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Historische Vorderlader und Zündnadelwaffen


corrado26
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tja, corrado - soweit ich das weiss, wäre es ein forum, in dem wir zwei uns in ruhe alleine unterhalten können.

VL-waffen interessieren noch einige, perkussionshinterlader - da wird es schon eng und zündnadel?

die meisten haben schon mal davon gehört ....

hast du ein zündnadelgewehr ??? bei egun wird gerade eines versteigert, aber leider ist es nicht sehr preiswert.

in worms baut jemand museumsrepliken, aber der preis liegt um die 4000 euro.

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Es ist mir durchaus bekannt, und die PISA Studie hat das ja auch belegt, daß das Wort "Geschichte" bei Vielen im Wortschatz unbekannt ist. Aber gerade deswegen sollte man sich doch auch auf dem Waffensektor darum bemühen, dies zu ändern. Dabei ist es gänzlich unerheblich, ob ich ein oder mehrere Zündnadelwaffen besitze (ich glaube, es sind eher mehrere), wichtig erscheint mir doch nur die Beschäftigung mit der Materie und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß das, was es auf dem Blankwaffensektor in zunehmend prosperierender Weise gibt, auf dem Feuerwaffensektor nicht möglich sein soll.

Gruß

corrado26

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ganz wie corrado sehe ich es nicht. wieviele (zum teil sehr hochwertige) vorderlade-waffen, auch perkussionshinterlader und jetzt durch das geänderte waffengesetz auch perkussionsrevolver sind in schützenkreisen vorhanden!

aber fast alles sind amerikanische waffen! cowboy hinten, cowboy vorne, bürgerkriegsschlachten werden nachgespielt.

dabei gibt es gerade in europa eine sehr lange tradition ganz ausgezeichneter revolver, auch perkussionsrevolver! zweifellos - die erfindung hat sam gemacht und er war amerikaner.

es besteht aber gar kein grund, sich anstelle der amerikanischen tradition mal auf die eigene zu besinnen!!!

zugegeben: wir sind dabei im nachteil! in den usa gibt es wesentlich mehr gut erhaltene historische waffen, denn seit dem letzten krieg auf dem kontinent sind weit über 100 jahre vergangen. zudem war waffenbesitz dort auch nie ein rechtliches problem.

und auch die heutige situation ist einfach so, dass die grossen europäischen replikenschmieden für den usa-markt bauen .... und wenn noch was übrig bleibt, dürfen wir das kaufen.

trotzdem: zündnadler & verwandte sind einfach eine sehr sehr interessante sache, die es wert ist, sich damit zu beschäftigen!

falls interesse besteht, ich hab aus caliber und visier ein paar sachen aufgehoben, die dort mal veröffentlicht wurden. kann ich gerne zur verfügung stellen.

übrigens gibt es in frankreich nicht nur mehr gut erhaltene waffen aus dieser zeit, es muss auch eine lose organisierte interessensgruppe geben, die sich mit den gras-gewehren beschäftigt. diese sind auch deswegen interessant, weil die gasdichtung über so eine art gummiring am oder im kammerstengel erfolgt.

vor einiger zeit hatte gebu-waffen mal einen perkussionshinterlader im angebot, bei dem es sich leider nur um ein umgebautes einzelstück handelte.

hier wurde über ein normales, seitliches perkussionspiston gezündet. die papierpatrone wurde von hinten geladen; der verschluss war ein sehr modern / 98-ziger mässig aussehender kammerstengel, der vorne eine art geschlitztes blechrohr trug.

da wurde die patrone eingelegt, der verschlussstengel vorgeschoben, durch drehung arretiert. beim schuss drücken die gase das (geschlitzte) rohr auseinander und dichteten ab.

so ein ding im original hängt zum beispiel im ludwigshafener rathausmuseum (eintritt frei).

einwandfrei ein umgebauter vorderlader - fragt mich jetzt nicht, wie das heisst, ich muss nachschlagen!

wenn einer metaller wäre, könnte man so etwas schon nachbauen; eine erlaubnis zur nichtgewerblichen ist normalerweise kein problem.

mal sehen. irgendwann leg ich mir mal was in der richtung zu. leider nicht ganz einfach, im gegensatz zu den us-sharpsen, gallaghern und smith´s ... aber schauen wir mal.

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Liegt event. daran das in D Geschichte erst nach '45 beginnt :? Was einem wie mir in der Seele weht tut.

Ein schöner Karabiner ist doch auch ein Stück Geschichte, SP ist eben nicht jedermanns Geschmack, mir persönlich wäre schon die Arbeit beim Laden und Putzen zuviel, ich habe dafür einen schweizer K31 von 1933, ist für mich persönlich ein sehr schönes Stuck geschichte im Waffenbereich.

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Versteh das bitte nicht falsch, Glock. Niemand (bzw. zumindest ich nicht) hat was gegen K11, 31, 98 und so weiter.

Ich selbst hasse den Dreck beim Schwarzpulverschiessen und weiche gerne auch teures Pyrodex aus.

