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Flugzeuabschuss zur Terrorabwehr


Henry
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aus LVZ-online.

Berlin. Mit der Verabschiedung des Luftsicherheitsgesetzes durch das Bundeskabinett ist die Rechtslage für künftige Terrorangriffe aus der Luft geklärt:Sollten polizeiliche Maßnahmen nicht genügen, gibt es eine klare Befehlskette über den Verteidigungsminister, der Piloten von Jagdflugzeugen im Zweifelsfall ermächtigt, auch mit einem Abschuss gegen eine terroristische Bedrohung vorzugehen. Das Problem dabei: Die Luftwaffe ist derzeit nicht in der Lage, mit höchst möglicher Erfolgsgarantie zu handeln. Das ergaben Recherchen unserer Zeitung.

Die Laser gestützten "Amram"-Raketen als Bewaffnung sind derzeit nicht einsatzfähig. Bundeswehr-Offiziere bestätigten, dass die optimalen Laser gestützten "Amram"-Raketen wegen "einer zweiten fehlenden Sicherung gegen unbeabsichtigtes Abfallen der Raketen von Flugzeugen" zurzeit "nicht einsatzfähig" seien. Deshalb sind die Flugzeuge der Alarmrotten nur mit den "Sidewinder"-Raketen bestückt. "Mit diesen Raketen kann man nicht mit einem Schuss eine große vierstrahlige Maschine runterholen", so ein Pilot. Diese "Schönwetter-Raketen" hätten zudem den Nachteil, bei Nebel, dichten Wolken oder starkem Regen nicht in jedem Fall ihr Ziel finden zu können.

Als dritter entscheidender Mangel gilt bei den Besatzungen der Alarmrotten (die im Nato-Auftrag in einer 24-Stunden-Bereitschaft zur Feindabwehr stehen), dass die deutsche Luftwaffe, im Gegensatz zur US-Truppe, nicht mit Leuchtspurmunition passenden Kalibers ausgerüstet ist.

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Im Fernsehen munkelten die so diffuses Zeug über ein 1972 während der Olympischen Spielen von arabischen Terroristen entführtes Passagierflugzeug, was damals auch beinahe abgeschossen worden wäre, - aber angeblich unter "ungeklärten Umständen" nicht wieder aufgetaucht sei. Es sei unter dem Radar weggetauscht und ... dann kam ein anderes, harmloses, Flugzeug an der entsprechenden Stelle raus... Sehr mysteriös!

Weiß da jemand "hard facts" dazu?

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Also diese ganze Diskussion um das Abschiessen von Verkehrsflugzeugen ist ziemlich abstrus, weil bei den kurzen Vorwarnzeiten ohnehin kaum eine solch folgenschwere Entscheidung von irgendjemandem getroffen werden wird...und in einem so dichtbesiedelten Land wie Deutschland schon gar nicht - wo es praktisch egal ist wo der Vogel runterkracht. E gibt immer sehr viele Tote. Die USA haben die Flugzeuge vom 11. Sept auch nicht abgeschossen, obwohl - zumindest für einen der Flieger - die "Chance" dafür bestand.

Ich finde es im übrigen ziemlich Verantwortungslos von unseren Politikern, den Abschuss von Passagierjets auch nur zu Denken, bevor nicht alle Möglichkeiten zum Aufhalten der Entführer IM Flugzeug selber ausgeschöpft wurden. Bewaffnet lieber die Piloten und setzt IN JEDE Maschine bewaffnete Skymarshalls, dann brauchrt man die Dinger gar nicht abzuschiessen (im schlimmsten Fall kommt die Maschine dann so runter)

Aber das ist mal wieder ne typische Diskussion für Deutschland. Als es um die Pilotenbewaffnung ging, da waren sofort alle Bedenkenträger zur stelle und haben geschimpft, was doch alles passieren kann - "die Kaffekanne vom Piloten könnte getroffen werden", oder "die Stewardess könnte einen Hörschaden erleiden..."

Aber jetzt, wo es um den Abschuss einer ganzen Maschine samt Insassen geht, hört man nix mehr von diesen Oberschlaumeiern??? :dr:

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Verkehrsflugzeuge über Deutschland abschießen, davon halte ich überhaupt nichts, daß wäre 1972 auch fast in die Hose gegangen.

Wobei dem normalen Bürger da wieder etwas vorgemacht werden soll.

Es ist international die gleiche Routine zum Abfangen eines Flugzeuges ohne Funkkontakt bekannt, gute Sicht vorrausgesetzt.

Bei schlechter Sicht ist ein Abschuß einer Zivilmaschine nicht zu verantworten, und auch das Abfangen ist nicht möglich (ohne Funk).

Insofern hat JDHarris durchaus Recht, vorbeugen ist besser und leichter durchführbar.

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Der neue Eurofighter wird das schon lösen.... Also, zumindest wenn es wärmer als 5°C draußen hat und die Sichtweite größer 400 m ist. Und die Bordkanone benutzt werden kann. Und der ursprünglich geforderte Anstellwinkel *) von 24 auf 35 Grad erreicht wird (MIG 29 = 30 Grad). Äh, und ein reales Ziel nicht mehr in mehrere Scheinziele (Geisterziele) gesplittet wird, die abwandern und dann als gültige Ziele geführt werden. Ach ja, und er länger als 20 Minuten fliegen kann. Und er die geforderten 2500 km/h schafft (zur Zeit nur 2000 km/h). Und er auf 18.000 Meter steigen kann (zur Zeit nur 12.000). Uiuiuiui, und wieso gehen die Nachbesserungen auf Konto des Steuerzahlers, wenn die Industrie die Forderungen im Pflichtenheft nicht erfüllt?

