Gutachter im Bundestag massiv kritisiert. Der Gesetzgeber gebe den „Interessen der Sicherheitsbehörden umfassend den Vorrang“, schreibt einer. Die Bundesdatenschutzbeauftragte kommt zu dem Schluss, die vollständige Abkehr vom bisherigen Dateiensystem sei „nicht notwendig, zu undifferenziert und daher abzulehnen“. Constanze Kurz, Chaos Computer Club: „Die Kollateralschäden, da hat man zum Beispiel die einzelnen Bürger, die in diesen Daten landen. Und im Übrigen lässt sich ganz gut ablesen, an den Hunderttausenden Menschen, die mittlerweile in verschiedenen No-Fly-Lists sind und plötzlich an irgendwelchen Flughäfen abgewiesen werden und nicht mehr wissen, warum.“ Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), ehem. Bundesjustizministerin: „Die große Gefahr ist, dass Menschen erfasst werden, die gar nichts mit Kriminalität und Terrorismus zu tun haben. Und dass losgelöst von allen Fakten daraus sogenannte kriminelle Feindkarrieren entstehen. [..] Ich habe noch nie eine Gesetzgebung erlebt, die so gehäuft Freiheitsrechte einschränkt und alles einer Sicherheit unterordnet, die aber durch diese Eingriffsbefugnisse gar nicht im besten Umfang gewährleistet wird.“ Alles für das große Versprechen von mehr Sicherheit. Aber bringen alle diese Maßnahmen wirklich mehr Sicherheit? Diese Frage wird kaum noch gestellt. Beim Anschlag am Breitscheidplatz zumindest gab es kein Erkenntnisproblem. Der Attentäter war bekannt und auf dem Schirm. Man hat nur nicht rechtzeitig eingegriffen. Nicht nur der Attentäter vom Breidscheidplatz war bekannt, auch die Attentäter von Paris, London und Brüssel. Warum will der Staat Menpower und Geld in die Totalüberwachung aller Bürger stecken, wenn er nicht einmal in der Lage ist, die bereits identifizierten Gefährder zu kontrollieren? Mit diesen Überwachungsgesetzen stehen alle Bürger unter Generalverdacht. Dieser Artikel erschien zuerst bei der GRA Gesamten Artikel anzeigen
  15. Gestern habe ich einen der besten Artikel über Journalismus gelesen. Beim Lesen des Artikels musste ich die ganze Zeit daran denken, mit welchem Anspruch wir 1998 an unseren Webshop herangegangen sind. Daher vergleiche ich heute einige Grundsätze für guten Journalismus mit unserem Shop. Die NZZ macht das Gleiche wie wir: sie ist ein Infobroker, der aus der Vielzahl von Informationen (bei uns Produkten) diejenigen publiziert, die als wertvoll, wichtig und informativ einschätzt werden. Die Fake-News beim Journalismus entsprechen den blumigen Werbeversprechungen bei Produkten. Es gibt heute nicht mehr Fake-News als früher, wohl aber mehr Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Medien. Diese Skepsis hat die Presse mitverschuldet. Zehn Grundsätze für guten Journalismus im digitalen Zeitalter. Guter Journalismus – NZZ vom 28. April 2017 Bevor es das Internet gab waren wir alle abhängig von den gedruckten Informationen und Katalogen. Presse und auch Katalogversender waren die „Gatekeeper“ der Information. Sie bestimmten, was wir lesen und wissen durften. Mittlerweile können wir uns nicht nur im Web bei Presse und Herstellern informieren, sondern auch Rat in Foren, Blogs und auf Testseiten holen. Auch hilft das Web für Preisvergleiche und Transparenz. Guter Journalismus und gute Webshops haben vieles gemeinsam. Sie setzen gesunden Menschenverstand ein und respektieren ihre Leser bzw. Kunden. 1. Wir sind keine Algorithmen So wie die NZZ nicht jede angeblich wichtige Information verteilt, findet man auch in unserem Webshop nicht alle Produkte, für die gerade Interesse besteht. Wir entscheiden, ob das Produkt zu uns passt und ob wir es mit gutem Gewissen verkaufen können. 2. Geiz ist nicht geil So wie die NZZ nicht auf Reichweite und Klicks setzt, so wollen wir nicht mit den allerniedrigsten Preisen glänzen, sondern bieten faire Preise mit Service. Klasse statt Masse. Das kommt bei unseren Stammkunden gut an, da diese uns oft weiterempfehlen. 3. Wir nehmen uns Zeit So wie die NZZ auf Gründlichkeit und Qualität setzt, sind wir nach der Shot Show und IWA selten die Ersten, die die neuen Produkte im Shop anpreisen. Oft warten wir auf zusätzliche Informationen von den Herstellern und Fachmedien, die peu a peu eintrudeln. 4. Differenzierung ist notwendig und 5. Wir haben eine Meinung Differenzierung und Meinung drücken sich im Portefeuille unserer Produkte aus, indem wir nicht alle lieferbaren Produkte auflisten, sondern eine Auswahl treffen. Diese wird durch die Vorlieben unserer Mitarbeiter und Kunden mitbestimmt, wie auch durch das Vertrauensverhältnis zwischen Hersteller/Großhändler und unserer Firma. 6. Glaubwürdigkeit ist unser höchstes Gut Die NZZ schreibt: „Glaubwürdigkeit beruht auf professionellen Standards, auf der Sorgfalt der Recherche und der Qualität…“ Für professionelle Standards benötigt man Sachkenntnis und Ressourcen. Sind die Ressourcen begrenzt durch Räumlichkeiten oder Beschäftigte, muss man sich auf das konzentrieren, was man gut kann. Bei uns liegt der Schwerpunkt auf Großkaliber für Sport und Jagd und deren Zubehör – und das weltweit. Andere Shops führen nur erwerbsscheinfreie Waffen, nur solche für olympische Disziplinen, nur Artikel für Wiederlader, haben ein riesiges Bekleidungsangebot oder beliefern nur den deutschen oder EU-Markt. Das ist das Schöne am Web. Vor der Internetzeit musste man als „Warenhaus“ arbeiten, d.h. alles anbieten, wofür lokal ein Bedarf bestand – auch wenn man nicht für alle Produkte ein Experte war. Heutzutage kann man sich spezialisieren und konzentrieren, wodurch die Glaubwürdigkeit gestärkt wird. 7. Was wichtig ist, bestimmt nicht Google, 8. Mut zur Mässigung, 9. Digitale Zivilcourage und 10. Wahrheit ist relativ Diese vier Punkte sind sehr wichtig für guten Journalismus und für uns Bürger. Ich empfehle jedem, sich diese durchzulesen und zitiere den vorletzten Absatz, da ich genau aus diesem Grund blogge. Postfaktische Politik ist das Gegenteil von dem, was eine Demokratie unter Wahrheit verstehen sollte. Für diese ist Wahrheit nichts Feststehendes, sondern ein permanenter Prozess, ein stetes Ringen um Positionen im Wissen darum, dass niemand ausschliesslich im Besitz der Wahrheit ist. Wahrheit ist in der Demokratie also etwas sehr Relatives. Gotthold Ephraim Lessing formulierte es so: «Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist, oder zu sein vermeinet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen.» Zum Weiterlesen: Guter Journalismus: Wahrheit und andere Lügen – KOMMENTAR von Eric Gujer Gesamten Artikel anzeigen