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Katja Triebel

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Katja Triebel last won the day on November 17 2016

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Community Reputation

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About Katja Triebel

  • Rank
    Bannerkunde
  • Birthday 10/11/1964

Website

  • Website URL
    http://www.triebel.de

Persönliche Angaben

  • Geschlecht
    Frau
  • Wohnort
    D-13585 Berlin
  • Beruf
    Waffenhändlerin
  • Interessen
    Waffenlobby
  • Favorite gun
    PC-Tastatur
  • WSK-Inhaber
    Nein
  • WBK- Inhaber
    Nein
  • Jägerprüfung
    Ja
  • Erlaubnis nach § 7 oder 27 SprengG?
    Nein

Verbandsmitgliedschaften

  • Meine Verbandsmitgliedschaften
    DSB
    BDS
    DSU
    BDMP
    FSD
    DJV
    VdRBw
    SPI
    VdW
    Kuratorium
    ProLegal
    FWR
    GRA
    FvLW
    IWÖ
    ProTell
    VDB
    VuS
    BSB
    Kyffhäuserbund
    BHDS
    BKS
    BSSB
  1. Silber Medaille und 2 x Weltmeister

    Bei der 18. Weltmeisterschaft IPSC World Shoot XVIII kam das Team „Revolver Overall Germany“ mit Sascha Back auf den zweiten Platz. Bei der Weltmeisterschaft PPC 1500 holte sich unsere Schießleistungsgruppe SLG T’n T Berlin gleich zwei Weltmeistertitel. Wir gratulieren unseren gesponserten Teams ganz herzlich zu den erstklassigen Erfolgen und bedanken uns bei Sascha und dem BDS für die Danksagung. BDS Präsident Friedrich Gepperth schrieb: Liebe Katja, im Namen des Bundes Deutscher Sportschützen 1975 e.V. bedanke ich mich ganz herzlich für das Teamsponsoring unserer Schützen in Revolver Overall bei der diesjährigen IPSC Weltmeisterschaft in Châteauroux, Frankreich! Ohne Eure freundliche Unterstützung wäre die Wettkampfteilnahme unserer Schützen nicht oder zumindest nicht in dem dagewesenen Umfang möglich gewesen. Daher ist es mir ein Anliegen, Dir als Anerkennung des BDS das anliegende Andenken zu übersenden und hoffe, Dir damit eine kleine Freude zu machen. Mit freundlichen Grüßen Friedrich Gepperth Präsident Der Brief und das Andenken haben mir tatsächlich sehr viel Freude gemacht und wir haben beides gleich im Laden aufgehängt. Hurra, wir sind zweimal Weltmeister! Wir gratulieren den Siegern und freuen uns so richtig doll, das unsere SLG so erfolgreich war. Beide Siege waren denkbar knapp, daher geht ein ganz besonderer Dank an Ralf, der zusammen mit Roman Hauber auch beide World Team Matches für Deutschland gewann und zweimal in der Einzelwertung auf dem ersten Platz landete. Ralf, du bist der BESTE – und hast ein tolles Team hier in Berlin. SLG T’n T Berlin 1 mit Andreas Geikowski und Ralf Vanicek ist Weltmeister im Team Revolver 1500 SLG T’n T Berlin 1 mit Frank Kemm und Ralf Vanicek ist Weltmeister im Team Pistole 1500 PPC 1500 World Championship 2017: Resultate findet man hier Für alle Unwissenden: T’n T bedeutet „Triebel ’n Tuning“ und wurde von Kristian Triebel in den 90er Jahren ins Leben gerufen. Eure Katja Triebel Gesamten Artikel anzeigen
  2. Wie bereits all4shooters hier berichtet hat, gibt es einen Sicherheitshinweis für das Präzisionsgewehr Precision Rifle II mit Schlossabdeckung in Aluminium. Die Generation I mit einer Schlossabdeckung aus Kunststoff ist nicht betroffen. Es handelt sich nicht um einen Rückruf. RUGER geht davon aus, dass dieser Effekt nur bei wenigen Waffen auftritt. Wenn Sie mit Ihrer Waffe bereits problemlos 100 Schuss gemacht haben, ist davon auszugehen, dass dieses Problem nicht vorhanden ist. RUGER bietet trotzdem an, kostenlos eine neue Schlossabdeckung nachzuliefern. Unsere Kunden sollten daher wie folgt verfahren: Bei der Schlossabdeckung aus Aluminium kann es in einzelnen, wenigen Fällen vorkommen, dass sich beim Betätigen des Abzuges kein Schuss auslöst. In diesen extrem seltenen Fällen blockieren sich das Spannstück am Verschluss und die hintere Schlossabdeckung. Dadurch erfolgt keine Schussabgabe. Bei diesen Versagern kann es dann auch passieren, dass sich beim Öffnen der Waffe die Verklemmung auflöst, der Schlagbolzen freigegeben und ein Schuss ausgelöst wird. Bitte rufen Sie den folgenden Link auf der RUGER Seite auf: www.ruger.com/dataProcess/rprSafety/ Hier müssen Sie zuerst Ihre Waffennummer eingeben. Das System überprüft, ob Ihre Waffe überhaupt von dem möglichen Problem betroffen ist. Wenn ja, werden Sie aufgefordert, Ihren Namen und Ihre Adresse einzugeben. Wir erhalten dann über unseren Importeur AKAH im Namen von RUGER kostenlos die neue Abdeckung. Es empfiehlt sich, uns per Email zu informieren, dass Sie auf die neue Abdeckung warten. Wir können im Augenblick noch nicht mit Sicherheit sagen, wann dies erfolgt. Vermutlich wird dies erst im Oktober oder November möglich sein. Gesamten Artikel anzeigen
  3. GunNews - Reichsbürger – ein aufgebauschtes Problem?

    Jo, habe lange gezaudert, ob ich das Thema überhaupt anfasse.... Aber irgendwann reicht's...
  4. Europa hat ein Problem mit Feuerwaffen

    Nun klär mich mal bitte auf .... Die IWÖ ist seit 2013 offiziell Partner von Firearms United, hat aber so gut wie Null Input geleistet. Deswegen haben zwei aktive Österreicher Firearms United Österreich gegründet. Mit NFVÖ gibt es bisher noch keine Zusammenarbeit. Und natürlich gab es auch unter den Aktiven von FU Streit, nachdem der Kampf in Brüssel erstmal beendet war. Aber spalten lassen wir uns nicht.... Wir stehen alle hinter der CZ-Aktion und bewundern LEX, unseren Partner und die Tschechen an sich... Und diese unbedeutende FU hat während des Kampfes in Brüssel mehr Aufmerksamkeit in der Presse gefunden als FACE .... Wir sind unbedeutend, aber alle anderen sind total still.....
  5. IWÖ hat Zakrajsek ausgeschlossen

