Jump to content

„Brauchen eine Debatte, wann Bundeswehr im Inland eingesetzt werden soll“


Recommended Posts

Mein Freund, was Du sprichst, ist gut und wahr, wird in diesem Lande aber als frevelhaft betrachtet.

BTW nachdem meine neue Heimat am Blanken Hans liegt, habe ich ein wenig darüber gelesen, das Deichmuseum besucht etc. Schmidt hat nicht nur die BW, sondern auch die Amis und Briten aktiviert, sich also richtig aus dem Fenster gelehnt.

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Was wir wieder brauchen, ist ein funktionierender Katastrophenschutz.

Der hiesige Verband hatte früher ein komplettes Krankenhaus eingelagert.

Mit Betten, OP—Sachen und allem Zubehör.....

Die waren in der Lage, aus jeder Schule in kürzester Zeit ein Krankenhaus zu machen.

Waren nicht in den Bundeswehrstandorten komplette Lazarette eingelagert?

Wir hatten den Zivildienst und dadurch Personal.

Notfalls Zivilisten als Helfer.

Aber das ganze Material wurde ins Ausland verschenkt oder verschrottet!

Link to comment
Share on other sites

vor 16 Stunden, edegrei sagte:

Was wir wieder brauchen, ist ein funktionierender Katastrophenschutz.

...

Hatten wir den wirklich JEMALS?!

Ich war '86 - ca. '99 beim THW. Not und Elend.

Museumsreife Kettensägen (Stihl "Contra"), die erst in meiner Endphase gg. Aktuelle augestauscht wurden. Wer 'ne neue Stihl hatte, hatte Glück, wer 'ne Husquarna hatte, hatte Pech (die sprangen namlich so gut wie nie an).

Für die KFZs kein Geld für Sprit, meistens mußten sogar die Bewegungsfahrten ausfallen, weil kein Sprit.

Die KFZs selber auch ein Fall für das Museum: Alte Hanomags mit Roots-Gebläse als MKW, alte Magirus Deutz (luftgekühlter 6zyl. Turbodiesel) als GKW, alten MAN als Einsatzleitung.

Nach der Grenzöffnung haben wir mit allem, was rollen konnte, Notbetten aus dem Katatsrophenschutzlager Höhenkirchen nach Nürnberg und Fürth transportiert. Wenn wir schnell waren, dann 60 km/h auf der Autobahn, bergauf eher 50 ...

Bei den Bettgestellen hätte es mich nicht gewundert, wenn irgendwo unter dem braunen Lack Hakenkreuz und Reichsadler versteckt gewesen wären.

Zwei Bilder meiner Uniform, als ich so ab ca. '99 einfach nicht mehr hin bin (die Uniform hängt noch original so bei mir im Keller):

Der Kragen meines Diensthemdes

image.png.dcd3bf4990b3d8b07e191eb601cf8b8b.png

Meine Uniformhose

image.png.b62e998c7237ea0cb44c564cf3c3f266.png

Die Stiefel (noch die asbach Uralten mit genähter Ledersohle) x-fach selber mit Pattex geklebt, weil immer wieder die Sohlen abgefallen sind; zusätzlich ein paar Nägel und ein paar kurze SPAX-Schrauben (sic!) zum Halt. Einfach unbeschreiblich.

Das hat derartig demotiviert, daß das einer der Gründe war, daß ich einfach nicht mehr hin bin. Gut - und ansonsten, weil sie einfach nur Scheiße gebaut haben, sinnlose Scheiße.

Grüße

Iggy

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Ja 

vor 45 Minuten, Iggy sagte:

Hatten wir den wirklich JEMALS?!

Ja so eine Uniform kenne ich auch.

Bin in der Feuerwehr. Meine erste Garnitur bestand auch aus Teilen, die ältere Kameraden ausgemustert hatten.

Am schwarzen Stahlhelm war das Hakenkreuz herausgekratzt...

.....und wir mussten damals auch schon ein Fahrzeug anschieben, weil es nicht startete.

In unserem Löschzug hatten wir 2 alte Unimogs vom Katastrophenschutz.

Natürlich war das Material oft veraltet, aber man hatte wenigstens etwas, mit dem man helfen konnte. 
 

Ihr seid langsam gefahren und eure Betten hatten noch den Reichsadler.... Ja und?

Besser als die Zustände in Italien....

Der Dienst im Katastrophenschutz ist natürlich frustrierend, weil man keine Einsätze hat.

Da haben wir es in der Feuerwehr besser. Und heute sind wir auch technisch auf dem neusten Stand.

Aber das eingelagerte Material braucht NICHT auf dem neusten Stand zu sein.

Im Katastrophenfall muß es robust, einfach, praktisch und vor allen Dingen VORHANDEN sein.  
 

Ich glaube, heute wären die froh, wenn die eure alten Bettgestelle noch hätten.

Edited by edegrei
  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

vor 12 Stunden, edegrei sagte:

Waren nicht in den Bundeswehrstandorten komplette Lazarette eingelagert?

Ja, aufgelöst, verlegt oder verscherbelt. Hier in Heide lagen 2 davon. Da sich die Grenzen nach Osten verschoben haben, waren sie hier nicht mehr erforderlich. Unter dem damaligen Cheffe (Chefarzt in unserem Krankenhaus) haben wir die Albersdorfer Kaserne als Lazarett umgeplant - das Lazarett gibt es hier nicht mehr, die Kaserne ist eine private Wohnanlage geworden.

