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Gunman

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Everything posted by Gunman

  1. Revolver im Nachtschrank kein Einzelfall In Deutschland gibt es zu wenig Personal um Waffenbesitzer zu kontrollieren. Ein nachlässiger Umgang sei normal, sagt ein Waffenrechtsrexperte. Dem Vater des Amokläufers von Winnenden drohen nun Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe. Der Revolver im Nachtschrank, die Pistole im Handschuhfach - nach Einschätzung von Hubertus Uelpenich sind das keine Einzelfälle. «Wenn wir so etwas einmal mitbekommen, ist das nur die Spitze des Eisberges», sagt der Waffenrechtsexperte, der zusammen mit einem Kollegen in der Kreispolizeibehörde Hochsauerland für 8000 Waffenbesitzer zuständig ist. «Wir haben 33.000 registrierte Waffen und zu wenig Personal, um wirklich zu prüfen, ob die alle im Waffenschrank gelagert werden», sagt Uelpenich. Das Waffengesetz sei scharf genug: «Es müsste nur eingehalten werden.» Einer der 8000 Waffenbesitzer ist Harald Honisch: Mehrfach dreht er das Zahlenrad an dem eineinhalb Meter hohen Tresorschrank und öffnet dann mit einem Griff die schwere Tür. «Das hier sind Revolver, die habe ich als Waffensammler», erklärt der 61-Jährige aus Arnsberg- Neheim. Dann zeigt er auf eine Reihe weiterer Pistolen. «Das sind die Sportwaffen, mit denen ich früher geschossen habe.» In einem Koffer am Boden des Waffenschrank ist seine aktuell genutzte Sportpistole verstaut. «Hier kommt keiner ran», sagt er und schließt noch ein Extrafach auf, in dem mehrere tausend Schuss Munition lagern. «Etwas chaotisch» Der Amoklauf des 17-Jährigen von Winnenden mit einer aus dem Schlafzimmer der Eltern mitgenommenen Pistole beschäftigt auch den 61-Jährigen. «Eine Neunmillimeter hat nichts im Nachtschrank zu suchen», sagt er und drückt die Tresortür nachdenklich wieder zu. In der Waffenkammer unter dem Spitzgiebel seines Zweifamilienhauses hat Honisch noch weitere Waffen liegen. «Die brauchen nicht in den Waffenschrank, die sind ab 18 Jahren frei zu kaufen», erklärt der Waffensammler und Sportschütze. Etwas chaotisch wirkt die rund zwölf Quadratmeter große Waffenkammer, zu der es nur einen Schlüssel gibt. Trotzdem hat alles seinen Platz. Auf einer Werkbank liegen Dutzende Munitionsschachteln. «Das sind nur leere Hülsen», sagt Honisch und erklärt die Geräte, mit denen er die bereits genutzten Patronen wieder füllt. «Das teuerste sind die Hülsen.» Und die kann er etwa ein Dutzend Mal mit neuen Zündplättchen, Pulver und Geschossen bestücken. Millionenforderungen Dass Gewehre und Pistolen auch bei den anderen Waffenbesitzern im Hochsauerlandkreis wie bei Honisch sicher hinter Schloss und Riegel liegen, kann Kontrolleur Uelpenich nur hoffen. «Wir können ja nicht 8000 Leuten 24 Stunden am Tag auf die Finger schauen.» Kontrolliert wird anhand von Unterlagen wie beispielsweise Kaufquittungen, mit denen auf Anfrage nachgewiesen werden muss, ob jemand einen Waffenschrank hat. Nur wenn es Hinweise gebe, dass etwas nicht korrekt ist, werde das dann auch vor Ort in Augenschein genommen. Dass, wie im Fall Winnenden Pistolen im Nachtschrank liegen, ist auch für Uelpenich ein offenes Geheimnis. «Wenn wir das mitbekommen, ist das ein Straftatbestand», sagt er. Neben der strafrechtlichen Relevanz könnten auch hohe finanzielle Forderungen auf den Vater des Amokläufers von Winnenden zukommen. Bei einem zivilrechtlichen Prozess könnten nach Schätzungen von Juristen Schadenersatzforderungen in mehrfacher Millionenhöhe auflaufen. Über die Zahl illegaler Waffen mag der Kontrolleur nur spekulieren. «Es gibt Schätzungen, dass auf jede registrierte Waffe eine illegale kommt.» Und dass deren Besitzer die Pistolen, Revolver und Gewehre sicher aufbewahren, glaubt Uelpenich nicht. Kontrollen gibt es wegen der Personalnot selten. Nur wenn sich Nachbarn oder Angehörige melden, weil ein Waffenbesitzer beispielsweise wegen Krankheit oder psychischer Probleme nicht mehr zuverlässig erscheint, ist schnelles Handeln gefragt. http://www.netzeitung.de
  2. Dann aber alles verbieten was man als Waffe nutzen kann. Auto, Schraubendreher, Küchenmesser usw.
  3. Hmmm, und wenn wirklich was dran ist an dieser Geschichte ????
  4. Eupen. Die Polizeizone Weser-Göhl in Belgien weist darauf hin, dass am Freitag, 31. Oktober, die Frist für die (Neu-)Registrierung von Feuerwaffen in Belgien abläuft. Alle Waffeninhaber, deren Besitzerlaubnis älter als fünf Jahre ist, müssen bis dahin beim Gouverneur der Provinz einen Antrag auf Erneuerung stellen. Feuerwaffen, die zur alten Kategorie der Jagd- und Sportwaffen zählen, und vor dem 8. Juni 2006 entweder bereits registriert wurden oder bisher noch nicht angemeldet waren, können bei der lokalen Polizei - auch anonym - abgegeben werden. http://www.az-web.de
  5. Die tödliche Schießerei vor einer Eisdiele in Rüsselsheim zeigt mit welcher unglaublichen Brutalität Gewaltverbrechen in Deutschland verübt werden. Meldungen, die man früher nur aus den USA kannte, sind mittlerweile auch in der Bundesrepublik an der Tagesordnung. In den USA besitzt praktisch jeder Bürger eine Schusswaffe. Und in Deutschland? "Dass Menschen bewaffnet auf die Straße gehen, ist nicht mehr die Ausnahme, sondern ist fast schon zur Regel geworden. Das heißt, wir müssen uns um amerikanische Verhältnisse nicht sorgen, es gibt sie längst in Deutschland", sagt der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Rainer Wendt. Seriösen Schätzungen nach existieren in Deutschland rund 30 Millionen Schusswaffen ? zwei Drittel davon illegal. Polizisten erleben das bereits heute tagtäglich: "Die Gewalt in Deutschland eskaliert zusehends, selbst bei alltäglichen Einsätzen sehen wir uns hemmungsloser Brutalität gegenüber", sagte der Vertreter der Deutschen Polizeigewerkschaft. Wendt kritisiert dabei auch die Politik, die bei dem Thema völlig versagen würde, schließlich sei die Innere Sicherheit eine Kernaufgabe des Staates und ein Grundrecht für die Menschen in unserem Land. Lest die Kommentare mal durch, sind wirklich Interessant. http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuell_artikel.php?article=21285&pos=6
  6. Naja hat wohl weniger was mit Gentleman zu tun, wohl eher was mit Altersbedingter Geilheit
  7. Konstanz - Die Schützengesellschaft der Stadt Konstanz wird sich ihren Gästen künftig mit einem neuen Imageprojekt präsentieren: Die einzige 300-Meter-Großkaliber-Schießanlage im süddeutschen Raum wurde im Rahmen einer Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben. Ein stolzer Oberschützenmeister Jörg Wolff ließ vor über 50 Ehrengästen, Vereinsmitgliedern und Ehrenmitgliedern der SG Konstanz die Entstehungsgeschichte Revue passieren. Ende der 1990er Jahre reifte die Idee, die freie 300-Meter-Bahn der ehemaligen Bundeswehranlage für schießsportliche Zwecke zu nutzen. 2002 übernahm die Bundespolizei die Liegenschaft. Nach dem Tod des damaligen Schützenmeisters Jürgen Altstetter, der im Jahre 1999 die ersten Gespräche mit der Stadt Konstanz geführt hatte, setzte Klaus Gugler in Absprache mit dem geschäftsführenden Vorstand die Bemühungen fort, den 300-Meter-Stand für die SG Konstanz zu gewinnen. Unterstützt wurde er von Anfang an von Klaus Siegle und später vom jetzigen 300-Meter-Referenten Rainer Sawade. Der Unterstand bietet derzeit fünf Schützen Raum, kann aber auf zehn Stände erweitert werden. Nach allen Verhandlungen und Arbeiten erfolgte im Frühjahr 2008 die Abnahme durch den Schießstandsachverständigen der Bundespolizei ohne Beanstandungen. Den Gruß der Stadt Konstanz überbrachte Oberbürgermeister Horst Frank. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass die SG Konstanz als einzige Schützengemeinschaft im gesamten süddeutschen Raum über eine 300-Meter-Großkaliber-Anlage verfügt. "Mit Recht kann die SG Konstanz stolz darauf sein - stolz aber auch auf die Arbeit und den Zusammenhalt der Mitglieder untereinander. Obwohl wir in Freundschaft mit unseren schweizerischen Nachbarn leben, werden die Schützen froh sein, dass sie nicht mehr nach Frauenfeld zu ihren Wettkämpfen fahren müssen, sondern hier eine dafür notwendige Anlage vor der Haustüre finden." Polizeihauptkommissar Thomas Mandl sprach das Grußwort für die Bundespolizei und bedankte sich auch bei Landratsamt und Stadt für ihre Unterstützung. Die Bundespolizei habe auch mit der Öffnung des Schießstandes gegenüber der Stadt Konstanz ihre Zusage eingehalten, den Schießstand den Vereinen und den Bürgern zugänglich zu machen. Unter den sachkundigen Ratschlägen von 300-Meter-Referent Rainer Sawade gab OB Frank mit dem ersten Schuss den Stand zur Nutzung frei - andere Gästen schlossen sich dem Beispiel des OB an, andere labten sich am Imbiss und Getränken. http://www.suedkurier.de
  8. Fehlende Blockiersysteme für Schusswaffen Das neue Waffengesetz kann in Deutschland nicht vollständig umgesetzt werden. Grund ist nach Angaben des Thüringer Innenministeriums, dass es noch kein funktionsfähiges Blockiersystem für Waffen gibt. Ministeriumssprecher Bernd Edelmann sagte dem MDR THÜRINGEN JOURNAL, bis ein solches gesetzlich vorgeschriebenes Schutzsystem erhältlich sei, könnten Erben von Waffen eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Das Waffengesetz war geändert worden, um die Bevölkerung besser zu schützen. Seit dem 1. April 2008 dürfen Erben erlaubte, legale Waffen nach Anmeldung bei einer Waffenbehörde ohne weiteres besitzen. Allerdings müssen diese Waffen durch ein Blockiersystem gesichert werden. Da solche Systeme noch nicht zugelassen sind, müssen bei den Ordnungsämtern Ausnahmegenehmigungen beantragt werden. Verstöße können strafrechtlich verfolgt werden. Diese Regelung betrifft nur Erben von Waffen, nicht aber Schützen und Jäger. Wann die vorgeschriebenen Blockiersysteme erhältlich sind, ist noch unklar. Ein Sprecher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig sagte dem MDR THÜRINGEN JOURNAL, bisher sei noch kein Blockiersystem zugelassen worden. Zur Zeit würden mehrere Systeme getestet. Wann die Tests abgeschlossen seien, könne aber noch nicht gesagt werden. http://www.mdr.de