    Georg Zakrajsek war Gründungsmitglied und Generalsekretär der IWÖ (Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht in Österreich). Die IWÖ hat ihn jetzt wegen „wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens“ ausgeschlossen. Herr Zakrajsek war im Januar 2017 zu fünf Monaten Haft auf drei Jahre Bewährung wegen Verhetzung verurteilt worden. Das Urteil wurde jetzt durch die Ablehnung der Berufung rechtskräftig. Deswegen ist er jetzt ein Straftäter „im Namen der Republik“ und daher ist der Ausschluss aus der IWÖ richtig und auch verständlich aufgrund der Statuten. Die Ablehnung der Berufung kann man hier nachlesen: Link Was nicht verständlich ist, ist die Rechtssprechung Das Urteil ist ein Urteil gegen die freie Meinungsäußerung. Andreas Unterberger, ehemaliger Chefredakteur „Der Presse“ und der „Wiener Zeitung“ und Lehrbeauftragter an der Universität Wien, schrieb in seinem Blog: Die Justiz vernichtet die Meinungsfreiheit Da ist in der Wiener Strafjustiz die wohl bisher überhaupt ärgste Einschränkung der Meinungsfreiheit passiert, die es in diesem Land seit Generationen gegeben hat. Ein Wiener Notar ist zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt worden, weil er Dinge geschrieben hat wie: „Die Muslime haben uns allen den Krieg erklärt.“ Dieses Urteil ist – natürlich – auf Anzeige der Grünen erfolgt. Und eine Wiener Richterin hat sich dafür als gehorsames Instrument zur Verfügung gestellt. Als Instrument diente ihr der totalitäre Gummiparagraph „Verhetzung“, für den Minister Brandstetter die moralische Hauptverantwortung trägt. Die Richterin hat allen Ernstes wörtlich dekretiert, der Notar habe „unzulässige Worte“ verwendet. Sie hat deren Verwendung drakonisch bestraft. Wenn dieses Urteil in den Instanzen hält, dann ist es endgültig aus mit der Meinungsfreiheit in diesem Land. Ich habe mir das erste Urteil durchgelesen. Die Richterin interpretiert den „Kampf gegen die Pläne der EU“, die mit der Waffenrichtlinie die Bevölkerung entwaffnen will, als „Ausruf zur bewaffneten Gewalt gegen Moslems„. Und die Richterin in der zweiten Instanz sieht das genauso. Sodann fordere der Angeklagte den angesprochenen Leser auf, weil die Justiz und die Sicherheitsbehörden aufgrund Dummheit völlig untätig seien, den Kampf gegen den Islam, welcher sich bereits bewaffnet habe, als Abwehrkampf zu führen, wie er selbst. In beiden Texten forderte der Angeklagte auf, mit Waffen Gewalthandlungen an Muslimen zu setzen, wobei er gleichzeitig in einer für den angesprochenen Durchschnittsleser verständigen Weise die Muslime als Menschen zweiter Klasse herabstufte, diesen dadurch die Würde als Menschen absprach, indem er sie als minderwertige, wertlose, ja sogar gefährliche und deswegen auszumerzende Teile der Gesellschaft darstellte. Wer die Texte in Zakrajseks Blog neutral liest, kann da keinen Aufruf zu Gewalttaten entdecken, sondern zum „Kampf gegen die Institutionen/Veröffentlichte Meinung“. Jurist Zakrajsek begeht keine Gewalttaten, sein Abwehrkampf sind Gerichtsprozesse und freie Meinungsäußerung. Wenn er zum „Kampf“ aufruft und sich als Beispiel präsentiert, dann will er nicht, dass seine Leser mit Schusswaffen durch die Gegend rumlaufen und Andersgläubige bedrohen. Stattdessen will er Unterstützung für die IWÖ einfordern und kritisiert zu milde Urteile der Justiz. Mag. Alfred Ellinger hat zu dem Urteil einen Kommentar in der Zeitschrift „Die Kriminalisten“ geschrieben. Ellinger war Vizepräsident des Landesgerichts Eisenstadt, außerdem langjähriger Vizepräsident der IWÖ: Der 77-jährige ist zweifellos ein umtriebiger und unbequemer Zeitgenosse. Aber braucht unsere Gesellschaft nicht solche Mitbürger? Im Dezember 2015 stellte er einen Beitrag online in dem es unter anderem unter Bezug auf den islamischen Bombenterror in Europa hieß: „Die Muslime haben uns den Krieg erklärt und sie führen ihn bereits. Unsere verräterischen Politiker stehen entschlossen auf deren Seite. Sie fördern und erleichtern den Terror. Aber wir werden den Kampf führen… Ich will diese Zauselbärte, diese Schlafanzüge und Müllsäcke hier nicht sehen. Und ich will nicht, dass sie meine Mitbürger umbringen und dies ungestraft tun dürfen, weil unsere Justiz und unsere Sicherheitsbehörden inzwischen völlig verblödet sind. Und die Täter mit verständnisvoller Idiotie behandeln, statt sie wirksam zu bestrafen. Es ist der Islam, Herrschaften. Und es gibt keinen Dialog mit diesem Islam. Mit einem Bewaffneten diskutiert man nicht. Man kann sich ergeben oder man kann sich wehren. Tertium non datur“ (etwas Drittes gibt es nicht). Warum kriminalisieren? Man mag die hier zitierten Meinungen und Aussagen die zu strafrechtlichen Reaktionen geführt haben nicht teilen, man mag sie für überzogen und unkorrekt, man mag sie für geschmacklos und nicht verbreitenswert halten, man mag sie verabscheuen, aber muss man sie kriminalisieren? Oder sollte man nicht einem Voltaire in den Mund gelegtes Zitat aus der von Evelyn Beatrice Hall verfassten Biographie über Voltaire folgen: „Ich lehne ab, was sie sagen, aber ich werde bis auf den Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen“. Wäre dies nicht einem so elementaren Recht wie dem der Meinungsfreiheit angemessener? Die Richterinnen ziehen u.a. für die „Verhetzung“ die Religion heran. Während man ungestraft „alle Soldaten/Jäger/Angler sind Mörder“ sagen darf, ist eine Aussage, die pauschal eine Religion als Terroristen diskriminiert, eine Verhetzung. Dies ist in Österreich und Deutschland Gesetz. In beiden Ländern bezieht sich die Hetze auf nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppen. In Österreich kommt noch Hautfarbe, Staatsangehörigkeit, Geschlecht, Alter, Behinderung und sexuelle Ausrichtung hinzu. Und in beiden Ländern sind es Gummiparagraphen, mit denen man fast jeden verurteilen kann, der sich über eine der oben genannten Gruppen mockiert: Volksverhetzung in Deutschland § 130 Absatz 2 des StGB: ) Wer eine Schrift verbreitet oder der Öffentlichkeit zugänglich macht …, die die Menschenwürde von in Buchstabe a genannten Personen oder Personenmehrheiten dadurch angreift, dass diese beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden, Verhetzung in Österreich § 283 StGB: Wer öffentlich auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird, …in der Absicht, die Menschenwürde anderer zu verletzen, eine der in Z 1 bezeichneten Gruppen in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, diese Gruppe in der öffentlichen Meinung verächtlich zu machen oder herabzusetzen. Interessanter Weise wurde in beiden Ländern die Gesetzestexte 2015 und 2016 erweitert. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass das Strafgesetzbuch am Ende des 19. Jahrhundert das Beste war, das jemals geschrieben wurde. Seitdem wurde es nur noch verschlimmverbessert. Der ursprüngliche Text von 1871 lautete „Anreizung zum Klassenkampf“: „Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten gegen einander öffentlich anreizt, wird mit Geldstrafe bis zu zweihundert Thalern oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft.“ Der Text wurde wegen antisemitischer Hetze, die bis 1960 – falls sie keinen Gewaltaufruf beinhalteten – nicht strafbar war, in Deutschland geändert. Die Zeit schrieb 1959: Nach Artikel 5 des Grundgesetzes hat jeder das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten. Auch die Gegner unserer Demokratie haben dieses Recht, sogar die Antisemiten. Ja, dieses Grundrecht existiert nicht mehr und es wird seit Jahrzehnten mehr und mehr ausgedünnt. Die gute Absicht (Antisemitismus bekämpfen) hat sich zu Rede- und Denkverboten entwickelt. Mit diesem Gesetz ist bereits jeder in den sozialen Medien veröffentlichte Witz über Ostfriesen eine Verhetzung, in Österreich sogar Witze über Blondinen, Rentner und Homosexuelle. Zakrajsek und die IWÖ Also ich – als Deutsche – habe mich schon längere Zeit gefragt, warum Herr Zakrajsek nicht schon früher seinen Generalsekretärsposten verloren hat. In seinem Blog „Querschüsse“ schreibt er sehr polemisch, satirisch und benutzt Worte und Phrasen, die hier in Deutschland schon lange nicht mehr benutzt werde dürfen. Und ja, er macht dort Personengruppen verächtlich. Auch schreibt er schon lange nicht mehr nur Artikel zum Waffenrecht, sondern zu vielen Themen (vom Klimawandel, über Flüchtlinge zu Grünen und Vegetarieren). Und er bezieht eindeutig eine rechtspopulistische Grundhaltung (FPÖ vs. Grüne), die konträr ist zur politisch neutralen Haltung der meisten Vereinssatzungen. Für einen deutschen waffenrechtlichen Verband ist ja schon mein Blog kaum erträglich. Zakrajseks Blog wäre hier eine Zumutung. Zakrajsek polarisiert. Es gibt viele IWÖ-Mitglieder, die nur wegen ihm in die IWÖ eingetreten sind. Und es gibt auch viele, die wegen ihm wieder ausgetreten sind. Sein Rauswurf wird eine neue Mitgliederbewegung bewirken. Ich persönlich mag die Artikel von Zakrajsek seit einigen Jahren nicht mehr gerne lesen, da mir deren Inhalt und Wortwahl meist nicht gefällt. Aber ich verteidige die freie Meinungsäußerung und finde, er solle so schreiben dürfen, wie er es tut. Gesamten Artikel anzeigen