Wir hatten hier sogar ein voll ausgestattetes Reservelazarett in einem Bunker -  zu teuer - aufgelöst - weg.

DRK hat seine Notfall-Strukturen verkleinert - personell so richtig kräftig; oft nur noch eine "Rumpfbesatzung" (pro forma) vorhanden.

Wir haben unsere Fähigkeiten, Katastrophen aufzufangen, zu einem sehr großen Teil aufgegeben und glauben nun, daß Geld die Lösung aller Probleme ist.

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Übrigens:

Natürlich ist es furchtbar rechtsextrem, wahrscheinlich sogar nationalsozialistisch, sowas zu schreiben, aber Helmut Schmidt wurde in einer Organisation sozialisiert, in der Auftragstatik, Initiative und Situationsopportunismus (positiv), einen fast religiösen Stellenwert hatten.

Und damit hänge ich gleich einen Rant an, der eigentlich in den Motz- und Nölthread gehört.

Wann immer eine Delegation von der Bundeswehr zu uns kommt, hat das so einen ganz eigenen Stallgeruch. Etwas ganz Gegensätzliches, als würden sie immer nur darauf warten, daß ihnen wer sagt, wo es lang geht, um dann eine Begründung nachzufordern.

"Tragen Sie den Besucherausweis bitte sichtbar an der Oberbekleidung."

"Links, oder rechts?"

"Das ist egal"

"Kann ich ihn auch einstecken?"

"Wenn Sie transparente Taschen haben, ja, aber ansonsten wird sich das mit der Sichtbarkeit beißen."

(Deutsche Luftwaffe 2018)

Einfachste Klienten: US Servicemen. Erscheinungsbild willenloser Befehlsempfäger.

Atmen nur auf Befehl. Bauen sich vor der Sicherheitskontrolle auf, Dokumente schon in der Hand, Ohren weit aufgeklappt.

Standatthislinepleasehandoveryourdocumentsemptyyourpocketsintothisboxtakeofyourbeltstepthroughthescannerwithoutstoppingwaitatthislinetakeyourpossessionsgothhroughthisdoorcontinuealongthepathtothenextbuilding.

Security Check in 25 Sekunden pro Person ist möglich.

Ausnahme: US Marines.

Schlimmer als ein Rudel Katzen hüten, suchen immer Hinterausgänge.

Vorgestern mußte ich wieder eine Patrouille losschicken, weil eines ihrer Schlupflöcher, wegen der aktuellen Situation, mittels Kette und Vorhangschloss dicht war und das Cleverle von Corporal damit festsaß, weil die Tür hinter ihm nur in eine Richtung geht. Als sich der Diensthabende Sergeant bedankte, als ich Vorschlug, daß wir doch zur Entlastung des Systems auf Berichte verzichten könnten (Meine Vorgesetzten schätzen mich deshalb nur bedingt, wer schreibt bleibt und macht Karriere), mußte ich aber doch nachfragen, ob man sich denn beim USMC keinen Rückzugsweg freihält.

Die Antwort war vorhersehbar: We don't retreat, we attack to the rear.

Aber das Root Beer, das sie mir geschickt haben, war schon in Ordnung.

  • Like 2
Link to comment
Share on other sites

vor 23 Minuten, Glockologe sagte:

Eine ideologisierte , sinnlose Debatte über ein Nicht-Thema.

Na die haben halt Angst, das Ihre lieben Hascherl von der ANTIFA dann wenns Ernst wird auf die Mütze kriegen...

Wenn es nicht mehr anders geht, weint man dann wegen fehlender Strukturen und Vorgaben.

Im Übrigen, wo sollen den die Resourcen dafür sein? Gelächter !!

Den ganzen " Spezialisten " empfehle ich mal das kleine Büchlein " Objektschutz" aus dem Österreichischen Militärverlag, da bekommen die beim Lesen aber einen Herzkasper.....:laugh: Das geht hier ja gar nie nicht... :rolleyes1: und für die etaws härter drauf sind     " Feuerzauber "...:teufel84:.     

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Du meinst den Milizverlag, der ist da sehr rührig.

Die haben auch nette Bändchen über kampfmäßiges Pistolenschießen, Spähtrupps, etc, zB auch ein Büchlein mit dem Titel "Infantrie greift an"

 

So richtig Junge würden die hiesigen Politiker wahrscheinlich bekommen, wenn sie sehen könnten, daß die Botschaftsbewachung in Wien inzwischen von der Milstreife (für euch: Feldjäger) übernommen wurde. Mit polizeilichen Befugnissen.

Link to comment
Share on other sites

vor 27 Minuten, Glockologe sagte:

Du meinst den Milizverlag, der ist da sehr rührig.

Ja, Danke. Milizverlag. Wollte jetzt nicht hoch Laufen, da liegt imho Feuerzauber noch auf dem Nachttisch...:bninja:

So richtig Junge würden die hiesigen Politiker wahrscheinlich bekommen, wenn sie sehen könnten, daß die Botschaftsbewachung in Wien inzwischen von der Milstreife (für euch: Feldjäger) übernommen wurde. Mit polizeilichen Befugnissen.

Gruß vom Gleichgesinnten...:okidoki:

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
 Share

×
×
  • Create New...