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Fragen zu Sharps 1859 Infantrie von Chiappa


Elster1962
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vor 7 Minuten, schuster sagte:

Das siehst du falsch! Der Einsatz soll den Raum um den Zündkegel ausfüllen, wenn mit Messinghülse geschossen wird. Damit wird verhindert, das sich die Hülse in den Hohlraum drückt und somit der Fallblock nicht mehr beweglich wäre.

D.h. ich muss den Papierabschneider entfernen und den darunter liegenden Hohlraum rund um den Pistonauslass mit einem Adapter versehen? Ist das dann so richtig?

Warum befindet sich dort überhaupt ein Hohlraum, wenn sich davor eine geschlossene Platte (Papierabschneider, weis nicht die genaue Bezeichnung davon) befindet?

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Just now, Elster1962 sagte:

Ist das dann so richtig?

ja, das kleine runde Messingteil einlegen und durch eine kleinen Versatz schließt er mit der Platte bündig ab und die Hülse kann nicht anecken.

Die Platte darf nicht schwergängig sein. Bei Papierpatronen sollte er sich durch den Druckaufbau im Hohlraum leicht nach vorne bewegen und somit das Lager abdichten. 8-))

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  • 2 weeks later...
Am 27.7.2018 at 14:18 , Elster1962 sagte:

So sieht im Übrigen der Verschlußblock meiner Sharps Rifle 1859 aus. Eigentlich dürfte ich hier gar keinen Einsatz zur Verwendung von Messingpatronen benötigen oder sehe ich das falsch?

Wie kriege ich eigentlich die Dichtplatte (das Teil mit dem Pistonauslaß in der Mitte) ab? Sämtliche Schrauben habe ich schon raus gedreht. Die Bedienungsanleitung schweigt sich dazu leider aus und in YouTube oder im Net habe ich auch nichts passendes dazu gefunden.

An beiden Seiten sind Nuten eingefräßt siehe Pfeil auf Foto. Kann oder muß man da mit Spezialwerkzeug ansetzen? Irgendwie muss das zum aufhebeln sein. Denn die Platte nach vorne abziehen wird wohl wegen dem erhabenen Auslaßpiston (siehe zweiter Pfeil) auch nicht möglich sein. Sowie es den Anschein hat ist der Hinterbau massiv und keine weitere Dichtung verbaut. Sieht jedenfalls so aus, wenn man seitwärts neben dem Auslaßpiston reinschaut.

33521297vz.jpg

Schon ärgerlich, daß die Italiener keine gescheite Bedienungsanleitung zur Waffe beilegen können!

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Habe es jetzt doch mit roher Gewalt abbekommen. Die Teile sind nur zusammengesteckt und total mit getrocknetem Fett verbacken gewesen.

So sieht es also aus.

33521522od.jpg

Ich bin jetzt allerdings etwas verwirrt. Ist diese Ausführung jetzt für Papierpatronen oder mit Messinghülsen geeignet? Eine separate oderbewegliche Dichtung ist ja nicht gegeben, da die Dichtplatte ja kraftschlüssig voll auf dem Fallblock aufliegt!

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Denke ich mir doch auch! Nur wird es auf der Seite von Waffen Schneider https://www.versandhaus-schneider.de/product_info.php/products_id/38552  etxtra und ausdrücklich als Version, die nicht mit Metall Ladehülsen verwendet werden kann, angeboten. Ich habe den Händler vor dem Kauf diesbezüglich noch mal angeschrieben und zur Antwort bekommen, "daß der Lieferant der Fa. Schneider mitgeteilt hätte, daß die angebotene Version nur mit Papierpatronen verwendet werden könne"".

Was nun? Kann ich überhaupt mit diesem Dichtungsabschluß Papierpatronen verwenden, ohne daß ich den ganzen Segen, dann ins Gesicht bekomme?

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Ich habe Chiappa jetzt mal angemailt und um Auskunft gebeten. In der Bedienungsanleitung, sehr allgemein und wie immer natürlich nur auf Englisch, werden alle drei möglichen Ladearten dargestellt. 1. Papierpatrone, 2. mit Metallhülse und 3. Geschoss lose einbringen und Kammer mit Pulver auffüllen.

Mal sehen ob und was ich zur Auskunft bekomme.

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vor 1 Stunde, Gunfire sagte:

Bei meiner IAB-Sharps sieht das so aus.

Diese Konstruktion leuchtet mir ein. Der Messingring wird bei der Zündung der Ladung wie ein Kolben nach hinten gedrückt und dichtet ab. Aber fehlt auf den Fotos nicht ein oder mehrere Kautschukringe?

IAB und Chiappa sind doch das selbe? Zumindest gleiche Firmenanschrift. Oder täusche ich mich da?

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Das originale Sharps-System arbeitet ohne Kautschukringe. Der Dicht/Abschneidblock ist so ausgebildet, dass er im Schuß nach vorne schiebt und gleichzeitig auffedert und dadurch ziemlich gut abdichtet.Der Messingring nimmt nur den Rückstoß der Hülse auf, damit diese nicht auf den Kegel des Zündauslasses gedrückt wird und diesen zerstört.

Grüße

Gunfire

IAB und Chiappa sind doch das selbe? Zumindest gleiche Firmenanschrift. Oder täusche ich mich da? 

Ja. Chiappa lässt seine Teile bei vielen kleinen Büchsern fertigen und baut sie nur zusammen. Hat mir jedenfalls Klaus Mumme gesagt.

Edited by Gunfire
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Das System vom Sharps Doc arbeitet mit mehreren O-Ringen zu Abdichtung, diese werden zwischen Block und Stoßboden eingesetzt und mittels Zündlochschraube, welche den Stoßboden hält, fixiert.