  6. Im November 2016 ging die Landesregierung noch von 200 bis 300 Personen in NRW aus. Medienberichten zufolge liegt die Zahl heute bei 2000 Personen in NRW. Die Grünen haben beim Landtag NRW nachgefragt und Antwort erhalten: Drucksache 17/259 Der Landtag stimmt zu, dass es 2000 Reichsbürger und Selbstverwalter in NRW und 12.600 bundesweit gäbe und listet die aktiven Gruppen in NRW auf. Die ersten beiden scheinen sich nur gegründet zu haben, um als Betrüger Geld zu machen. Zwei weitere Gruppen versuchen die Verwaltung mit Anträgen lahm zu legen. Eine Mini-Gruppe vertreibt aus wirtschaftlichen Gründen „Reichsbürgerdokumente“. Und zwei überregionale Gruppen veranstalten Stammtische und Publikationen. Eine davon (Freistaat Preußen) versuchte, eine bewaffnete Bürgerwehr aufzustellen. Allen Gruppen in NRW gemein sind sehr niedrige Mitgliedszahlen, eine hohe Fluktuation und keine Verbindung zu Rechtsextremisten. Im ersten Halbjahr 2017 konnte die Polizei 20 Fälle der PMK (Politisch Motivierte Kriminalität) ausmachen, bei denen der Verdacht besteht, „den sogenannten „Reichsbürgern“ anzugehören oder zumindest die dort verbreitete Ideologie zu vertreten.“ Der Landtag fand in NRW „keine Hinweise auf strukturelle Verbindungen zwischen Reichsbürgergruppierungen und rechtsextremistischen Organisationen“. Aber bei 143 Besitzern von Waffenbesitzkarten (WBKs) fand man „Hinweise auf eine Nähe zur Reichsbürger- bzw. Selbstverwalterideologie„. Die 20 Fälle im ersten Halbjahr in NRW werden in der Anlage zur Drucksache aufgelistet: 6 Nötigungen 4 Beleidigungen 1 Vorsätzliche einfache Körperverletzung 1 Bedrohung 2 Urkundenfälschungen 2 Volksverhetzungen 1 Straftat gegen das Bundesdatenschutzgesetz 1 Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen 1 Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes 1 Versammlungsgesetz Vergleichen wir oben genannte Straftaten mit denen der Tierrechtler-Szene. Dort wird in Ställe eingebrochen, Ställe angezündet, Tierhaltern mit Mord gedroht, Tiere freigelassen, unangemeldete Demos vor Zirkussen, Ställen oder Zoos abgehalten, Tierhalter und deren Kinder bedroht, Gemeinschaftsjagden gestört, gegen Jäger, Fischer, Bauern gehetzt und Anzeigen gegen Tierhalter gestellt, die die Gerichte und Verwaltungen lähmen. Die organisierte Tierrechts-Szene weist eindeutig Überschneidungen mit organisierten Rechtsextremisten auf, wie ich bereits hier im Blog ausführte (Link). Es wäre daher mal an der Zeit, eine Kleine Anfrage in NRW zur Tierrechts-Szene zu stellen und dann beide Szenen zu vergleichen. In Niedersachsen hatte eine Kleine Anfrage ergeben, dass von 2009 bis 2015 militante Tierschützer vier Brandstiftungen mit 1 Mio. Gesamtschaden, sowie 668 Stalleinbrüche mit einer Schadenssumme von 1,3 Mio. begangen haben. Der große Unterschied zwischen beiden Szenen ist m.E. die „Political Correctness“ und der private Waffenbesitz. Political Correctness NABU und BUND, Staatsanwälte, Politiker und Journalisten unterstützen die Tierrechtler. Kein Mensch wirft ihnen Volksverhetzung vor, wenn diese Jäger und Fischer als Mörder titulieren. Staatsanwälte beschlagnahmen unberechtigt Tiere aufgrund von deren Anzeigen, aber kaum ein Tierhalter wehrt sich mit Strafanzeigen gegen diese vor Gericht. Seit 2013 fokussieren sich die Grünen, unterstützt von NABU, BUND, PETA u.v.a., auf die Jagd und Tierhaltung (Bauern, Exoten, Zirkus, Zoo). Seit 2014 hetzen die Medien gegen Bauern und Tierärzte – unterstützt von vielen NGOs wie animal health, BUND, virtuelles Wasser u.v.a.. Aktuell wird vom STERN gegen die Landwirtschaftsministerin NRW gehetzt mit Medienberichten, die illegale Stalleinbrüche zeigen. Der Vorwurf erschien in allen überregionalen Medien. Über die Entkräftung berichten nur BILD, die Fachpresse und die lokalen Medien. Während es „politisch korrekt“ ist, mit dubiosen Tierrechtlern wie z.B. PETA zu paktieren, ist die Nähe zur Reichsbürger-Szene ein No-Go. Dies musste die „esoterisch veranlagte“ Allgäuer Bürgermeisterin erfahren. Die 56-jährige Bürgermeisterin von Bolsterlang im Oberallgäu und mehrere Gemeinderäte stehen unter dem Verdacht, mit der „Reichsbürger“-Bewegung zu sympathisieren. Nach jüngsten Erkenntnissen hat Zeller aber nicht nur einen „Reichsbürger“-Referenten in den Gemeindesaal eingeladen, sondern auch an einem Kongress der verfassungsfeindlichen Bewegung teilgenommen. Bei der Landesanwaltschaft läuft ein Disziplinarverfahren gegen Monika Zeller. … Der Oberallgäuer CSU-Kreisvorsitzende und Bürgermeister von Altusried, Joachim Konrad, war schier „von den Socken“, als er von den Vorwürfen gegen seine Kreistagskollegin hörte. Sie habe nie eine Bemerkung gemacht, die „Reichsbürger“-Tendenzen hätten erkennen lassen. „Da war nix“, sagt Konrad, weshalb er nach wie vor „ein Gefühl der Ungläubigkeit“ verspüre. … Das Gerücht über drohende Enteignungen machte im gesamten Allgäu die Runde. Allein beim Landratsamt in Sonthofen und der kreisfreien Stadt Kempten beantragten im vergangenen Jahr 120 Bürger gelbe Scheine. SZ vom 17. April 2017: „Reichsbürger“-Verdacht Privater Waffenbesitz Da die Tierrechts-Szene sich zumeist aus dem linksradikalen Milleu bildet, ist es unwahrscheinlich, dass deren Akteure Waffenbesitzkarten besitzen, da sie bereits öfters mit Gewalttaten aufgefallen sind und meist den Staat ablehnen. Die Reichsbürger hingegen stammen meist aus dem eher konservativen Milleu und wurden (oft im zunehmenden Alter und wegen sozialer Abstufung zum Hartz-4-Empfänger) zum Staatskritiker/-verweigerer. Deren Waffenbesitz stammt meist aus ihrer aktiven Zeit als Berufstätige. Und natürlich gibt es noch viele andere anständige Bürger, die den kruden Thesen der Reichsbürger/Selbstverwalter auf den Leim gehen. Sonst gäbe es ja aktuell nicht solch einen Zulauf. Daraus aber eine drohende „Terrorgefahr“ zu machen, wie das BKA-Papier es verlauten lässt, ist m.E. ein aufgebauschtes Problem. Während es scheinbar keine Überschneidung zwischen der „Reichsbürgerbewegung“ und deren Gruppen mit Rechtsextremismus gibt, gibt es wohl Überschneidungen einiger Bürger. So sollen in Sachsen 10% der Reichsbürger auch Rechtsextremisten sein. Hier sollte die Polizei versuchen, ihren Verdacht zu erhärten. Aber doch nicht bei jedem Inhaber eines „Gelbe Scheins“. WBK-Entzug In allen Bundesländern werden nun die waffenrechtlichen Erlaubnisse überprüft und größtenteils entzogen, wie z.B. in Bayern. [D]as bayerische Innenministerium hatte am Montag aktuelle Zahlen zur Reichsbürgerszene vorgelegt. Demnach gehören in Bayern den „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ rund 3000 Menschen an; in 1900 weiteren Fällen wird dies noch überprüft. Auch in Bayern liegt ein Schwerpunkt der Beobachtung auf dem Waffenbesitz. 