Aber: Zündnadler haben einfach eine eigene Geschichte und es geht eine besondere Faszination davon aus.

Zumindest für einige von uns. Und die wenigen Originale, die es noch gibt, sind ohnehin zu schade zum Schiessen; am ehensten ist das noch mit einem Gras-Gewehr zu verantworten.

Es ist einfach eine sehr interessante Epoche und ich verstehe Corrado sehr gut.

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Daß es in Deutschland nur noch wenige Vorderlader aus alter Zeit gibt, ist nicht wahr. Es gibt sogar noch recht viele. Im übrigen hatte ich eigentlich nur an Vorderlader, nicht Perkussionshinterlader gedacht, aber vielleicht ist so etwas überhaupt nicht bekannt. Dann schaut mal das Bild an, so etwas meine ich un d das Stück hat mit deen USA nichts zu tun, sondern kommt aus Old Europe

Gruß

corrado26

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kein wunder, ist ja alles für den us-markt.

@corrado: du hast von zündnadlern gesprochen; ich hatte das unter perkussionshinterlader gebucht. streng betrachtet stimmt das aber nicht, wenn man es genau nimmt, ist es ein eigenes system - denn das zündhütchen war ja schon in der (papier-) patrone.

ansonsten ist die menge an gut erhaltenen historischen waffen, die es noch in europa, speziell deutschland, gibt mit dem, was in den usa zur verfügung steht nicht annähernd vergleichbar.

da gibt es kein rütteln und deuteln, da sind die amis uns einfach aufgrund der geschichtlichen entwicklung um welten voraus.

reine vorderlader sind übrigens - ich gesteh das ganz offen - nicht so mein fall ...... sorry.

übrigens gibt es einen französischen händler namens "le hussard" oder ähnlich, der eine tolle internetseite hat und auch immer wieder gras-gewehre anbietet.

soll sich auch gut auskennen und spricht deutsch.

da herr kräuslich gerade unter uns weilt: ich finde, dass dwj zu diesem themenbereich (also sammerwaffen) eigentlich immer die besten artikel bringt bzw. gebracht hat.

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übrigens gibt es einen französischen händler namens "le hussard" oder ähnlich, der eine tolle internetseite hat und auch immer wieder gras-gewehre anbietet.

soll sich auch gut auskennen und spricht deutsch.

da herr kräuslich gerade unter uns weilt: ich finde, dass dwj zu diesem themenbereich (also sammerwaffen) eigentlich immer die besten artikel bringt bzw. gebracht hat.

1. Monsieur Buigné von "Le Hussard" kennt sich zwar recht gut aus, spricht aber kein einziges Wort Deutsch

2. Dreimal darfst Du raten, von wem sehr viele Artikel im DWJ über historische Waffen stammen.

Gruß

corrado26

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1. Monsieur Buigné von "Le Hussard" kennt sich zwar recht gut aus, spricht aber kein einziges Wort Deutsch

2. Dreimal darfst Du raten, von wem sehr viele Artikel im DWJ über historische Waffen stammen.

Gruß

corrado26

Ich war noch nie selbst bei Le Hussard, habe aber schon mit denen gemailt. Jemand dort spricht Deutsch - sicher nicht perfekt, aber verständlich. Wenn ich nur halb so gut französisch könnte, wär ich sowieso schön glücklich ....

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Ok, Forum erstellt.

Sind denn Titel und Beschreibung so ok ? Was meiner Meinung nach etwas unglücklich

wirkt ist die Aufteilung der Foren nun auf gleicher Ebene mit dem allgemeinen Sammler-

forum. ?! Was meint ihr ?

Meiner Meinung nach sind Titel und Beschreibung absolut ok. Deine Bedenken bezüglich der Einteilung teile ich nicht. Mal sehen, was draus wird

Gruß

corrado26

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Zündnadler haben einfach eine eigene Geschichte und es geht eine besondere Faszination davon aus.

Zumindest für einige von uns. Und die wenigen Originale, die es noch gibt, sind ohnehin zu schade zum Schiessen; am ehensten ist das noch mit einem Gras-Gewehr zu verantworten.

Nur der Richtigkeit halber: Gras-Gewehre M 1874 sind zwar Schwarzpulverwaffen, aber keine Zündnadelwaffen. Der Gras-Verschluss besitzt einen ganz normalen Schlagbolzen für Metallpatronen mit Zentralzündung. Der Vorgänger das Gewehr M 1866 System Chassepot, das war das letzte französischen Zündnadelgewehr.

Gruß

corrado26

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peinlich, aber er hat recht .....

soweit ich weiss, sind aber einige waffen von zündnadel in patrone nach dem gras-system umgebaut worden, genau müsste ich aber nachschauen.

in der Tat: Man hat größere Mengen der vorhandenen und noch tauglichen Zündnadelgewehre Gewehre M 1866 System Chassepot auf Metallpatrone nach dem System Gras umgebaut! Dasselbe geschah im übrigen mit den von Preußen 1870/71 erbeuteten Chassepot-Waffen: Viele von Ihnen wurden auf die Patrone 71 umgebaut, gekürzt und als Karabiner 73 z.B. an preußische Ulanen-Regimenter ausgegeben.

