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Feindbild Militaria ?


DirtyHarry
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Wenn man sich den Beitrag von Hr. Frankenberg genau durchliest, dann erkennt man folgendes Muster:

1) die ersten drei Abschnitte lassen UNS aufhorchen, ist da jemand der sich kritisch mit der Hetze gegen uns umgeht?

2)die nächsten drei Abschnitte zitieren einige User, darin schwingt schon der ironische Unterton von WAFFENNARREN mit.

3)die nächsten zwei Abschnitte werden für seine Dinge gebraucht. Weg mit dem Militariakram.

4)dann das Fazit, wir sollen gegen die WKI & II Aussteller vorgehen und täten gut daran uns im Vorfeld der Waffenbörse 2003 an entsprechenden Diskussionen - die wohl nur in eine Richtung gehen kann - zu beteiligen.

Sorry Leute, aber so einfach ist das nicht. Abgesehen davon das der Artikel uns erst in Sicherheit wiegt und anschliessend dazu missbrauchen will die Waffenbörse in zwei Teile zu spalten, aber wer sagt den das 4 Kahlköpfe direkt eine rechte Invasion darstellt??

P.S. Woran erkennt man eingentlich linke Radikale?

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Der link funktioniert bei mir nicht. Auf Grund Deiner Anfrage aber soviel:

Auch wenn es mich persönlich nicht soooo interessiert, gehören Militaria auf solchen Veranstaltungen zur Abdeckung einer ansprechenden Sortimentsbreite und -tiefe für mich einfach dazu. (Ich liebe umfangreiche Speisekarten, auch wenn ich nicht alle Gerichte, zumindest im Moment, mag). Und warum sollen die sich nicht präsentieren dürfen? Wer weiß, vielleicht komme ich zu einem neuen Hobby? Oder weiß, was ich gespart habe, wenn mich das Thema nicht interessiert.

"Verbieten" stört mich grundsätzlich. Wer maßt sich an, das beurteilen zu könne, wer darf oder wer nicht? Erinnert mich an diese Indexstellen für Computerspiele oder Filme, wo paar Mummelgreise, die nicht mal einen PC anschalten können, anderen sagen wollen, was pfui bäh ist.

Und bei vielen Themen ist es mir lieber, wenn sie transparent und öffentlich sind, als wenn sie unter Ausschluß der Öffentlichkeit in dunklen Hinterzimmern gehändelt werden.

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Also ich würde Herrn Uwe Frankenberger zum nächsten "Löchlestanztreffen" glatt einladen, damit er die zitierten Forumsmitglieder mal persönlich kennenlernen kann! :lol:

Das würde sein derzeitiges Weltbild wohl etwas durcheinander bringen.

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Der link funktioniert bei mir nicht. Auf Grund Deiner Anfrage aber soviel:

Waffenbörse in Kassel - Jetzt jedes Jahr?

Hallo Hagen,

der Beitrag von Herrn Frankenberg auf seiner Page lautet:

Vom 28. November bis 1. Dezember 2002 fand in den Kasseler Messehallen eine Waffenbörse statt, über die vorher und nachher heftig diskutiert wurde, weil im Gegensatz zu anderen Bundesländern eine Ausnahmeerlaubnis für den Verkauf von Waffen und Munition erteilt wurde. Kassel sprang als Ausstellungsort ein, nachdem die Dortmunder Waffenbörse abgesagt wurde. Dortmund war Jahrzehnte Heimat einer großen Waffenbörse. Der Amoklauf im Erfurter Gutenberg-Gymnasium mit 17 Toten im April 2002 hat die Verantwortlichen in Dortmund veranlasst, die Schau abzusagen.