  9. Naja wie schon soooooo oft geschrieben, die Ganoven lassen sich nicht entwaffnen.
  10. Duisburg (ots) - Man sieht es mehr oder weniger häufig, dass Kinder oder Jugendliche auf der Straße, im Park oder im Wald "Cowboy und Indianer" spielen und sich gegenseitig mit kleinen Plastikkügelchen beschießen. Diese sog. Soft-Air-Waffen, die an Kiosken genau so verkauft werden wie im Kaufhaus oder Waffenhandel, stehen schon lange in der Diskussion, da sie zum einen nicht von Originalwaffen zu unterscheiden sind und je nach Bauart, durchaus auch Verletzungen verursachen können. Dieses Problem hat den Gesetzgeber dazu veranlasst, neben einigen weiteren Änderungen auch Soft-Air-Waffen in das Waffengesetz aufzunehmen. Mit Wirkung vom 01.04.2008 ist es verboten, derartige Waffen in der Öffentlichkeit mit zu führen. Man darf sie nur noch auf dem eigenen Grundstück oder innerhalb der eigenen Wohnung bei sich haben. Zu finden ist dieses Verbot unter der Überschrift der sog. Anscheinswaffen. Eine Anscheinswaffe ist, vereinfacht ausgedrückt, jeder Gegenstand, der von einem Laien für eine scharfe Schusswaffe gehalten werden kann. Dies betrifft neben den schon erwähnten Soft-Air-Waffen auch unbrauchbar gemachte Schusswaffen oder Attrappen und Nachbauten von Schusswaffen, wobei es vollkommen egal ist, aus welchem Material diese Gegenstände bestehen. Auch verschiedene Spielzeugwaffen, können unter dieses Verbot fallen. Eine Ausnahme gilt nur bei deutlich erkennbaren Spielzeugwaffen, wenn die Größe der Originalwaffe um 50% über- oder unterschritten wird oder neonfarbige Materialien zum Bau verwendet wurden. Anscheinswaffen brauchen nicht die Nachahmung einer real existierenden Waffe sein. Somit können auch Fantasywaffen, die als Fanartikel entsprechender Filme angeboten werden, unter das Verbot fallen.Doch nicht nur Anscheinswaffen haben dem Gesetzgeber Sorgen bereitet. Immer wieder werden auch Hieb- und Stoßwaffen bei Straftaten eingesetzt. Um dem entgegen zu wirken, ist es seit dem 01.04.2008 verboten, Hieb- und Stoßwaffen aller Art in der Öffentlichkeit zu führen, also auch Teleskopschlagstöcke, Gummiknüppel, Tonfas, Säbel und Dolche. Damit wurde das bisherige Verbot, derartige Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen zu führen, deutlich ausgeweitet. Außerdem wurden in dieses Verbot neu aufgenommen Einhandmesser, also Klapp- oder Taschenmesser, die mit einer Hand geöffnet werden können, oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm. Ein Verstoß gegen das Verbot, Anscheinswaffen oder Hieb- und Stoßwaffen zu führen, hat zur Folge, dass ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und die Waffe eingezogen wird. Das Waffengesetz sieht zwar einige Ausnahmen von diesen Verboten vor, die aber im Einzelfall geprüft werden müssen. Um es noch einmal deutlich zu sagen. Diese Verbote betreffen nur das Führen (Führen bedeutet das "bei sich haben" außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigene Grundstücks) der Waffen, nicht jedoch den Erwerb und Besitz ! Die beschriebenen Waffen können weiterhin frei erworben und besessen werden. Teilweise ist lediglich ein Mindestalter vorgesehen. Neben diesen sicherlich gravierenden Verboten und deren Folgen ist auch eine wesentliche Änderung für das Erben von Schusswaffen in Kraft getreten.Wer Schusswaffen erbt, muss, im Gegensatz zu den alten Regelungen, ein waffenrechtliches Bedürfnis nachweisen, also belegen, wozu die Waffen benötigt werden. Dies gilt nicht für Personen, denen z.B. als Sportschütze oder Jäger bereits eine waffenrechtliche Erlaubnis erteilt wurde. Ansonsten müssen die geerbten Waffen durch ein Blockiersystem funktionsunfähig gemacht werden. Munition ist durch entsprechend zugelassene Stellen oder Personen zu vernichten oder einem Berechtigten zu überlassen. Der Einbau der Sperrvorrichtung sowie eine Entsperrung darf nur durch entsprechend eingewiesene Waffenhändler oder -hersteller vorgenommen werden. Ausnahmen sind auf Antrag möglich, wenn oder solange kein Blockiersystem für die entsprechende Waffe vorhanden ist.Neben diesen Verboten ist auch eine neue Erlaubnispflicht in Kraft getreten. Es gibt Waffen, die aus ursprünglich erlaubnispflichtigen Schusswaffen hergestellt wurden. Dabei wird die Waffe technisch so verändert, dass es sich anschließend um eine bisher erlaubnisfreie Luftdruckwaffe oder LEP-Waffe oder um eine Waffe (z.B. im Kaliber 4 mm) handelt, die unter erleichterten gesetzlichen Voraussetzungen erworben werden kann.Ab sofort ist der Erwerb dieser Waffen erlaubnispflichtig, wobei die Prüfung des waffenrechtlichen Bedürfnisses auf die ursprüngliche Originalwaffe abzustellen ist.Also Vorsicht, auch beim Privatkauf einer solchen Waffe. Es könnte strafrechtliche Konsequenzen haben.Im Zweifelsfall sollte man sich an die zuständige Behörde wenden, die sicherlich gerne in allen waffenrechtlichen Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht. Polizeipräsidium Duisburg Leitungsstab Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Düsseldorfer Straße 161 - 163 47053 Duisburg Telefon: 0203 280 - 1045 Fax : 0203 280 1049 eMail : pressestelle@duisburg.polizei.nrw.de Internet:www.polizei-duisburg.de
  11. Bundeskriminalamt: 80 Prozent der Tatverdächtigen Deutsche - Lagebild veröffentlicht Die Polizei hat im vergangenen Jahr in Deutschland mehr Waffen im Zusammenhang mit Straftaten oder Verstößen gegen das Waffengesetz sichergestellt als im Jahr zuvor. Mit rund 14 470 «Waffen aller Art», zu denen auch Gas- und Luftdruckwaffen zählen, wurden 2007 etwa sechs Prozent mehr Waffen eingezogen als 2006 (13 580). Wiesbaden (ddp). Die Polizei hat im vergangenen Jahr in Deutschland mehr Waffen im Zusammenhang mit Straftaten oder Verstößen gegen das Waffengesetz sichergestellt als im Jahr zuvor. Mit rund 14 470 «Waffen aller Art», zu denen auch Gas- und Luftdruckwaffen zählen, wurden 2007 etwa sechs Prozent mehr Waffen eingezogen als 2006 (13 580). Die meisten Schusswaffen wurden in Bayern (11 Prozent), Niedersachsen (10) und Baden-Württemberg (8) beschlagnahmt. Das geht aus dem Bundeslagebild Waffenkriminalität des Bundeskriminalamtes (BKA) hervor, das am Mittwoch in Wiesbaden veröffentlicht wurde. Die Waffen wurden bei bundesweit 11 500 Straftaten entdeckt. Das waren etwa sieben Prozent weniger als im Jahr zuvor, wo es rund 12 400 Fälle gegeben habe, erläuterte das BKA. 80 Prozent der fast 5000 Tatverdächtigen waren nach BKA-Angaben Deutsche. Dabei sei es wie in den vorangegangenen Jahren vor allem um «illegalen Besitz» von Waffen (3475 Fälle) und «illegales Führen» von Waffen (2344 Fälle) gegangen. Die meisten Fälle diesbezüglichen registrierte die Polizei in Bayern und Niedersachsen. Zugleich sei sie Anzahl der Straftaten, bei denen 2007 eine Schusswaffe verwendet wurde, im Vergleich zu 2006 leicht rückläufig gewesen, teilte das BKA mit. In rund 1000 Fällen wurden mehr als 1100 Schusswaffen sichergestellt. 