235 Waffenbesitzer wurden demnach bislang eindeutig der Reichsbürgerszene zugeordnet, in 138 Fällen wurden die Erlaubnisse bereits widerrufen. FAZ vom 01.08.2017: Mehr als 700 Reichsbürger in Sachsen Der Besitz oder Antrag auf einen „Gelben Schein“ ist keine Straftat und rechtfertigt daher auch nicht die Aktionen der bayrischen Polizei, WBK-Besitzer deswegen zu entwaffnen. Zu den o.g. eindeutig bestimmten Reichsbürgern gehören auch diese beide Landwirte, über die der Merkur berichtete, die lediglich so einen Schein haben. Mehrere Polizeifahrzeuge, schwer bewaffnete Beamte, viel Nachdruck. So rückt das Landratsamt zu Kontrollen bei Menschen an, die es für Reichsbürger hält. Das waren zum Beispiel die Landwirte Martin Beilhack und Regina Mayer. Beilhack spricht von Rufmord. Merkur vom 15.02.2017: Reichsbürger-Kontrollen: „Das ist doch Rufmord“ Die Landwirtin Mayer steht unter Reichsbürger-Verdacht, ihre WBK wurde widerrufen, sie wehrt sich dagegen mit einem Anwalt. „Dass es Reichsbürger gibt, weiß ich nur aus Zeitung und Fernsehen.“ Natürlich erkenne sie den Staat an, habe einen Personalausweis, zahle Strafzettel und Rundfunkgebühren. Weil „das ja nicht schaden kann“, hat Mayer auch einen Staatsangehörigkeitsausweis beantragt, den „Gelben Schein“. Der Landwirt Beilhack hat einen Hof in Warngau, war Gemeinderat, Kreisrat und ist Hauptmann der Waakirchner Gebirgsschützen. „Ich bin ein Patriot durch und durch“, erklärt er. „Aber mit Reichsbürgern habe ich nichts zu tun.“ Auch er hat einen Staatsangehörigkeitsausweis beantragt, nach der Urfassung von 1913. … Er durfte seine Waffen übrigens behalten. Nach dem Vorfall in Georgensgmünd, bei dem ein aktiver Reichsbürger sich gegen die Beschlagnahmung seiner Waffen mit Schusswaffengewalt wehrte und dabei einen Polizisten tötete, ist dieser Einzelfall jetzt zu einer generellen Feststellung geworden: „Alle Reichsbürger gelten als waffenrechtlich unzuverlässig“, entschied das VW Cottbus und das zuständige OVW Berlin-Brandenburg ließ keine Berufung zu. Auch wenn man sich im Nachhinein distanziert, wird beschlagnahmt – wie hier in Bayern – auch wenn man der Bewegung nur „im Geiste folgt“. „Die Indizien sprechen dafür, dass Sie ein Reichsbürger sind – zumindest im Geiste: Sie stellen Ihre Nationalität infrage, haben vom Gerichtsvollzieher einen Schadenersatz in Form von Feinunzen Gold verlangt und erkennen den Rundfunkvertrag nicht an“, sagte die Richterin. … Der Kläger, der sich erneut von der Reichsbürger-Szene distanzierte, sieht sich als Opfer. Er habe noch nie etwas Unrechtes getan, beteuerte er, während er mit den Tränen kämpfte. Das Gericht wies die Klagen ab. Waffen und Lizenz erhält er nicht zurück. AA vom 5.8.17: Mutmaßlicher Reichsbürger muss 35 Waffen abgeben Mein Fazit Die Reichsbürger-Szene hat wegen der „Lückenpresse“ und der gestreuten Gerüchte um Enteignung Zulauf – insbesondere auf dem Land. Würden sich die Systemmedien mit der Kritik der „kleinen Leute“ befassen, dann gäbe es weniger Leute, die diesen Themen auf dem Leim gingen. Das Problem ist daher hausgemacht und könnte mit Talk-Shows gelöst werden. Aber das ist ja gar nicht gewollt. Man benötigt ja „Sündenböcke“ zur Ablenkung der eigentlichen Terrorgefahr. NPD-Mitglieder, Rocker und Reichsbürger sind dazu bestens geeignet, insbesondere wenn sie privat Waffen besitzen. Ich dachte, wir sind gegen „Generalverdacht“! Wir beschuldigen ja auch nicht jeden hier eingebürgerten Moslem, ein Terrorist zu sein und wollen ihm deswegen die WBK abnehmen, weil er sich radikalisieren könnte. Doch die Gerichte sehen das anders, hier reicht ein Einzelfall in Georgensgmünd. Wenn zwei das Gleiche tun, ist es vor Gericht noch lange nicht das Gleiche! Gesamten Artikel anzeigen
  7. Das Team von VISIER hat die sechs Parteien befragt, die voraussichtlich im September 2017 die 5% Hürde schaffen und in den Bundestag einziehen. Die jeweiligen Antworten oder gar Wahlversprechen finden Sie nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge entsprechend der Parteinamen. Bundestagswahl 2017: Parteien beantworten Fragen zum Waffenrecht Generell kann man sagen, dass die AfD das Waffenrecht lockern will, dass die FDP die Regelungsdichte verringern will und beide sich ausdrücklich gegen weitere Verschärfungen stark machen. Auch deren MdEPs hatten gegen die EU-Waffenrichtlinie gestimmt, wie auch die MdEPs von LKR (Lucke-Partei). Die CDU/CSU stärkt uns offiziell den Rücken, stimmte aber mehrheitlich (nur Herr Ferber von der CSU war dagegen) für die EU-Waffenrichtlinie. Auch kam der Vorschlag für verpflichtende Verfassungsschutzabfragen von der CDU (Hessen). Die SPD sieht im privaten Waffenbesitz generell eine Gefahr. Die Grünen und Linken wollen mehr Auflagen und Verbote. Alle rot-grünen Parteien haben, insbesondere auch in Brüssel, für mehr Verschärfungen plädiert. Wir haben aktuell einen Bundestag, der mehrheitlich rot-grün ist, weil FDP und AfD 2013 die 5% Hürde mit jeweils 4,9% verfehlten. Alle Wahlprognosen gehen davon aus, dass 2017 alle kleinen Parteien in den Bundestag kommen. Zwischen 5 und 10% wird jeder Partei zugetraut. Falls die Grünen im September ohne FDP an die Regierung kommen, werden sie wieder versuchen, die Halbautomaten zu verbieten, die getrennte Lagerung von Munition und Waffen fordern, psychologische Gutachten für WBKs fordern und den Versandhandel erschweren. Wenn sie zusammen mit CDU und/oder SPD regieren, werden sie viele dieser Beschränkungen durchbekommen. Falls CDU/CSU, FDP und AfD viele Stimmen bekommen im September, sieht es besser für uns aus….. Falls CDU/CSU zusammen mit FDP und AfD auf mehr als 50% bekommen, werden die nicht zusammen regieren, weil die AfD ja nicht koalitionsfähig ist, so wie die Grünen und Linken vor 30 Jahren auch. Aber dann können sich CDU/CSU nicht mehr damit rausreden, dass es im Bundestag eine Mehrheit für Verschärfungen gäbe – wie es gerade der Fall war. Ich glaube nicht, dass es für Schwarz/Gelb reichen wird. Aber selbst bei Jamaika oder GroKo kann sich die CDU nicht mehr rausreden, wenn sie zusammen mit FDP und AfD über 50% hat. Und zur Zeit haben diese drei Parteien bei allen Umfragen 55%. Es geht dieses Jahr nicht mehr um die Frage, ob FDP oder AfD die 5% Hürde schaffen. Das schaffen beide. Es geht auch nicht unbedingt darum, wer mit wem koaliert. Merkel wird Kanzlerin bleiben, solange es keine Mehrheit für R2G gibt – und dies sieht sehr unwahrscheinlich aus. Es geht dieses Jahr darum, nicht die CDU zu wählen, sondern FDP oder AfD, die beide – dieses Jahr sogar offiziell im Wahlprogramm als Wahlbaustein für die „innere Sicherheit“ – Verschärfungen ablehnen und Erleichterungen einfordern. Wer behauptet, die FDP hätte Wahlversprechen gebrochen und der sei nicht zu trauen, der möge sich anschauen, was die CDU gemacht hat. Der möge sich anschauen, welche unsäglichen Gesetze in den letzten 8 Jahren verabschiedet wurden (oft gegen den Wirtschaftsrat der CDU). Von Umsatzsteuererhöhungen über Bargeldgrenzen, von Staatstrojanern über Hetzgesetze, vom Waffenrecht bis zur Maut. Und wer sagt, er könne die AfD nicht wählen, weil die zu rechts wäre, der möge deren Wahlprogramm mit dem der CDU vor 16 Jahren vergleichen. Da sind viele Punkte identisch. Da mit der AfD keiner koaliert, sondern diese in die Opposition geht, kann man sich sicher sein, dass deren ultrarechten Forderungen eh nicht umgesetzt werden. Zudem ist die Partei – wie damals die Grünen – im Streit mit sich selber. Die Gemäßigten gegen die Extremen. Bei den Grünen hießen die Realos und Fundis. Über kurz oder lang werden die Extremen bei der AfD genauso ausgetilgt wie die Fundis bei den Grünen. Und dann kommt die Zeit, wo sie koalitionstauglich in den Augen der anderen erscheinen wird oder die Gemäßigten zu einer anderen Partei wechseln und diese Partei wieder verschwindet, so wie alle ultrarechten Parteien in der Vergangenheit auch. Ich kenne einige Kämpfer für das Waffenrecht bei der FDP und AfD. Ich sehe bei der AfD Kleine Anfragen in den Landtagen, die ich von der FDP in der Vergangenheit vermisst hatte. Ich weiß nicht, welche der beiden das kleinere Übel ist. Auf jeden Fall ist deren Übel im Punkt Waffenrecht wesentlich kleiner als das von CDUSPDLINKEGRÜNE, und in vielen anderen freiheitlichen Rechten auch. P.S. Ich würde lieber fraktionslose Abgeordnete wählen, die sich für ihre Wähler und nicht für ihre Partei einsetzen. Aber davon gibt es zu wenige. Vielleicht ändert sich dies irgendwann, wenn wir Volksentscheide eingeführt haben, die von allen Parteien – außer der CDU – eingefordert werden. Gesamten Artikel anzeigen
  8. Petition Waffenscheine für Frauen

