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„Dürfen wir Ihnen mal einen Vogel zeigen?“

Unverständnis herrscht bei Deutschlands Jägern und Falknern über das Interview des Nabu-Funktionärs Josef Tumbrinck von Mitte Juni in der Westdeutschen Zeitung. Dort versteift sich Tumbrinck auf die Aussage, er habe noch nie einen Jäger erlebt, der etwa für den Schutz eines Wanderfalkens einen Schornstein hochsteigt. Zudem stelle das Jagdrecht ein Einfallstor für illegale Abschüsse und Vergiftungen von streng geschützten Tieren dar. Tags:  Falke DFO DJV 2018 Nabu Josef Tumbrinck
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FDP-Chef Lindner nun Jungjäger

Zwischen Bundestagsdebatten und Parteiführung hat FDP-Chef Christian Lindner nun doch Zeit gefunden, den lange angestrebten Jagdschein zu machen. An der privaten Jagdschule auf Gut Grambow westlich von Schwerin legte der 39-Jährige jetzt seine Jagdprüfung ab. Der in Neubrandenburg erscheinende «Nordkurier» hatte unter Hinweis auf ein Foto Lindners mit Jagdlehrer und Urkunde über dessen erfolgreichen Abschluss berichtet. «Weidmannsheil an unsere Jungjäger von der Juni Prüfung 2018», heißt es auf der Facebook-Seite der Jagdschule dazu. Tags:  Lindner Christian FDP Jagdschein 2018 Jägerprüfung
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Bundesjägertag 2018: Delegierte besuchen erfolgreiches Vogelschutzprojekt

Vergangene Woche trafen sich etwa 400 Delegierte und Gäste auf dem Bundesjägertag in Bremen. Schwerpunkte waren erfolgreicher Wiesenbrüterschutz in der Praxis und eine Podiumsdiskussion zu den aktuellen jagdpolitischen Themen Wolf, Afrikanische Schweinepest (ASP) und Artenschutz in Agrarlandschaften. Tags:  Bundesjägertag 2018 Fazit Bremen BJT18 Bund LJV Bremen
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Sexistische Terroranschläge

Tapfer im Nirgendwo Zu der größten Opfergruppe religiöser Extremisten gehören Frauen. Immer wieder werden Frauen Opfer religiöser Extremisten, so wie Ausländer Opfer von Rassisten werden. Es wird Zeit, dass wir Morde an Frauen, die von Menschen begangen werden, die glauben, dadurch einer religiös definierten Ehre zu genügen, als das bezeichnen, was sie sind: Sexistische Terroranschläge! Das lateinische Wort „terror“ bedeutet Schrecken. Terrorismus ist die systematische Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärt in seiner Resolution 1566, terroristische Handlunge seien solche, „die mit Tötungs- oder schwerer Körperverletzungsabsicht oder zur Geiselnahme und mit dem Zweck begangen werden, einen Zustand des Schreckens hervorzurufen, eine Bevölkerung einzuschüchtern oder etwa eine Regierung zu nötigen.“ Unter genau diese Terrordefinition fällt sexistische Gewalt. Mit sexistischer Gewalt werden Frauen gefügig gemacht. Sie werden entweder selbst angegriffen oder derart in Angst und Schrecken versetzt, dass sie sich nicht… Ursprünglichen Post anzeigen 1.264 weitere Wörter
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Katja Triebel

Katja Triebel

 

Die dunkle Seite der Tierrechte

Menschenrechte für Tiere und vegane Ernährung für alle: Weil kein empfindungsfähiges Wesen mehr leiden solle, entwickelt die Tierrechtslobby gefährliche antidemokratische Allmachtsphantasien. Die Jagd soll ebenso verboten werden wie Haus- und Nutztiere oder Nahrungsmittel wie Eier, Käse und Honig. Der Deutsche Jagdverband (DJV) veröffentlicht anlässlich des Bundesjägertages ein Comic und zeigt, welche Konsequenzen die Forderung hätte, dass jedes Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und Glück habe. „Fressen und gefressen werden ist ein Gesetz, dass auf der Erde gilt, seit es Lebewesen gibt. Tags:  Bundesjägertag BJT 18 comic tierrechte
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Aktuell: Bundesjägertag in Bremen

Unter dem Motto „Marke Jagd auf neuen Wegen“ tagt seit Donnerstag der Bundesjägertag in Bremen. Etwa 400 Delegierte und Gäste sind der Einladung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der Landesjägerschaft Bremen in den Norden gefolgt. Tags:  BJT Bundesjägertag BJT 2018 2018 Delegiertenversammlung; Bremen
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Opferschutz