2006 waren es in 1250 Fällen rund 1550 Schusswaffen. Am häufigsten setzten die Täter laut dem Lagebild Schusswaffen bei der Bedrohung von Menschen (478), gefährlicher oder schwerer Körperverletzung (246), schwerem Raub (136) und räuberischem Diebstahl oder Erpressung (94) ein. In 74 Prozent der Fälle habe es sich um erlaubnisfreie Gas-/Alarm- und Luftdruckwaffen gehandelt, bei 19 Prozent um scharfe Faustfeuerwaffen und bei 7 Prozent um sonstige Waffen oder Waffenteile. Fälle des illegalen Waffenschmuggels und -handels größeren Ausmaßes nach Deutschland sind nach BKA-Angaben nicht erkennbar. Allerdings seien 2007 mehrere Fälle von illegalem Waffenhandel bekanntgeworden, bei denen Deutschland nicht als Zielland, sondern als Transitland betroffen war. Die in diesem Zusammenhang sichergestellten Schusswaffen waren den Angaben zufolge zum Teil professionell in Fahrzeugen verbaut. http://www.pr-inside.com
  12. Im laufenden Vorwahlkampf in den USA gab es im April eine Situation, die den afroamerikanischen Präsidentschaftsbewerber Barack Obama unversehens in Schwierigkeiten brachte. Der Senator war vor den Vorwahlen in Pennsylvania bei einer privaten Wahlspenden-Veranstaltung zur politischen Landschaft in diesem Bundesstaat gefragt worden. In seiner Antwort beschrieb Obama auch die Auswirkungen jahrzehntelangen ökonomischen Überlebenskampfes auf die Psyche von einkommensschwachen Menschen. »Es überrascht nicht, dass sie oft verbittert sind ... Sie klammern sich an Schusswaffen oder Religion oder an Antipathie gegenüber Menschen, die nicht genau so wie sie, oder an Gefühle, die gegen Einwanderer oder gegen den Freihandel gerichtet sind.« Nicht gerade eine scharfmacherische Antwort! Sie reichte, um Obama unpatriotischer Haltung gegenüber den Waffen tragenden Teilen der Wählerschaft zu verdächtigen. Die Episode erinnerte daran, wie schnell das Thema privater Waffenbesitz in den USA allgemein und in Wahljahren erst recht zum heiklen Vorgang werden kann. Bill Clinton, der als Präsident 1994 ein Verbot für halbautomatische Schusswaffen angestrengt und für zehn Jahre durchgesetzt hatte, erlebte im selben Jahr einen schweren Einbruch bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus. In seinen Memoiren »Mein Leben« schrieb er später, dass ein Politiker, der die USA mit strengeren Waffengesetzen sicherer machen wolle, mit schweren Verlusten rechnen müsse. Vor solchen Hintergründen gewinnt der Bildband »Bewaffnetes Amerika« von Kyle Cassidy zusätzliche Bedeutung. Das Buch bei Schwarzkopf & Schwarzkopf bietet einen selten intimen Blick in die amerikanische Seele. Und ihren Abgrund. Cassidy hat für den faszinierenden, verstörenden und erhellenden Band zwei Jahre die Vereinigten Staaten durchquert, über hundert Amerikaner in ihrem Zuhause abgelichtet und ihnen nur diese Frage gestellt: »Warum besitzen Sie eine Waffe?« Im Vorwort zur deutschen Ausgabe resümiert Cassidy seine 25 000-Kilometer-Reise so: »Die Tatsache, dass jeder der Abgebildeten in diesem Buch eine Waffe besitzt, ist vielleicht der einzige Punkt, der sie miteinander verbindet. Sie sind Rechtsanwälte, es gibt einen Arzt, einen Programmierer, Polizisten, einen Beamten der Spurensicherung, Schriftsteller, Ehemänner, Ehefrauen, Großeltern und Kinder. Unter ihnen sind Republikaner und Demokraten, einige Freidenker und jeweils wenigstens ein Sozialist und ein Anarchist. Würde man sie zusammen in einen Raum sperren, würden sie in ihrer Weltanschauung wahrscheinlich kaum in irgendwelchen Punkten übereinstimmen. Dennoch stellen sie einen Ausschnitt der beinahe 70 Millionen Amerikaner dar, die Waffen besitzen.« Der Buchautor ist mit Neugier, Interesse und der erklärten Absicht vorgegangen, die Leute nicht von vornherein abzustempeln, weil sie Waffen in ihren vier Wänden beherbergen. Diese Haltung hat weder der Glaubwürdigkeit noch der Brisanz des Gegenstands geschadet. Im Gegenteil. Dieser Cassidy ist eine der bemerkenswertesten editorischen Leistungen der jüngeren Zeit. Sie zeigt einen Ausschnitt der amerikanischen Alltagskultur und ist ein Beitrag zum besseren Verstehen der USA im Wahljahr. Dass privater Waffenbesitz Alltag ist, machen die Fotos deutlicher noch als die knappen, aussagekräftigen Antworten auf Cassidys wiederkehrende Frage. Die Bilder zeigen, dass Gewehre, Maschinenpistolen und Revolver zwar einen Familienanschluss der etwas anderen Art, aber eben Familienanschluss darstellen ? so teuer wie das liebe Kind oder das kuschelige Haustier. Beide Gattungen sind auf vielen Fotos mit anwesend. Kein Wunder, wenn man erfährt, dass in den 70 Millionen Haushalten unter Waffen etwa 40 Millionen Kinder leben. Viele Hausherren beantworten Cassidys Frage mit Verweis auf den zweiten Zusatzartikel der Verfassung. In ihm heißt es: »Weil eine gut organisierte Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.« Wie zu lesen steht selbst bei diesem Artikel, der in seiner Interpretation seitens der Waffenlobby zu den meist missbrauchten Verfassungspunkten der USA gehört, a priori nicht die Betonung des Rechts des Einzelnen, Waffen zu tragen, im Vordergrund, als vielmehr das kollektive Recht der Selbstverteidigung eines damals jungen Landes, das sich seiner Kolonialmacht entwunden hatte. Die verengte Auslegung befindet sich auf gleicher Ebene wie der stereotype Verweis auf die Natur, in der den Amerikanern seit Menschengedenken das Waffentragen liege. Dieses Argument würde in Mitteleuropa das Tragen von Morgenstern und Hellebarden rechtfertigen. Glücklicherweise hat es, langsam und rückfallgefährdet genug, so etwas wie zivilisatorische Entwicklung gegeben. Die Begründung, mit der Waffe das individuelle Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen, unterstreicht die Unfähigkeit von Gesellschaft und Staat, dieses Bedürfnis hinlänglich zu erfüllen. Ein großes Volk wie die USA in so großem Maße privat zu bewaffnen, ist keine gelebte Freiheit, eher ihre Perversion. Solange 200 Millionen Feuerwaffen in amerikanischen Küchen, Kellern und Schlafzimmern wie Kleinkind, Hofhund und Hauskatze kursieren, lässt sich die Hoffnung nicht voll begründen, bei den USA könnte es sich um ein zivilisiertes Land handeln. Solange die Alltagskultur so geprägt ist, kann man nicht mal Oscar Wilde leichthin als Gewohnheits-Spötter abtun: »Die Amerikaner sind das einzige Volk, das von der Barbarei gleich in die Dekadenz geraten ist ? ohne die Zwischenstufe der Zivilisation.« Kyle Cassidy: »Bewaffnetes Amerika ? Waffenbesitzer und ihr Zuhause im Porträt«. A. d. Amerikan. von Nico Laubisch, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin, 2008, 112 S., 19,90 EUR.