    Und dann kommen alle möglichen Leute und verstehen nicht, um was es geht .... Schaut euch nur mal die Kommentare auf der GRA Seite an.... wogegen bei Facebook nur das Gerücht zur Schrankregistrierung kommentiert wird.... Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr .... https://german-rifle-association.de/newsletter-waffengesetz-petition-terrorgefahr-fuer-waffenbesitzer/#comments
  9. Petition Waffenscheine für Frauen

    Was passiert genau nach der abschließenden Behandlung: wird Petition zugelassen oder gleich im BT darüber geredet?
  10. Parallele 2009 zu 2017: Kurz vor der Sommerpause und Bundestagswahl peitscht die GroKo aus CDU und SPD verfassungswidrige Gesetze durch – sowohl formal als auch inhaltlich. Dirk Müller (Mister Dax) bringt es mal wieder auf den Punkt, was die Medien nicht schaffen. (Ich halte ihn nicht für einen Verschwörungsfan) 2009: Die Änderung des Waffenrechts wird einfach an das laufende Verfahren zum Sprengstoffgesetz „angehängt“. Es entfielen dadurch die erste und zweite Lesung. 2017: Ein laufendes Gesetzgebungsverfahren, in dem es um mehrere andere Themen, etwa den Führerschein-Entzug bei Nicht-Verkehrsstraftaten, geht, wurde vor einigen Wochen unauffällig um den Punkt der Überwachung/Staatstrojaner ergänzt. Im „Kampf gegen Gewalt/Terrorismus“ wird hier ein Bürgerrecht nach dem nächsten geopfert. Von der Bundes-Datenschützerin – wie immer im Gegensatz zu ihrem Vorgänger – kein Wort. Die Verteidiger dieses Gesetzes sagen, dass ja ohne richterlichen Beschluss nichts möglich wäre. Doch schauen wir uns mal unsere Richter im Land an! Da werden Hausdurchsuchungen wegen Bagatellen erwirkt, da wird „Gefahr im Verzug“ proklamiert, weil jemand eine Jagdwaffe zum Freund transportiert. Da wird Amoklauf vermutet, weil jemand seinen Nachbarn anschwärzt, der nicht mal eine SSW besitzt. Da gewinnen Behörden in erster und zweiter Instanz Prozesse, die in dritter Instanz als verfassungswidrig bescheinigt werden. Da wird ein Rentner nicht wegen Notwehr freigesprochen, obwohl sogar der Staatsanwalt für Freispruch plädiert. Da werden Gewalttäter auf Bewährung freigelassen, die Kinder und Frauen missbrauchten. Wer bitte vertraut denn heutzutage noch einem Richter/einer Richterin beim Amtsgericht? Denjenigen, die die Genehmigungen für den Staatstrojaner erteilen? Der Bundestag hat gerade ein Gesetz verabschiedet, das unser aller Freiheit entscheidend einschränkt. Es regelt die Online-Durchsuchung durch Staatstrojaner, ist aber bereits in seiner Entstehung verfassungswidrig. WELT: Wie viel Überwachung braucht der Rechtsstaat? „Praktisch ohne öffentliche Debatte wird versucht, mit Rechtsgrundlagen für Online-Durchsuchung und Quellen-TKÜ schwerste Grundrechtseingriffe in die Strafprozessordnung einzuführen“, sagte Ulrich Schellenberg, der Präsident des Deutschen Anwaltvereins, dieser Zeitung. FAZ: Durch die Hintertür zur Online-Überwachung Gefahr für die innere Sicherheit: Mit der Geheimhaltung von Sicherheitslücken, die zum Anbringen von Schadsoftware benötigt werden, geht eine Gefahr für die innere Sicherheit einher. Unverhältnismäßiger Grundrechtseingriff bei niedriger rechtlicher Schwelle: Die rechtlichen Grenzen der sogenannten Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) lassen sich technisch kaum umsetzen, wodurch de facto eine Online-Durchsuchung geschaffen wird. Fehlender Beleg der Notwendigkeit: Strafverfolgungsbehörden haben dank der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche bereits heute Zugriff auf eine nie dagewesene Fülle an Daten. Fehlende technische Überprüfbarkeit und Nachvollziehbarkeit: Die technischen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Schadsoftware sind nicht ausreichend spezifziert, um Rechtssicherheit oder adäquate Kontrolle sicherzustellen. Chaos Computer Club: Stellungnahme zum Staatstrojaner Rechtsstaat bedeutet, dass man diese Fragen erst geklärt hat, bevor irgendwas in einem Bundestag durchgepeitscht wird, und dass man auch die Zuständigen und die mit Wissen einbezieht, und das vermisse ich hier. Das war jetzt eigentlich ein eigener Trojaner, wie das Gesetz funktioniert hat, denn wer hätte das beim Lesen der Tagesordnung dort erwartet. DW: Datenschutzbeauftrage: Ein Gesetz, eingebracht wie ein Trojaner Diese „Politik“ der staatlichen Überwachung und die Umgehung der öffentlichen Debatte, das Nichteinholen von Expertenwissen bzw. dessen Nichtbeachtung hat System. Auch beim „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ wurde so verfahren: Nicht einmal mehr die Simulation von Partizipation Ein Gesetz für neue Regeln gegen Hetze im Netz ist geplant. Die Gesellschaft für Informatik wurde um Expertise gebeten. Sie lieferte fristgerecht, doch da gab es schon eine neue Fassung. FAZ vom 15. Mai 2017 Bereits 2009 agierte die GroKo so: Heute kungelt der Bundestag verfassungswidrig Laut Tagesordnung debattiert der Bundestag heute bis tief in die Nacht. Tatsächlich machen viele Abgeordnete früher Feierabend und lassen ihre Reden nur abheften. So wird auch bei einem sehr umstrittenen Gesetzesprojekt verfahren. Experten bezweifeln, dass ein Beschluss dazu verfassungsgemäß wäre. WELT vom 18. Juni 2009 Damals wurde neben dem Waffenrecht auch das „Gesetz zur Stärkung der Informationstechnik des Bundes“ durchgepeitscht. „Missbrauch der Protokollabsprache“ Ein solches Gesetz, „dass den höchstrichterlich geschützten Kernbereich der privaten Lebensführung berührt, darf nicht heimlich durch das Parlament gehievt werden“, sagt Leutheusser-Schnarrenberger. Die ehemalige Justizministerin beklagt, dass die Mehrheit von Union und SPD eine „ordentliche parlamentarische Beratung des Gesetzes komplett verweigert“. Aus der arbeitsökonomisch gedachten Protokollabsprache werde so ein „Ausdruck von machtverhohlener Arroganz“ der großen Koalition. Obwohl verfassungsrechtliche Bedenken geäußert wurden, ist jedoch nichts passiert. Die Gesetze wurden wirksam. Die Überwachung wird seit Jahren ausgeweitet. Wer im September CDU oder SPD wählt, ist selber Schuld! Gesamten Artikel anzeigen
  11. Abmahn-Abzocke mit CLP-Verordnung