Seit fast einem Jahrzehnt recherchiere ich zum Waffenrecht und Gewaltkriminalität. In dieser Zeit habe ich mich insbesondere mit den Todesopfern von Gewaltverbrechen beschäftigt, national wie auch international. Mein Fokus liegt hier insbesondere auf denen, die am verwundbarsten sind: Kinder, Frauen und Senioren. Opfer, die sich kaum wehren können. Die Eingangsgrafik stammt von der PKS Zeitreihe zu vollendetem Mord (10000), Totschlag (20000) und fahrlässiger Tötung (30000). Es gibt wesentlich mehr Tötungsversuche, die Männer unter 60 Jahren jedoch häufig vereiteln können. Frauen, Kinder und Senioren eher nicht. Die weiblichen Mordopfer durch Zuwanderer in den letzten Monaten beschäftigen uns aktuell sehr. Die einen beschwichtigen, dass die Straftaten insgesamt zurückgegangen wären und es keinen Anstieg bei Kindern und Jugendlichen gäbe, sowie dass Zuwanderer nicht krimineller als Deutsche seien. Die anderen behaupten, ohne die Flüchtlingswelle würden die jungen Frauen noch leben. Auch wenn mir bewusst ist, dass polizeiliche Statistiken das Dunkelfeld nicht berücksichtigen (Sexualstraftaten in Flüchtlingsheimen, Vergewaltigung in der Ehe, gewalttätige Auseinandersetzungen auf der Straße, Schwarzfahren, verbale Bedrohungen, viele Rauschgiftdelikte etc.) und dass die Statistik nur misst, was angezeigt wird, kann man diese unvollständigen Daten dennoch für eine Gegenüberstellung nutzen. Zuwanderer und Ausländer sind krimineller als Deutsche Das Bundes­lage­bild Krimi­nalität im Kon­text von Zu­wan­de­rung 2017 hat die PKS 2017 mit 2016 verglichen. Da es jedoch keine statistische Daten für die Bevölkerungsanteile von 2017 gibt, habe ich nur die Daten aus 2016 genutzt. Hierzu ist anzumerken, dass es 2017 einen leichten Rückgang (insbesondere bei Diebstahl), jedoch auch Zuwachs (bei Gewaltdelikten gab), sowie höhere Anteile an der Bevölkerung. Quelle: Bundeslagebild 2017, Statista und Destatis 2016 Bevölkerungs-gruppe Tatverdächtige (TV) Anteil TV an der Bevölkerungs-gruppe Deutsche  72.482.920  1.406.184  1,94% Nichtdeutsche  8.436.490  441.792  5,24% Zuwanderer  1.602.590  174.438  10,88% Gesamt  85.522.000 = 100%  2.022.414 = 100% = 100%   Das Bundeslagebild zeigt auch die Anteile Gewaltverbrechen auf, jedoch nicht getrennt nach Deutschen, Nichtdeutschen und Zuwanderern, sondern nur die Gesamtzahl und die Zahlen mit tatverdächtigen Zuwanderern. Auch diese habe ich ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt. In Klammern ist immer das Verhältnis zu 82.522.000 Einwohner insgesamt bzw. zu 1.602.590 Zuwanderern angegeben. Straftaten gegen das Leben: 3713 (0,004%), davon 532 durch Zuwanderer (0,033%). Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: 39.829 (0,05%) davon 4.852 (0,30%) durch Zuwanderer. Rohheitsdelikte und Straftagen gegen die Freiheit: 614.628 (0,75%) davon 59.716 (3,73%) durch Zuwanderer. Opfer von Straftaten: 1.017.602 (1,23%), davon 43.825 (2,74%) Zuwanderer. Diese Zahlen zeigen, dass es überproportional viele Opfer unter den Zuwanderern gibt, aber die Proportionen bei Gewaltdelikten durch Zuwanderer noch viel größer sind. Drei Opfer-Täter-Konstellationen (Seite 55) In absoluten Zahlen gibt es 10 mal mehr deutsche Opfer durch tatverdächtige Zuwanderer als andersherum. Während es keine deutschen Tatverdächtige gab, die Zuwanderer getötet hatten, haben Zuwanderer Zuwanderer und Deutsche getötet. Und auch bei Strafdelikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gibt es überproportional mehr deutsche Opfer durch Zuwanderer als Opfer unter den Zuwanderern durch Deutsche. Zuwanderer tatverdächtig – Opfer deutsch Zuwanderer tatverdächtig – Opfer Asylbewerber/Flüchtling Deutscher tatverdächtig – Opfer Asylbewerber/Flüchtling Das Bundeslagebild zeigt ebenfalls auf, dass ein Drittel der tatverdächtigen Zuwanderer Mehrfachtatverdächtige waren und zu einem hohen Anteil aus den Maghreb-Staaten und Georgien kamen. Bei den Straftaten gegen das Leben waren über 95% Einmaltäter, bei Sexualdelikten fast 90%.  Bei Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit waren jedoch über 20% Mehrfachtäter. Mein Fazit Zuwanderer sind krimineller als Deutsche, weil wir nicht die Hilfsbedürftigen (Kranke, Alte, Frauen und Kinder) ins Land geholt haben, sondern junge, starke Männer reinließen, die grundsätzlich in jeder Bevölkerung die meisten Gewalttaten verüben diese jungen Männer ein anderes – gewaltbereites – Weltbild haben, Frauen nicht mit Respekt begegnen und Gewalt als Lösungsmittel für Konflikte nutzen einige sich hier illegal aufhalten und mit illegalem Drogenhandel ihren Lebensunterhalt beschaffen einige hier der Organisierten Kriminalität angehören und dieses Land nur aufsuchen, um kriminelle Handlungen zu begehen diejenigen, denen kein Asyl gewährt wurde, keine Bleibeperspektive, aber zu viel Freizeit haben und wütend auf uns sind, was sie durch Gewalt an Deutschen ausleben. Ich sehe es wie Susanne Schröter, Ethnologin und Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam an der Frankfurter Goethe-Universität, dass wir eine Differenzierung brauchen: Seehofers Marschall-Plan kann nur dann funktionieren, wenn wir Leute, die abgeschoben werden sollen, wirklich abschieben statt sie zu dulden und diese danach nicht nochmal ins Land lassen. Dazu gehört auch die Abweisung an der Grenze. Und was soll man den jungen Mädchen hier im Land sagen? Bedeckt euch, redet nicht mit Fremden, geht nicht mehr schwimmen, abends nicht mehr aus dem Haus und freundet euch nicht mit Machos an? Es ist unglaublich, wie sich unser Land in den letzten Jahren geändert hat, dass man überhaupt auf solche Gedanken kommen kann. Ich kann nur jedem empfehlen, diesen kritischen Stimmen Gehör zu schenken und deren Texte zu lesen und zu teilen:
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Katja Triebel

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Informieren und Verantwortung zeigen

Anlässlich des Bundesjägertages 2018 hat der Deutsche Jagdverband (DJV) heute in Bremen seinen neuen Verbandsbericht vorgestellt. 82 Seiten dokumentieren die Schwerpunktthemen des Jagdjahres 2017/18 und die Arbeit des Dachverbandes der Jäger. Im Fokus steht etwa die hochansteckende Virusinfektion „Afrikanische Schweinepest“ mit Hinweisen dazu, wie Landwirte Jäger unterstützen können und wie das Tierfund-Kataster im Seuchenfall helfen kann. Tags:  Verbandsbericht Publikation Geschäftsbericht jagdjahr 2017/18 2018 Jagdjahr 2017/18
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Umweltbildung mit Jägern immer beliebter