  13. Neue Regelungen im Waffenrecht werfen viele Fragen auf. Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy (SPD) hat zu einem Vortrag mit Diskussion über die zum 1. April in Kraft getretene Novelle eingeladen. Rehburg. Anscheinswaffen, also detailgetreue Nachbildungen von Waffen, sind künftig nicht verboten, dürfen aber in der Öffentlichkeit nur noch in verschlossenen Behältern mitgeführt werden. Das gilt auch für so genannte Einhandmesser und feststehende Messer mit Klingen von mehr als zwölf Zentimetern Länge. Werden Waffen an Menschen vererbt, die keine Sachkunde im Umgang damit nachweisen können, so müssen diese Waffen künftig mit einer Blockiervorrichtung versehen werden, Schützenvereine hingegen können ab sofort bei Tagen der offenen Tür und ähnlichen Veranstaltungen auch Kinder unter zwölf Jahre unter entsprechender Aufsicht schießen lassen. Viele Fragen zu diesen und anderen Punkten des neuen Waffengesetzes hatten rund 190 Zuhörer im Rehburger Bürgersaal. Schützenvereine hatten Abordnungen geschickt, Jäger kamen mit ihren Fragen, aber auch Menschen, die keinen direkten Kontakt mit Waffen haben, wollten sich informieren. Als Fachmann für Detailfragen hatte Edathy aus dem Bundesinnenministerium Maik Pawlowski mitgebracht. Gemeinsam stellten sie sich den Fragen der Bürger. Durchaus kontrovers war die Diskussion. Während ein Zuhörer meinte, das Problem der Jugendkriminalität lasse sich nicht durch das Waffenrecht lösen, gingen anderen die Regelungen nicht weit genug. ?Dieses Gesetz ist Aktionismus?, war eine Meinung, es müsse darum gehen, solche Anscheinswaffen und feststehende Messer zu verbieten. Andere wiederum befürworteten die gewählte Gratwanderung zwischen Verbot und Erlaubnis, um ?amerikanischen Verhältnissen? vorzubeugen. Wieder andere fühlten sich bevormundet, weil Einhandmesser überaus praktische Werkzeuge seien. Eine vernünftige Balance zwischen den staatlichen Interessen und denen von Jägern, Schützen und einigen Berufsgruppen habe der Bundestag schaffen wollen, meinte Edathy. Wenn Jugendliche Messer als Statussymbol mit sich führten, sie in der Öffentlichkeit zeigten und damit spielten, dann fühlten sich andere Menschen bedroht. Dem solle mit der Gesetzesänderung vorgebeugt werden. Veröffentlicht am 16.05.2008 12:03 Uhr - http://www.sn-online.de
  14. Das komplette Team, das der Deutsche Schützenbund in den Disziplinen für Gewehr und Pistole im August zu den Olympischen Spielen entsendet, wird beim Weltcup in München, der vom 17. bis 21. Mai 2008 auf der Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück ausgetragen wird, am Start sein. Darüber hinaus fallen schon bei dieser Veranstaltung die endgültigen Entscheidungen, wer aus dem Kreis der Weltcupstarter im Luft- und Sportgewehr der Damen das Olympiaticket für Peking löst. In den anderen Disziplinen werden die Bundestrainer Claus-Dieter Roth (Gewehr) und Peter Kraneis (Pistole) nach dem Weltcup von Mailand die Namen an die Sportleitung des DSB weiterreichen, die anschließend dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur endgültigen Nominierung vorgeschlagen werden. Über 650 der besten Schützen aus aller Welt haben sich angemeldet. 81 Nationen ? dies ist eine absolute Rekordzahl ? werden auf dem Gelände, auf dem im Jahre 2010 die Weltmeisterschaften im Sportschießen stattfinden, ins Rennen um die Medaillen gehen. Für viele Sportler bedeutet dieser Weltcup die vorolympische Generalprobe. Das Aufgebot des Deutschen Schützenbundes im Überblick: Gewehr Damen/Herren Eva Friedel (Münstertal) Beate Gauß (Ammerbuch) Barbara Lechner (Triftern) Sonja Pfeilschifter (Ismaning) Daniel Brodmeier (Saal-Reißing) Maik Eckhardt (Dortmund) Claus Hildebrand (Brigachtal) Frank Köstel (Weingarten) Damian Kontny (Baunatal) Tino Mohaupt (Benshausen) Michael Winter (Kirchseeon) Pistole Damen/Herren Munkhbayar Dorjsuren (Schweinfurt) Stefanie Thurmann (Frankfurt/Oder) Claudia Verdicchio (Buchheim) Hans-Jörg Meyer (Wolfenbüttel) Florian Schmidt (Frankfurt/Oder) Abdullah Ustaoglu (Karlsruhe) Am kommenden Wochenende findet die Olympiavorentscheidung mit der Schnellfeuerpistole statt. Aus den derzeit fünf Kandidaten, die dem Top Team des Deutschen Schützenbundes angehören ? Marcel Goelden (Warburg), Christian Reitz (Kriftel), Mario und Marco Spangenberg (beide Oberwallmenach) sowie Ralf Schumann (Stockheim) ? werden die drei Starter ermittelt, die bei den Weltcups in München und Mailand starten und von denen dann zwei Schützen bei den Spielen in Peking teilnehmen. Der Finalzeitplan des Weltcups in München: Samstag, 17.05.08 13.30 Uhr Luftgewehr Herren 15.30 Uhr Luftgewehr Damen Sonntag, 18.05.08 11.30 Uhr Freie Pistole Herren 14.00 Uhr Sportpistole Damen Montag, 19.05.08 10.45 Uhr Kleinkalibergewehr Liegendschießen Herren 15.00 Uhr Schnellfeuerpistole Herren Dienstag, 20.05.08 11.45 Uhr Sportgewehr Damen 13.30 Uhr Luftpistole Herren Mittwoch, 21.05.08 12.30 Uhr Luftpistole Damen 13.30 Uhr Freie Waffe Herren (Zur vollständigen Meldung mit Programmhinweisen auf der DSB-Website)
  15. Ein 55-Jähriger Oberösterreicher hatte wohl keine Lust auf einen Alkotest. Als ihn Polizisten stoppten, zückte er eine Waffe. Ein Mofafahrer aus dem Bezirk Freistadt im Mühlviertel in Oberösterreich hat sich am Sonntag kurz nach Mitternacht gegen einen Alkotest gewehrt. Die Polizei konnte den 55-Jährigen jedoch überwältigen. Er hatte noch jede Menge Munition bei sich. Der Arbeitslose war mit seinem Mofa im Stadtgebiet von Freistadt unterwegs und wurde dort einer Kontrolle unterzogen. Für die Beamten ergab sich der dringende Verdacht einer Alkoholisierung. Sie forderten ihn zu einer Atemalkoholuntersuchung auf. Das verweigerte der Mofa-Lenker und wurde immer dabei aggressiver. Plötzlich zog er eine unter dem Sakko verdeckte, an der Hüfte steckende Gaspistole und richtete sie gegen den Beamten. Diesem gelang es aber, den 55-Jährigen nach einem kurzen Handgemenge zu entwaffnen. Der Beschäftigungslose wurde vorläufig festgenommen. Eine Untersuchung ergab: Seine Gaspistole war halbgeladen und er hatte noch mehrere Patronen beziehungsweise Magazine mit sich. http://www.kurier.at
  16. WM-GASTGEBER SÜDAFRIKA "Wir haben euch Waffen gegeben. Also benutzt sie auch!" Ausraster in Südafrika: Nur zwei Jahre bis zur WM - und das Land bekommt die Kriminalität nicht in den Griff. Da empfiehlt die stellvertretende Sicherheitsministerin ihren Polizisten im Umgang mit Verbrechern: "Tötet die Bastarde!" Und erhält sogar noch Zuspruch. Kapstadt - Die Ministerin wollte besorgte Bürger beruhigen, die sich wegen der ausufernden Kriminalität in ihrer Nachbarschaft verunsichert fühlen. Es sollte also eine Informationsveranstaltung werden, wie sie die stellvertretende südafrikanische Sicherheitsministerin Susan Shabangu in den vergangenen Wochen schon häufiger organisiert hatte. Fünf Stunden hatte sie sich Zeit genommen, um in Danville, einem Vorort der Hauptstadt Pretoria, mit Bewohnern der umliegenden Stadtviertel über Kinderschutz, Drogen- und Alkoholmissbrauch zu diskutieren. Wie die vorangegangenen Veranstaltungen wäre wohl auch diese folgenlos geblieben. Wenn nicht die seriöse Kapstädter Tageszeitung "Cape Times" zwei Tage später mit der Schlagzeile erschienen wäre: "Tötet die Bastarde." In der überfüllten Aula der Elandspoort High School in Danville habe die Vize-Ministerin die Polizei unverhüllt zum Mord aufgerufen, berichtet das Blatt am Donnerstag. "Ich versichere den Polizeioffizieren, den Polizistinnen und Polizisten, dass sie die Erlaubnis zum Töten der Verbrecher haben." Die ANC-Politikerin habe hinzugefügt: "Wir haben euch Waffen gegeben. Also benutzt sie nun auch." Um Gesetze brauche sich dabei niemand zu scheren. "Das ist meine Verantwortung." "Ihr habt nur einen Schuss frei" Die 52-jährige Witwe, die aus der Gewerkschaftsbewegung Südafrikas kommt, habe keinen Zweifel daran gelassen, dass sie es Ernst meint: "Ich möchte keine Warnschüsse. Ihr habt nur einen Schuss frei und das muss der Todesschuss sein. Wenn es ein Fehlschuss ist, werden die Verbrecher Euch killen. Sie schießen nicht vorbei." Irgendwelche "pathetischen Entschuldigungen" werde sie nicht länger tolerieren. "Wenn Kriminelle es wagen, die Polizei oder die Existenz und das Leben unschuldiger Männer, Frauen und Kinder zu bedrohen, müssen sie getötet werden. Basta." Die Verfassung sage zwar, dass auch Kriminelle Schutz genössen. "Aber ich sage: nein, nein, nein," wird die aufgebrachte Ministerin zitiert - die Bürger und Polizisten in der Schulaula hätten ihr stehend applaudiert. Der Ausbruch der Vize-Ministerin kommt für Südafrikas Regierung zur Unzeit. Mit zweifelhaften Kriminalitätsstatistiken hatten die Sicherheitsbehörden in den vergangenen Monaten versucht, das Image des Gastgeberlandes für die Fußball-WM 2010 aufzupolieren. Dabei sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache: Mit rund 20.000 Morden, ebenso vielen Mordversuchen, etwa 130.000 blutigen Raubüberfällen und 50.000 Vergewaltigungen ist Südafrika weltweit eines der unsichersten Länder. Touristenhochburg als Mörderhauptstadt Die Touristenhochburg Kapstadt gilt sogar als "Mörderhauptstadt" der Welt. Zwar ist es den Behörden der Kap-Metropole durch massiven Polizeieinsatz und freiwillige Helfer in den zurückliegenden Monaten wenigstens gelungen, Touristenattraktionen wie den Tafelberg wieder einigermaßen sicher zu machen. Aber immer wieder schrecken spektakuläre Verbrechen die Südafrikaner auf: Im Oktober vergangenen Jahres wurde das afrikanische Reggae-Idol Lucky Dube in Johannesburg auf