    Wer sich wundert, warum unsere Produkte jetzt so merkwürdig im Online-Shop aussehen, der darf die EU dafür verantwortlich machen. Eingeführt wurde die Verordnung zunächst nur für Biozidprodukte (Gefahrenklasse 2 bis 5) um Endverbraucher über Gefahren zu informieren. Doch mittlerweile fällt auch die Gefahrenklasse 1 darunter, wozu Munition, Zündhütchen und Pulver gehören, dazu. Gleiches gilt für Farben, Lacken, Klebstoffen, Reinigungsmitteln und Sprays, die gefährliche Stoffe oder Gemische beinhalten, d.h. auch jedes Aerosol-Spray. Und daher sehen unsere Artikel jetzt so aus: Die Kennzeichnung bei Inverkehrbringen gemäß der CLP-Verordnung ist seit dem 1. Juni 2015 sowohl für gefährliche Stoffe als auch für gefährliche Gemische verbindlich. Gemäß Artikel 48 Abs. 1 CLP-Verordnung hat jegliche Werbung für einen als gefährlich eingestuften Stoff unter Angabe der betreffenden Gefahrenklassen oder Gefahrenkategorien (zum Beispiel akute orale Toxizität, Kategorie 3) zu erfolgen. Daher dürfen wir Munition nur noch verkaufen, wenn auf diese Gefahren auf der Verpackung und auch in der Online-Werbung hingewiesen wird. Ihr habt euch sicherlich schon über die „Leporellos“ gewundert, die auf alten Munitionsverpackungen geklebt sind, wo der Gefahrenhinweis noch fehlte. Und damit es uns nicht so ergeht, wie Anbietern von Feuerzeugen, die abgemahnt wurden, weil die Kennzeichnung im Online-Shop fehlt, haben wir sofort reagiert, auch wenn jeder Käufer weiß, dass Munition explosiv ist und Aerosol-Sprays explodieren können und man Chemikalien nicht in der Toilette entsorgt. Fazit: Wir werden mit Gefahrgutsymbolen im Web so erschlagen werden, dass wir sie gar nicht mehr beachten werden (wie auch die Schockbilder auf den Tabakprodukten). Und natürlich ist das Gesetz bestens geeignet, die Abmahner zu bereichern. Gesamten Artikel anzeigen
  12. Der Verfassungsschutz Österreichs hat die Waffenhändler vor möglichen Angriffen durch Terroristen warnt. Obwohl der ORF über die europaweite Gefahr schreibt, ist bisher nichts in den deutschen Nachrichten aufgetaucht. Auch wurden wir Waffenhändler in Deutschland bisher nicht informiert. Vielleicht „würde diese Meldung die Bevölkerung und die Mitarbeiter in Waffengeschäften zu stark verunsichern„? Die gestiegene Terrorgefahr in Europa führt auch hierzulande zu immer mehr Vorsichtsmaßnahmen. Jetzt wurden die Waffengeschäfte gewarnt – Terroristen könnten sie zum Ziel machen, so Fritz Grundnig vom Landespolizeikommando Steiermark: „Wichtig ist einmal, dass man die betreffenden Waffenhändler in Europa, in unserem Fall in der Steiermark informiert und sensibilisiert. “ Bei den Waffenhändlern ist die Warnung angekommen, doch für sie stellt sich nun die Frage, wie sie damit umgehen, sagt Robert Siegert, Sprecher der Waffenhändler in der Wirtschaftskammer: „Das Problem ist, dass wir einerseits wirklich nur eine Information bekommen haben und keine Hilfestellung zusätzlich damit verknüpft war, wo man sagt, lieber Händler, du bist bedroht, bitte mach das, das, das – das hat ja leider so nicht stattgefunden, sondern es ist eher die Information, es sieht so aus, und jetzt bitte verhalte dich dementsprechend. “ ORF Steiermark – vom 3. Juli 2017 Der Kurier zeigt eine Möglichkeit auf, wie man dieser Gefahr begegnen könnte: Waffenscheine für Waffenhändler Genannt wird die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), die ihren Anhängern Angriffe auf Waffengeschäfte zur Beschaffung von Kampfmaterial „näher gebracht“ haben soll, „um in weiterer Folge Anschläge bzw. Geiselnahmen durchführen zu können“, wie es in dem Papier heißt. Ein Waffen-Großhändler aus dem Flachgau ist am Jahresanfang mit seinem Antrag auf einen Waffenpass gescheitert, weil er keine konkrete Gefährdung nachweisen konnte. Anwalt Raoul Wagner vertrat den Mann. Er erwartet durch das Schreiben der Verfassungsschützer eine Wende bei der Vergabe von Waffenpässen, da die Gefährdung nun offenkundig sei. „Es ist allerhöchste Zeit. In St. Pölten haben es Dschihadisten bereits versucht“, meint Wagner. Kurier-AT vom 1. Juli 2017 Mir wurden einige Schreiben der österreichischen Landespolizeidirektionen zugeleitet, aus denen ich wörtlich zitiere: Wir möchten Sie darüber informieren, dass in einem Onlinepropagandamagazin einer Terrororganisation eine Anleitung zur illegalen bzw. gewaltsamen Beschaffung von Waffen in Europa veröffentlicht wurde. Darin werden folgende Vorgangsweisen empfohlen: Ankauf von Feuerwaffen auf dem Schwarzmarkt Einbrüche in bereits geschlossene Waffengeschäfte Direkte Angriffe auf Besitzer von Waffengeschäften Die Angriffe sollen vorzugsweise erfolgen, sobald der Besitzer sein Geschäft geschlossen hat, doch sind auch andere Tages- oder Nachtzeiten möglich. Das Zielobjekt sollte im Vorhinein observiert weren, um die Gewohnheiten kennenzulernen. Mit starker Gegenwehr muss, so das Onlinemagazin, gerechnet werden. Starke Gegenwehr? Wir mussten in der Vergangenheit erleben, dass die Behörden immer seltener Waffenscheine für Waffenhändler verlängert haben und immer häufiger Anträge ablehnten. Bisher waren wir selber zwar noch nicht betroffen, aber die neue Regelung, dass Berliner Polizisten nicht mehr in der Freizeit ihre Waffen führen dürfen, lässt mich das Schlimmste befürchten. Während wir tagsüber im Geschäft Waffen führen dürfen (befriedeter Raum) und nachts unsere Geschäfte mit Alarmanlagen und direkter Verbindung zur nächsten Polizeiwache geschützt sind, ist nun der öffentliche Raum (auf dem Weg vom oder zum Auto/Schießstand) und das Zuhause bedroht für alle, die einen Schlüssel zum Geschäft haben. Entweder reagieren die österreichischen Behörden verspätet oder es gibt neue Instruktionen. Bereits im Mai erschien das oben zitierte Onlinemagazin und wurde – zumindest in den USA – in den Nachrichten erwähnt. Damals gab es die Empfehlung, Waffenhändler in den USA zu überfallen; in Europa jedoch sollten die Rekruten den Schwarzmarkt zu nutzen. Überfall auf Waffengeschäfte Die Methode eines Überfalls, um an Waffen heranzukommen, ist nichts Neues. Auch der rechtsextreme NSU hatte solches eingeplant. Auf deren sogenannten „10.000er Liste“ standen auch etliche Waffengeschäfte. Laut Beate Zschäpe sollen die beiden Männer jedoch gesagt haben, es sei „einfacher, einen ahnungslosen Polizisten zu überfallen als ein Waffengeschäft.“ Linksextreme Terroristen waren da nicht so zimperlich und hatten sich u.a Waffen auf diese Art besorgt – 1974 bei uns. Ihr Plan ging jedoch nicht auf. Statt mit einem gefälschten Durchsuchungsbefehl Kurzwaffen zu erbeuten, wurden sie gestört und konnten nur lange Jagdgewehre entwenden: darunter ein Krieghoff-Drilling. Nur die abgesägten Schrotflinten tauchten später im Zusammenhang mit Terrorismus wieder auf. Der Originaltext Berliner Morgenpost – 11. September 1974 In Verbindung mit Radikalen-Prozeß? Gangster rauben in Spandau Jagdgewehre Bei einem bewaffneten Raubüberfal erbeuteten gestern früh vier Täter in einem Waffengeschäft an der Schönwalder Straße mehrere Jagdgewehre. Verschiedene Umstände lassen darauf schließen, dass dieser Überfall von „Profis“ sorgfältig vorbereitet wurde. Ob die Tat in irgendeinem Zusammenhang mit dem Prozeß gegen Horst Mahler und Ulrike Meinhof steht, wird noch geprüft. Die Aufklärung des Verbrechens übernahm das Raubdezernat. Die Politische Polizei hat sich in die Ermittlungen eingeschaltet. Gestern kurz nach Ladenöffentung betrat ein junges Paar das Geschäft und ließ sich Lodenkleidung vorlegen. Wenig später interessierten sich zwei weitere Männer angeblich für Oberhemden Plötzlich zog einer von ihnen einen blauen Lichtbildausweis hervor und meinte: Wegen Verdachtes des illegalen Waffenhandels müssen wir das Geschäft durchsuchen.“ Der andere legte einen echt scheinenden Durchsuchungsbefehl vor. Nur zögernd führte die 34jährige Geschäftsinhaberin Ute Triebel die „Beamten“ in die unteren Verkaufsräume. Dort wurde sie plötzlich von beiden mit Pistolen bedroht: „Das ist ein Überfall“, hieß es. Die Frau des Paares setzte hinzu: „Das ist eine Demonstration!“ Ute Triebel und die 39jährige Verkäuferin Ingrid K. wurden mit Handschellen gefesselt. Zur gleichen Zeit schlugen die beiden anderen Täter in den Verkaufsräumen die Scheibe einer verschlossenen Vitrine ein und entwendeten die Waffen. Nach zwei Jahren stellte sich heraus, dass der Überfall auf das Konto der „Bewegung 2. Juni“ ging, die Bombenattentaten, Banküberfällen und Entführungen von Funktionsträgern des Staates und aus der Wirtschaft beging. Diese terroristische Vereinigung erschoss 1974 den Kammergerichtspräsidenten Günter von Drenkmann und erpresste mit der Entführung von Peter Lorenz die Freilassung mehrerer Gesinnungsgenossen. Nach ihrer Auflösung schlossen sich einige Aktivisten der Rote Armee Fraktion (RAF) an. Auch der „Spaßrevoluzzer“ Fritz Teufel gehörte zur „Bewegung 2. Juni“. Er wurde für den Überfall angeklagt und in Haft genommen und verfasste im Juli 1978 eine Ballade. Die Ballade heißt: Zum Waffengeschäft Triebel: Wenn ihr mich fragt ob ich mich äußern will zum Überfall aufs Waffengeschäft Triebel dann sag ich mal: Auf jeden Fall die Sache war nicht iebel. Einem Waffengeschäft in dieser Stadt kann gar nichts besseres passieren als dass Revolutionäre mit kühner Tat die Waffen für sich kassieren. Das Volk macht mit Waffen keine Geschäfte es befreit damit seine lebendigen Kräfte! von den kapitalistischen Steinzeitaffen, die es ausbeuten und niederhalten mit Waffen Ein Geldinstitut in diesem Land kann gar nicht besser funktionieren, dass es regelmäßig überfallen wird, um die Abschaffung des Geldes zu subventionieren. Das Kapital macht das Geld von Millionen zu Klopapier — durch Inflationen! Das Kapital macht Kasse mit dem Schweiß der Arbeiterklasse! Ein Politücker in diesem Süstem der kann den Leuten nur nützen wenn sie ihn am Schlaffittchen neh’m um Freiheit und Leben zu schützen. Während die politisch motivierten Terroristen in der Vergangenheit Wirtschaftsbosse, Staatsbedienstete und Politiker attackierten, sind neuerdings alle „Ungläubige“ zum Ziel geworden. Während die Linksextremen zwar an unsere Waffen wollten, war das Leben der Überfallenen – darunter meine Mutter – nicht in höchster Gefahr. Dies hat sich geändert. Ich bezweifel aber, dass Behörden und Politiker das ähnlich sehen. Gesamten Artikel anzeigen
  13. GunNews - Carry Now!