Zusätzlich angeheizt wurde die Diskussion durch einen reißerischen Bericht von Report Mainz vom 9. Dezember vergangenen Jahres. Darin wurde u.a. behauptet, in Kassel seien Kriegswaffen wie etwa Handgranaten verkauft worden (O-Ton: ""...wo man von Schnellfeuerwaffen über Handgranaten bis zur Panzerfaust alles kriegen kann, was das Herz begehrt."). Vor Ort wird jedoch in Frage gestellt, ob sich wirklich alle Filmaufnahmen und Fakten auf die letzte Waffenbörse beziehen, oder ob Archivmaterial früherer Veranstaltungen in den Beitrag eingebaut wurde.

Verstehen kann man beide Seiten. Einerseits lässt sich kein Messestandort eine lukrative Veranstaltung entgehen. Passionierte Waffensammler, Sportschützen und Jäger wollen eben auch bei Messen erkunden, was es Neues auf dem Markt gibt. Auf der anderen Seite gibt es das legitime Bemühen, alles dafür zu tun, den Waffenhandel einzuschränken, keine zusätzlichen Anreize zu schaffen und dafür zu sorgen, dass Waffen ausschließlich in berechtigte Hände kommen.

Wie dem auch sei: Problematisch ist auf jeden Fall, dass auf Waffenbörsen eben nicht nur Waffen verkauft werden, sondern sich auch Geschäftsleute und Kunden im Kampfanzug und Bomberjacken tummeln, die dort eigentlich nicht hingehören. Denn unbestritten sind eben auch zuhauf Devotionalien der NS-Zeit zu finden. Darüber, ob gerade dieses Angebot notwendig ist, lohnt es sich auf jeden Fall zu streiten.

Reaktionen aus einschlägigen Diskussionsforen im Internet

Dass die Nachbarschaft von seriösen Anbietern und Militaria-Händlern dem waffenbegeisterten Publikum selbst nicht ganz geheuer ist, beweisen Beiträge in einschlägigen Diskussionsforen im Internet.

In diesen Foren - etwa www.visier.de oder www.wo-system.com - macht man sich lustig über die "Gutmenschen", die vorhaben, vor den Messehallen zu demonstrieren (O-Ton: "Die Waffengegner müssen sich nach dem Treffen nur ein neues Hobby suchen, weil sie bekehrt werden"; "Leute, es wird auf jeden Fall eine spannende Börse, wer Zeit hat, sollte kommen, sonst sind die Evangelen, die sicher morgen mit den Grünen protestieren werden, doch noch erfolgreich"; "Da können wir Bösen uns ja auf Diskussionen mit den Gutmenschen vor der Halle vorbereiten. Wird sicher lustig.").

Oder man verabredet sich zu einem "gepflegten Pappscheiben-Stanzen" auf einem Indoor-Schießstand 15 Autominuten von Kassel (O-Ton: "Anfahrtsbeschreibung schicke ich kurz vorher per email, an alle, die zusagen - ich mach so was nicht mehr öffentlich, ihr wisst, warum." Scheint allen viel Spaß gemacht zu haben, wie Forumsmitglied karaya danach berichtet: "Es war wirklich ein rundum gelungener, harmonischer und anregender Abend. Für mich persönlich war es äußerst interessant, die zu den Nicknames aus den Foren gehörenden Persönlichkeiten kennen zu lernen." Ein 'promillo' war ganz angetan von den Schießeisen, die jeder mitbrachte: "Erst mal vielen Dank an Magic und die Anderen, die die Sache am Abend so super organisiert hatten und an Impulse Austria für die netten Spielzeuge ;-) ").