Lernort Natur, das naturpädagogische Angebot der Jäger, wird immer beliebter, zeigt eine aktuelle Befragung: Mehr als 800.000 Menschen haben 2017 an Veranstaltungen teilgenommen oder Stände besucht. Die Zahl der ehrenamtlich tätigen, pädagogisch geschulten Jäger ist von 2011 bis 2017 um 80 Prozent gestiegen – und zwar auf mehr als 7.000. Insgesamt knapp 11.400 Stunden verbringen diese monatlich mit Umweltpädagogik in den knapp 500 Kreisjägerschaften unter dem Dach des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Teilgenommen hat an der bundesweiten Befragung (ohne Bayern) ein Viertel der Jägerschaften.
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Marke Jagd auf neuen Wegen

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die Landesjägerschaft Bremen laden ab morgen zum Bundesjägertag 2018 ein. Etwa 400 Gäste aus ganz Deutschland werden erwartet – darunter Delegierte der Landesjagdverbände sowie Vertreter von Verbänden und Unternehmen. Unter dem Motto „Die Marke Jagd auf neuen Wegen“ stehen unter anderem Felle aus heimischer Jagd als nachhaltige Ressource im Fokus. Tags:  BJT BJT 18 Bundesjägertag Auftakt Delegiertenversammlung Bremen
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ASP: DJV kritisiert Regierungspläne

Die Bundesregierung hat vergangene Woche einen Gesetzentwurf zur Änderung des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes beschlossen. Damit sollen Behörden schneller reagieren können, um die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Ernstfall zu bekämpfen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert, dass die sehr weitreichenden Befugnisse bereits vor einem möglichen Seuchenfall ausgeschöpft werden könnten. Dies wäre nach Ansicht des DJV unverhältnismäßig und damit rechtswidrig. Die Folge wären aufwändige Gerichtsverfahren. Tags:  ASP; Afrikanische Schweinepest
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Jagdhund ist Familienmitglied mit Beruf

Morgen und übermorgen begeht der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) den Tag des Hundes. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Jagdverbands (DJV) zeigt: Jäger sind besonders hundelieb, in zwei von drei Haushalten lebt mindestens ein Vierbeiner. Bundesweit gesehen lebt übrigens nur in etwa jedem zehnten Haushalt ein Hund. Für Jäger sind Hunde Jagdbegleiter und vollwertige Familienmitglieder zugleich. Die Bindung von Mensch und Hund ist alt: Bereits etwa 10.000 vor Christus jagten sie gemeinsam.
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Jagdgegner scheitern vor dem Bundesverfassungsgericht

Zwei Stiftungen aus Niedersachsen und Bayern hatten in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde eingereicht. Das Bundesverfassungsgericht nahm beide Klagen nicht zur Entscheidung an, weil sie unzulässig seien, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 3250/14, 1 BvR 3251/14). Tags:  Deutscher Jagdverband dpa PM 2018 Jagd Bundesverfassungsgericht
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Stärkung der Jagd auf Waschbär und Co. gefordert

Eingeschleppte Arten wie Waschbär, Mink oder Marderhund bedrohen die heimische Artenvielfalt und sollen nach EU-Vorgaben reduziert werden. Anlässlich der in dieser Woche stattfindenen Umweltministerkonferenz fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) von der Politik ein wissensbasiertes und praxisorientiertes Vorgehen bei der Umsetzung der EU-Verordnung zum Management invasiver Arten. Dies kann nur auf Basis bundeseinheitlicher Standards gelingen, da Tiere keine Ländergrenzen kennen. Der DJV hat heute hierzu ein 5-Punkte-Papier vorgelegt. Tags:  invasiv Art Invasive Arten Waschbär Maßnahmen Prädatorenmanagement Management Managementplan Umweltministerkonferenz
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Wildschwein-Zaun an deutsch-dänischer Grenze kann gebaut werden

Dänemark will an der Grenze zu Deutschland einen Zaun gegen Wildschweine bauen. Das Parlament gab am Montag grünes Licht für einen entsprechenden Antrag der liberal-konservativen Regierung. Der Grenzzaun soll verhindern, dass sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Dänemark ausbreitet. Die für den Menschen harmlose Krankheit kursiert derzeit in Osteuropa, Deutschland blieb bislang verschont. Trotzdem wollen die Dänen auf Nummer sicher gehen. Denn die Schweinezucht ist für die Wirtschaft der Skandinavier extrem wichtig. Tags:  Schwarzwild Wildschwein Zaun
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Rückkehr des Wolfes geht nur mit Akzeptanz und Regulierung

Die zunehmende Ausbreitung des Wolfes in Deutschland führt im ländlichen Raum zu wachsenden Konflikten und stellt gleichzeitig die Haltung von Weidetieren grundsätzlich in Frage. Anlässlich der Umweltministerkonferenz vom 6. bis 8. Juni 2018 in Bremen legt daher ein breites Bündnis von 18 Verbänden des ländlichen Raums - das Aktionsbündnis Forum Natur und die Verbände der Weidetierhalter - einen gemeinsamen Aktionsplan Wolf vor.
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GRA im FOCUS: Deutsche Waffenlobby kämpft für amerikanische Verhältnisse

