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Auch die AFD fordert Waffenrechtsverschärfungen


El Marinero
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Ein gut vorbereiterer Spin braucht noch nicht mal glaubwürdige Fakten. Er brauch nur eine feste strategische Ausrichtung einer sehr aktiven Minderheit. Beispiel: der Auslöser für die Energiewende und den teuren Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland war ein Tsunami in Japan. In Deutschland gibt es zwar keine Tsunamis, dafür gibt es aber seit den 80ern die Grünen, die den Spin perfekt vorbereitet haben. Dann haben sie nur auf ein Ereignis gewartet, das von außen kam und andere haben den Job für sie erledigt.

Europa ist bezüglich Home Defense und CCW heute schon bereit für den Aufbau des Spins. Es gibt mittlerweile genügend Early Adopters dafür. Anschließend muss man auf ein Ereignis warten, welches die Waagschale zugunsten der Waffenlobby kippt, was dazu führen kann, dass die Early Majority sich der Idee anschließt. Eine Lobby funktioniert nach ähnlichen Prinzipien wie ein Produktzyklus und die Waffenbesitzer unterliegen der normalen Gruppendynamik.

Ein guter Anfang wäre schon mal eine für alle verständliche Ausdrucksweise.

Johann

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Langweilig finde ich die Diskussion nicht, ich habe nur noch nie die zündende Idee gelesen, womit man bewaffnete Heimverteidigung politisch schmackhaft machen könnte. Mir fällt dazu allerdings auch nicht wirklich was ein.

Ich finde sie schon langweilig, weil sie immer wieder wiederholt wird und nie wirklich voll (einschließlich Ideenfindung) ausdiskutiert wird. Und zum "ausdiskutieren" gehört auch die Ideenfindung, wie man in die öffentliche Diskussion einsteigt. Aus meinere Sicht ist die Politik, die zur Zeit nur am Machterhalt interessiert ist, nicht unser primäres Ziel - sollte es zumindest nicht sein.

Öffentliche Streitgespräche halte ich für viel effektiver. Den Weg in die Öffentlichkeit müssen wir finden - - und "Deppen", die sich dieser öffentlichen Diskussion stellen.

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Anschließend muss man auf ein Ereignis warten, welches die Waagschale zugunsten der Waffenlobby kippt, was dazu führen kann, dass die Early Majority sich der Idee anschließt. Eine Lobby funktioniert nach ähnlichen Prinzipien wie ein Produktzyklus und die Waffenbesitzer unterliegen der normalen Gruppendynamik.

Wahrscheinlich wird dieses Ereignis ein Amoklauf sein und dann versuche mal, dieses Thema in der Öffentlichkeit zu diskutieren.

Nein - aus meiner Sicht ist jetzt die Zeit, wo Schießereien stattfinden, es ansonsten aber relativ friedlich ist.

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Also ich fand die paar Antworten auf unsere Frage, ob Waffenbesitz ein Menschenrecht sei, sehr bezeichnend:

4. Erkennen Sie das Recht, Waffen besitzen und führen zu dürfen, als Menschenrecht an?

Alexander Graf Lambsdorff, MdEP - Vorsitzender der FDP im Europäischen Parlament: Das Recht auf legale Nutzung von Waffen ist bereits grundgesetzlich anerkannt, eine entsprechende Grundgesetzänderung erscheint insoweit nicht weiterführend.

Axel Voss, MdEP – CDU Europabüro Mittelrhein: Der Besitz von Waffen ist kein Menschenrecht. Auch der Besitz eines Hauses oder eines Autos ist beispielsweise kein Menschenrecht.

Bert Kölmel, AfD – Spitzenkandidat auf dem 3. Platz: Waffen besitzen zu dürfen ist ein Freiheitsrecht, das nur bei nachgewiesenem Bedarf eingeschränkt werden sollte.

Markus Ferber, MdEP – Vorsitzender der CSU-Europagruppe: Waffenrecht ist kein Menschenrecht. Menschenrechte sind in meinen Augen das, was die Grundrechte im Grundgesetz umfasst: Schutz der Menschenwürde, Recht auf frei Entfaltung und Leben, Gleichheitsgrundsatz, die Meinungsfreiheit und die Glaubens- und Gewissenfreiheit.

Matthias Purdel, FDP Thüringen – (geht nur nach Brüssel, sofern die FDP über 11% bekommt): Die Forderung das Recht Waffen zu besitzen und zu führen in den Rang eines Menschrechts zu heben halte ich für überzogen.

Dr. Thomas Ulmer, MdEP – Listenplatz 6 der CDU für Baden-Württemberg: Ich denke, dass jeder unbescholtene Bürger die Möglichkeiten haben sollte, die Voraussetzung zum Besitz für Waffen zu erwerben.