offener Straße erschossen. In Kapstadt wurde im November der angesehene Jura-Professor Mike Larkin in unmittelbarer Nähe seines Hauses im bürgerlichen Wohnviertel Rondebosch abgestochen. Selbst Südafrikas bestgesicherte Objekte sind nicht mehr sicher: Im November 2007 stürmten vier mit Maschinenpistolen bewaffnete Gangster das Atomforschungszentrum Pelindaba, einen Hochsicherheitstrakt, in dem die frühere Apartheidsregierung Atomwaffen hergestellt hat. Die Täter schossen einen Mitarbeiter nieder. Selbst bei der Gruppenauslosung für die Fußball-WM konnte im vergangenen November in Durban ein massives Polizeiaufgebot nicht verhindern, dass der österreichische Ex-Fußballstar Peter Burgstaller auf dem Golfplatz ermordet wurde. Spektakuläre Fälle wie diese machen Schlagzeilen. Doch vor allem die tägliche Kriminalität ist in Südafrika offenbar nicht zu bändigen. Der "Consumer Goods Council", eine Art Mittelstandsvereinigung der südafrikanischen Industrie, beklagt, dass der Wirtschaft des Landes allein im vergangenen Jahr durch die wachsende Kriminalität ein Schaden in Höhe von 3,5 Milliarden Rand (etwa 350 Millionen Euro) entstanden sei. Wirklich sicher kann sich niemand fühlen. Die Nobelviertel in Johannesburg, Pretoria und Kapstadt gleichen Festungen: Elektrozäune, Kameras und Alarmanlagen schirmen die Anwesen ab. Wird elektronisch ein Alarm gemeldet, sind binnen Minuten bewaffnete Privatpolizisten zur Stelle. Im Gegensatz zum zögernden Staatspräsidenten Thabo Mbeki hat sein Rivale, ANC-Parteichef Jacob Zuma, die Kriminalität als "nationalen Notstand" bezeichnet, eine Diskussion über die Wiedereinführung der Todesstrafe angestoßen und die Bürger zum Kampf gegen das Verbrechen aufgerufen. Menschenrechtler sind über den Schießbefehl entsetzt. Weil sie der oft unterbesetzten, schlecht ausgebildeten und häufig korrupten Polizei nicht mehr trauen mögen, greifen daher immer mehr Bürger zur Selbsthilfe: Sie bilden Bürgerwehren. Nach Feierabend schnallen sie ihre Colts um und fahren Streife in ihren Wohnvierteln. Teils sind sie per Funk mit der Polizei verbunden, teils mit den privaten Sicherheitsdiensten Vor allem in Kapstadt formieren sich immer mehr dieser Selbsthilfegruppen. In Tamboerskloof, einem Kapstädter Villenviertel, haben sich 600 Anwohner in einer Bürgerwehr organisiert. Sie sind mit 120 Funkgeräten ausgerüstet und sorgen nachts für Sicherheit auf ihren Straßen. Lewis Lynch, Sprecher der Gruppe, lobt vor allem die enge Zusammenarbeit mit der Polizei. Sie sei jetzt in weniger als zwei Minuten zur Stelle, wenn sie von der Bürgerwehr zu Hilfe gerufen werde. Die Zahl der Verbrechen sei seit dem vergangenen Jahr um 80 Prozent gesunken, meldet er stolz. In Green Point, wo das neue WM-Stadion gebaut wird, informiert die Polizei die Anwohner regelmäßig per E-Mail über drohende Gefahren, neue Methoden der Gangster und aufgedeckte Verbrechen. Die streitbaren Bürger in ihren Selbsthilfegruppen nutzen moderne Kommunikationstechniken: GPS, Internet, E-Mail. Warnung vor Anarchie und Chaos Im Kapstädter Vorort Bergvliet können die Hilfssheriffs der Bürgerwehr sogar die Autonummern verdächtiger Fahrzeuge in ihre Handys eintippen und bekommen sekundenschnell Antwort, ob der Wagen als gestohlen gemeldet ist oder nicht. Der Projektmanager der "Crime Watch" im Stadtteil Milnerton, Craig Pederson, ist sogar überzeugt: "Wir haben landesweit die modernste Ausrüstung zur frühzeitigen Aufdeckung von Verbrechen." Aber es geht um mehr: "Wir wollen, dass die Kriminellen nicht nur in Arrest genommen, sondern auch verurteilt werden." Nach Susan Shabangus Aufruf zum Töten ging ein Aufschrei durch die kriminalitätsgeplagte Kap-Republik. Die südafrikanische Menschenrechtskommission, Oppositionsparteien wie die Demokratische Allianz und die Unabhängigen Demokraten sowie Juristenvereinigungen sind sich einig: Das war ein klarer Aufruf zum Rechtsbruch. Die Ministerin habe sich über die Verfassung gestellt. Sie warnen einhellig vor Anarchie, Chaos und Rechtlosigkeit auf Südafrikas Straßen. Die Ministerin müsse zurücktreten. Eine unabhängige Kommission, die im Auftrag der Regierung Polizeiübergriffe untersucht, erklärte, die Colts säßen ohnehin schon locker genug. Die Zahl der bei der Ausübung von Verbrechen durch die Polizei Getöteten sei allein von 2006 bis 2007 um elf Prozent gestiegen. Bei Fluchtversuchen seien im gleichen Zeitraum sogar 19 Prozent mehr Menschen erschossen worden. "Jagt die Bastarde und knallt sie ab" Aber Shabangu bekommt auch begeisterten Zuspruch. Die rechtsextreme "Freiheitsfront" tönt: "Das ist das richtige Signal." In Radiosendungen bekennen unter dem Schutz der Anonymität immer mehr Polizisten, dass sie auf ein solches Zeichen ihrer Chefs zum Losschlagen gewartet hätten. Denn die Zahl der in Ausübung ihres Berufes getöteten Polizisten steigt ebenfalls rasant. "Jagt die Bastarde und knallt sie ab", gab denn auch ein anonymer Polizeioffizier in einer Morgensendung als Parole aus. So neu scheint das für die Polizei in Südafrika aber auch nicht zu sein: Im vergangenen Jahr hat sie in der Provinz Gauteng nach einen Tipp über einen geplanten Überfall auf einen Geldtransporter einen Hinterhalt gelegt und die Gangster ohne jeden Warnschuss kaltblütig erschossen. Die in die Schlagzeilen geratene Vize-Ministerin ließ jedenfalls durch ihre Sprecherin Noxolo Kueza am Freitag erklären: "Ich nehme kein Wort von dem zurück, was ich gesagt habe." http://www.spiegel.de
  17. Kennesaw trägt den Spitznamen "Gun Town, USA" ? Die Bürger wollen aber keine herumballernden Cowboys sein n der US-Kleinstadt Kennesaw muss laut Gesetz jeder Haushaltein Schießeisen besitzen. Aufzählung Kriminalitätsrate seit 1982 kaum gestiegen. Kennesaw. Eine Ansammlung von Häusern im tiefen Süden der USA zwischen der achtspurigen Interstate 75 und dem alten Highway 41. Malls, Autohäuser, Werkstätten und Tankstellen, so weit der Blick reicht. Im Zentrum liegen Rathaus und Polizeistation, ein paar Geschäfte und das Whistle Stop Café, wo sich die Einheimischen treffen. Kennesaw, im Bundesstaat Georgia, etwa 40 Kilometer von der Metropole Atlanta entfernt, ist eine Kleinstadt im Süden Amerikas, eine Kleinstadt wie viele andere. Wäre da nicht jener Erlass aus dem Jahr 1982, der Kennesaw berühmt machte: Ein Erlass, der jeden Bürger verpflichtet, eine Waffe zu besitzen. Der dem beschaulichen Städtchen einen kriegerischen Spitznamen eintrug: Gun Town, USA. Eigentlich gehört das "Gun Law" so selbstverständlich zu Kennesaw wie das Whistle Stop Café. Aber in diesen Tagen reden die Menschen mehr darüber als sonst. Denn zum ersten Mal seit fast 70 Jahren befasst sich das Oberste Gericht mit der Frage, ob die US-Verfassung jedem Bürger ein Recht auf Waffenbesitz einräumt. Dabei soll geklärt werden, ob die von der Stadt Washington erlassenen Einschränkungen für den Waffenbesitz von Privatpersonen verfassungskonform sind. Das Urteil wird im Juni erwartet. In Kennesaw diskutiert man schon jetzt. Auf der Polizeiwache zum Beispiel. Dort sitzt in einem winzigen Büro im Keller Lieutenant Craig Graydon, der Gefängnisaufseher. Er ist seit 21 Jahren bei der Polizei, und deshalb haben ihn seine Kollegen zum Beauftragten für den Revolver-Erlass erkoren. Im örtlichen Gesetzbuch heißt es, dass "mit dem Ziel, die Sicherheit und allgemeine Wohlfahrt der Stadt und ihrer Einwohner aufrechtzuerhalten, jeder Vorstand eines Haushaltes (?) eine Schusswaffe besitzen muss". Der Erlass von Kennesaw ist eine besonders eifrige Auslegung der US-Verfassung, deren zweiter Zusatz allen Amerikanern den Besitz einer Schusswaffe gestattet. "Die Polizei überprüft die Einhaltung der Anordnung nicht", erklärt Graydon. "Wir schicken keine Polizisten in die Häuser und checken, ob die Bewohner eine Waffe haben." Auch sei noch niemand zu einer Strafe verurteilt worden, weil er keine Waffe besitzt. Bei dem Erlass gehe es vielmehr darum, ein Signal zu setzen. Angst vor den Illegalen Tatsächlich liegt die Verbrechensrate in Kennesaw etwa zwei Prozent unter dem US-Durchschnitt, und auch in absoluten Zahlen ist die Kriminalität in Kennesaw in den vergangenen 25 Jahren kaum angestiegen, obwohl die Einwohnerzahl von 5000 im Jahr 1982 auf mehr als 30.000 gewachsen ist. Lieutenant Graydon will gerade in diesen Tagen das Image von Kennesaw zurechtrücken. "Wir sind keine Horde von Cowboys, die bewaffnet durch die Straßen patrouillieren und herumballern. Wir sind ganz normale Bürger." Wenn man quer über die Straße geht und "Wildman?s Civil War Surplus and Herb Shop" betritt, der neben Bürgerkriegsandenken auch diverse Kräuter führt, dann können einem allerdings durchaus Zweifel kommen. Auf dem Dach des Backsteingebäudes weht stolz die Konföderiertenflagge. Das Schild an der quietschenden Tür bereitet den Besucher auf das vor, was ihn im Inneren erwartet: "Waffen erlaubt". Dent Myers ist der Besitzer, ein Mann in den hohen 70ern mit grauer Mähne, langem filzigem Bart, einem roten Bandana um die Stirn und mit mehreren Pistolen in Lederhalftern um die Hüften. Seine Ansichten verbirgt er nicht. Er findet, der Revolver-Erlass sei "eine gute Sache". Zwar gebe es wenig Verbrechen in Kennesaw, knurrt er, "aber mit dem Zustrom von all den Illegalen, die ihren Tag damit zubringen, zu rauben und zu vergewaltigen, könnte sich das bald ändern". Seit 1971 hat Dent Myers sein Geschäft in Kennesaw, einen düsteren Laden mit langen Gängen, in den kein Tageslicht dringt, der nach altem Staub und Moder riecht und vollgestopft ist mit Bürgerkriegsmemorabilia, Büchern, Flyern, rassischen Hetzschriften und allerhand historischem Nepp. "Weigere mich, Opfer zu sein" Marjorie Lyon, die bei "Wildman?s" arbeitet, trägt ihren 38er "Smith & Wesson"-Revolver im Bund ihrer Jeans ? sichtbar für jeden, der sich ihr nähert. "Ich habe absoluten Respekt vor dem Leben, aber wenn man mich angreift, dann wehre ich mich", sagt sie. Plötzlich brechen die Worte aus ihr heraus. Ihr ganzes Leben habe sie immer nur Angst gehabt. "Ich hatte Angst vor meinem eigenen Schatten." Als Kind und als Jugendliche sei sie missbraucht worden. Jetzt will sie keine Angst mehr haben, und sie will nicht, dass ihre Tochter jemals Angst hat. "Ich weigere mich, Opfer zu sein." Tränen steigen ihr in die Augen, und sie schlägt ein Kreuz. Im Coffeeshop in der nahegelegenen Mall sitzt Aliyah mit Laptop und Büchern. Sie studiert an den Life University, einer Akademie für Chiropraktiker. Aliyah kommt aus Florida und lebt jetzt in Kennesaw, aber von dem Erlass hat sie noch nie etwas gehört. "Ich persönlich glaube nicht an Waffen", sagt Aliyah, eine Frau mit blassem Gesicht und schreckhaften Augen. "Aber wenn die Leute Waffen besitzen wollen, dann ist das ihr Recht." http://www.wienerzeitung.at