Seit einigen Jahren lasse ich mich zum Waffenrecht interviewen. Fast alle Journalisten kommen mit wenig Ahnung vom Waffenrecht und Gewaltkriminalität und die meisten sind persönlich sehr gegen privaten Waffenbesitz eingestellt. Nach dem Interview hat sich bei den meisten die Einstellung zum privaten Waffenbesitz nicht grundlegend geändert, aber viele verstehen, dass Schusswaffen auch Leben retten können und der private Besitz unter Auflagen nicht dazu führen wird, dass künftig alle auf den Straßen „wild rumballern“ werden. Ich lasse es zu, dass sie das Interview aufzeichnen und segne bei Printmedien Zitate vor Veröffentlichung ab. Was die Journalisten um diese Zitate herumbauen, weiß ich im Vorfeld nicht. Die einen mögen sagen, dass ich da zu naiv herangehe, dass die Gefahr der falschen Interpretation zu groß ist. Denen entgegne ich, dass bei den vielen Interviews in den letzten Jahren nur zwei Medien mich so richtig auflaufen ließen: der WDR mit der Dokumentation „Waffen sind mein Leben“ und vor kurzem der FOCUS mit seinem Printartikel „German Rifle Association“„Waffenrecht ist Menschenrecht“: Deutsche Waffenlobby kämpft für amerikanische Verhältnisse Quelle: FOCUS- Katja Triebel vor dem Regal mit Schreckschusswaffen und Airguns
Direktlink: https://p5.focus.de/img/fotos/origs8987207/1039138367-w630-h418-o-q75-p5/gra-3.jpg Dieser Artikel erschien zunächst am 27. Mai und dann noch einmal mit neuen „schönen Zwischenüberschriften“ am 02. Juni.  – wie man das anhand der bisher über 70 Kommentaren ablesen kann. Interessant ist hier, dass viele Kommentare nicht die Meinung der Autorin Kim Schibilla teilen. Auch auf Facebook wurde gestern die Debatte eröffnet. Und nein, mir sind die meisten Namen, die direkt beim Focus schreiben, nicht bekannt. In der Regel erhalte ich vor Veröffentlichung drei oder fünf Zitate aus den Interviews. Frau Schibilla ließ sich gleich vier DinA4 Seiten (in Schriftgröße 10) von mir bestätigen. Die folgenden Zitate ohne Quellenangabe sind alle von dieser Verschriftlichung des Interviews entnommen worden. Dann schauen wir mal, was sie aus dem Interview gemacht hat: Der Blümchenschal stimmt, das ist übrigens der gleiche, den ich 2014 bei Markus Lanz getragen hatte, doch rot war im März nur meine Brille, nicht mehr meine Haare, wie man oben im Bild sehen kann. Quelle: Caliber Corner (2014)Auch kann Frau Schibilla anscheinend nicht rechnen oder recherchieren. Wir sind die vierte Generation (kursiv Anmerkungen von mir): Man würde doch erwarten, dass eine Autorin sich anschaut, wen sie da interviewt. Dann hätte sie vielleicht auch die Seite Drei des Tagesspiegels lesen können, auf den ich hier im Block in der Kategorie „TV und Presse“ verlinke, sowie bei meinen Profilen auf Facebook und Twitter: Weiter geht es mit dem FOCUS Artikel: Wenn es keine öffentliche Debatte über die GRA gibt, dann frage ich mich, warum es ziemlich viele Reportagen, Interviews und Zeitungsartikel über uns gibt. Mai 2018 bei “Galileo”: Wer steckt hinter der German Rifle Association? Mai 2018 bei “Massengeschmack TV”: Jedem Bürger seine WAFFE? März 2018 in der “heute show” (Satire im ZDF) ab 21:40: Februar 2018 beim “Deutschlandfunk”: Kann man die amerikanische Waffenlobby verteidigen? Januar 2018 beim “Spiegel”: Postergirl der deutschen Waffenlobby Dezember 2017 bei “Alfons & Gäste”: German Rifle Association Oktober 2017 bei “Spiegel TV”: Meine Waffe und ich August 2017 beim “rbb”: Carolins Traum: Waffen tragen Juli 2017 bei “Radio1”: Interview mit Katja Triebel April 2017 bei der “Süddeutschen Zeitung”: Seite Drei: Deutschland bewaffnet sich März 2017 bei “Jetzt Knippertz”: Sicherheit in Deutschland Januar 2017 bei “ef”: Privater Waffenbesitz als Sündenbock Dezember 2016 beim “Tagesspiegel”: Lobbyismus in der EU – Der Streit um schärfere Waffengesetze November 2016 im “Tagesspiegel”: German Rifle Association in Berlin: Wie eine Spandauerin um das Recht auf Waffen kämpft Juli 2016 bei “Report Mainz”: Lieblingswaffe der Amokschützen Mai 2016 bei “CNN”: How Germany approaches guns April 2016 bei “Der Freitag”: Was tötet wen? – Von Waffen und Waffenbesitz April 2016 bei “POLITICO”: Gun lobby stirs to life in Europe Februar 2016 bei “VICE”: Die Waffen der Frauen Februar 2016 bei “VICE”: Die deutsche NRA: Die German Rifle Association kämpft für amerikanische Zustände Obwohl ja Frau Schibilla nicht richtig recherchieren kann, scheint sie jedoch TV zu schauen, wie z.B. die „heute show“, wo der Vergleich mit den Kugelschreibern verulkt wurde. Doch dieser Vergleich stammt ja gar nicht von uns, sondern vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. Ich hatte lediglich auf der Seite der GRA die Hintergründe für diesen Vergleich erläutert und die Gemeinschaft hatte dieses Meme massenhaft geteilt. Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
Link: https://www.dieversicherer.de/resource/blob/1132/79392c4864a50bc0b4cad91768e9a931/grafik-kugelschreiber-toedlicher-als-schusswaffen-data.jpgUnd weiter geht es mit dem Artikel: Ja, da habe ich Verfassung wohl mit Grundgesetz verwechselt. So ganz genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Hier meine Ausführung im Interview, warum ich das für sinnvoll halte: Natürlich hat die Autorin „vergessen“, warum ich Waffenrecht als Menschenrecht deklariere. Wir hatten bereits 2014 lang und detailliert beschrieben, warum wir dieser Ansicht sind: Unfassbar: “German Rifle Association” will Waffenbesitz als “Menschenrecht” Und Ron Siderius hat sogar ein ganzes Buch zu diesem Thema geschrieben: Die letzte Verteidigungslinie: Mehr Waffen, weniger Angst Quelle: Amazon