    Carry Now ist "unser Baby". Das Video haben wir - von Firearms United - schon vor einigen Monaten gedreht (und klar - das gefällt auch nicht jedem). In FB und Twitter geht es rund. Z.B. hier: https://milo.yiannopoulos.net/2017/06/britain-gun-rights-terror/ Die Debatte ist eröffnet: UK: http://www.vocativ.com/435513/after-london-attack-british-gun-activists-call-for-right-to-bear-arms/ David von Firearms-UK ist mein Freund (sogar schon persönlich getroffen) und Firearms-UK ist partner von FU. Und sogar in Frankreich wird über Selbstverteidigung im seriösen Le Echo debattiert: https://www.lesechos.fr/idees-debats/editos-analyses/030368883287-faire-face-a-luberisation-du-terrorisme-2092344.php
  14. Werden Frauen härter bestraft?

    Der Spiegel schrieb heute: Messerattacke auf dem Oktoberfest: Millionärsfreundin scheitert mit Revision Weil ein Wiesn-Gast sie rassistisch beleidigte, stach Melanie Meier mit einem Messer auf ihn ein. Ein Gericht verhängte für die Tat viereinhalb Jahre Haft. Nun hat der BGH das Urteil bestätigt. Warum werden Frauen, die im Affekt handeln – hier womöglich sogar unter Alkohol – immer wieder härter bestraft als Männer? Mordversuch hatte die Staatsanwaltschaft gefordert, was Heimtücke und einen Plan voraussetzt. Wie man an den nächsten Fällen sehen kann, kommen Männer, die im Streit Kollegen, Ex-Vorgesetzte, Ex-Verlobte, Konzertbesucher oder gar nur beim Nachbarschaftsstreit andere Menschen lebensgefährlich verletzten, mit Bewährungsstrafen wegen fahrlässiger Körperverletzung davon. Mir ist dieser Unterschied schon 2011 bei Lörrach und Plochingen aufgefallen: Bestimmt das Geschlecht, die Tatwaffe und das Bundesland die Schlagzeilen? Zum Vorfall auf dem Oktoberfest noch einige Details: Die Tat geschah 2015 im Käfer-Zelt auf der Wiesn. Meiers Lebensgefährte, der reiche Hamburger Immobilienkaufmann Detlef Fischer, hatte eingeladen. Unter den Gästen war auch der frühere Fußballprofi Patrick Owomoyela. Als dieser von zwei Männern rassistisch beleidigt wurde, kam es zu einem unübersichtlichen Gedränge. In der aufgeladenen Atmosphäre stach Meier einem der Pöbler mit einem Klappmesser in die Seite. … Die Staatsanwaltschaft hatte ihr zunächst versuchten Mord vorgeworfen, das aber in ihrem Plädoyer abgeschwächt und fünf Jahre Haft gefordert. Der SPIEGEL Meine Google Suche nach „Messer, lebensgefährlich, Bewährung“ hat folgendes ergeben: Bewährungsstrafe für angeklagten Lkw-Fahrer, der einen Kollegen auf dem Rasthof „Zweidorfer Holz Nord“ mit einem Küchenmesser lebensgefährlich verletzt hatte. Bewährung für Messerattacke auf Vorgesetzten. Im Oktober 2016 hatte der Angeklagte seinem ehemaligen Vorgesetzten ein Messer in den Rücken gerammt und ihn lebensgefährlich verletzt. Bewährungsstrafe für Messer-Attacke nach Konzert. Mann sticht Provokateur beim Stimmen-Konzert auf dem Marktplatz nieder. Viel Alkohol im Spiel. Streit unter mehreren Männern. Eineinhalb Jahre auf Bewährung für lebensgefährlichen Messerstich.“Ich hatte keinen Bock auf Stress, aber dann ist es einfach passiert, ich habe zugestochen, leider“, sagte der Angeklagte. Nach Messerattacke: Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Der 27-jährige Nordafrikaner hatte bei einem Streit in einer Freudenberger Asylunterkunft einen 22-jährigen Mitbewohner mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Bewährungsstrafe für Messerattacke auf Verlobte. Der Verkäufer hatte im Mai dieses Jahres im Raum Pfaffenhofen seine Verlobte im Streit mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt – vor den Augen der dreijährigen, gemeinsamen Tochter. Bestimmt Geschlecht, Tatwaffe und Bundesland die Schlagzeilen? Mir ist dieser Unterschied schon 2011 bei Lörrach und Plochingen aufgefallen und hatte dazu einen Artikel geschrieben, der damals bei prolegal veröffentlicht wurde: Bestimmt das Geschlecht, die Tatwaffe und das Bundesland die Schlagzeilen? Damals wurde mir von einigen Verbänden vorgeworfen, dass der Artikel negativ für Waffenbesitzer wäre, da ich es mir erlaubt hatte, über Missbrauch zu schreiben. Ihr könnt hier selber lesen, ob der Vorwurf zutrifft: Bestimmt das Geschlecht, die Tatwaffe und das Bundesland die Schlagzeilen? Lörrach und Plochingen sind nicht die ersten Fälle seit Winnenden, bei denen Menschen durch Schusswaffen den Tod gefunden haben. Aber in beiden Fällen waren die „schwachen“ Frauen die Ausführenden. In beiden Fällen begann das Geschrei nach neuen Waffenverboten. Somit stellt sich die Frage nach dem Warum? Weil die anderen Schusswaffentäter Männer waren? Weil die anderen Schusswaffen illegal waren? Weil bei Schusswaffenmorden in Baden-Württemberg sofort Herr Schober vom Aktionsbündnis Winnenden seine „Hilfe“ anbietet? Kein Medium kam am ersten Tag auf den Gedanken, dass es vielleicht einen Streit gegeben haben könnte, die Frau vielleicht ihre Kinder vor dem Vater hat schützen wollen. Es gab nicht den leisesten Zweifel: Die Frau war Täter, der Mann war Opfer, das Tatmittel eine Waffe. Ich hatte jedoch am 23. Januar Zweifel. Als Mutter kann ich mir nicht vorstellen, vor den Augen meiner Kinder irgendjemanden Gewalt an zu tun. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, meine Jungen – wie eine Tigerin – gegen jeden und auch mit allen Mitteln zu schützen. Eine Schusswaffe besitzt ein außerordentliches Drohpotential. Jeder vernünftige Mensch hört mit seinem Tun auf, wenn eine Schusswaffe auf ihn gerichtet ist, insbesondere wenn sie geladen ist. Sicherlich auch der gewalttätige Ehemann. Das waren meine Gedanken, als ich die Nachricht las. Warum glaubte der Vater, dass die Frau ihre Drohung der Schussabgabe nicht wahr machen würde? Weil sich die Kinder im Raum befanden? Weil sich die Frau noch nie gewehrt hatte? Diese Zweifel waren berechtigt. Die Pressemitteilung der Polizei Esslingen vom 24.01.11 hatte eine ganz andere Schlagzeile als Focus und Bild: Streit zwischen Vater und Söhnen ging Familiendrama in Plochingen voraus Ein Streit zwischen dem Vater und den Söhnen ging dem Familiendrama am Sonntagvormittag in einem Einfamilienhaus im Grieshaberweg in Plochingen voraus. Die 41-jährige Frau erschoss vermutlich aus Angst um ihre Kinder ihren 47-jährigen Ehemann. Quelle: org.polizei-bwl.de Naiv ging ich davon aus, dass diese Pressemitteilung in den nächsten Zeitungsmeldungen das Bild der Mutter anders darstellen würde. Doch wurde ich nur beim Stuttgart-Journal fündig: Aus Angst um die Kinder: Familiendrama von Plochingen: Vater bedrohte 2-jähriges Kind Familiendrama von Plochingen: Vater bedrohte 2-Jähriges – Ein Streit zwischen dem Vater und den Söhnen ging dem Familiendrama am Sonntagvormittag in einem Einfamilienhaus im Grieshaberweg in Plochingen voraus. Die 41-jährige Frau erschoss vermutlich aus Angst um ihre Kinder ihren 47-jährigen Ehemann. Quelle: Stuttgart-Journal.de Was zeigen uns die Schlagzeilen: Killer-Schützin, Todesschützin, Todesschüsse? Lörrach und Plochingen sind nicht die ersten Fälle seit Winnenden, bei denen Menschen durch Schusswaffen den Tod gefunden haben. Aber in beiden Fällen waren die „schwachen“ Frauen die Ausführenden. In beiden Fällen begann das Geschrei nach neuen Waffenverboten. Warum? Weil die anderen Schusswaffentäter Männer waren? Weil die anderen Schusswaffen illegal waren? Weil bei Schusswaffenmorde in Baden-Württemberg sofort Herr Schober vom Aktionsbündnis Winnenden seine „Hilfe“ anbietet? Wo ist der Zusammenhang zu Winnenden und Lörrach? In einigen baden-württembergischen Zeitungen wurde sofort ein Zusammenhang dieser Tat mit Lörrach und Winnenden dargestellt. Doch Lörrach war ein sogenannter „erweiterter Suizid“. Diese Bezeichnung benutzen die Medien, wenn ein Täter seine Familie und sich selbst auslöscht. Winnenden war ebenfalls ein „erweiterter Suizid“, der jedoch nicht Familienangehörige, sondern fremde Personen mit einschloss. Dies bezeichnen die Medien als „Amoklauf“. Obwohl per Definition ein Amoklauf eine ungeplante Berserkertat im Affekt ist, während Winnenden und Erfurt und auch die Morde in Finnland zum Teil bis zu sechs Jahren im Voraus geplant waren. Die Tat in Plochingen hat keinen Suizid der Frau ausgelöst. Sie hat ihre Kinder, direkt nach der Tat, in die beste denkbare Obhut gebracht, bevor sie sich der Polizei stellte: zu ihren Eltern. Was fällt uns auf? Die einzige Meldung, die es in allen drei Medien als Familientragödie „geschafft“ hat, ist die Meldung aus Sinnsheim. Alle Täter waren Männer. Z.T. wurden legale Schusswaffen benutzt, z.T. war die Herkunft zur Zeit der Meldung nicht bekannt. Keine der Meldungen wurden von Waffenverboten verfolgt, obwohl Sinnsheim in Baden-Württemberg liegt. Warum haben die anderen Todesschützen keine Waffenverbotsforderungen ausgelöst? Waffenverbote wurden nur nach Winnenden (Amoklauf in Baden-Württemberg), Lörrach („erweiterter Suizid“ mit Fremdverbrechen in Baden-Württemberg) und Plochingen („häusliche Gewalt“ in Baden-Württemberg) in den Medien eingefordert. Sinsheim erforderte drei Tote, somit zwei mehr als Plochingen oder einen weniger als Lörrach. Doch Sinsheim war ein Beziehungsdrama, kein Amoklauf und auch kein Mord. So beschreiben es die Medien. Doch was denke ich? In Sinsheim und in den anderen oben erwähnten Orten hat sich ein Mann angemaßt, über das Leben seiner Familie zu bestimmen. Wir – in Deutschland – regen uns über Ehrenmorde auf, doch tolerieren wir anscheinend dieselben, sofern ein Familienvater seine komplette Familie, manchmal nebst Schwägerin und Freundin, auslöscht. Natürlich hat diese Toleranz ein Ende, sofern eine Familienmutter die Auslöschung der Familie bestimmt (Lörrach) oder den Ehemann erschießt (Plochingen). Warum sind Tötungen von Männern Beziehungsdramen oder Familientragödien, während bei Tötungen von Frauenhand Killer- und Todesschützinnen am Werk waren? Die meisten Medien arbeiten mit Freelancern. D.h. die Journalisten sind nicht fest angestellt, sondern bekommen ihr Einkommen über gekaufte Artikel. „Sex sells“ und Mord verkauft sich ebenfalls gut. Schlagzeilen, die interessant sind, werden eher eingekauft als neutral wissenschaftliche Artikel. Frauen töten seltener als Männer. Daher lässt sich ein Artikel über eine Täterin immer besser verkaufen. Ohne wissenschaftlich an die Problematik heranzugehen, drängt sich der folgende Verdacht auf: Frauen morden seltener Mordende Frauen haben einen hohen medialen Wert Morde an Ehefrauen sind keine Schlagzeile wert Morde an Ehefrauen werden hinter den Wörtern Familientragödie und Familiendrama versteckt Beim Mord gibt es einen schuldigen Täter. Bei Dramen und Tragödien gibt es mehrere Akteure. Allein durch die Wortwahl werden Gewaltdelikte im „sozialen Nahbereich“ verharmlost. Diese Ansicht vertritt auch Regula Bähler, Rechtsanwältin in Zürich und Dozentin für Gerichts-berichterstattung am Medienausbildungszentrum MAZ Luzern, in ihrem am 27.01.11 erschienenen lesenswerten Artikel: «Beziehungsdramen» – ein Blick hinter die Schlagzeilen Seitdem ich 1992 von der Zeitschrift EMMA auf diese Diskrepanz in der Berichterstattung aufmerksam geworden bin, denke ich immer an Mord, wenn ich das Wort Familiendrama lese. Allein schon dieser – automatische – Gedanke lässt jeden Artikel in einem anderen Licht erscheinen. Dieser Artikel von mir wurde 2011 bei prolegal veröffentlicht Gesamten Artikel anzeigen