  18. Der niederländische Rechtspopulist Gert Wilders hat einen Film ins Netz gestellt, der den Koran als "faschistisches Buch" entlarven soll. Im Film werden auch die umstrittenen Mohammed-Karikaturen gezeigt. Das Bundeskriminalamt warnt nun vor einem erhöhten Anschlagsrisiko auch in Deutschland. Die Ausstrahlung eines anti-islamischen Videos in den Niederlanden erhöht nach Einschätzung des Bundeskriminalamts (BKA) die Gefährdung auch für Deutschland. Wie die jüngsten Drohbotschaften von al-Qaida-Chef Osama bin Laden könne es potenzielle Täter anregen, sagte der für Staatsschutz zuständige Abteilungspräsident Klaus Wittling. Der niederländische Politiker Geert Wilders hatte gestern einen islam-kritischen Film im Internet veröffentlicht. BKA-Präsident Jörg Ziercke sagte, dass in Deutschland weiter intakte Netze islamistischer Terroristen existierten. Die Festnahme der Kofferbomber 2006 und der Sauerland-Gruppe im vergangenen Jahr habe lediglich ?die Gefahrenspitze gekappt?. El Kaida werbe gezielt zum Islam übergetretene Deutsche an, weil sie sich wegen ihres westlichen Aussehens und ihrer Staatsangehörigkeit unauffälliger bewegen könnten. Derzeit seien sieben solche Konvertiten als Gefährder eingestuft. Um Bombenbau und Tarnung zu trainieren, müssten potenzielle Täter keine Ausbildungscamps mehr besuchen, sagte Ziercke. Anwerbung und Ausbildung liefen ebenso über das Internet: ?Wir sprechen mittlerweile von Fernuniversitäten des Terrorismus.? Der Film "Fitna" des niederländische Rechtspopulisten Geert Wilders ist auf einem in Großbritannien ansässigen Videoportal zu sehen. Mit dem 15-minütigen Video will Wilders den Koran als ?faschistisches Buch? brandmarken, das er im Vorfeld der Veröffentlichung bereits mit Adolf Hitlers ?Mein Kampf? verglich. "Fitna?, dass auf arabisch so viel bedeutet wie Zwietracht unter den Muslimen, beginnt mit einer Warnung vor "schockierenden Bildern?. Dann kombiniert der Streifen Texte aus dem Koran mit Bildern von Attentaten muslimischer Extremisten. Auch die umstrittene dänische Mohammed-Karikatur, die den Propheten mit einer Bombe als Turban zeigt, sowie die Anschläge auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 sind in dem Film zu sehen. "Stoppt die Islamisierung. Verteidigt unsere Freiheit?, heißt es dann am Ende. Außerdem wird abgebildet, wie fundamentalistische Muslime in den Niederlanden gegen Ehebrecher und Homosexuelle hetzen. Wilders betrachtet seinen Film nach eigenen Worten als "letzte Warnung? vor dem Islam. Der Film ist auf der Webseite www.liveleak.com veröffentlicht. Wilders "Partei für die Freiheit? ist durch das Filmprojekt in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Auf der Internetseite werden Anhänger um Spenden gebeten. Die Partei lehnt aus prinzipiellen Gründen staatliche Subventionen ab. Ihre Forderungen sind ein Einwanderungsstopp für Muslime und ein Verbot des Koran. Wilders lebt seit dem Mord an dem niederländischen Filmemacher Theo van Gogh unter ständigem Polizeischutz. Van Gogh war 2004 wegen eines Islam-kritischen Films von einem radikalen Muslim getötet worden. Mehrere muslimische Länder wie Pakistan, Indonesien, Ägypten und Afghanistan beschwerten sich im Vorfeld über die geplante Veröffentlichung des Films. Das iranische Außenministerium nannte den im Internet gezeigten Film am Freitag eine ?widerliche Aktion? und sprach von einem ?Kreuzzug? westlicher Länder gegen den Islam. Während der Iran mit einem Boykott niederländischer Produkte drohte, kündigten die radikalislamischen Taliban an, auf die in Afghanistan stationierten Soldaten aus den Niederlanden verstärkt Angriffe zu verüben. In Afghanistan gingen Anfang März täglich mehrere hundert Menschen gegen den Film auf die Straße. Mehrere muslimische Verbände in den Niederlanden riefen dazu auf, auf die Provokation nicht einzugehen. Aus Angst vor Anschlägen nach der Veröffentlichung gilt in den Niederlanden bereits seit Anfang März eine erhöhte Alarmbereitschaft. Hochrangige Vertreter der jordanischen Medien kündigten gerichtliche Schritte gegen den 15-minütigen Streifen an. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Medienvertreter strebten einen Prozess gegen Wilders vor einem jordanischen Gericht an. Außerdem sei eine Kampagne für den Boykott niederländischer Produkte geplant. Holländische Regierung distanziert sich deutlich Die Regierung in Den Haag distanzierte sich von dem Film. ?Wir sehen nicht, dass damit etwas anderes bezweckt wird als das Verletzen von Gefühlen?, erklärte Ministerpräsident Jan Peter Balkenende. Der Fraktionsvorsitzende der regierenden Christdemokraten, Pieter van Geel, nannte den Film ?gemein und verletzend?. Eine Sprecherin der mitregierenden Sozialdemokraten sagte, Wilders stelle bereits bekannte Szenen so zusammen, dass sie ?angsteinflößend? wirken. Die Zeitung ?de Volkskrant? kommentierte, der Film gleiche den Propagandamethoden, mit denen totalitäre Regime Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufhetzen. Auch die Europäische Union kritisierte das Video. ?Wir glauben, dass Machwerke wie dieser Film keinem anderen Zweck dienen, als den Hass zu schüren?, erklärte die slowenische EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel. Toleranz und gegenseitiger Respekt seien universelle Werte, die es zu verteidigen gelte, hieß es. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten unterstützten das Prinzip der Meinungsfreiheit, diese müsse jedoch in einem ?Geist des Respekts für religiöse und andere Überzeugungen? ausgeübt werden, so die slowenische Regierung. ?Die EU-Präsidentschaft schließt sich der Position der niederländischen Regierung an.? Unterdessen erwägt der dänische Karikaturist Kurt Westergaard juristische Schritte gegen Wilders. Westergaard sagte im Rundfunk in Kopenhagen, er betrachte die Verwendung seiner ebenfalls umstrittenen Mohammed-Karikatur am Anfang und Ende des im Internet veröffentlichten Film als Missbrauch. Westergaard muss selbst nach der erneuten Veröffentlichung seiner Mohammed-Zeichnung als Terrorist mit einer Bombe im Turban wegen Morddrohungen an wechselnden Adressen leben. Er kündigte an, dass er per einstweiliger Verfügung ein Verbot von Wilders' Film erreichen will. Auch die Zeitung ?Jyllands-Posten?, in der die umstrittenen dänischen Mohammed-Karikaturen erschienen waren, distanzierte sich vom Anti-Islam-Film des niederländischen Populisten Wilders. Jami kündigt weiteren Anti-Islam-Film an In den Niederlanden soll ein weiterer Anti-Islam-Film erscheinen. Der Exil-Iraner und Gründer des Komitees für Ex-Muslime, Ehsan Jami, kündigte am Donnerstag an, den Zeichentrickfilm "The Life of Mohammed? am 20. April auszustrahlen. Wo das geschehen soll, sagte er nicht. Das Datum 20. April sei bewusst gewählt, sagte Jami der Tageszeitung "Volkskrant?. "Es ist ein symbolisches Datum, der Geburtstag von Hitler. Er ist tot und der Prophet auch, aber ihre Ideen leben weiter.? Das niederländische Fernsehen zeigte bereits Ausschnitte aus dem zwölf Minuten langen Zeichentrickfilm. Dabei war eine dem Propheten Mohammed ähnelnde Figur zu sehen, an dessen Hand ein kleines Mädchen mit einem Teddybär lief. Der Prophet ist mit einer Erektion abgebildet, und auf dem Minarett einer Moschee im Hintergrund hängt ein Hakenkreuz. Die Szene geht auf die im Koran beschriebene Ehe Mohammeds mit der neunjährigen Aysa zurück. Die gezeigten Bilder lösten heftige Proteste aus. Der niederländische Staatsminister Hans van den Broek rief dazu auf, alles zu tun, um diese Art der ?politischen Brandstiftung? zu verhindern. Die Filmausschnitte seien "erniedrigend und volksverhetzend?. Das Kontaktorgan zwischen Muslimen und Regierung beantragte eine einstweilige Verfügung gegen den Film. "Diese Darstellung des Proheten ist absolut unzulässig und sehr verletzend?, sagte der Vorsitzende Ayhan Tonca. Muslimen im In- und Ausland sei diese Flut der Anti-Islam-Propaganda nicht mehr zu erklären. Äußerungen zu der im Koran beschriebenen Ehe des Propheten mit einem Kind hatten bereits 2003 zu einem Prozess geführt. Die Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali hatte Mohammed einen "Pädophilen?, "Tyrann? und "Perversen? genannt. Eine Klage von Muslimen war jedoch zurückgewiesen worden. http://www.welt.de Achtung, hier der Link zu dem Video, ist aber erst ab 18 !! http://www.liveleak.com/view?i=7d9_1206624103