Link: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41VHm4EYT5L._SX314_BO1,204,203,200_.jpgIch habe das Buch gelesen und kann diese Leserbewertung auf Amazon voll und ganz unterstützen: „Wenn man wissen möchte, wie frei ein Volk ist, dann sollte man als erstes einen Blick in sein Waffenrecht werfen. …Der ursprüngliche Zweck der Waffengesetze war die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Mittlerweile hat die Politik ein ganz anderes Ziel, nämlich die totale Kontrolle. Das staatliche Gewaltmonopol, welches Teil unserer Rechtstradition ist und das kein vernünftiger Bürger in Frage stellt, wird seit Jahrzehnten sukzessive um ein staatliches Waffenbesitzmonopol erweitert. Das ist eine äußerst bedenkliche Entwicklung. Zum einen, weil durch das Fehlen von Waffen in den Händen der Bürger ein wirksames und wichtiges Gegengewicht zur Staatsgewalt wegfällt. Die Schweizer z.B. haben diese Gefahr erkannt. Sie haben mit ihrem liberalen Waffenrecht und ihrem Milizsystem das notwendige Gegengewicht geschaffen. Zum anderen ist ein staatliches Waffenbesitzmonopol für den einzelnen Bürger auch sicherheitspolitisch von großem Nachteil. Wird er zum Opfer einer schweren Straftat, so kann er sich mangels eigener Waffe nicht wehren. Hier setzt das Buch schwerpunktmäßig an. … “ (Mr. Abus am heutigen Tag auf amazon) Weiter geht es mit dem Artikel: Timo Lange von Lobby Control wurde von Galileo interviewt. Man kann das Interview hier ab Minute 8:10 sích anschauen: Wenn Timo Lange von gefährlicher Schieflage spricht, dann meint er damit nicht die GRA, da unser politischer Einfluss – wie er selber sagt – viel zu klein ist. Warum dann diese Zwischenüberschrift in einem Artikel, in dem es um die GRA geht? Ob Frau Schibilla Timo Lange überhaupt interviewt hat oder sich nur das Galileo Interview angeschaut hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich jedenfalls hatte bereits Kontakt mit Timo Lange per Mumble beim „Dicken Engel“ der Piraten am 20.November 2012. Das Mumble-Treffen kann man immer noch online nachhören. Damals wurde mir vom Spiegel „böser Lobbyismus“ vorgeworfen, u.a. wurde mir unterstellt unethisch mit viel Geld die Piraten zu unterwandern und zu missbrauchen. Ab Minute 29:00 ging es damals um die AG Waffenrecht, wo ich als Cathy Marc Schieferdecker kennengelernt hatte. Das Wortprotokoll hierzu hatte ich bei den Piraten veröffentlicht: Ich kann mich nicht erinnern, ob Frau Schibilla mich gefragt hatte, ob die NRA mit ihrer Lobbyarbeit indirekt für die Schulamokläufe verantwortlich sei. In der Verschriftlichung des Interviews steht nur dieses. Mit den 3,5 Millionen US-Dollar von Clooney, Bloomberg und Ophra wurde der „March of Lives“ finanziert, damit wurden die Anreisen in Bussen bezahlt und die Werbung, am March teilzunehmen. Das ist Lobbyismus pur: Einflussnahme durch Bezahlung von einigen wenigen sehr reichen Menschen – aber das sieht FOCUS wohl ganz anders. Es wäre interessant gewesen, wie Timo Lange von LobbyControl dies sieht. Aber diese Frage wurde ihm ja nicht gestellt. Auch hier vergisst die Autorin, einige Details zu erwähnen: Zur EU-Waffenrichtlinie möge man sich bitte die Zeitungsmeldungen der Schweizer anschauen. Dort findet aktuell eine echte öffentliche Debatte statt. Selbst die Schweizer Polizei erkennt (auf Druck der Mitglieder) an, dass sogar die entschärfte Version keinen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit leistet oder Terrorismus verhindert. Auch bei uns soll eigentlich im September die EU-Waffenrichtlinie gesetzeswirksam werden. Doch bis heute gibt es nicht einmal einen Entwurf. Auch hier ist mir ein Formulierungsfehler unterlaufen. Ich meinte natürlich Factstorm und nicht Shitstorm. Schaut man sich die Online-Kommentare und Leserbriefe unserer Unterstützer an, dann sieht man dort viele Fakten, doch selten Beleidigungen oder den Wunsch, die „Gegner“ sollen krepieren. Darin unterscheiden sich Waffenbefürworter von Tierrechtlern und Gegnern von Waffenbesitz. Auch hier wieder meine Antworten laut Verschriftlichung: Hätte Frau Schibilla mal die Facebook-Gruppe oder unsere Webseiten besucht, dann hätte sie wissen können, dass bei der Postkarten-Aktion neben der AfD immer auch die FDP und auf europäischer Ebene die LKR gemeint war. Wir sind kein AfD-Wahlwerbungsverein, sondern unterstützen sachkundige Forderungen jeder Partei. Leider hat uns die CDU und CSU in den letzten 15 Jahren oft hängen gelassen. Die SPD hat sich mittlerweile ganz auf Gegnerseite zum privaten Waffenbesitz geschlagen. Die Innenminister der rot-grün und grün-rot regierten Bundesländer fordern seit Jahren im Bundesrat immer strengere Auflagen. Zum letzten Satz in dem Artikel: Frau Schibilla wollte mich unbedingt im Geschäft interviewen. Solche Interviews mache ich grundsätzlich nur, wenn das Geschäft geschlossen ist, also an einem Mittwoch nachmittag. An dem von ihr favorisierten Tag war ich nachmittags ganz alleine im Geschäft, was selten vorkommt. Ich habe tatsächlich daher ihre Kontaktdaten aus Sicherheitsgründen verlangt: damit man weiß, wer mich ausgeraubt haben könnte, falls ich am nächsten Tag nicht mehr ansprechbar gewesen wäre. Im Gegensatz zur Antifa wird diese Adresse weder veröffentlicht, noch wird die Adresse an Rabauken weitergegeben, die Farbbeutel schmeißen oder Autos abfackeln. Aber das kann ja Frau Schibilla nicht wissen, weil sie uns nicht wirklich kennen lernen wollte. Immer wieder werden wir darauf hingewiesen, dass wir in Europa keine “amerikanischen Verhältnisse” wünschen. Auch dazu gibt es ein Statement der GRA: Ist es übrigens bekannt, dass 99% der tödlichen Gewaltdelikte der USA in nur 5% der Straßen verübt werden und dass 2014 in 54% aller Counties der USA überhaupt kein Mord verübt wurde, obwohl es dort viele legale Waffenbesitzer gibt?
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Katja Triebel