Militaria selbst bei Waffenfreaks umstritten

In den Diskussionsforen wird aber auch ziemlich ungeschminkt über die negativen Begleitumstände einer Waffenbörse geplaudert. Ein Uli aus Rheinland-Pfalz berichtet von seinen ersten Eindrücken von der Kasseler Börse: "Erster Eindruck: Die üblich Verdächtigen, sowohl von den bekannten Ausstellern, wie auch (leider) von den uneinsichtigen Militaria-Händlern. Heute schon gesichtet: NSDAP-'Blutorden' im Sonderangebot. Wird den Filmteams sicher nicht entgehen, die schon heute beim Aufbau überall herumschwärmen." Ein 'Thomas' bestätigt das: "Ich war zwar erst am Sonntag auf der Messe, war aber interessant! Wenn auch ziemlich viel Militaria rumlag."

lahti35 aus Lahnstein stößt ins gleiche Horn: "Fazit der Messe: War eigentlich doch recht gelungen, obwohl für meinen Geschmack doch zu viel Militaria gezeigt wurde. Amüsiert (?) habe ich mich über die vielen Fleckgetarnten. Vor 18 Jahren bin ich bei meiner ersten Waffenbörse in Dortmund auch mal so rumgelaufen. Da hat man direkt den Spiegel vorgehalten bekommen, wie naiv man als Köttel war."

Was haben Militaria-Händler auf einer Waffenbörse zu suchen?

Militaria locken eben genau das Publikum an, das die ganze Veranstaltung in Verruf bringt. Warum eigentlich schaffen es die Veranstalter nicht, eine Waffenbörse davon frei zu halten? Weil sie es nicht wollen? Und muss eine solche Veranstaltung von so vielen Kindern und Jugendlichen besucht werden? Sicher lohnt eine politische Debatte über dieses Thema, bevor die Genehmigung der nächsten Waffenbörse in Kassel ansteht. Denn es gibt Anzeichen, die Kasseler Messe zu einer Dauereinrichtung werden zu lassen. Sammler historischer Waffen, seriöse Sportschützen und Jäger täten in ihrem eigenen Interesse gut daran, sich konstruktiv an dieser Diskussion zu beteiligen.

Hinweis: schriftliche Wiedergabe des Artikels von Hr. Frankenberg

http://www.uwe-frankenberger.de/waffen.html

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Sehr geehrter Herr Frankenberg,

vielen Dank für Ihren kritischen Beitrag über die Waffenbörse in Kassel. Leider muss ich Ihnen in einigen Passagen wiedersprechen. Vielleicht können wir uns darüber einmal persönlich Unterhalten.

Ihre These wird derzeit in zwei Internetforen besprochen:

1) Waffen-Online: http://www.wo-system.com/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=UBB7&Number=106546&page=0&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=1#Post106631

sollte dieser Link nicht funktionieren dann schauen Sie unter www.waffen-online.de , dann unter Forum und klicken Sie sich zu dem Beitrag Wow, die SPD liest mit!!! in der Rubrik "Medien" durch.

2) Gun-Board: http://gunboard.de/gunboard/viewtopic.php?p=12284#12284

sollte dieser Link nicht funktionieren dann schauen Sie unter www.gunboard.de , dann finden Sie in der Rubrik: Allgemeines, Medien, Off-Topic den Beitrag Feindbild Militaria ?

Vielleicht möchten Sie sich an der Diskussion beteiligen?

Mit freundlichen Grüssen

Oliver Seliger

Phone & Fax: 0049 - (0)2133 534902

http://www.europaeische-legalwaffen-foederation.de

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Als Waffenbesitzer gibt es Jäger, Sportschützen, Sammler und Sicherheitskräfte.

Das ´Gut und Böse´ einer Waffe ist durch den Typen bestimmt, dem der Zeigefinger am Abzug gehört.

Waffen haben auch was mit Militär zu tun und Militär etwas mit Krieg.

Aus dem Umgang mit Waffen resultiert oft auch ein intensiveres Interesse für Geschichte.

Miltär und Kriege haben zweifelsohne die Geschichte mitbestimmt und bestimmen sie heute noch (wie wir leider wieder mal beobachten müssen) mit.

Spinner gibt es überall. Wenn jemand Grabendolche sammelt, muss er noch lange nicht dem Führer nachtrauern und wenn jemand mit einer GSP auf Ringejagd geht, kann er trotzdem am 20. April die Kerze anzünden, die er vor der Hitlerbüste zu stehen hat.