  19. PERLEBERG - Bei einer Hausdurchsuchung in Perleberg sind ?waffenähnliche Gegenstände? sichergestellt worden. Wie Katy Gollnick vom Schutzbereich Prignitz auf Nachfrage mitteilte, war es am Karfreitag zu diesem Einsatz gekommen, an dem Beamte aus dem Schutzbereich und der Spezialeinsatzgruppe (SEG) des Polizeipräsidiums teilnahmen. Der anfängliche Verdacht, dass hier ein Fall von Waffenhandel vorliegt, hat sich offenbar nicht bestätigt. Insgesamt sieben ?waffenähnliche Gegenstände? wurden von den Einsatzkräften eingezogen. Die Mitarbeiterin der Pressestelle meinte, es stehe noch nicht fest, ob es sich tatsächlich um Waffen handele. Deshalb werde vorläufig auch von ?waffenähnlichen Gegenständen? gesprochen. Die Objekte werden nun von den Kriminalisten der 4 K im Potsdamer Polizeipräsidium untersucht. Erst wenn deren Abschlussbericht vorliege, könne eine rechtliche Würdigung erfolgen. Im Klartext: Dann entscheidet sich, ob die Gegenstände eingezogen oder wieder zurückgegeben werden. ?Das Problem liegt im Aussehen?, erklärt dazu Mathias Ipsen von der Waffenbehörde im Schutzbereich. Schreckschusswaffen, Signalwaffen oder die immer beliebteren Softair-Waffen seien mit dem bloßem Auge nicht von echten Waffen zu unterscheiden. Zudem sind die Bestimmungen des Waffengesetzes recht kompliziert. So wird unterschieden, mit welcher Geschwindigkeit die Geschosse die Waffen verlassen. Liegt die Energie von Softairwaffen über 7,5 Joule, sind sie zum Beispiel waffenbesitzkartenpflichtig, dies gilt übrigens auch für Druckluftwaffen. Jäger und Sportschützen verfügen über eine Waffenbesitzkarte, die den Erwerb von Waffen ermöglicht. Ein normales Luftgewehr dagegen, das mit einem F im Fünfeck ? also mit einer Energie von weniger als 7,5 Joule ? gekennzeichnet ist, kann sich jeder zulegen, der 18 Jahre alt ist. Doch verlässt der Betreffende sein Grundstück mit dem Gewehr ? sofern es sich nicht um einen Transport handelt, für den wieder besondere Vorschriften gelten ? muss er im Besitz eines Waffenscheines sein. Ein kleiner Waffenschein kostet übrigens 50 Euro. Dass ein richtiger Waffenschein ausgeben wird, hält Mathias Ipsen für höchst unwahrscheinlich. Personenschützer und Sicherheitsdienste kämen hier nur infrage. Privatpersonen ? selbst wenn es sich um einen Tankwart oder einen Juwelier handele, hätten kaum Chancen, dass ihnen ein Waffenschein ausgestellt wird. Anfragen an die Waffenbehörde dienstags von 9 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr unter 03876/ 715-370 oder -372.(Von Michael Beeskow) http://www.maerkischeallgemeine.de
  20. Nicht ohne meine Pumpgun Zwei Jahre lang reiste der Fotograf Kyle Cassidy durch die USA, um den unterschiedlichsten Menschen in ihren eigenen vier Wänden eine bedeutende Frage zu stellen: "Warum besitzen Sie eine Waffe?". Entstanden ist ein einzigartiger Bildband, der die amerikanische Seele widerspiegelt. Kyle Cassidy hatte eine Frage. Und suchte zwei Jahre nach Antworten. Als Kyle Cassidy die eine Frage stellte, auf die es ihm ankam, hatte er bereits das Vertrauen seiner Gastgeber gewonnen. Der Amerikaner bereiste mit seiner Kamera im Gepäck zwei Jahre die USA, ließ sich von unterschiedlichen Menschen nach Hause einladen, um dann zu fragen: "Warum besitzen Sie eine Waffe?" So beiläufig die Frage ist, so ehrlich sind die Antworten der Gastgeber. Und so authentisch sind die Porträts, die Cassidy von den Waffenbesitzern machen durfte, abgelichtet in den jeweils eigenen vier Wänden samt Schießeisen. Authentisch, weil Cassidy nur als fotografischer Beobachter auftritt und den Bildern den moralischen Stempel verweigert. Beeindruckend, weil die Porträtierten von schon unangenehmer Durchschnittlichkeit sind. Der Anblick weißer Tennissocken und so mancher gezeigten Inneneinrichtung verstört fast mehr als die Bewaffnung. Wäre man nicht bereits durch den Titel des Buches für das Thema sensibilisiert worden - man hätte bei einigen Bildern erst auf den zweiten Blick erkannt, dass es um Schusswaffen geht. So harmonisch sind sie in das Leben der Porträtierten eingebettet. Wie Streichinstrumente wirken die Gewehre in den Armen der lächelnden Eltern vor dem Wohnzimmerkamin oder wie ein Kinderbaseballschläger in der Hand des einjährigen Kindes, welches ausgelassen damit rum schwenkt. Es dominiert in den Bildern die Friedfertigkeit des Normalen, der amerikanische Patriot mit Sonnenbrille auf der Nase und Maschinengewehr im Arm ist gegenüber der Kleinfamilie mit Katze und Hund deutlich unterrepräsentiert. Auffällig sowieso die hohe Tierliebe in den Porträts. Meistens lebhaft auf Arm oder Schulter, nur einmal starr und mit glasigen Augen an der Wand. Im Land des "Wild West" ist die Waffe das Symbol für Freiheit Das Buch "Bewaffnetes Amerika" zeigt insgesamt 100 Bilder, die gerade durch ihre Unaufdringlichkeit besonders bewegen. Die Fotos sind untertitelt mit der jeweiligen Antwort auf das "Warum". Diese Begründungen, so verschieden sie sind, spiegeln die amerikanische Seele wider. Da gibt es Mike, einen pragmatischen Demokraten, der als Hauptgrund die Selbstverteidigung aufführt; die euphorische Sportschützin Catie, der das Schießen einfach nur Spaß macht; oder Wylie, der daran glaubt, "dass es die Pflicht eines jeden Amerikaners ist, ein menschengroßes Ziel auf 200 Meter Entfernung treffen zu können" - Waffenbesitz ist in der amerikanischen Gesellschaft tief verankert und das Recht darauf in der Verfassung festgeschrieben. Aus europäischer Sicht erstaunt die unbefangene Waffenkultur der USA, die Cassidy mit diesen Bildern dokumentiert ohne seinen Zeigefinger für etwas anderes als den Auslöser der Fotokamera zu heben. Doch in dem Land des "Wild West", wo die Waffe das Symbol für Eroberung und Freiheit ist, herrscht eine andere Mentalität mit tiefen Wurzeln. Bill Clinton verbot 1994 halbautomatische Schnellfeuerwaffen für Privatpersonen - 2004 wurde das Verbot durch die Bush-Regierung wieder aufgehoben. http://www.stern.de/
  21. Toter in Leipziger Disco Seit Monaten tobt ein Kleinkrieg in der Leipziger Türsteherszene. Ausländische Männer versuchen in Discotheken hineinzukommen. Diesmal eskalierte der Konflikt - ein Mann wurde erschossen, andere zum Teil schwer verletzt. Vom Land werden Sondereinheiten der Polizei in die Stadt entsandt. Leipzig - Mit einem Toten, einem Schwerverletzten im Koma und mehreren Verletzten hat der Leipziger Diskothekenstreit am frühen Samstagmorgen einen Höhepunkt erreicht. Bei dem Toten handelt es sich um einen 28-Jährigen, der vor der Diskothek "Mia's" rauchen wollte, als drei Schüsse auf den Eingang abgefeuert wurden. Der flüchtige Täter entstammt einer Gruppe, die zuvor in der Discothek "Schauhaus" randalierte. Dort wurde ein Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma schwer verletzt. Nach einer Notoperation liegt der 37-Jährige im Koma. Nach Polizeiangaben hat es außerdem mehrere Verletzte gegeben. Festgenommen wurde bislang niemand. Es gebe auch keinen konkreten Tatverdächtigen. Es entstand ein Sachschaden von 50.000 Euro. Polizisten hätten am "Schauhaus" zunächst versucht, die Schlägerei in einer Gruppe von 150 Leuten zu entschärfen, sagte Polizeipräsident Rolf Müller. "Die eingesetzten Beamten sind mit einer Aggressivität angegangen worden, die ihresgleichen sucht", sagte Landespolizeipräsident Bernd Merbitz. "Wir hatten an zwei Fronten zu kämpfen." Sicherheitsmänner und eine Gruppe von 15 bis 20 Ausländern hätten den Beamten entgegengestanden. Als die Gruppe aufgelöst wurde, seien etwa 50 Menschen randalierend zu der Discothek auf der Kneipenmeile Barfußgässchen gezogen, wo die tödlichen Schüsse fielen. Die Scheiben einer Discothek, einer Bar und einer Spielothek wurden durch die Randalierer zerstört. Merbitz hat wenige Stunden nach der Tat bereits Spezialkräfte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angefordert, "um eventuelle Racheakte nicht zuzulassen und die öffentliche Ordnung und Sicherheit in Leipzig auch nach diesem dramatischen Ereignis sicherzustellen". Die Spezialkräfte würden "auch die nächste Zeit bleiben, mehrere Kräfte nach Leipzig verlagert", sagte Merbitz mit Blick auf die angespannte Personalsituation. Mit Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) sei abgesprochen, dass "geschlossene Einheiten nach Leipzig verlagert werden, so lange wir sie hier brauchen". Rechtsextreme, Linksextreme und Fußballrandalierer halten die Polizei seit einiger Zeit in Atem. In Leipziger Discotheken, Clubs und Bars in der Innenstadt schwele ein offener Kampf zweier Gruppen um Machtpositionen, sagte Müller. Auf der einen Seite stünden Security-Leute, auf der anderen Seite Ausländer. Ob es bei den Auseinandersetzungen auch um Geschäfte mit Drogen und Schusswaffen geht, ließ Müller mit Blick auf die laufenden Ermittlungen offen. Immer wieder gingen Scheiben zu Bruch und wurden Sicherheitsmänner auch zu Hause angegriffen. "Seit Herbst letzten Jahres hat es gegärt, heute hat es sich entladen." Müller wies darauf hin, es handele sich um eine "Feindschaft, die gepflegt und ausgelebt wird". Mit beiden Seiten habe die Polizei seit längerem Gespräche geführt. Es gab aber keine Anzeichen für eine derartigen Eskalation. "Es reicht eine Kleinigkeit, und die Situation eskaliert dramatisch", sagte Müller. http://www.spiegel.de/
  22. Es gibt dafür keine Entschuldigung, als Waffenträger sollte er wissen das Alkohol verboten ist, egal ob jetzt vor dem Dienst, wärend des Dienstes oder auch danach solange er eine Schusswaffe bei sich führt. Solche Suffköpfe bringen wieder mal den Ruf der Waffenträger arg in Bedrängnis.