  15. … gibt es nicht. Gäbe es eine, dann würden fast alle diese auch umsetzen. Aber es gibt viele kleine Lösungen. Manche davon kann nur der Staat umsetzen (internationale Zusammenarbeit der Geheimdienste, Überwachung, Sicherungsverwahrung), andere hingegen könnten wir Bürger tun. Seit 2013 propagieren wir, dass man Gewalt verhindern kann, wenn rechtstreue Menschen Waffen besitzen und tragen dürfen. Bevor es wieder zu einem Aufschrei kommt, eine Erklärung vorab. Der Staat muss signifikante Risiken zwecks Zuverlässigkeitsprüfung verhindern. Deswegen sollen Gewalttäter, Unmündige und Drogenabhängige, die nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind, vom legalen Zugriff auf Waffen ausgeschlossen werden. Und der Schwarzmarkt muss strafverfolgt werden, um den illegalen Zugang zu beschränken. Der Staat darf jedoch nicht insignifikante Risiken, die z.B. durch Waffenbesitz entstehen, verhindern. Erst recht nicht, wenn durch dieses Risiko andere Risiken (Terror, Gewalt) verringert werden können. Wir behaupten nicht, dass London Bridge durch bewaffnete Bürger hätte verhindert werden können. Dafür war die Fahrt in die Menschenmenge hinein viel zu schnell erfolgt – im Gegensatz zu Nizza und der von einem Zivilisten gestoppten LKW Attacke auf israelische Rekruten. Anders sieht es jedoch bei den Londoner Opfern in den Bars und Restaurants aus, die durch die Messerattacken verletzt und getötet wurden. Hier hätte in manchen Fällen schon das Ziehen und Drohen mit einer legalen Schusswaffe ausgereicht, um die Attentäter an ihrer Tat zu hindern. Acht Minuten für die Polizei sind zwar gut, aber eben nicht ausreichend genug. Wir glauben auch nicht, dass bei einer Terrorattacke die Menschen, die direkt angegriffen werden, immer die Zeit und Vernunft aufbringen können, sich mit Schusswaffen zu wehren (Notwehr). Aber dies trifft auf die „Zuschauer“ zu, die sich auf Distanz befinden und so Nothilfe leisten können. Wir erinnern hier nur an den Vorfall in der Shopping Mall in Oregon 2012, wo allein das Drohen ohne Schussabgabe den Amokläufer zur Aufgabe zwang, und die anderen zwölf Vorfälle, die das FBI aufgelistet hatte. (siehe Tabelle am Ende dieses Link). Polizisten, Experten und Politikern für bewaffnetes Volk Ronald Noble, damaliger Generalsekretär der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation “INTERPOL”, nahm im Oktober 2012 zum Terrorangriff in Nairobi wie folgt Stellung (Firearms United berichtete 2013): Ist eine bewaffnete Bürgerschaft jetzt, in Zeiten erhöhter terroristischer Bedrohung, wichtiger als früher? Das muss diskutiert werden. Für mich ist das eine tiefschürfende Frage. Leute sagen schnell einmal ‘Waffenkontrolle, Privatleute sollten keine Waffen besitzen dürfen’, etc. Ich glaube vielmehr diese Leute sollten sich fragen: ‘Wo hätte ich lieber sein wollen? In einer Stadt wo Waffenbesitz restriktiv gehandhabt wird, wo es keine bewaffneten Bürger gibt, wenn es zu einem Anschlag wie im Westgate-Einkaufszentrum kommt – oder an einem Ort wie Denver oder Texas?’ Ähnlich äußerte sich 2014 der Polizeichef von Detroit – einer Stadt mit einer außergewöhnlich hohen Mordrate, bevor er dort seinen Dienst antrat. ( Wir berichteten 2014): Wenn mehr Bürger bewaffnet wären, würden sich Kriminelle zweimal überlegen, bevor sie einen Angriff wagen, sagte Detroits Polizeichef James Craig Auch das FBI kam zu dem Schluss, dass die Bürger selber sich im Vorfeld schon überlegen sollten, wie sie auf Angriffe reagieren könnten. Ich berichtete 2014, dass bei über der Hälfte der FBI-Fälle (90 von 160) die Schießerei beendet war, bevor die Polizei eintraf. Bei 44 Fällen dauerte diese nur 5 Minuten, bei 23 Fällen sogar weniger als drei Minuten. Die FBI-Studie kommt zu dem Schluss, dass die Schnelligkeit dieser Vorfälle es bedingen, dass nicht nur Polizei, sondern auch die Bürger besser ausgebildet und trainiert werden müssen. Als Reaktion auf die Terrorangriffe von Nizza und Berlin will der tschechische Innenminister Milan Chovanec das Recht auf Schusswaffenbesitz in der Verfassung verankern. (Wir berichteten 2017) In einer Vorlage heißt es, “aktive und rasche Verteidigung” könne die Chancen von Angreifern verringern. Die EU-Kommission finanzierte eine € 600.000- teure Studie die über 12 Monate lief und zu folgenden Ergebnissen kam (Ich berichtete 2016): Interpersonelle Verbrechen mit Feuerwaffen sind in den EU Staaten eher seltene Vorkommnisse, wobei der größte Anteil auf Raub und nicht auf zwischenmenschliche Gewaltdelikte entfällt. Es gibt viele Hinweise darauf, dass Besitzer von Feuerwaffen im Gegensatz zu den Tätern eher Opfer von Gewalt werden. Ebenso scheint es zu einem Abschreckungseffekt zu kommen, da es in den Staaten mit höherer Waffendichte zu einer geringeren Rate an interpersonellen Verbrechen kommt. In Israel sind „Überfahr-Terrorattacken“ seit Oktober 2015 immer wieder geschehen. Mehrfach fuhren extremistische Palästinenser mit ihren Autos in Gruppen von Soldaten oder Menschenansammlungen an Bus- oder Strassenbahnhaltestellen. In manchen Fällen stiegen sie aus, um die am Boden liegenden Verwundeten mit einem Messer oder mit einer Axt zu ermorden. Vor laufenden Sicherheitskameras wurden dann die Attentäter meist erschossen, von Sicherheitskräften oder bewaffneten Zivilisten. (Wir berichteten 2016) Und so warnen Armee, Polizei und Sicherheitsexperten immer wieder, es sei unmöglich, solche Angriffe gänzlich zu verhindern. Jeder Passant auf jedem Bürgersteig ist ein potenzielles Ziel, jeder mit Zugang zu einem Autoschlüssel – sei es das Auto eines Verwandten oder ein Traktor, der unbewacht auf einer Baustelle steht – ein potenzieller Täter. Stoppen kann man diese Attentate folglich nur auf zweierlei Weise: Am besten ist es, die Terroristen durch geheimdienstliche Informationen schon im Vorfeld zu identifizieren und dingfest zu machen. Misslingt dies, dann können auch die Attentäter in Israel nur – wie in Nizza – durch den Einsatz von Schusswaffen gestoppt werden. Sehr oft sind das aber nicht Polizisten im Dienst, sondern bewaffnete Zivilisten oder Soldaten auf Urlaub, die sich zufällig vor Ort befinden. Das ist der Grund, weshalb man in Israel viel leichter einen Waffenschein bekommt und man in den Straßen, Caféhäusern oder Kinos viel öfter bewaffnete Beamte oder Zivilisten sieht als in Europa. In Israel ist es heute sehr unwahrscheinlich, dass ein Terrorist mehr als zwei Kilometer in seinem Todesfahrzeug zurücklegen kann – ohne vorher von jemandem mit einer Schusswaffe gestoppt zu werden. Die Polizei kann nicht jedes weiches Ziel (uns) schützen Marie-Helen Maras, Professorin für Sicherheit am John Jay College of Criminal Justice, erklärte, wenn Polizei- oder Militärkräfte in oder in der Nähe jedes weichen Ziel postiert wären – darunter Cafés und Kinos – , würden die Menschen diese Ziele nicht mehr aufsuchen. Sie wären überzeugt, dass sie sich dort in größerer Gefahr aufgrund der Sicherheitskräfte befänden. Die Polizei müsse sicherstellen, dass sie nicht mehr Angst als nötig erzeugt. (Wir berichteten 2015) “Wir müssen die Tatsache akzeptieren, dass es so etwas wie eine absolute Sicherheit nicht gibt”, sagte Maras im Interview mit VICE News. “Wir Sicherheitskräfte haben die Wahl, wie viel unserer Ressourcen wir aufwenden wollen. Es gibt keinen Weg, jedes weiches Ziel zu schützen.” Laut dem Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft BDK bräuchten wir allein 4000 Polizisten für die gefährlichsten 180 Islamisten. Diese sind nicht verfügbar – und es kann noch weit mehr Gefährder geben.(Wir berichteten 2015) Es gebe keinen hundertprozentigen Schutz vor Anschlägen. Sicherheit könne staatlicherseits aber immer nur bis zu einem gewissen Grad garantiert werden.“ Der Sicherheitsexperte Scott Stewart sagte, dass die Strafverfolgungsbehörden bei der Verwendung ihrer Ressourcen Prioritäten setzen müssen. Der Staat kann nicht zulassen, dass so etwas wie ein Atomwaffenlager oder eine Chloranlage angegriffen wird. (Wir berichteten 2015) Polizei- und Sicherheitskräfte können nicht alles beschützen. Daher konzentrieren sie sich auf den Schutz von harten Zielen und VIPs. Fazit Weil es eben unmöglich ist, dass Staat und Polizei uns alle beschützen, ist es umso notwendiger, dass wir uns selber um unseren Schutz kümmern dürfen. Und hier ist eben ein Distanzwaffe die beste Lösung. Wer Angst davor hat, dass sich dann alle Bürger inkl. Hinz & Kunz bewaffnen würden, der möge ein Blick in die Schweiz, Österreich, Tschechien, Israel und sogar in die USA werfen. In diesen Ländern gibt es staatliche Berechtigungen, um Waffen auf der Straße tragen zu dürfen. Weder bekommt jeder Hinz & Kunz solche eine Berechtigung, noch will auch jeder Bürger dieses Recht nutzen, da es Pflichten mit sich bringt. Aus dem Grund nehmen sich z.B. in Tschechien nur 3,5% der Bevölkerung das Recht, Waffen zu tragen. Sogar in den USA sind es in den Staaten, die eine Berechtigung verlangen, meist nur 5 bis 10%. Und auch in den USA finden 99% der Gewaltdelikte in 5% der Straßen statt – dort, wo keine legalen Waffenbesitzer wohnen. Dieser Artikel erschien zuerst bei der German Rifle Association Gesamten Artikel anzeigen
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