Gibt es gute und schlechte Devotionalien?

Wenn jemand WK II Stahlhelme sammelt, darf er dann nur amerikanische sammeln?

- Also, ich finde das alles zu verwoben und zu vielschichtig, um irgend welche Pauschalurteile fällen zu wollen. (- Und habe wenig Verständnis für Leute, die das tun.)

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@AndreB: Grundsätzlich Zustimmung. Unabhängig davon und zusätzlich:

Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß hier mittelfristig eine "Aufsplittung" versucht wird: Erst fliegen die Militaria raus, dann die Ordonannzwaffen, dann die anderen großen pfui-bäh Kaliber, die nicht auf einer Olympiade geschossen werden, dann .... siehe England.

Und diese übertriebene Hysterie mit den Artikeln!!! aus einer "Unzeit". Im europäischen Ausland geht man da schon lange locker flockig mit um. Hier wird es künstlich gepflegt, damit selbsternannte Gutmenschen anderen befehlen können, was sie sagen oder denken dürfen. Als Akademiker pflege ich mir meine Meinung selbst zu bilden. Alles andere empfinde ich als faschistoiden!!! Meinungs- und Gedankenterror.

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also... erstmal muss ich sagen, dass ich mit militaria gar nix am hut habe. aber wem tut das weh, wenn das zeugs da gehandelt wird? die meisten sind seriöse sammler.

und ein emotionales 'bäh-pfui'-verhalten beim anblick von 3.reich-krempel muss ja nicht jeder haben. ich persönlich schau mir die sachen nicht einmal an. aber wen's interessiert... wir sind doch ein freies land! unter dem mantel dieser freiheit geschehen viel schlimmere dinge als das sich ein paar holzköppe unter die sammler mischen und historische gegenstände aufgrund von historischen politischen ansichten bestaunen.

besser, die versorgen sich auf ner börse wo es wirklich nur erlaubte und historisch wertvolle ware gibt, als auf dem schwarzmarkt, wo dann noch irgendwelche pamphlete als zugabe draufgepackt werden.

ich war 2 tage auf der börse in kassel. ich hab genau 3 dumpfbacken mit glatzenoutfit gesehen, und einen mit teilrasiertem seitenscheitel. das war's. aus meiner sicht der dinge würd ich die börse also nicht als treffpunkt abstempeln.

für politisch interessierte mitleser von aussen: der user clifford ist sportschütze, wehrdienstverweigerer, bekennender grün-wähler und greenpeace-mitglied. nur damit das klar ist. :roll:

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@Hagen

Hast recht. Wenn man sich auf solche Diskussionen einlässt, kann das zu Folgerungen wie ´Gute´und ´Böse´ Kaliber (s. Italien, dort darf man keine Kriegswaffenkaliber besitzen), ´Gute´und ´Böse´ Ordonnanzwaffen und ähnlichem Schwachsinn führen.

Vor den Gutmenschen habe ich eher Angst, als dass ich mich über sie lustig mache (s. Frankenberger). Was ein Gutmensch in letzter Konsequenz tun kann, wenn er denn kann, zeigt uns der oberste Gutmensch G. W. Bush: Er hat seinen Gott, die Wahrheit und alle anderen Kämpfer für Zivilisation und Freiheit auf seiner Seite.

Da es scheinbar doch noch Menschen gibt, die das anders sehen, muss er leider seine eigene Bevölkerung mit einem ´Heimatschutzministerium´ vor bösen Buben und sich selber schützen und alles zusammenbomben, was nicht seine heheren Ziele vertritt.

Bush ist vielleicht der extremste Gutmensch. Aber meiner Meinung nach steckt in jedem, der glaubt, seine Mitmenschen mit seinen Weisheiten und Moralvorstellungen beglücken zu müssen, ein kleiner Dschorsch Dabbeljuh.

Ich selber sammel keine ´Militaria´, und möchte, um ehrlich zu sein, damit auch nicht in Verbindung gebracht werden.