*) Anstellwinkel = mit dem eine günstige Schußposition eingenommen werden kann.

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Naja, der Trick ist nicht ganz neu. Im WKII soll einer der Vorzüge des Fi 156 "Storch" eben auch seine geringe Geschwindigkeit und Wendigkeit gewesen sein, der damit jeden Jäger einfach auskurvte.

Gibt da noch eine Story, dass der letzte Luftkampf an der Westfront zwischen einem Storch und einer (ebenfalls sehr langsamen) Piper Cub ausgetragen worden sein soll, wobei die Besatzung der Piper den Storch mit ihren .45ern abgeschossen haben soll. :!:

Möglicherweise ein Ansatzpunkt für die BW. :mrgreen:

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In der Tat hätte ein Hubschrauber so ein Luftmoped besser überwachen können.

Auch kann man mit einem Heli so ein Ultraleichtflugzeug zur Landung zwingen, das ist eben nur schlecht wenn es in der City von Frankfurt rumfliegt.

Hier sollte mit den Kampfflugzeugen nur Stärke demonstriert werden, um den Flugzeugentführer zur Aufgabe zu bewegen.

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Hier über Frankfurt (ich habe mir die Sache zufällig vom Mainufer aus angeschaut) war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Der hat allerdings schön auf Abstand geachtet. Die Phantoms mußten tatsächlich jedesmal riesige Kreise fliegen. Da der Motorsegler immer wieder auch den Main (zT sehr tief) entlanggeflogen ist, hätten sie eigentlich nur hier versuchen können, ihn von hinten oben abzuschießen, ohne auch die Stadt unter Beschuß zu nehmen. Fast unmöglich, vermute ich mal.

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Man muß auch mal die Dimensionen im Auge behalten: Man erinnere sich an das Foto, als ein "richtiges" Motorflugzeug (das hat im Vergleich zum Motorsegler "etwas" mehr Power und "etwas" mehr Kampfgewicht) im Pirelli-Hochhaus steckte. IM FENSTERRAHMEN. Dann war Schluß.

Die Aktion in Frankfurt war IMHO absolut überzogen, hysterisch und letztendlich nur peinlich.

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Ein Abschuß über so dicht besiedeltem Gebiet ist nicht ohne größere Schäden möglich und die sollten vorher gut abgewägt werden.

Selbst ein Abfangen und tieferdrücken des Motorseglers durch einen Heli hätte in dieser Situation durchaus größere Schäden verursachen können.

Die eigentliche Gefahr wären Trümmerteile des Luftmopeds gewesen.

Mir stellt sich allerdings die Frage, weshalb sich die Polizei so zurückhaltend verhalten hat, eigendlich ist ja sowas deren Job, oder wollte man echt abschießen??

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1. juli 2002, ca. 1km von meinem elternhaus entfernt: FOTO

... schon deshalb finde ich den gedanken an wrackteile, die über besiedeltem gebiet niederregnen, ziemlich erschreckend.

aber man sollte ja nicht vergessen, dass dies eine abwehrmassnahme sein soll. gegen terroristen, die ein flugzeug gezielt in eine wohngegend oder ein strategisches ziel (zb kkw) lenken wollen.

keiner denkt daran, ein flugzeug mit 200 insassen abzuschiessen, nur weil es jemand nach teheran entführen will. es geht darum, dass wrackteile am stadtrand immer noch besser sind als ein komplettes flugzeug in der innenstadt.

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...aber man sollte ja nicht vergessen, dass dies eine abwehrmassnahme sein soll. gegen terroristen, die ein flugzeug gezielt in eine wohngegend oder ein strategisches ziel (zb kkw) lenken wollen.

keiner denkt daran, ein flugzeug mit 200 insassen abzuschiessen, nur weil es jemand nach teheran entführen will. es geht darum, dass wrackteile am stadtrand immer noch besser sind als ein komplettes flugzeug in der innenstadt.

Naja, allein bei Frackteilen am Stadrand wird es bei einem mit 250 oder mehr Passagieren besetzten Jumbo wohl nicht bleiben...mal ganz abgesehen davon, das so ein "abgeschossenes Flugzeug" was aus ein paar tausend Metern höhe fällt, segelt oder sonstwie zerkleinert runterkommt, keine Punktlandung hinlegen wird, sondern sich über etliche Kilometer verteilen wird.

Und so ein kleines Sportflugzeug brauchen Terroristen auch nicht unbedingt zu kidnappen...der Aufwand wäre zu gross und die Wirkung zu gering- da kann man eher einen PKW, LKW benutzen, oder einfach einen "Molly" in die U-Bahn werfen - damit liesse sich schon weitaus mehr Schaden anrichten.

Wie gesagt, es gibt eine Alternative zum Abschuss von Passagierflugzeugen: Bewaffnetes Flugpersonal.

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