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Focus-Interview vom März 2018

Im Mai erhielt ich die Verschriftlichung des über einstündigen Interviews, das ich im März 2018 mit der Journalistin Kim Schibilla vom Focus geführt hatte, zum Redigieren. Ich war anfangs etwas erschrocken, wie ungenau ich formuliere, wo ich mir doch beim Schreiben bei der Wortwahl so viel mehr Mühe gebe. Aber was soll’s. Hier nun die Abschrift: Verschriftlichung des Interviews Wie sind Sie zu dem Beruf gekommen? Ich bin da reingeboren, den Laden gibt es seit über hundert Jahren. Mein Vater hat ihn schon von seinem Vater und der wieder von seinem Schwiegervater übernommen. Ich habe eigentlich eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht. Ich war gar nicht darauf aus, das Geschäft zu übernehmen. Haben Sie einen Waffenschein? Nein. Mit 15 habe ich die Berechtigung für Jagdwaffen erworben. Ich war auch nie jagen. Einmal saß ich mit 16 auf dem Hochsitz und sollte schießen, aber dann habe ich angefangen zu weinen und es gelassen. Wieso dann doch so engagiert? Die Frau des Waffenhändlers, der die Tatwaffe von Winnenden verkauft hat, hat 2009 unter einer richtigen Hetzjagd gelitten. Was damals geredet wurde, war gar nicht mehr aushaltbar. Hier in Berlin hat man nicht so viel davon mitbekommen, aber da unten wurden sämtliche Waffenhändler aus „Händler des Todes“ bezeichnet, wodurch ich ja auch indirekt getroffen wurde. Damals hatte ich den Laden schon gemeinsam mit meinem Bruder übernommen. Vor allem mit der massiven Anti-Waffenlobby hatte da niemand gerechnet, da war ja vorher heile Welt. Die Anti-Waffenlobby schaut immer gezielt, wo in der Welt etwas Schreckliches passiert, und dann machen sie dort Stimmung. Sie tun das unter dem Deckmantel des Opferschutzes, also Waffenkriminalität, aber ihr eigentliches Ziel ist die Entwaffnung von allen. Egal ob von Jägern, Sportschützen oder Sammlern. Und damit verdienen sie gutes Geld: Durch Förderungen, Spenden, Unterstützung der Regierung. Solche Unterstützung haben wir nicht. Ich habe alles, was ich zusammengetragen habe, in ehrenamtlicher Arbeit im Internet zusammengesucht. 2009 haben unsere Verbände noch auf ihre guten Kontakte in den Hinterzimmern zu den Regierenden vertraut. Aber das funktioniert so nicht mehr. Bei uns wird Politik auf der Straße und in den Medien gemacht. Welche Reaktionen der Politik hätten Sie sich nach Winnenden gewünscht? Politiker sollten sich einfach davor hüten, nach medial wirksamen Einzeltaten Gesetze zu verabschieden. Darum geht es mir. Es geht nicht darum, dass notwendige Gesetze nicht eingeführt werden – aber nicht direkt nach so einer Sache. Dann sind sie oft einfach unbedacht. Grundsätzlich fände ich es nach einer solchen Tat gut, wenn man überlegt, wie man so viel Opferschutz wie möglich betreiben könnte. Und nicht, wie man so wenig Waffen wie möglich erlaubt. Also: Wie kann man verhindern, dass eine psychisch kranke Person an eine Waffe kommt, die Rechte der „guten“ Bevölkerung aber nicht einschränkt. Außerdem wissen wir aus einer EU-Studie, dass 75 bis 100 Prozent der Tatwaffen illegal beschafft werden. Das sind oft Schreckschuss- und Salutwaffen aus dem Ausland, die dann in scharfe Waffen umgebaut werden. Was ist das Problem mit der Gesetzeslage? Erstmal sind die Gesetze zu kompliziert. Und dann werden sie oft anlassbedingt verabschiedet und von Leuten besprochen, die keine Ahnung haben. Und dann kommt es zu Kompromissen – Aber der Kompromiss zwischen Champagner und Hundescheiße schmeckt nicht nach Champagner. Wer am lautesten schreit, bekommt in großen Teilen seinen Willen und das bedeutet dann eine Restriktion für andere. Ein paar von unseren Gesetzen sind richtig gut – andere sind einfach dumm. Die sind so kompliziert, dass man sie nicht mehr einhalten kann. Waffenbesitzer werden zu Unrecht bestraft. Wenn alle so bestraft würden wie Waffenbesitzer, dann wären die Straßen halb leer und die Plenarsäle auch. Wenn Sie zwei Mal über eine rote Ampel fahren, ist Ihr gesamter Waffenbesitz weg, weil Sie dann als unzuverlässig gelten. Wir müssen laufend unser Recht einklagen. Waffen zum Selbstschutz Die Gesellschaft ändert sich dadurch nicht, ob wir ein strenges oder ein liberales Waffengesetz haben. Es ändert sich aber etwas für das Individuum. Deshalb setze ich mich beim Opferschutz dafür ein, dass endlich anerkannt werden muss, wenn man Angst hat. Dass man eine Waffe zum Selbstschutz erwerben darf, denn uns Frauen helfen Hand und Fuß nicht, um uns zu verteidigen. Gleichzeitig muss man aufpassen, dass die „bösen Kerle“ nicht an Waffen kommen, weder legal noch illegal. Kann das nicht gefährlich werden? Beispielsweise durch Verwechslungen, wenn man sich Zuhause bedroht fühlt? In Amerika ist es für jemanden, der sauer ist, zu leicht, an eine Waffe zu kommen. Das stimmt. Woher die 10.000 Waffentote in den USA kommen, kann ich Ihnen nicht sagen, weil es nirgendwo steht. Aber ein Großteil davon passiert durch Gangkriminalität, dort kommen auch die meisten Kinder um. Weltweit ist Schusswaffenkriminalität ein Problem von jungen Männern in Großstädten. Sie haben sich auch dafür ausgesprochen, Menschen schon früh an die Waffe zu führen – mit Waldkindergärten, Volkshochschulkursen, … Ja, das passiert auch schon! Der deutsche Jagdverband macht inzwischen sehr gute PR-Arbeit in Berlin. Vor drei Jahren haben wir eine Petition mit 50.000 Unterschriften eingereicht, weil das ZDF eine Anti-Jäger-Kampagne gestartet hatte. Es gibt Schnupperkurse bei Jochen-Schweitzer. Dass die gesellschaftliche Akzeptanz steigt, ist ein Erfolg der Waffenlobby. Denn wir haben Fakten gebracht, Angst genommen – und bestärken unsere Mitglieder auch darin, sich öffentlich zu bekennen und zu zeigen, dass Waffenbesitzer ganz normale Menschen sind. Bei uns kommt es nicht zu Unfällen – nach dem Schach spielen ist das Sportschießen die unfallfreieste Freizeitbeschäftigung. Der Umgang mit Schusswaffen ist in Deutschland, bei den legalen Waffenbesitzern, so gut wie unfallfrei. Bilden sich auch Allianzen zwischen verschiedenen Waffengruppen? Es bilden sich schon Allianzen. Unsere Arbeit ist aber unglaublich schwierig, weil der Großteil der Gesetze in Brüssel verabschiedet wird. Ich arbeite dazu mit „Firearms United“ zusammen, wir haben aber einfach Sprachschwierigkeiten. Auch die Gesetzestexte liegen vor der Abstimmung nur auf Englisch vor und da entstehen schnell Missverständnisse. Haben Sie Einfluss auf die Erarbeitung eines Gesetzesentwurfs? Verbandsvertreter können natürlich an der Erarbeitung eines Gesetzes beteiligt sein – aber die haben keinen Einfluss, anders als die Pharmalobby. Der Einfluss ist minimal, das haben wir ja 2009 nach der Gesetzesänderung gesehen, die nach Winnenden auf den Weg gebracht wurde. Wie groß ist Ihr Einfluss? Wir haben da gar kein Mitspracherecht. Das Einzige, was wir haben, ist unsere Wählerstimme, die Medien für Shitstorms und Emails, Leserbriefe und so weiter, um Shitstorms gegen Sachen loszutreten, die wirklich ganz schlimm waren. Wir haben