Aber, mir tun diese Leute nichts, und wenn es ihnen Freude bereitet - warum nicht?

Eine Trennung ist leider nicht möglich. Es gehört (leider) alles zusammen.

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@Clifford: Es ist doch irgendwie bezeichnend für diese sogenannte Demokratie, wenn man prophylaktisch erst mal darlegen / beweisen muß, das man nicht in eine bestimmte Ecke gehört, um dann seine persönliche Meinung kundtun zu dürfen.

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In Kassel - meiner ersten Waffenbörse - war ich über die Menge an Militaria überrascht. Da ich mich für Geschichte interessiere (19 Jhd, 1848, 1866, 1870/71, amerikanischer Bürgerkrieg) haben sich über die Jahre auch ein paar Abzeichen uä angesammelt. Ich hätte auch nichts gegen einen Ulanenhelm im Regal, aber diese Sachen sind mir einfach zu teuer.

Die NS-Sachen fand ich nach meinem ersten "Schreck" sogar ganz interessant, ich war überrascht, in was für eng geschnittenen und zT schrotteligen Uniformen Oppa + Oppa in den Kriech gezogen sind.

Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, daß ich außer dem BW-Museum in Dresden (im Museum in Koblenz war ich noch nicht) kein Museum kenne, in dem III Reich/WK II (immerhin DAS Thema in unserer Geschichte)dargestellt werden, was mE ein Fehler ist. Kennt einer von Euch ein gutes Museum zu dem Thema?

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Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, daß ich außer dem BW-Museum in Dresden (im Museum in Koblenz war ich noch nicht) kein Museum kenne, in dem III Reich/WK II (immerhin DAS Thema in unserer Geschichte)dargestellt werden, was mE ein Fehler ist. Kennt einer von Euch ein gutes Museum zu dem Thema?

fahrzeugs/ausrüstungs-technisch empfehle ich das museum in sinsheim.

http://www.technik-museum.de/

klick links im menu auf sinsheim > museum sinsheim > exponate > miltaria

MILITARIA

Häufig war das Militär bei technischen Neuerungen die treibende Kraft. Typische Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind die Raketentechnologie und düsengetriebene Flugzeuge.

Ein Museum, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Gesamtheit der Technikgeschichte darzustellen, kann sich nicht der Pflicht entziehen, auch der Militärtechnik den ihr gebührenden Platz einzuräumen. In den militärhistorischen Abteilung des Auto und Technik Museums Sinsheim steht dabei die Motorisierung der Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt.

Einen Schwerpunkt bilden hier die Panzerfahrzeuge. Die hervorragend restaurierten und zum Teil einzigartigen Exponate geben einen umfassenden Überblick über die Entwicklung insbesondere der deutschen Panzerfahrzeuge von den späten dreißiger Jahren bis heute.

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@till: Auf dem Gelände der Infanterieschule in Hammelburg gibt es ein privat geführtes Museum, in dem chronologisch Waffen und Uniformen von Napoleon's Zeiten bis heute (incl. NVA) ausgestellt sind. Auch Versuchsteile wie das G11 sind im Original anzuschauen. Ich schaue mal, ob ich noch einen Tel-Nr. finde (morgen), ansonsten mal via Infanterie-Schule probieren.

Anmeldung ist erforderlich, da wie gesagt, kein öffentliches Gelände. Das Museum wird von 3 älteren Herren geführt, die durchaus spannend erzählen konnten. Ich war da vor 3 Jahren , daher erst noch mal telefonisch abklären, ob noch alles steht... :wink:

P.S. Wer von den "Kids" hier weiß den noch, wer oder was "Ulanen" sind? Till: Wenn ich beim Aufräumen noch meine alte Lanze finde, darfst Du sie haben... :lol:

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Sinsheim hatte isch verjessen, dat kenn isch auch. Komische Mischung aus amerikanischen Straßenkreuzern und deutschen Panzern.

