Eine Lobbyorganisation für eine Branche ist eine solche und kein Verein zur Einforderung von Freiheitsrechten. Also keine Beschwerde von mir, dass sie eben für ihre Mitglieder lobbyieren, wie sie es für richtig halten.
Aber das geht dann doch daran vorbei, wie wahnsinnig und von der Muffe gepufft dieser Entwurf ist. Da werden ja nicht einmal nur Waffen kriminalisiert, sondern schon in Zeichnungen festgehaltene Gedanken. Artikel 3, 1 (d) kriminalisiert "creating, acquiring, possessing or sharing, a blueprint without authorisation." Artikel 4 kriminalisiert die Anstiftung und Hilfe dazu. Also schon wenn man jemandem einen Link auf eine historische Maßzeichnung des Maxim-Gewehrs oder des Colt-Revolvers gibt, soll das eine Straftat sein. Genauso, wenn man sich über Waffenkonstruktion Gedanken macht und eine Idee am Computer -- nicht in der physischen Realität -- ausprobiert. Artikel 5 sieht als Strafe für die reine Zeichnung, das verbotene Wissen, einen mindeste Höchststrafe von zwei Jahren vor und regt dazu noch an, dass man vom passiven Wahlrecht ausgeschlossen wird. Das ist eine Ausgeburt von Gedankenpolizei und Machtgeilheit, für die der Blitz die Autoren beim Koten treffen möge. Dass ein Industrielobbyverband das nicht so ausdrücken will, ist schon verständlich.