auch eine Petition mit 365.000 Unterschriften auf EU-Ebene auf den Weg gebracht – da kamen die meisten Unterschriften aus Deutschland. Suchen Sie auch den Kontakt zu Politikern? Kann auf die Art Einfluss ausgeübt werden? Das weiß ich nicht, denn in Deutschland bin ich ja nur ein ganz kleines Licht. Beim DJV und DSB, also bei den großen Dachverbänden der Jäger und Sportschützen, bin ich nicht im Vorstand. Da hört man mir gar nicht zu. Natürlich kritisiere ich die Verbandsvertreter, aber sie nehmen meine Kritik nicht an. Und sie erzählen mir auch nicht, was im Hinterzimmer abgeht – falls da etwas läuft. Bis September 2018 muss ja die neue EU-Waffengesetzrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden. Wir bekommen aber keinen öffentlichen Entwurf zu Gesicht. Der wird uns wahrscheinlich sechs Wochen vor der Sommerpause präsentiert und dann wird er angenommen, ohne, dass ein Wort geändert wird. So ist es in den letzten Legislaturperioden gelaufen. Ich selbst gehe nicht auf Politiker zu. Es läuft andersrum: Die kriegen von uns einen öffentlichen Shitstorm, wenn sie dumme Sachen schreiben. Wir machen einfach, was die anderen Vereine nicht machen: PR. Und wir rufen Leute auf, Postkarten oder Emails zu verschicken. Das wirkt bei den Politikern viel stärker. Strukturen der GRA: Marc, den Gründer der GRA, habe ich 2010 kennengelernt. Der hat das 2013 einfach online gegründet, ohne mich zu fragen. Ich bin ein halbes Jahr später eingestiegen. Mitglieder haben wir keine. Wir haben Sympathisanten und Follower. Wir sind zwar jetzt als Verein eingetragen, um die Spendengelder steuerlich geltend zu machen, es gibt aber keine zahlenden Mitglieder. Wir kriegen ab und zu mal ein bisschen Geld von Privatleuten geschenkt, damit können wir zum Beispiel geschäftliche Reisen organisieren. Ziel der GRA Unser Ziel ist es, dass Waffen nicht als das Böse wahrgenommen werden. Die Wahrnehmung passt dabei nicht mit der Realität zusammen. Was waren Erfolge? Wir haben 2012 eine Petition gegen das Halbautomatenverbot der Grünen gestartet. Und das ist auch bei der Politik angekommen. Ich schätze mal, dass 1,5 Millionen Wählerstimmen nach Waffenrecht wählen. Das ist nicht die Dimension der USA, aber trotzdem eine ganze Menge. Aber eine Menge Menschen hat erkannt, dass Waffenrecht ein Freiheits- und Menschenrecht ist. Waffenrecht ist ein Menschenrecht? Ja. Ich halte es für sinnvoll, dass das Waffenrecht in den USA im Grundgesetz festgeschrieben ist. Denn auch dort sind Gewalttäter und Kriminelle vom legalen Zugang zu Waffen ausgeschlossen. Leider funktioniert die Datenerfassung dort einfach nicht richtig. Der junge Mann vom Attentat in Florida hätte in Deutschland keine Waffe kaufen können. Ich unterstütze sinnvolle Gesetze, die diesen Menschen den Zugang zu Waffen verbieten – und dafür möchte ich es für die Nicht-Gewalttäter simpler haben, als jetzt. Konkrete Ziele der GRA? Ein Ziel ist die Vereinfachung des Waffenrechts. Das Zweite ist der Selbstschutz als Bedürfnis: Wenn sich jemand bedroht fühlt, reicht das heute nicht, um in Deutschland eine Waffe bewilligt zu bekommen. Wie bewerten Sie die Arbeit der Waffenlobby in den USA im Vergleich zu Deutschland? Dabei geht es aber weniger um Geld, andere spenden viel mehr an Politiker als die NRA. Im Vergleich dazu: Für den „March of our Lifes“ wurden über 3,5 Millionen gespendet worden. Da wurden die Schüler also im Grunde dafür bezahlt, dass sie mit einem Bus dahin kommen. Für mich ist das keine Demo. Ich teile mit Emma Gonzalez die Vision von einer Welt ohne Amokläufe. Nur beim Weg dahin sind wir uns grundverschieden. Sie möchte alles Mögliche verbieten, was mir gehört, und ich möchte, dass man sich stattdessen auf den Gefährder und die Problemviertel konzentriert. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Schüler zu schützen. Vor allem sollte man beim Mobbing hinsehen und die Schwachen mehr unterstützen, dann baut sich auch kein Hass auf.
Was die NRA in den USA so stark macht, sind die Mitglieder. Die machen genau das gleiche, was wir neuerdings auch versuchen: Das Bürgergespräch fördern und durch Öffentlichkeitarbeit Vorurteile abbauen. Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Schießdisziplinen und Vereinen? 1997 hat sich das Forum Waffenrecht gegründet, nachdem ein Jahr vorher IANSA, ein internationales Netzwerk gegen Waffen, gegründet wurde. Das Forum ist eine Allianz der Jäger, Sportschützen und Sammler, der Industrie und des Handels. Aber das ist halt ein Altherrenclub, da passiert wenig. Da trifft man sich vielleicht einmal im Jahr. Wenn eine Gesetzesänderung vorliegt, spricht man dort mit einer Stimme – das ist klar. Aber in der restlichen Zeit passiert nichts. Ich würde mir wünschen, dass sie es so machen wie die NRA: Mal etwas fordern. Nicht immer nur reagieren. Sie haben auch die Facebook-Gruppe „Waffenlobby“ gegründet… Ja! Das hab ich mich 2010 getraut, ich fand, es wäre Zeit, an die Öffentlichkeit zu gehen. Das Wort „Waffenlobby“ war vorher ein No-Go. In der Gruppe zensieren wir sehr wenig und wir lassen auch alle in die Gruppe rein. Das kann auch ein Fake-Profil sein. Das ist aber bei den Tier- oder Naturschützern auch so. Da sind auch Idioten unterwegs. In jeder Gesellschaftsgruppe gibt es die. Es gibt bestimmt auch den ein oder anderen Idioten, der eine Waffe besitzt – aber so sind Menschen. Solange sie keine signifikante Gefahr darstellen, haben sie ein Recht auf freie Meinungsäußerung, auch wenn sie mir nicht gefällt. Toleranz heißt ertragen. Wir haben einen schönen Spruch bei der GRA: „Wir kämpfen dafür, dass das homosexuelle Pärchen mit seinen Adoptivkindern mit einer legalen Waffe ihre Hanfplantage gegen Einbrecher beschützen darf.“ Wenn das alles zutrifft, haben wir’s geschafft. Dann sind wir eine libertäre Gesellschaft, in der ich gerne lebe. Gibt es einen Erfolg, auf den Sie besonders stolz sind? Dass die GRA das Waffenverbot der Europäischen Union verhindert hat. Ich habe da zwei Jahre lang für gearbeitet und eine Studie geschrieben, in der rauskam, dass Suizide und Waffenkriminalität gar nichts mit der Waffenbesitzdichte zu tun haben. Ich weiß, dass meine Statistik auch in einigen Innenministerien der EU verteilt wurde. Wir als „Firearms United“ waren die ganze Zeit in den beiden Ausschüssen, die das Gesetz begleitet haben, wir waren eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Ländern und die GRA war ein Teil davon. Ich habe in Brüssel auch mit Bernd Kölmel von der LKR eine Feuerwaffenkonferenz mit 270 Gästen organisiert, mit Politikern der ALDE, EVP und EKR, der die FDP, CDU und CSU/LKR angehören. Am Ende haben einfach unsere Fakten überzeugt. Wer hat mehr Einfluss, Waffenlobby oder Anti-Waffenlobby? Die Anti-Waffenlobby. Denn die haben die Grünen auf ihrer Seite. Die anderen Parteien trauen sich nicht. Es gibt bis auf die LKR (Liberal-Konservative Reformer), diese Lucke-Truppe, die sich von der AfD abgespaltet hat, keine Partei die hinter uns steht.
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Katja Triebel