Im Deutschen Museum in München stehen und hängen auch zwei oder drei Flochzeuche und es steht in einem Treppenhaus auch ein Aggregat 4 - Versuchsmuster 4 (?) (V 2) herum (isch war schon lange nicht mehr da).

Nä, isch mein ein Museum, das sich umfassend und über das rein technische hinaus mit dem III Reich beschäftigt. So etwas gibt es, glaube ich, nicht.

An sich wäre so etwas ja Aufgabe des Deutschen Historischen Museums, Berlin. Nur von dem sieht und hört man nichts.

Nachtrag:

Hammelburg klingt interessant und Sinsheim ist gar nicht so schlecht, je länger ich darüber nachdenke, muß mal wieder hin.

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Das es ein solches Museum (auch meineserachtens) nicht gibt, finde ich sehr schade.

Das 3. Reich ist ein Teil der deutschen Geschichte, auch wenn einige es nicht wahrhaben wollen. Ein offener Umgang damit täte uns Deutschen wesentlich besser, als eine verdruckste, verbrämte Geheimniskrämerei.

Ich denke, solange noch Leute leben, die aktiv mitgemacht haben, die fürchten, das ihr Name bekannt wird, oder ihre Taten, wird es ein solches Museum nicht geben.

Sicherlich wird es auch die falschen Leute anziehen, so wie eine Ausstellung über erotische Fotografie auch Spanner und Perverse anzieht. Damit muss man leben. Der Nutzen dürfte, unterm Strich, wesentlich grösser sein.

Ich war hier in Berlin-Gatow im Luftwaffenmuseum und fand das 3. Reich, so wie es sich gehört, als Abschnitt der Geschichte.

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Hallo AndreB,

sehe ich genauso. So ein Museum wäre das wichtigste deutsche Museum überhaupt. Da sich das III Reich unübersehbar zwischen uns und unsere ältere Geschichte schiebt, entwertet es in gewisser Hinsicht alles, was vor 1933 stattgefunden hat. Wozu hats geführt? - Zum III Reich, kann also nix taugen! Auf die Art und Weise werden wir immer geschichtsloser.

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Die sog. Wehrmachtsausstellung war ja auch Bullshit unterallerletzter Kanone.

Sowas haette in der "DDR" noch durchgehen koennen, aber nicht hier.

Das passiert, wenn Soziologen versuchen, sich als Hobby-Historiker zu profilieren. Das ist, als ob man als Informatiker programmieren muss, da kommt nichts brauchbares bei raus.

Diese Ausstellung mit ihren Plagiaten, Faelschungen, juristischen und historischen Unwahrheiten hat dem Nazipack eine tolle Plattform geliefert und das schlimme daran war, dass das Nazipack auch noch objektiv gesehen recht mit seiner Kritik an der Ausstellung hatte.

Ich selber habe mich dabei nicht mal so sehr an den offensichtlichen Faelschungen und Verdrehungen gestoert, die leicht zu erkennen waren, sondern daran, dass die Ausstellung im reisserischen Bildzeitungsstil nichts neues brachte. Das war keine wissenschaftliche Leistung, sondern einfaches Abschreiben von laengst bekannten Veroeffentlichungen OHNE QUELLENANGABE (aka Plagiat) und waere nicht mal als Proseminarsarbeit in einer historischen Fakultaet durchgegangen.

Da waren die falschen Bildunterschriften noch das kreativste und neueste daran.

Nachtrag:

Ein Holocaustmuseum fehlt uns auch noch :-(

Bis nach Yad Vasheem ist es ein wenig weit und all die kleineren juedischen Museen, historischen Museen und Gedenkstaetten abzuklappern ist ziemlich muehsam. Kein Wunder, dass unsere Schueler zum Teil nicht mal mehr wissen, was in Auschwitz los war :-(

(Da faellt mir ein, ich hab immer noch massig Digifotos von Bergen-Belsen, die darauf warten, ins Netz gestellt zu werden. Zeit muesste man haben.)