Wahlprüfstein der LINKEN: Ein derartiges Menschenrecht erkenne ich nicht an.

Sven Giegold, MdEP – Spitzenkandidat der GRÜNEN: Nein, selbstverständlich nicht. Ich empfehle Ihnen einen Blick auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: da ist zu recht nirgends ein Wort davon zu finden, dass Waffenbesitz ein Menschenrecht wäre. Sie sollten sich schämen, den Begriff der Menschenrechte so zu missbrauchen!

Ich finde, aus den Antworten kann man was machen: siehe jetzt Kurden und Nigerianer im Verhältnis zu Jemeniten.... oder auch die Ausführungen von Dave Kopel, der die Frage stellt, ob die Entwaffnung der Bürger nicht eine Menschenrechtsverletzung darstellen.

Mir geht es persönlich darum, den Benefit von privatem Waffenbesitz der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit gegenüberzustellen. Für mich ist eben nicht "jeder Tote ein Toter zu viel", da es auch um individuelle Freiheitsrechte geht. Und wenn ich persönlich auch keine Waffe für SV aktuell benötige, möchte ich ein Waffenrecht, dass mir dieses Bedürfnis (mit Auflage) gewährt und ich nicht vom Gusto des Behördenmitarbeiters/Richters abhängt, der sich angeblich im Stande sieht, meine persönliche Gefährdung als Bullshit zu beurteilen und so ein Recht verweigert.

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Es bleibt abzuwarten. Noch kommen die Eigentumswandler vornehmlich wenn niemand zuhause ist. Sie nehmen mit was leicht beweglich ist und gehen wieder. Irgendwann kommen sie, während du zuhause bist und bitten dich um eine kleine Gabe, damit sie nicht wiederkommen. Beim zweiten Besuch darf es dann gerne etwas mehr sein, damit sie ganz sicher nicht wiederkommen.......spätestens dann......

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Und tatsächlich, die Antworten sind interessant.....

Für mich sind sie nur insofern interessant, als daß sie meine Meinung - Politik ist nicht der primäre Ansprechpartner, sondern muß kontinuierlich "bearbeitet" werden (Bretter bohren) - bestätigen.

Für mich wäre das Primärziel, irgendwie die Diskussion in die Öffentlichkeit zu bringen und hier eine Diskussion zu "erzwingen" (wohl wissend, daß der Schuß auch nach hinten losgehen kann). Erst dann, wenn genügend "Druck" von der Öffentlichkeit (vom Bürger - nicht von "veröffentlichten Meinungen" unserer ach so freien Presse) auf die Politik erfolgt, so daß diese sich nicht mehr dem Thema verschließen kann, wird es Schritte in die "richtige Richtung" geben.

Die "zusammengewürfelten Meinungen" der EU-Politiker geben Einzelmeinungen wieder; daraus Rückschlüsse auf politische Meinungen (Handlungen) einer politischen Gruppierung zu ziehen, halte ich für leichtsinnig bis fahrlässig. Wenn, dann hat so etwas, wie das damalige Positionspapier der FDP einen einigermaßen brauchbaren Aussagewert.

Obwohl Politik und Verläßlichkeit zwischenzeitlich zwei Vokabeln sind, die ganz und gar nicht zusammenpassen.

Ich habe leider auch keine vernünftige Idee, wie man die Diskussion in die Öffentlichkeit - an den Bürger - bringt.

Im Moment wäre eine großangelegte Umfrageaktion mein Favorit - allerdings nicht mit der Fragestellung "Halten Sie Waffenbesitz für ein Menschenrecht".

Wenn ich einmal Zeit und Lust habe, mache ich mir einmal ein paar Gedanken über solch einen Fragebogen.

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Für mich sind sie nur insofern interessant, als daß sie meine Meinung - Politik ist nicht der primäre Ansprechpartner, sondern muß kontinuierlich "bearbeitet" werden (Bretter bohren) - bestätigen.

Für mich wäre das Primärziel, irgendwie die Diskussion in die Öffentlichkeit zu bringen und hier eine Diskussion zu "erzwingen" (wohl wissend, daß der Schuß auch nach hinten losgehen kann). Erst dann, wenn genügend "Druck" von der Öffentlichkeit (vom Bürger - nicht von "veröffentlichten Meinungen" unserer ach so freien Presse) auf die Politik erfolgt, so daß diese sich nicht mehr dem Thema verschließen kann, wird es Schritte in die "richtige Richtung" geben.

Das ist auch mein primäres Ziel.

Und daher bin ich auf FB mit freiheitlichen Bürgern verknüpft, u.a. auch mit Anarchokapitalisten wie Stefan Blankertz.

Das Thema Waffenrecht trifft dort als Freiheitsrecht auf fruchtbaren Boden - auch bei Leuten, die wie ich, gar keine Waffen besitzen oder jemals haben wollen.

