Jump to content

Erste Waffenverbotszone in Sachsen kommt im November


Jägermeister

Recommended Posts

Zitat

Die schon lange angekündigte erste Waffenverbotszone Sachsens in Leipzig soll nun Anfang November kommen. Nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" soll es vom 5. November an im Bereich der Eisenbahnstraße verboten sein, etwa Messer, Schraubendreher, Reizgas oder Schreckschusspistolen zu tragen. Eine entsprechende Verordnung werde das Innenministerium in Dresden noch in dieser Woche veröffentlichen. Er sei froh, dass die Umsetzung gemeinsam mit der Stadtverwaltung gelungen sei, zitiert das Blatt (Mittwoch) Innenminister Roland Wöller (CDU). Die Gegend um die Eisenbahnstraße im Osten Leipzigs gilt als Kriminalitätsschwerpunkt.

https://www.rtl.de/cms/erste-waffenverbotszone-in-sachsen-kommt-im-november-4237259.html

Link to comment
Share on other sites

  • 4 weeks later...

Wieder etwas Neues von den Querschüssen.
Diskussionen und Meinungen dazu bitte unter www.querschuesse.at

Wer mir persönlich schreiben möchte, ohne daß es publiziert wird: g.zakrajsek@gmx.at.
Die Beiträge können kostenlos verbreitet werden, Quellenangabe ist erforderlich.

Erste Waffenverbotszone in Sachsen

Jetzt kann nichts mehr passieren!

Jedenfalls den Tätern nicht

Bekanntlich treibt es die Gescheitesten und Besten nicht etwa an Werkbänke und in Büros in der Privatwirtschaft, sondern in die Politik. Dort angekommen, sorgen Lichtgestalten wie Burkhard Jung (seines Zeichens Oberbürgermeister der Stadt Leipzig) und Roland Wöller (der amtierende sächsische Innenminister) dafür, dass die weniger Gescheiten sich allzeit pudelwohl – vor allem aber sicher wie in Abrahams Schoß fühlen können.

Um dem Sicherheitsbedürfnis vieler seit 2015 rätselhafterweise von irrationalen Ängsten gebeutelten Patienten – pardon, Staatsbürger Vorschub zu leisten, braucht es allerdings einiges an Hirnschmalz. Da die Außengrenzen des Landes bekanntlich nicht gesichert werden können und es daher nicht möglich ist, allerlei seltsames Volk daran zu hindern, ins wohlfahrtsstaatliche Paradies einzusickern und dort zur Bedrohung für Krethi und Plethi zu mutieren, bedarf es zahlreicher interner Sicherheitsmaßnahmen. Die stilsichere Errichtung schmucker Beton- und Drahtverhaue an Fußgängerzonen und rund um Volksfeste und Weihnachtsmärkte gehört dazu. Davon abgesehen steht außer Frage, dass die allgemeine Sicherheit selbstverständlich und ausschließlich vom Gewaltmonopol garantiert wird, das zu jeder Zeit und an jedem Ort des Landes unermüdlich darauf wartet, die Ängste besorgter Bürger zerstreuen zu dürfen. Da im Fall der Fälle selten mehr als eine halbe Stunde bis zum Eintreffen der Freunde und Helfer vergeht, besteht niemals Grund zur Panik. Bis dahin verwickle man allfällige Gefährder in gute Gespräche und vermeide es, sie zu provozieren.

Mit der Einrichtung waffenfreier Zonen soll rigoros sichergestellt werden, dass kein Bürger auf die Idee kommt, am Ende selbst für seine Sicherheit zu sorgen. Denn Selbstverteidigung oder Notwehr bedeutet – nach dem Verständnis der Nomenklatura und ihrer Schergen – Selbstjustiz, und die zu unterbinden ist der auf sein Gewaltmonopol pochende Staat wild entschlossen. Selbstverständlich sind mit der Einrichtung „waffenfreier Zonen“ auch Leviathans willige Vollstrecker einverstanden – wie der Leipziger Polizeipräsident Bernd Merbitz.

Soeben sind die drei ehrenwerten Herren, inspiriert vom durchschlagenden Erfolg einschlägiger US-amerikanischer Vorbilder, dabei, in Leipzig jene Idee zu verwirklichen, die der öffentlichen Sicherheit in beispielhafter Weise auf die Sprünge helfen wird: Rund um die Eisenbahnstraße soll nach ihrem Willen eine „waffenfreie Zone“ eingerichtet werden, die mit stark beeindruckenden Warnschildern versehen wird. Das soll für Ruhe und Sicherheit sorgen. Die Vorstellungskraft Otto Normalverbrauchers dürfte zweifellos dafür ausreichen, sich auszumalen, wie bewaffnete Kriminelle, Irre oder potenzielle Attentäter, die sich mit finstersten Absichten an die Sicherheitszone heranpirschen, augenblicklich ihre Waffen fallenlassen, sobald sie der Verbotsschilder gewahr werden. Denn unschuldige Leute umzubringen, mag ja angehen, aber eine hoheitlich eingerichtete Waffenverbotszone zu verletzen, geht gar nicht. Klar so weit? Wer also absolute Sicherheit sucht: Auf zur Leipziger Eisenbahnstraße!

Wer nun meint, von dem Verbot wären nur Schuss- oder Blankwaffen erfasst, irrt: Die Vorschrift gilt nämlich für jeden Gegenstand, der als Waffe gebraucht werden kann. Außer Wattebäuschchen und Angorahäubchen dürfte das so ziemlich alles betreffen. Handwerker, die mit Messern, Scheren, spitzen Feilen oder Mehrzweckwerkzeugen unterwegs sind, sollten die Gegend daher meiden, sofern sie nicht scharf darauf sind, mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro (!) belegt zu werden. Auch Menschen, die ein Reizgasspray zur Hundeabwehr eingesteckt haben, werden sich in der „Zone“ künftig strafbar machen. Wo gehobelt wird, fallen eben Späne…

Fazit: Da Gewaltverbrecher und „Gefährder“ nicht dazu neigen, mit Reizgassprays zur Tat zu schreiten oder wegen kindischer Verbotsschilder ihre Kalaschnikows fallenzulassen, wird mit diesem Geniestreich – einmal mehr – eine wirksame Maßnahme zur Entwaffnung potenzieller Opfer gesetzt. Die pflegen sich nämlich – besonders in einem mit so ausgeprägter Untertanenmentalität geschlagenen Land wie Deutschland – jeder noch so sinnfreien Anordnung der Obrigkeit widerspruchslos zu fügen. Fazit: Waffenverbotszonen dienen zweifellos der Sicherheit: jener der Täter. Wenigstens die haben dadurch mehr vom Leben.

Andreas Tögel

  • Haha 1
Link to comment
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

Imprint and Terms of Use (in german)