Wenn Deine Dichtplatte sauber und leicht im Block gleitet, kannst Du mit einem dünnen O-Ring oder Flachdichtung rund um den in den Block gleitenden Absatz eine Gasdichtigkeit herstellen, die bei den Italienern werksseitig nicht gegeben ist. Bei deiner Dichtplatte wirkt der Abdruck der Ladehülsen nicht gleichmäßig, was auf einen nicht fluchtenden Laufabschluss und Block m geschlossenen Zustand hindeutet...

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vor 22 Stunden, erik_fridjoffson sagte:

..............Bei deiner Dichtplatte wirkt der Abdruck der Ladehülsen nicht gleichmäßig, was auf einen nicht fluchtenden Laufabschluss und Block m geschlossenen Zustand hindeutet...

Doch der Abdruck ist gleichmässig, sieht nur wegen dem Blitz auf dem Foto so aus. Aber jetzt wird auch klar warum die Dichtplatte so fest in den Fallblock eingepresst war. Ich habe heute mittag die Antwort von der Fa. Chiappa bekommen. Meine Ausführung der Waffe ist lt. Chiappa explizit auf den Beschuss mit Hülsen eingerichtet. Will ich mit Papierpatronen schießen, muss ich zuerst umrüsten mit einer anderen Dichtplatte 970.184 Paper cartridge set for cal. 54.

Habe jetzt Waffen Schneider gebeten mir diese schnellsten zu besorgen (schließlich ist ja der Schlamassel erst durch deren falsche Angaben entstanden) und die fehlerhafte Artikelbeschreibung zu ändern.

Ist halt jetzt besonders ärgerlich, weil ich vor dem Kauf der Waffe extra deswegen dort angefragt hatte und mir schriftlich bestätigt wurde, dass das Gewehr nicht mit Hülsen funktioniert.

Jetzt wird es also wieder nichts mit einem kurzfristigen Schiessen mit dem Gewehr, sondern es ist wieder Warten angesagt. Vor allem da Chiappe jetzt erst mal Betriebsferien macht.

 

Andererseits, ich habe eine gute Fräsmaschine und Drehbank und die Teile wären ein Klacks ... Aber leider ist das ja wahrscheinlich wieder verboten...

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und auch mit Papier kannst Du schießen, die Dichtplatte macht da gar nichts aus... mache das seit Jahren mit eingebautem Stoßboden

 

M. Meinung nach musst Du da nichts umrüsten. Mach Dir doch nicht einen Kopf sondern probiere einfach. Du kannst auch nur mal eine Kugel oder ein Geschoss ins Lager schieben und dann einfach mit Pulver auffüllen (natürlich aus einem abgemessenen Volumen) und testen....

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Am ‎09‎.‎08‎.‎2018 at 21:24 , Elster1962 sagte:

Der Messingring wird bei der Zündung der Ladung wie ein Kolben nach hinten gedrückt und dichtet ab.

Nein, Gunfire hat in seinen Fotos eine zweifache Funktion abgebildet.

Ohne Messingring ist dieser Blockverschluss für Papierpatronen gedacht, deshalb auch die scharfe Schnittkante.

Mit Messingring ist der Schuss mit Ladehülsen möglich, die Abdichtung erfolgt über die Hülse.

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Wie sehen denn die Messinghülsen aus? Vielleicht drehe ich mir doch drei oder vier. Zu mehr reicht der Messingstab leider nicht mehr aus, den ich in der Werkstatt liegen habe. Zündlochgröße? Von aussen nach innen ansenken, klar. Hülsenboden zum aufgehenden Zylinder abrunden (müsste sich Fallblock leichter öffnen lassen). Und zu guter Letzt Wandungsstärke der Hülse? Länge ist klar. Ich habe einen Kammerabguss mit Wachs gemacht.

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So

http://www.vorderlader-shop.de/index.php?list=WG97-1

http://www.blackpowderno1.de/shop/popup_image.php/pID/961/imgID/0

und so die passenden Geschoße

https://www.stifters-gunflints.de/shop/detail.php?item=2778

und nicht so wie die Pedersoli

http://www.vorderlader-shop.de/index.php?list=KAT357

Die sind speziell für die Pedersoli Hülsen und unten am Boden zu weit eingezogen

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  • 2 weeks later...

Ich habe mich jetzt mal daran gemacht und einige Ladehülsen auf der Drehbank angefertigt (für die mit der Kokille von Pedersoli gegossenen Geschosse).

33646755rf.jpg

Eine fertige Kartusche und das Pedersoli Geschoss. Dadurch dass das Pedersoligeschoss unten so weit eingezogen ist, fallen die Kartuschen ziemlich dickwandig aus. Das bedeutet, dass in eine Kartusche nur 56 grain SP reingehen. @Erik ich weis, Du hast mich darauf hingewiesen, aber da war die Kokille von Persoli schon bestellt.

33646754sh.jpg

Mal sehen wie die Schußversuche damit ausfallen

33646756jm.jpg

Die Murmeln sehen auf jeden Fall im Vergleich zu einer .30-06 und .308 schon ziemlich eindrucksvoll aus!

Und da die Drehbank schon mal am Laufen war, habe ich mir auch gleich noch ein Pulvermaß und einen passenden Pistonschlüssel gemacht.

      33646757iu.jpg 

Und zu guter letzt, dann auch gleich noch 2 passende Patronenboxen mit nostalgischer Aufschrift dazu gefertigt.

33646753kb.jpg

  • Like 1
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