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Noch'n Rätsel


corrado26
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Denkst für wen an eine bestimmte Persönlichkeit, etwa an einen Grafen oder sonstigen Adligen? Evt. ein hochrangiger Offizier oder sogar König bzw. Oberhaupt. Kannst du vielleicht einen weiteren Anhaltspunkt geben. Evt. meinst du mit für wen, auch ein bestimmtes Regiment, Truppe oder so. Ist noch etwas unklar und eine kleine Hilfe wäre da angebracht oder! :!:

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Na immerhin habt Ihr wohl meinen Artikel über die preußische Grenzaufseherpistole M 1851 beim Kuratorium gefunden. Ok, die wurde zwar vom selben Produzenten gefertigt, Valentin Christoph Schilling in Suhl, aber der Anker auf der Schlossplatte schließt doch eigentlich eine Verwendung bei der Artillerie oder der Kavallerie aus oder ist eventuell einer der Herrn hier der Meinung, daß es eine berittene Gebirgsmarine wirlich gegeben hat? :lol:

Marine ist schon korrekt, deswegen auch der wenn auch später entfernte Gürtelhaken, sein Rest ist links ja mmerhin noch deutlich zu sehen ! Aber welche Marine? Der Doppeladler OHNE Krone spricht eigentlich Bände!!

Eine Kimme hat das Teil natürlich nicht, was soll die bei einer glattläufigen Pistole auch nützen, bei der Rollkugeln verwendet wurden? Das Korn hingegen war tatsächlich ein Hilfsmittel zum groben Anhalten, deswegen war's auch so groß.

Gruß

corrado26

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Oh nein, da liegtst Du aber total daneben. Die Masse aller Infanterietruppen in Europa führte 1851 noch glatte Vorderladergewehre. Lediglich Preußen hatte mit seinem Zündnadelgewehr einen riesigen Vorteil, der erst ab 1853 langsam wettgemacht wurde durch das großkalibrige Minié-System. Pistolen waren hzingegen generell glattläufig. Erst ab ca. 1860 tauchten die ersten gezogenen Vorderladerpistolen auf. Vergiss nicht, der erste Reichsrevolver M/79 kam erst ab ca 1880 zur Truppe und bis dahin besaß die preußische Kavallerie und alle Berittenen der preußischen Armee immer noch die glattläufige Pistole M 1850. Die einzigen Ausnahmen in Deutschen Reich waren Württemberg (M/1863-Pistole 13,9mm gezogen), Hessen-Darmstadt (M1856, gezogen, Minié 17,5mm), Baden (M/1853-Pistole 13,9mm gezogen) und Hannover (M/1854-Pistole 17,5mm gezogen). Alle anderen Staaten verwendeten mindestens bis nach dem Krieg 1870/71 oder noch länger glattläufige Pistolen und Karabiner.

Gruß

corrado26

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Der Doppeladler brachte mich auf die Idee. Also wenn das nicht Oesterreich-Ungarn ist, dann bin ich wirklich mit meinem Latein am Ende. :mrgreen: Denn Oesterreich-Ungarn hatte zu einer bestimmten Zeit, man glaubt es kaum eine eigene Marine. also demzufolge ist die Pistole für die k.u.k Marine für Oesterreich-Ungarn hergestellt worden oder?

Link, wo man auch das Wappen des Doppeladlers sieht. http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreich-Ungarn

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Da bist Du leider auf dem Holzweg. Ich hatte extra oben geschrieben, daß der Doppeladler OHNE Krone ist, der Doppeladler von Österreich -Ungarn zeigt aber grundsätzlich eine Krone. Also kann es wohl doch nicht eine Pistole der österreichisch-ungarischen Marine sein, oder? Es existierte aber in Zentraleuropa ein Gebilde, dessen Symbol eben der Doppeladler ohne Krone war. Doppeladler deshalb, weil zwei mächtige, iin ihren Wappen Adler führende Staaten die Hauprakteure in diesem Gebilde waren, welches schließlich 1866 bei Königgrätz in Trümmer ging. Welches Gebilde ist dies nun, zu dessen Marine diese Pistole gehörte?

Im übrigen: Warum beteiligen sich hier so wenige? Ich sehe doch, wieviele das Thema hier verfolgen. Wäre schon toll, wenn sich auch noch einige andere die Mühe machen würden, mitzuknobeln; man lernt ja schließlich nur dazu und das kann niemand schaden :roll:

Gruß

corrado26

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Reiches, wenn ich mich nicht irre.

Da bleibt dann wohl nur noch die russische Marine übrig.

..........aber auch der russische Doppeladler hätte, da er ja das Symbol eines Zaren- oder Kaiserreichs war, eine Krone oben auf gehabt. Kleiner Typ: Schaut mal bei google unter "Königgrätz 1866".......

Gruß

corrado26

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Hmm sehr schwer. Vielleicht Preussen, aber wohl doch nicht. Nassau hat ein ganz interessantes Wappen mirt Doppeladler gehabt, jedoch konnte ich beim betrachten des sehr klein dargestellten Wappens (beim googeln entdeckt) nicht erkennen ob oben drauf ne Krone war. Bin wahrscheinlich mit meinen Vermutungen voll daneben gelegen. :oops: :mrgreen:

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Ja stimmt da war ich etwas voreilig. :oops: Bliebe da Preussen übrig da an der Schlacht ja nur so Kleinstaaten und auf der anderen Seite vorher Italien dran war. Dänemark könnte es evt auch sein. Stand etwas beim Googeln Anhand Deutsch-dänischer Streitigkeiten im Vorfeld war mit ein Grund zur Schlacht. Nur weiss ich nicht ob die dänsiche Marine jemals einen Doppeladler geführt hat und wenn überhaupt, wahrscheinlich mit Krone. Ach ja Hamburg oder Hannover wurde auch erwähnt bei den kämpfenden Kleistaaten beim Googeln. So jetzt bin ich mit meinem Latein wirklich am Ende und muss kapitulieren-gebe mich geschlagen.

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Ok, ich werde das Rätsel mal auflösen:

Nach den napoleonischen Kriegen wurden zwischen den europäischen Mächten beim Wiener Kongress die zwischenstaatlichen Verhältnisse in Europa neu geordnet. Im Deutschen Bund, einem losen Staatenbund, hatte Österreich und Preußen den Vorsitz. Das Parlament des Deutschen Bundes tagte in Frankfurt in der Paulskirche. Jeder der beiden Staaten Preußen und Österreich brachte einen Adler in das Wappen ein, da das Parlament aber eine demokratische Institution mit einer Verfassung war, blieb der so entstandene Doppeladler ohne Krone.

Dieser Deutsche Bund errichtete 1848 eine Marine (siehe hierzu meinen Artikel in DWJ 10/2003), zu deren Ausstattung die hier in Frage gestellte Pistole M 1849 in Suhl beschafft wurde. Bereits 1853 wurde diese Marine wieder aufgelöst, ihre Waffen findet man aber immer noch, wenn auch recht selten angeboten.

Ist doch eigentlich ganz einfach, steht im übrigen auch alles unter google.

Gruß

corrado26

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