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Wie versprochen Ansprechpartner und Tel-Nr.

Es handelt sich um eine von der Infanterieschule eingerichtete Lehrsammlung für verwendungsbezogene Ausbildung. Sie stellt die Geschichte der Infanterie an ausgewählten Beispielen dar. Abgedeckt wird dabei der Zeitraum von Friedrich dem Großen bis zur heutigen Bundeswehr. Dabei wird der Wandel von Uniformen, Ausrüstung, Bewaffnung, Gliederung, Kampfweise, Taktik und Ausbildung aufgrund von politischen, soziologischen und technischen Veränderungen der Epoche betrachtet. Ausgestellt sind auch Großgeräte der Infanterie von etwa 1900 bis 1985. Jeder Bereich enthält Aussagen zur heutigen Lehre und Ausbildung.

Auch die NVA kommt nicht zu kurz. Desweiteren waffentechnische "Experimente" wie z.B. das G11 (im Original).

Über dieses Grundprogramm hinaus existiert das Vertiefungsprogramm in dem in den Abschnitten

- von den Anfängen bis 1919

- 1920 bis 1945 und

- 1956 bis heute

die geschichte der Infanterie vertieft wird.

Eine Besuchergruppe max. 25 Personen. Wie gesagt, es ist Bundeswehrgelände (Infanterieschule), daher Anmeldung unbedingt erforderlich.

Tel+ Fax: 0 97 32 - 78 20 73 (nicht ständig besetzt, Anrufbeantworter)

Ansprechpartner:

Grundprogramm

S3Offz

Grp TrFachLhr

Vertiefungsprogramm

(nicht ständig besetzt)

Der Ort Hammelburg gilt als älteste Weinstadt Frankens. Wegen Übernachtung etc. www.Hammelburg.de

Alle Angaben aus dem Jahr 2000. Ich hoffe, es stimmt noch alles. Wer mal da war, vielleicht kurzes Feedback, ob alles geklappt hat. Merci.

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rugerclub,

selbstverständlich müßte sich der Zentralrat an der Erarbeitung des Konzeptes des Museums beteiligen.

promillo,

die "sog. Wehrmachtsausstellung" hat bei aller Kritik im Detail mit der Lüge aufgeräumt, die Wehrmacht sei im Osten "sauber" geblieben und hätte mit dem Wüten der Einsatzgruppen nichts zu tun gehabt.

Deswegen war die Ausstellung nach meiner Überzeugung richtig und notwendig. Wieviele der Fotos mußten den bis jetzt zurückgezogen oder neu betextet werden?

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Vorsicht mit Verallgemeinerungen wie: "DIE" Wehrmacht, "DIE" Waffen-SS, "DIE" Amis, "DIE" was weiß ich...

Schon auf Grund der Masse der Betroffenen/Beteiligten (Gesetz der großen Zahl) ist eine Verallgemeinerung unzulässig. Wen dem so wäre, wäre im Umkehrschluß auch die Aussage korrekt: "Alle Soldaten sind Mörder". :roll:

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wg. Hammelburg: Schießständchen??? Da ist eines der größten Manövergebiete, schon aus Preußens Zeiten. Gut wäre eine Kombination mit den "Bonnland-Tagen". Dies ist einmal im Jahr ein "Tag der offenen Tür" der IS, inkl. Vorführungen. Bonnland ist ein echtes Dorf, was vor geraumer Zeit (gegen Geld und Jobs) entvölkert wurde und in dem heute realistische Planspiele stattfinden:

Häuserkampf, typischen Situationen wie z.B. in Ex-Jugoslawien (Rollenspiele wie aufgebrachter Mob gegen Soldaten, die deeskalieren müssen ohne Schußwaffe!), Journalistenausbildung (Reportage unter Beschuß, Geiselnahme etc.).

Wäre sogar mal ein Thema für eine visier. :wink:

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