  23. Vaduz (ots) - Vaduz, 4. März (pafl) - Die Regierung unterbreitet mit Bericht und Antrag dem Landtag die Abänderung des Waffengesetzes. Damit wird ein Urteil des Staatsgerichtshofes umgesetzt und das Verbot von besonders gefährlichen Waffen und besonders gefährlicher Munition verfassungskonform im Waffengesetz geregelt. Im Jahr 1999 hat die Regierung Flinten (Schrotgewehre) mit Vorderschaftrepetiersystem sowie neuartige gefährliche Munitionstypen verboten. Das Verbot wurde mit der zum Waffengesetz erlassenen Verordnung umgesetzt. Der Staatsgerichtshof hat festgestellt, dass das Verbot grundsätzlich verfassungsgemäss erlassen worden sei. Er hob die Bestimmungen über das Verbot der Flinten mit Vorderschaftrepetiersystem trotzdem als verfassungswidrig auf, da ein Verbot durch eine auf das Waffengesetz gestützte Verordnung nicht dauernd Bestand haben könne. Es obliege dem Gesetzgeber, welche Waffen und Munitionstypen er als besonders gefährlich taxiere und verboten haben möchte. Da aus der Sicht der Regierung von den Schusswaffentypen der Flinten mit Vorderschaftrepetiersystem nach wie vor eine besondere Gefährdung der öffentlichen Sicherheit ausgeht, soll das Verbot dieser Schusswaffen, analog der geltenden Regelung in Österreich, in den bestehenden Katalog der verbotenen Waffen im Waffengesetz aufgenommen werden. Gleichzeitig soll der Verbotskatalog zum einen um Flinten, die eine bestimmte Länge unterschreiten (abgesägte Flinten), und zum anderen um besonders gefährliche Munition, für welche es keine legale Verwendung gibt, ergänzt werden. Weiters soll der Artikel über Verwaltungsübertretungen, der vom Staatsgerichtshof ebenfalls als verfassungswidrig aufgehoben wurde, mit einem neuen verfassungskonformen Straftatenkatalog wieder eingeführt und konkretisiert werden. Dadurch soll eine präventive Wirkung erzielt werden, um beispielsweise die Pflicht zur sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition, der Missbrauchsverhütung oder der Buchführungspflicht der Waffenhändler nachhaltig durchsetzen zu können. Kontakt: Ressort Inneres Erik Purgstaller Mitarbeiter der Regierung Tel.: +423 236 60 92
  24. Denke eine Zentralesierung hat ein für aber auch ein wieder. Da man unsere Regierung kennt weiß man das die mit solchen daten nicht besonders vertraulich umgehen, es könnt auch für die Leaglen Waffenbesitzer ein Schuss nach hinten werden. Warum hat Herr A. O. 5 Revolver und 7 Pistolen und dazu noch einen Repetierer ?? Man könnte doch den Waffenbesitz um 2 Pistolen und 1 revolver kürzen ??? Würde doch noch vollkommen reichen um seinen Schießsport ausüben zu können
  25. Softair-Waffen in Kinderhänden verursachen Probleme / Gesetzgeber will zum 1. April darauf reagieren Minden (mt). Wenn Kinder mit schwer wirkenden Pistolen und Gewehren spielerisch hantieren, liegt das vermutlich am Material. Die Modelle sind aus Plastik. Mittlerweile sind die echten Vorbildern nachempfundenen Exemplare verstärkt im Besitz kleiner Waffennarren. Der Gesetzgeber will nun den Umgang mit diesen Softair-Waffen einschränken. Die kleinen gelben Kügelchen auf Mindens Gehwegen zeugen vom regen Gebrauch der Softair-Waffen. Durch geringen Luftdruck werden sie verschossen, wozu meist Kohlendioxyd als Treibgas zum Einsatz kommt. Ein Kinderspiel - und bislang vollkommen legal. Allerdings wächst das Unbehagen an den Scharmützeln mit den kleinen Kugeln. Andreas Leunig, Sachbearbeiter für das Waffenwesen bei der Kreispolizeibehörde, hat mittlerweile eine stattliche Sammlung von Softair-Modellen in seiner Dienststelle. Seine Kollegen hatten sie zuvor nach Einsätzen sichergestellt und bei ihm abgeliefert. Eine weitere Quelle sind besorgte Eltern, die ihre Sprösslinge entwaffnen und die Plastikpistolen bei der Polizei entsorgen. Die Palette der abgelieferten Modelle reicht vom US-Sturmgewehr bis zur Polizeidienstwaffe. "Die Frage lautet, ob das noch Spielzeug ist oder nicht", sagt Leunig. Und dieser Frage gehe der Gesetzgeber seit langem schon nach. Bei der juristischen Bewertung der Softair-Waffe spielt die Geschossenergie die Hauptrolle (siehe nebenstehenden Kasten). In der Vergangenheit geriet allerdings das Deutsche Recht in den Widerspruch zum EU-Recht. Auch unterschiedliche Verwaltungsgerichte nahmen abweichende Entscheidungen zum Besitz der Exemplare vor. "Die Frage lautet, ob das noch Spielzeug ist oder nicht", sagt Leunig. Und dieser Frage gehe der Gesetzgeber seit langem schon nach. Bei der juristischen Bewertung der Softair-Waffe spielt die Geschossenergie die Hauptrolle (siehe nebenstehenden Kasten). In der Vergangenheit geriet allerdings das Deutsche Recht in den Widerspruch zum EU-Recht. Auch unterschiedliche Verwaltungsgerichte nahmen abweichende Entscheidungen zum Besitz der Exemplare vor. "Zurzeit berät der Gesetzgeber, um die Problematik juristisch in den Griff zu bekommen", erklärt Leunig. Angedacht sei, das Führen von Softair-Waffen generell zu verbieten unter der Voraussetzung, dass sie echten Vorbildern zu sehr ähnelten. Bereits zum 1. April werde eine entsprechende Regelung Gültigkeit haben. Vor allem Polizeibeamte sähen es am liebsten, wenn keiner mehr mit den Plastiknachbauten auf die Straße ginge. Deren Besitzer gefährden sich vor allem selbst, weil sie eine vermeintliche Gefahr darstellen, auf die die Polizei reagieren muss. Und die Gefahr ist real: Im September hatte in Cammer ein Beamter einen Tankbetrüger erschossen, der zuvor mit einer Luftdruckwaffe hantierte. Der Polizist glaubte, sich in einer Notwehrsituation zu befinden. Experte rät allen Eltern vom Kauf ab Die echten Waffen nachempfundenen Softair-Pistolen sind nach Auskunft von Leunig für Kinder bislang leicht zu bekommen. Sie würden beispielsweise auf der Messe auf Kanzlers Weide angeboten sowie im normalen Handel und vor allem im Versand. "Da gibt es alles." So nimmt es nicht wunder, dass der Sachbearbeiter gelegentlich auch Anrufe von besorgten Eltern bekommt, ob sich der Sohn ein solches Spielzeug überhaupt zulegen sollte. "Ich rate davon ab. Vor allem auch im Hinblick auf die zu erwartende Gesetzesänderung." http://mt-online.de/
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