Katja Triebel

 

Hitze-Alarm: Wie Tiere den heißesten Tag des Jahres überstehen

So heiß war es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1893 im Mai noch nie. Kein Wunder, dass die Deutschen am vergangenen Dienstag, dem bislang heißesten Tag des Jahres, gehörig ins Schwitzen kamen. Damit unterscheiden sie sich von anderen Säugetieren, die wenige bis gar keine Schweißdrüsen besitzen. Der Deutsche Jagdverband erklärt wie Wildschwein, Feldhase und Co. dennoch „cool“ durch die anhaltende Hitzewelle kommen.


Ab ins Wasser
Tags:  Wildtiere DJV Hitze Strategien Sommer Mai
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Achtung Falschmeldung!

Seit dem vergangenen Wochenende kursiert in den sozialen Medien eine Meldung über einen angeblichen Wolfsangriff auf 43 Jungpferde in Niedersachsen. Das demnach betroffene Landesgestüt Celle hat nun reagiert und zeigt sich in einer Meldung auf seiner Internetseite enttäuscht darüber, dass Unbekannte auf Kosten des Gestüts Stimmung machen wollen gegen den Wolf. Das Landesgestüt Celle besitze gar keine Weiden in dem Gebiet, wo der angebliche Wolfsangriff stattgefunden haben soll. Tags:  DJV Wolf Falschmeldung fakenews
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Der DJV geht offensiv gegen Hetze im Netz vor

Eine junge Jägerin postet auf ihrem Facebook-Profil ein Foto mit erlegtem Fuchs und erhält binnen weniger Tage mehrere hundert hasserfüllte Kommentare: Jagdgegner attackierten das „Waidfräulein“  mit wüsten Beleidigungen und Bedrohungen. „Widerliches Stück Dreck, du bekommst noch, was du verdienst“, ist noch eine vergleichsweise harmlose Äußerung. Tags:  DJV facebook Jagd Jagdgegner Hetze Anzeige Strafanzeige strafrechtlich Verfolgung
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