Gruß

corrado26

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Seltsam, dass von den französischen Waffen scheinbar noch so viele übrig geblieben sind und auch angeboten werden; für 600-800 Euro bekommt man schon etwas angeboten.

Für die preussische Büchse muss man hingegen oft lange suchen, weit fahren und teuer zahlen.

Auch damit zu schiessen halte ich für unverantwortlich - und die Wormser Replik für 4 TSD Euro ist mir schlicht zu teuer ....

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Für die preussische Büchse muss man hingegen oft lange suchen, weit fahren und teuer zahlen.

....

Verwechsle nicht das preußische Zündnadelgewehr M/41 und M/62 mit der ZN-Büchse M/65. Während die Gewehre je nach Zustand bei etwa 2-3000.-€ liegen, musst Du für die Jägerbüchse mit Stecher im Topzustand schon mindestens 5.000.-€ hinlegen. Aber auch mit diesen Waffen wird heute noch geschossen: Die Mitglieder des Schützenvereins Nikolaus von Dreyse machen das regelmäßig zweimal pro Jahr

Gruß

corrado26

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nein, eine homepage kenne ich nicht, aber schau mal, was ich gefunden habe:

Sächsische Zeitung

Montag, 30. Mai 2005

Günter Jurisch schießt sich einen Pokal

Von Michael Preußner

Schießsportlicher Höhepunkt des Wochenendes im Großkaliberbereich waren zweifellos die Deutschen Meisterschaften im Zündnadelgewehrschießen im traditionsreichen Sömmerda. Das Feld der 45 Starter und die hervorragenden Ergebnisse weisen auf die steigende Beliebtheit dieser historischen Disziplin hin.

Zur Erinnerung: Der Sömmerdaer Erfinder und Unternehmer Nikolaus Dreyse konstruierte in den 1830er Jahren die ersten großserientauglichen Hinterladergewehre. Der Zylinderverschluß bildet bis heute die Grundlage der meisten Sport- und Gebrauchswaffenkonstruktionen. Geladen werden Patronen mit Papierhülle und Bleigeschoß, deren Schwarzpulvertreibladung von einer Stahlnadel durchstochen und gezündet wird. Im Rahmen der Siegerehrung wies dann der Sömmerdaer Bürgermeister auch darauf hin, daß jetzt nach langen Bemühungen ein Nikolaus- von-Dreyse-Museum in seiner Heimatstadt eröffnet wird.

Bei dieser Siegerehrung konnte dann Günter Jurisch den Pokal für den dritten Meisterschaftsplatz entgegennehmen. Mit 87 Ringen war das ein sehr gutes, aber knappes Ergebnis hinter den Erstplazierten mit je 88 Ringen. Mit 79 Ringen konnte Michael Preußner seinen Vorjahressieg nicht wiederholen. Beim anschließenden Nikolaus-von-Dreyse-Pokal im benachbarten Buttstädt gab es Genauigkeitsprobleme wegen festgebrannter Pulverrückständen, da beide Schützen alle Serien mit der gleichen und damit hoffnungslos überhitzten Waffe schießen mussten.

Durch ungünstig angesetzte Termine überschnitten sich an diesem Wochenende auch noch die Bezirksmeisterschaften mit Großkaliberpistole und Ordonnanzgewehr. Diese mußten am Vorabend in Dresden und Hoyerswerda geschossen werden, da vom Ergebnis die Qualifikation für die Landesmeisterschaften abhängt.

Ergebnisse

Deutsche Meisterschaft Zündnadelgewehr

(50 m stehend, max. 100 Ringe): Â… 3. Jurisch 87 Ringe, Â… 13. Preußner 79.

Nikolaus von Dreyse - Pokal (100 m liegend, max. 100 Ringe): Â… 12. Jurisch,14. Preußner.

Bezirksmeisterschaft Großkaliberpistole (max. 400 Ringe) Revolver: 357 Mag.: Jurisch 350. Pistole 9 mm Para: Jurisch 353

Ordonnanzgewehr (max.400 Ringe): Preußner 294, Jurisch 276 (beide Freischützengesellschaft Großenhain).

Ist doch interessant, oder?

Gruß

corrado26

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Ja, das ist es wirklich. Hier die Site des Replika-Herstellers, den ich auf der IWA 2005 nicht gefunden habe:

http://www.gunmaker.org/www/wts/html/webinfo.nsf/FW?ReadForm&Frameset=Standard_Deutsch

Das war über die Firma bezüglich der IWA 2004 (!) zu lesen.

Am Stand von WTS Waffentechnik Suhl in Halle 3, Nummer 635, gab es zwei Zündnadel-Repliken zu bewundern. Die modernen Nachbauten haben die Waffen von Dörtsch und von Baumgarten als Vorbild und sollen bei genügender Nachfrage in Kleinserie aufgelegt werden. Es handelt sich um eine Zündnadelpistole im Kaliber .41 und ein Gewehr im Kaliber .58.

Das hab ich auch noch gefunden: www.zuendnadel.info

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