Ich bin ja mal gespannt, wie der BR Beitrag heute abend ausfällt. Anscheinend (O-Ton einer Dokumentarfilmerin) bekommt man mit dem Inhalt "Waffen sind böse" keine Sendezeit mehr, sondern muss schon objektiver berichten. Ist zwar nur ein kleiner Erfolg, aber ein spürbarer. Wir sind einen Schritt weiter in der öffentlichen Diskussion als 2009, sowohl beim normalen Bürger als auch beim Bürger, der ebenfalls Politiker ist.

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"Immer häufiger werden Bürger Opfer in den eigenen vier Wänden"........

blöd ist nur, dass stimmt ja so nicht......

Ich kenne die Zahlen von anderen Jahren jetzt nicht. Aber 2012 gab es fast 25.000 Raubüberfälle, davon über 2000 in Wohnungen, während sich dort die Bewohner aufhielten. 85% der gefassten Täter sind polizeibekannt. (Anmerkung : nur ca. 25% der Täter werden gefasst). Die Polizei, unser Freund und Helfer, wurde so stark ausgedünnt, dass – zumindest in Niedersachen – im Schnitt 11% der Notrufe ins Leere laufen.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigte für 2012 fast 600 vollendete Mord/Totschläge.

in 45% der Fälle war das Opfer eine Frau, d.h 5 Frauen werden pro Woche getötet

in 64% war der Täter ein Verwandter, in 14% ein Bekannter

in 80% war der Tatort zu Hause und nicht auf der Straße

über 60% der Mörder und Totschläger waren der Polizei bekannt

http://legalwaffenbesitzer.wordpress.com/opferschutz/

Mal darüber nachdenken. Die "normale" Gewalt auf der Straße wird weniger (und leider brutaler), die häusliche nicht.

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"Genau" durchlesen ! ! "Sehr geehrter Herr ********, vielen Dank für Ihre Nachfrage, mit der Sie mir die Möglichkeit geben, den Sachverhalt richtig darzustellen. Vorausschicken möchte ich, dass wir unser Parteiprogramm derzeit erst erarbeiten, insofern diesbezüglich noch kein Verweis/Nachweis unserer Position möglich ist. In unserem Europaprogramm haben wir uns zu den Themen Jagd- und Waffenrecht nicht geäußert, da diese aus unserer Sicht in der alleinigen Zuständigkeit der Nationalstaaten liegen. Auch bei der Europawahl haben wir die Wahlprüfsteine des BDS beantwortet, welche eine sehr positive Resonanz erfahren haben. Insofern stellen die für den BDS formulierten Antworten sowohl bei der Europawahl als auch bei den aktuellen Landtagswahlen die Position der AfD dar. Eine Verschärfung des Waffenrechts lehnen wir ab, die Begründungen können Sie den Antworten auf die Wahlprüfsteine entnehmen. Zur konkreten Frage: Bei den geleakten Protokollen handelt es sich um Diskussionsansätze bzw. thematische Vorschläge, die teilweise nur von einzelnen vorgebracht wurden. Fakt ist, dass diese nicht ins Landtagswahlprogramm übernommen wurden und somit auch nicht Teil der AfD-Programmatik sind. Insofern ist der Punkt „Verschärfung des Waffenrechts“ ein Vorschlag gewesen, der nicht über die interne Diskussionsphase gekommen ist mangels Mehrheit allein schon im Bereich der Programmkommission. Im Hinblick auf die Telekommunikationsüberwachung gilt das gleiche, im Landtagswahlprogramm sprechen wir uns für eine personell und sachlich gut ausgestattete Polizei aus, dies beinhaltet jedoch nicht die ansatzlose Überwachung des Bürgers. An dieser Stelle verweise ich auf eine Passage in unserem Europawahlprogramm (siehe Anhang, S. 22 f.):„Die anlasslosen, unkontrollierbaren oder das Prinzip der Verhältnismäßigkeit verletzendenÜberwachungsmaßnahmen sind einzustellen. Dazu gehört auch die von der EU geforderteVorratsdatenspeicherung. Die Effektivität staatlicher Überwachungsmaßnahmen zurVerhinderung oder Bekämpfung schwerer Straftaten muss transparent und quantitativ öffentlichbewiesen werden.“ Die Veröffentlichung der internen Protokolle erfolgte mit der Absicht, Verunsicherung bei unseren Wählern zu schaffen, weshalb ich mich bei Ihnen nochmals bedanke, dass Sie mir die Möglichkeit der Klarstellung gegeben haben und hoffe, dass ich Ihre verständliche, jedoch letztlich unbegründete Besorgnis ausräumen konnte. Für weitere Nachfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen i.A. ***** Bundesgeschäftsstelle AFD"

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